13
Nov

Ok, ist schon etwas her, aber trotzdem…

Ich habe genau genommen zweimal Halloween gefeiert, wobei eins davon das Oktober-AuPair-meeting eine Woche vor Halloween war und das hätte man sich echt sparen können. Es ging offiziell von 4-6 Uhr  nachmittags und recht viel länger ist auch niemand geblieben^^ Das Einzige, was wir zu tun hatten – außer rumzustehn und die Kostüme der anderen zu bewerten – war Essen und das haben wir solang getan, bis uns schlecht war…

Das “zweite” Halloween war dann am 31.Oktober. Vormittags habe ich mit den Kids Kürbisse ausgehöhlt und geschnitzt. Der Matt hat das Haus noch ein bisschen dekoriert und ich bin mit den Kindern in der Nachbarschaft spazieren gegangen um die Dekorationen der anderen anzuschauen. Es waren ein paar nette dabei, aber ich hätte mir mehr erwartet von dem heiß geliebten Feiertag der Amerikaner…

Da sie schon relativ früh trick-or-treating gehen wollten und dafür auch noch in eine andere Nachbarschaft gefahren sind, habe ich mich mit Sammi und Bennett verkleidet um Fotos zu machen. Ich sollte auf das Haus “aufpassen” und Süßigkeiten verteilen. Als ich dann aber zur Sophia gefahren bin, waren noch kaum Kinder dagewesen und ich habe ein Schild an die Tür gehängt, dass sie sich selbst bedienen sollen, da keiner daheim ist.

Bei der Sophia angekommen, habe ich mein Zeug abgestellt und wir sind mit Rose, ihrer Gasttochter durch die Straßen gegangen. Da war mehr los, als bei uns in der Straße. Die meisten Häuser waren dekoriert und die Erwachsenen saßen draußen, haben gegrillt oder mit Freunden in der Garage zusammen gesessen und Süßigkeiten an die vorbeikommenden Kinder verteilt. Ein paar der Erwachsenen haben sich auch verkleidet und einer ist als Skelett auf einem Hochrad durch die Gegend geradelt.

Nachdem wir fertig waren, sind wir – Sophia, Katja und ich – mit dem Zug nach Washington, D.C. gefahren und auf eine Halloweenparty in einem Club gegangen. Es war zwar nicht besonders kalt, aber es hat geregnet und wir musste eine dreiviertel Stunde im Freien anstehen. Es gab niemanden, der nicht irgendeine Art Kostüm anhatte. Scheinbar gab es aber einen Kontest unter den Mädls, wer das kürzeste Outfit anhatte^^ Im Club war es sehr voll, aber die Musik war gut und wir hatten Spaß. Dank der Zeitumstellung, die hier erst an dem Wochenende war, hatten wir eine Stunde länger Zeit, bis wir uns auf den Heimweg gemacht haben, um den letzten Zug zu erwischen.

Man könnte es auch Horrorwoche nennen, obwohl Halloween ja bekanntlich erst nächste Woche ist…

Sonntag: Bennett kommt mit Fieber aus St. Louis zurück, wo er mit der Karin ein paar Tage ihre Freundin besucht hat (deren Sohn war am 2. Tag des Besuchs swine flu krank)

Montag: Bennett bleibt daheim, schaut den ganzen Tag fern; Karin nimmt sich frei, geht mit ihm zum Arzt -> Diagnose: Schweinegrippe

Dienstag: Bennett hat – wider Erwarten – die Nacht durchgeschlafen und ist ganz munter; ich kenne am Abend alle aktuellen “Spongebob”, “Wizards of Waverly Place” und “Sonny with a chance” Folgen auswendig, da er sie auch gerne 3 Mal hintereinander anschaut :P

Mittwoch: Bennett geht es sehr schlecht; Sammi musste mit Grippe-Symptomen aus der Schule abgeholt werden; Karin fühlt sich auch nicht besonders gut; meine Hände sind vom ständigen Hände waschen und desinfizieren schon ganz wund^^

Donnerstag: Höhepunkt von Bennetts Krankheit; Sammi ist knatschig und fühlt sich schlapp; Karin geht es absolut miserabel, sie verbringt den ganzen Tag im Bett; ich mache den Haushalt, mache Essen und gehe Medizin kaufen, außerdem vergesse ich fast meine Yogastunde…

Freitag: Bennett geht’s wieder gut, er will schon wieder Hockey spielen – den ganzen Tag; Sammis Tiefpunkt; Karin ist immer noch sehr krank; Lichtblick: Kaffee trinken mit Sophia; Anruf von Sandy – endlich :) Abends dann Kino und Dinner mit Sophia, Katja und Julia

Samstag: Matt ist wieder da – zum Glück! Bennett vollkommen gesund; Sammi in Ordnung; Karin immer noch matt; ich flüchte über Nacht zu Katja, um mich nicht doch noch im letzten Moment anzustecken

Das Positive: ich bin immer noch gesund, hoffentlich bleibt es so - toi toi toi!

15
Oct

Was gibt’s Neues!?

Hmmm, also ich hatte meine ersten Club Style Salsa Stunden und es hat mir sogar Spass gemacht ;) Allerdings ist die Schule, wo der Unterricht stattfindet eine halbe Stunde entfernt und die Lehrerin hat den Kurs vorverlegt, sodass ich jetzt immer mindestens 15 Min. zu spät komme, weil ich warten muss bis die Karin aus der Arbeit kommt…

Am letzten Mittwoch habe ich wieder mit Brad trainiert, aber wir mussten die Stunde ein bisschen früher beenden, weil im Big Vanilla Stromausfall war – wie scheinbar jeden Monat mindestens einmal^^ Da sieht man mal wie “gut” Überlandleitungen sind ;)

Ich war ein paar Mal mit Julia und Sophia Kaffee trinken und morgen gehe ich mit der Julia ins Fitnessstudio, da sie ihr hostdad endlich angemeldet hat. Am Wochenende habe ich mir ein Halloweenkostüm gekauft – ich werde ein Eskimo sein :P und am Sonntag waren wir im Six Flags, einem Freizeitpark ganz bei uns in der Nähe. Da waren dann auch zufällig die Cheerleading U.S. finals – allerdings nur von den Kleinen – und die hab ich mir mit der Sophia angeschaut, während die Katja und die Stella rollercoaster gefahren sind. Abends sind dann lauter Horrorgestalten durch den Park gelaufen, weil fright night oder so war…

Heute ist die Karin mit dem Bennett bis Sonntag zu ‘ner Freundin nach Missouri gefahren und ich hab die Sammi am Nachmittag zum sleep-over zu ihrer Freundin gebracht. Ich muss sie erst morgen um 4pm wieder holen, das heißt ich hab frei bis dahin und kann ausschlafen – juhuuu :P

Aaaalso, am Freitag bin ich mit dem Bus nach NY gefahren. Man braucht von Baltimore aus ca. 3,5-4 Stunden. Nachdem alle Schwarzen an der 34th St ausgestiegen sind, saß ich alleine mit lauter Chinesen im Bus, die alle wie ich bis nach Chinatown gefahren sind^^ Meine Gastmutter hatte mir das empfohlen… Ich bin dann also alleine durch Chinatown gewandert, aber meine Tasche war so schwer, dass ich schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr hatte. Ich habe einen Polizisten, der hinter mir in der Schlange zur Toilette im Popeyes anstand, nach dem Weg zur nächsten U-Bahnhaltestelle gefragt. Nachdem er mir Auskunft erteilt hat, habe ich noch erfahren, dass er (wie scheinbar jeder hier) Bekannte in Deutschland hat, von denen er aber nicht weiß, wo genau sie wohnen. Er will sie aber “unbedingt ganz bald besuchen.”^^

Ich bin dann bis zum Grand Central Terminal mit der subway gefahren, habe mich dort ein bisschen umgeschaut und habe mich dann mit einem caramel macchiatto und einem Schokomuffin in einen der tausenden Starbucks gesetzt und gelesen, während ich auf die Amelie gewartet habe. Die kam dann zum Glück auch recht bald und wir sind uns vor Freude in die Arme gefallen. Danach sind wir zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof gegangen um auf die Sophie zu warten, die mit einem Shuttlebus vom Flughafen ankommen sollte. Sie war aber in keinem der möglichen Busse drin und wir haben schon angefangen uns Sorgen zu machen, weil sie de Amelie keine Nummer gegeben hatte, unter der wir sie erreichen könnten. Sie hat dann aber zum Glück uns angerufen. Während wir draußen gewartet haben, muss sie irgendwie an uns vorbei nach drinnen gegangen sein um da zu warten. Es hat dann auch etwas gedauert, bis sie gemerkt hat, dass sie die “001″ vorwählen muss um auf Amelies amerikanischem Handy anzurufen. Naja, letztendlich hat’s ja dann geklappt und wir haben uns ein Dinner im McDonald’s “gegönnt” (das war am Nächsten und Sophies Koffer und meine Tasche waren zu schwer um weit zu laufen ;) ) und sind mit dem Zug nach Darien gefahren.

Am nächsten Morgen sind wir gleich nach dem Frühstück wieder in die city rein gefahren. Dort haben wir dann das ganze Programm durch gemacht: Chinatown, Little Italy, Brooklyn Bridge, Central Park, 5th Ave, Times Square und und und…

In Chinatown haben uns dauernd Chinesen angesprochen und uns in verschwörerischem Ton “hämbäh, hämbäh” angeboten. Dank den Zetteln, die sie uns unter die Nase gehalten haben, haben wir auch verstanden, dass sie uns (natürlich “originale”) Handtschen – handbags – verkaufen wollten :D

Als es angefangen hat ein bisschen zu regnen – Gott sei Dank nicht, als wir auf der BB waren – sind wir zum Essen gegangen. Dort sind wir dann mit zwei Franzosen ins Gespräch gekommen. Der eine hat uns nämlich deutsch reden hören und uns dann erzählt, dass er mal ein Praktikum in Stuttgart gemacht hat. Sein deutsch war gar nicht mal so schlecht, obwohl er schon seit Längerem nicht mehr gesprochen hatte. Als der Regen vorbei war sind wir in den Built-a-Bear store gegangen. Das ist ein Laden, in dem sich die Kinder ein Kuscheltier aussuchen können und dann zuschauen iwe es gefüllt wird. Sie hauchen ihm “Leben” ein, indem sie ein kleines Stoffherz drücken, sich etwas wünschen und es dann in das Stofftier legen, bevor es zugenäht wird. Für Kinder ist NY wirklich ein Paradies (Built-a-Bear, Disney Store, Toys-R-Us, American Girl Place…).

Als wir dann um halb neun mit schmerzenden Füßen, aber glücklich, wieder in Darien angekommen sind, haben wir noch im Panera Bread Abend gegessen. Da die Amelie einen der Angestellten kennt, haben wir noch zwei riesige Pastry-Ringe geschenkt bekommen, die sonst weggschmissen worden wären, weil sie sich nicht bis zum nächsten Tag gehalten hätten :P Die waren echt delicious!

Sonntag haben wir dann die Sophie zum Flughafen gebracht, uns verabschiedet und sind dann zurück nach NY gefahren. Wir haben jeder ein Foto mit dem Abercrombie & Fitch Model gemacht und sind dann in den Disney Store gegangen. Dann ist uns eingefallen, dass wir gar nicht nach dem Namen von dem Model gefragt haben. Also sind wir zurück gegangen und haben uns ein Autogramm von Ivan geben lassen ;)

Da wir immer noch Zeit hatten, haben wir uns in einen Starbucks gesetzt und es genossen uns bei einem caramel frappoccino endlich mal wieder unterhalten zu können :) Leider war es dann auch schon an der Zeit sich zu verabschieden, da mein Bus kam. Wir haben uns aber versprochen, das Wochenende sehr bald zu wiederholen!

Also irgendwie ist das schon ein bisschen scary, ich habe jetzt vier Tage in Folge Deutsche (naja, mehr oder weniger deutsch…) getroffen und das waren keine anderen AuPairs mit denen ich mich verabredet hatte ;)

Am Donnerstag war ich mit der Sophie und der Jenny im City Dock Café in Annapolis und als wir gerade gehen wollten hat uns ein Typ angesprochen und gefragt wo wir herkommen. Als ich “Germany” geantwortet habe, war er ganz erfreut und hat mir stolz erklärt, dass er selbst “half German” ist ;)

Freitag war ich mit der Jenny und noch einem anderen AP bei Applebee’s zum Dinner und danach in Fame. Da wir aber für’s Kino zu früh waren, hat sich die Jenny noch schnell eine CD gekauft. Ich habe mir gerade die DVDs angeschaut, als ich auf einmal hinter mir Deutsch höre. Es waren zwei Mädls in meinem Alter, also gehe ich mal davon aus, dass sie auch APs waren, ich war nämlich zu perplex um sie darauf anzusprechen :D

Samstag hat mich die Katja abgeholt und wir sind zum Walmart gefahren. Hinterher waren wir noch im Dunkin’ Donuts. Draußen hat es geregnet und wir waren mit einem Mann und einer älteren Dame die einzigen Besucher. Wir haben uns eine Weile unterhalten, bis sich auf einmal der Mann zu uns umdreht und frägt: “Sagt mal, redet ihr gerade deutsch?” Wir haben uns dann ziemlich lange mit ihm unterhalten und es hat sich herausgestellt, dass er aus Deutschland kommt, aber vor sechs Jahren nach Amerika gezogen ist und geheiratet hat. Seine Begleitung – die ältere Dame – war seine Mutter, die im Moment aus Berlin zu Besuch ist^^ Bevor er gegangen ist, hat er uns noch seine Visitenkarte aus dem Auto geholt, damit wir ihn anrufen können, falls wir hier irgendwelche Probleme haben sollten. Fand ich total nett von ihm! Es war aber auch recht lustig ihm zuzuhören, weil man einfach gemarkt hat, dass er schon länger hier lebt und nicht besonders oft deutsch spricht. Er hat zum Beispiel erzählt, dass er im “middle East” gelebt hat und Malaysia [mal'äischa] besucht hat :D

Am Sonntag bin ich mit der Katja bei strahlendem Sonnenschein zum World War II Memorial gefahren und von da aus über die US Naval Academy Bridge gelaufen.

Dann sind wir noch zu Starbucks nen Kaffee trinken gegangen. Das Café ist ziemlich versteckt, in einem Gewölbe unter dem Maryland Inn, aber trotzdem saßen uns zwei Männer gegenüber auf dem Sofa, die – wer errät’s!? – deutsch geredet haben^^ Ich frag mich ob hier überhaupt noch Amerikaner leben!?

Ok, eins muss man den Amis echt lassen, sie sind wahnsinnig höflich und freundlich. Sobald du ein Geschäft betrittst, kommt oben genannter Satz von mindestens dreißig Angestellten. Leute, die du noch nie vorher gesehen hast sagen ihn im Vorbeigehen auf dem Parkplatz vor’m Café. Die Nachbarn am Busstop interessieren sich ebenfalls für dein Wohlbefinden. Der ältere Mann, der dir am Briefmarkenautomaten geholfen hat, verwickelt dich in ein halbstündiges Gespräch über Orte, die du unbedingt gesehen haben musst und teilt dir erfreut alle seine Deutschkenntnisse mit.

Das Problem ist, dass die Antwort niemanden (bis auf die Postamtbekanntschaft vielleicht) interessiert. Nachdem die Frage rein höflichkeitshalber gestellt wurde, wird gar nicht mehr auf die Antwort gewartet, da sie sowieso nur aus einem enthusiastischen “Gooood, how are you?” zu bestehen haben sollte. Ich sage diesen Satz jetzt auch schon rein automatisch und denke gar nicht mehr nach, wie am Anfang noch. Vor allem wenn ich in einem Geschäft bin, schaue ich gar nicht von den Klamotten in meiner Hand auf, sondern antworte einfach kurz. Damit ist jeder zufrieden. Allerdings frage ich mich manchmal, warum man das dann überhaupt macht, es fängt nämlich an mich zu nerven tausendmal am Tag den gleichen Satz aufzusagen.

Von dieser Sache mal ganz abgesehen, sind die meisten aber wirklich herzlicher, als ich das von Deutschland gewöhnt bin. Ich weiß nicht ob es nur daran liegt, dass ich aus einem anderen Land komme, aber das Mädchen, das mir heute Morgen meinen caramel latte gemacht hat, fand es ganz spannend meine ganze Lebensgeschichte zu hören. Die meisten lächeln dir auch immer zu, oder winken im vorbei Fahren, egal ob sie dich kennen oder nicht. Nachdem ich heute gleich drei Personal Trainer hatte, die mir alle ihre Lieblingsübung zeigen wollten, hat der eine mir zum Abschied gesagt: “I love you, girl, you’re always smiling even if the work-out is really hard!” ;)

…bin ich in den Flieger gestiegen, ohne eigentlich zu realisieren was ich da mache. Manchmal kommt es mir zwar immer noch total unwirklich vor, aber auf der anderen Seite habe ich das Gefühl schon ewig hier zu sein.

Meine Vormittage nutze ich jetzt immer dazu abwechselnd ins Fitnessstudio oder zum Kaffee trinken bzw. Brunchen zu gehen. Am Samstag war ich wieder shoppen, diesmal in einer anderen (noch größeren) Mall. Obwohl ich mich zurückhalten wollte, konnte ich den “sale”-Schildern nicht widerstehen und meine Taschen waren prall gefüllt, als ich zu Hause ankam.

Abends bin ich dann mit der Stella und der Katja nach Annapolis und wir sind in die Bar gegangen, in der wir letztes Mal schon waren. Nächstes Mal wollen wir aber mal nach Baltimore oder D.C. reinfahrn.

Heute sind wir dann auf das Renaissance Festival in Annapolis gegangen. Das ist ein Dorf, das im Mittelalterstil (oder wie Stella sagt: “it looks soooooooo German!” – wegen den Fachwerkhäusern vermutlich) in einem Wald aufgebaut ist. Fast alle laufen in Kostümen rum und man kann tausende Dinge kaufen – von Cheesecake on the stick über Holzschwerter und mundgeblasene Gläser bis hin zu eben diesen Kostümen. Die Leute reden einen sogar mit “dear Lady” an :D Außerdem gibt es noch jede Menge Spielbuden, Bühnen und eine Arena, wo abwechselnd Theaterstücke, Zaubershows, Sketche oder Ritterspiele aufgeführt werden.

So, habe die erste Trainingsstunde mit meinem Personal Trainer hinter mir und jetzt (4 Tage später!) habe ich immer noch einen enormen Muskeltkater. Naja, trotzdem bin ich heute mit Julia, einem weiteren deutschen AP, wieder hingegangen und hab ein bisschen trainiert. Wenn man sich mal überwunden hat aus dem warmen Bett zu steigen und hin zu gehen, macht es sogar Spass ;)

Samstag stand ganz im Zeichen des Sports. Sammi hatte ihr erstes Fußballspiel, dass ihre Mannschaft, auch dank ihrer Hilfe glorreich gewonnen hat.

Am Nachmittag war meine Gastfamilie zu einer der berühmten parking lot partys eingeladen. Man steht einfach draußen auf dem Parkplatz vor dem Stadion, isst, trinkt, ratscht und geht doch mal rein, wenn man will. Das Spiel war ein Footballspiel zwischen der US Navy und Lousiana Tech. Wir sind dann glücklicherweise auch rein gegangen. Drinnen habe ich eine Gruppe anderer APs wiedererkannt und habe mich zu ihnen gesetzt. Von dem Spiel habe ich zwar nicht sehr viel mitbekommen, weil wir uns fast die ganze Zeit unterhalten haben, aber es war trotzdem lustig. Die Navy students saßen alle in einem Block und hatten wie immer ihre weißen Uniformen an. Wenn die USNA einen touch-down gemacht haben, sind die students alle aufs Feld und haben Liegestütze gemacht :D

Am Abend habe ich mich mit der Katja und den APs vom Footballspiel in Annapolis getroffen und wir sind in eine Bar, in der zwar die Ausweise kontrolliert wurden, der Türsteher aber Deutsche mag und wir so rein gekommen sind. Wir hatten sehr viel Spass und haben auch noch ein paar Jungs kennengelernt, die uns noch auf eine Hausparty eingeladen haben.

Sonntag nachmittag habe ich die Katja abgeholt und wir sind in ein Nagelstudio, haben uns die Nägel machen lassen, Kaffe getrunken und ein bisschen geratscht. Nachdem sie mir ihr Haus gezeigt hat, sind wir zu mir gefahren um eine DVD zu schaun, aber wir konnten den DVD-Player nicht anschließen :P . Also haben wir einen Fi Fernsehn geschaut und sind danach zum Pizza essen gegangen.

Heute Morgen habe ich eine fette Spinne und eine Wanze-Schabe-Kakerlake oder so neben meinem Bett sitzen gehabt! Nachdem die Wanze-Schabe-Kakerlake dann mit großen Sprüngen vor meinen Fangversuchen unters Bett geflüchtet ist und Matt die Spinne erschlagen hat, habe ich mein ganzes Bett auseinander genommen um das andere Viech zu finden, aber es hat sich erfolgreich versteckt… Bei der Gelegenheit habe ich dann meine ganzen Bettlaken gewaschen und alles Staubfusseln und sonstigen Dreck unter meinem Bett weggesaugt. Ich hoffe das verdirbt jeglichen Kriechtieren den Spass!

Ach ja, allen meinen lieben verwandten Geburtstagskindern und Schulstartern nochmal alles Liebe und Gute :) .

Am Samstag war ich zum ersten Mal richtig shoppen in Amerika. Ich liebe die Malls hier! Da gibt es sooooo viele schöne Sachen, die ich unbedingt haben muss ;) Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht alles Geld auf einmal ausgebe. Wahrscheinlich würde ich meine Koffer jetzt schon nicht mehr zubekommen :D Katja, ein anderes AuPair, mit der ich in der Mall war ging es genauso. Wir verstehen uns sehr gut und ich kann mir vorstellen, dass wir Freundinnen werden.

Am Montag, Labor Day, wollte  ich dann mit ihr und einem australischen AP (Stella) auf das “Annapolis Renaissance Festival” gehen, aber es hat angefangen zu regnen und wir sind zu Plan B übergegangen: die Mall. Naja, was soll ich sagen, ich kann doch in keine Mall gehen ohne etwas zu kaufen und als die Verkäuferin mir erzählt hat, dass ich, wenn ich noch eine Hose kaufe, diese zum halben Preis bekomme, konnte ich auch nicht widerstehen :P Nach diesem Erfolg sind wir dann noch ins Kino gegangen. Was ich dort gelernt habe: ich verstehe alles,  ABER ich muss das nächste Mal unbedingt eine Winterjacke anziehen und ich werde nie wieder $5,50 für Popcorn ausgeben, die absolut widerlich schmecken (im Gegensatz zum restlichen amerikanischen Essen schmeckt Popcorn nicht so schön nach Karamell wie in Deutschland, sondern nach extrem viel Salz und Butter – was der Amerikaner aber nicht zu bemerken scheint, da er nochmal eine ordentliche Portion Butter und Salz drübergießt!).

Gestern waren die Kinder dann recht anstrengend und überdreht und ich musste diverse kleine Streits schlichten. Lag vielleicht daran, dass mein Gastvater einen Hexenschuss hat und wir ihn vom Doktor abholen mussten. Das hat die Kids wahrscheinlich verunsichert…

Naja, jedenfalls war ich heut zum ersten Mal in meinem Leben in einem Fitnessstudio (wenn man das eine Mal nicht mitzählt, als ich den Max abgeholt habe :P ). Es hat mir aber gefallen, auch wenn ich es vorher nicht gedacht hätte… Morgen habe ich dann schon ein “Date” mit einem Trainer, der meinen Work-out Plan mit mir erarbeitet.

So und das war’s dann auch schon mit dem “short” summary…

Im Moment läuft alles echt gut (das muss ich jetzt unbedingt aufschreiben, damit ich mich wieder dran erinner wenn ich mal ne Krise haben sollte ;) ). Gestern hat mich die Sammi massiert^^ und der Bennett hat sich derweil an mich gekuschelt. Sie wollten dann auch nur von mir ins Bett gebracht werden und nicht von ihren Eltern! Als Gute-Nacht-Gruß kam dann noch ein “I love you” von Bennett :) . Auch mit der Karin verstehe ich mich gut, wir haben heute gut 1 Stunde einfach nur über alles Mögliche geredet… Matt sieht man halt kaum, aber wenn wir miteinander reden, dann ist er sehr freundlich.

Ich verfahre mich auch kaum noch. Bin am Vormittag nach Annapolis und bin ein bisschen am Hafen entlang spaziert, hab mich auf die Hafenmauer gesetzt und ein bisschen “Shopaholic” gelesen :P Morgen treffe ich mich noch mit einer, die ich in der AuPair Schule kennen gelernt habe und ich habe mich auch schon mit einem anderen AP verabredet, um mit ihr zum AuPair Meeting nächste Woche zu fahren.

Die College Anmeldung ist ebenfalls erledigt, habe Yoga (wollte ich schon immer mal machen) und Club Style Salsa (ich weiß, ich bin nicht die Beste im Tanzen aber meine Hostmum hat mich irgendwie überredet^^) genommen.

Ach ja, Amelies Geburtstagspacket für mich ist auch endlich angekommen. Das war so schön. Danke, Amelie, vor allem für den super lieben Brief!

Kein Grund zur Klage also, wie man sieht :)

(Ich kann schon wieder einen Zopf machen, auch wenn’s nur ein Rattenschwänzchen ist :P)