Author Archive

Naja fast… Seit die Sammi 2 Jahre alt ist, hat sie scheinbar danach gefragt ob sie nicht ein eigenes Haustier haben kann (sofern man das mit 2 schon ausdrücken kann… -.-) und Karin und Matt haben ihr immer versprochen, dass sie eins mit 8 haben kann. Tja, das ist in ein paar Wochen. Meine lieben Gasteltern haben es natürlich nicht versäumt sie daran zu erinnern und jetzt war also nur noch die Frage was es denn für ein Tier werden wird. Zur Auswahl standen ein Wellensittich, ein Meerschwein und ein Hund. Ich mag ja bekanntlich Wellensittiche und mir hat das arme Tierchen schon im Vorfeld Leid getan, weil sich eigentlich sein ganzes Leben im Käfig abgespielt hätte und so habe ich es meiner Gastfamilie ausgeredet ;) . Der Matt findet, dass Meerschweine keine Persönlichkeit haben ( :D ) und deswegen ist es auf einen Hund hinaus gelaufen.

Vorletzten Freitag (Sammis Geburtstag ist erst am 27.5., aber die Karin konnte es slebst nicht mehr erwarten^^) kam dann der Neuzugang an. Ihr Name ist Juno und sie ist ein mittlerweile 12 Wochen alter cockapoo Welpe. Ich muss ja zugeben, sie ist totally cute und ich hab mich gleich in dieses weiche Fellknäuel verliebt, auch wenn ich mir nie selbst einen Hund kaufen würde ;) . Naja, sie macht aber auch ganz schön viel Arbeit. Jetzt ist es aus mit meinen gemütlichen Vormittagen, in denen ich mich um nichts kümmern muss und stundenlang außer Haus sein kann. Der kleine Racker möchte nämlich unterhalten und ausgeführt werden. Und das in einem Rhythmus von allerhöchstens 3 Stunden. Allerdings wird sie “trainiert die meiste Zeit im Käfig zu verbringen”. Amerika -.- Sie tut mir aber so leid, wenn sie da in ihrem crate sitzt, dass ich sie eigentlich fast immer raushole…

Letztes Wochenende waren die Mosks von Freitag bis Samstag bzw. Sonntag nicht da. Sammi und Karin waren in NYC, damit die Sammi für ihren Geburtstag $200 im American Girl Store verprassen konnte (weil ein $1200 teurer puppy ja nicht genug ist…) und der Matt hat den Bennett mit nach Vermont zu einem buisness meeting genommen. Das hat bedeutet, dass ich zur dog nanny mutiert bin ;) .  War bis auf das mitten in der Nacht aufstehen um den hund rauszulassen aber kein Problem. Ich hab die Juno einfach am Samstag mit an den Hafen genommen und Katja und Sophia (mit “ihrem” Pudelmischling Teddy) sind mitgekommen. Es war allerdings etwas anstrengend, weil wir alle 2 Meter stehen bleiben mussten, da irgendjemand immer gekommen ist um die Juno zu streicheln und mich über sie auszuquetschen^^.

Alles in allem finde ich sie aber wirklich süß. Und bis sie ausgewachsen und nicht mehr knuffig ist, bin ich schon wieder weg :P .

Als der Max wieder weg war, hatten die Kids noch eine Woche normal Schule und dann war auch schon wieder Spring break. Am  ersten Samstag war ich mit den Kids beim ice skating und am Abend haben wir ‘ne movie night mit Pizza gemacht ;) . Als die Beiden im Bett waren, ist die Katja vorbei gekommen und wir haben einen Film angeschaut und geratscht. Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg nach D.C. zu Madame Tussaud’s gemacht. Das war allerdings extrem kurz für den Preis, also sind wir noch ins Museum of Natural History gegangen.

Am Montag bin ich mit der Sammi, dem Bennett und Sammis Freundin Madelyn zum Rollerskaten gegangen. Ich war aber die meiste Zeit nur damit beschäftigt die Madeyln davor zu bewahren hinzufallen. Meine Kids hatten es eigentlich schon recht gut drauf. Selber bin ich nicht gefahren, weil irgendein “6 years and under”-special war, was zur Folge hatte, dass die ganze Fläche mit Kleinkindern auf Dreirädern oder sonstigen Gefährten gefüllt war…

Die Karin ist extra früh aus der Arbeit heim gekommen, weil wir am Abend passover dinner bei uns hatten. Passover ist ein jüdischer Feiertag in Erinnerung an den Tag, an dem die jüdischen Sklaven aus Ägypten geflohen sind. Wir waren 17 Leute, davon 8 Kinder, die alle aufgedreht waren :P . Es war aber sehr interessant, weil vor dem Essen die Geschichte (in unserem Fall in äußerster Kurzform ;) ) vorgelesen wird und bestimmte Speisen symbolisch gegessen werden. Jeder “durfte” mal lesen und ich habe genau die Stelle mit den längsten englischen und meisten jüdischen Wörtern erwischt, aber ich glaube ich habe mich ganz gut geschlagen ;) .

Am Mittwoch ist die Karin mit den Kindern nach Tucson, Arizona geflogen um Verwandte zu besuchen und ich war mit dem Matt allein daheim. Allerdings musste er ja arbeiten und so hatte ich den Tag über immer meine Ruhe :P . War aber nicht schlimm, vor allem da das Wetter wunderschön war und ich mich einfach auf der Terrasse gesonnt habe :) . Wenn ich mich gerade nicht gesonnt habe, habe ich mich mit der Katja auf einen Kaffee getroffen, bzw. bin ins Fitnessstudio und zu meiner ersten Tennisstunde gegangen. Danach war ich tot, was nicht nur an der Anstrengung, sondern auch an der Hitze und dem Mangel an Schatten auf den courts lag.

Am Samstag sind die Katja und ich nach D.C. zum National Cherry Blossom Festival gefahren. Wir sind aber nicht besonders lang geblieben, weil es erstens total überfüllt und zweitens wahnsinnig warm war. Da hat uns “Up in the air” bei mir im kühlen Keller besser gefallen ;) .

Am Sonntag bin ich zu Jeff und Sandy gefahren, die mich zum Osterbrunch zur Becky mitgenommen haben. Die Hegamyers waren auch da und wir haben sehr gut gegessen und uns noch besser unterhalten. Sie sind alle schon ganz aufgeregt und freuen sich darauf meine Eltern wieder zu sehen, wenn sie im Mai mit dem Basti kommen. Als ich am Abend heim gekommen bin, waren die Karin, Sammi und Bennett auch wieder daheim. Ich habe ihnen ihre Osternester gegeben und habe von ihnen Kaktustee und eine Kette mit einem Steinanhänger aus Arizona mitgebracht bekommen :) .

Alright now, I get it! It’s been kind of, sort of, well, just too long now since my last entry… It just didn’t happen anything worth writing of – until now!

Am 7.3.2010 ist der Max für 2 Wochen zu Besuch zu mir gekommen :) . Ich habe für die ganzen 14 Tage Urlaub bekommen, was nicht ganz selbstverständlich ist als AuPair. Ich hatte aber Glück, weil das “alte” AP Gerade nichts zu tun hatte und sowieso wieder vorbei kommen wollte. Also hat sie in der Zeit, in der ich weg war auf die Kids aufgepasst.

Ich war so glücklich, als ich den Max endlich am Flughafen abholen konnte, dass mir vor Freude die Tränen gekommen sind – und ihm auch ;) . Erst waren wir bei mir daheim und ich habe ihm Annapolis und die Umgebung gezeigt, dann haben wir unseren Mietwagen – einen mid-size SUV (riiieeesig groß ;) ) – abgeholt und uns auf unseren road-trip gemacht.

Der erste Stop war Philadelphia, wo wir zwar nur eine Nacht geblieben sind, aber doch das Wichtigste der Stadt gesehen haben. Von der Liberty Bell, über die Independence Hall und das Betsy Ross House bis hin zur U.S. Mint, der LOVE-statue und dem Art Museum.

Dann ging es weiter nach New York, beziehungsweise New Jersey, wo unser Hotel lag. Am ersten Tag haben wir gleich eine riesige Outlet Mall geplündert :P . Die nächsten Tage stand dann aber eher Kultur im Vordergrund. Da wir beide schon mindestens einmal in NYC waren, mussten wir die typischen Touristenattraktionen nicht mehr abklappern, was auch ganz gut war, da das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat und ich zu allem Überfluss auch noch eine ziemliche Erkältung hatte… Wir haben dann unsere Aktivitäten eher nach innen verlegt und uns zum Besipiel das Museum of Modern Art (MoMA) – in dem zufälligerweise eine Tim Burton Ausstellung war – angeschaut. Das war echt interessant und ist wirklich sein Geld wert. In einem Broadway Musical waren wir auch und kamen ganz begeistert wieder raus. Nicht nur die Musik von Mamma Mia! war klasse, sondern auch das ganze Drumherum und einfach die Tatsache, dass man am Broadway war ;) .

An dem Tag, an dem es am Meisten geschüttet hat, sind wir dann zum Glück nicht durch NYC marschiert, sondern im Trockenen in unserem hübschen KIA gesessen und nach Toronto gefahren :P . Da wir uns mit dem Fahren abgewechselt und uns – meistens – gegenseitig unterhalten haben, kamen uns die 7 Stunden letztendlich gar nicht so lang vor. Unser Hotel lag direkt in der Stadtmitte und so konnten wir alles gut zu Fuß erreichen. Direkt gegenüber war das Royal Ontario Museum, das wegen seinem Aussehen auch “The Crystal” genannt wird. Allerdings sah es von außen schöner aus, als es dann drinnen war… Leider war es sehr windig, als wir auf den CN-Tower gegangen sind und die höchste Aussichtsplattform der Welt war gesperrt, aber wir haben die Aussicht trotzdem beim Mittagessen im 100m tiefer gelegenen Restaurant genossen. Die Niagara Fälle waren natürlich auch ein Muss, da sie nur 1 1/2 Stunden von Toronto entfernt sind. Wir haben ein paar tolle Fotos gemacht, allerdings haben die ganzen Hochhäuser und Leuchtreklamen außenrum ein bisschen die Stimmung um das eigentliche Naturspektakel zerstört…  Toronto an sich war toll, auch wenn wir bei weitem nicht alles gesehen haben. Aber das ist ja nur ein Grund wieder zu kommen ;) .

Da der Weg zurück nach Annapolis zu weit war, haben wir ihn aufgeteilt und haben eine Nacht in Pittsburgh geschlafen. Vorher mussten wir aber noch unbedingt ins Fashion Outlet bei Buffalo ;) . Am nächsten Tag sind wir auf den Mount Washington gefahren und haben uns Pittsburgh von oben angeschaut und uns dann auf den Weg zu unserem nächsten Zwischenstop gemacht: Frederick. Da haben wir meine Verwandten, die Hegamyers besucht. Wir sind mit ihnen ein bisschen spazieren gegangen, bevor es Abendessen gab. Der Abend war sehr schön, wir haben uns sehr gut unterhalten und sie fanden den Max sehr nett. Letztendlich sind wir dann aber doch noch in Arnold angekommen.

Die nächsten/letzten ( :( ) Tage haben wir bei meiner hostfamily verbracht und der Max hat definitiv Pluspunkte beim Fußballspielen mit den Kids gesammelt ;) . Das Wetter ist immer besser geworden, was uns von der Tatsache abgelenkt hat, dass Max’ Besuch sich dem Ende geneigt hat… Washington, D.C. hat sich von seiner besten Seite gezeigt und wir haben die Zeit zusammen echt genossen :) Wir sind mit meiner hostfamily zur Cheesecake Factory gegangen und an einem Abend waren wir bei Jeff und Sandy eingeladen, wo es ein richtig leckeres Essen gab und wir hinterher zusammen Mamma Mia! – The Movie angeschaut haben. Beides Mal hatten wir eine tolle Zeit und viel Spass. Wir haben die Naval Academy, ein Baseballspiel und an Max’ letztem Tag hier den National Zoo in Washington angeschaut (der allerdings etwas enttäuschend war). Dann war es aber auch schon – viel zu früh – Zeit sich zu verabschieden. Das ist natürlich weder ihm ncoh mir leicht gefallen, aber wir haben uns immer wieder gesagt, dass über die Hälfte ja schon vorbei ist!

Alles in allem war es einfach nur schön den Max wieder zu sehen und wir haben die 2 Wochen in vollen Zügen genossen.

24
Feb

Wow, jetzt bin ich schon 6 Monate hier! Wie die Zeit verfliegt… Ich bin gespannt, ob der Rest genauso schnell vergeht und ob am Ende das lachende oder das weinende Auge die Oberhand gewinnt.

“You’ll probably miss the snow as we usually only get like one little one every winter…”

Jaaaaah…nee, nich wirklich! Es hat jetzt schon 6 mal geschneit (der Bennett hat mitgezählt^^) und heute sollen nochmal bis zu 2 feet zu den schon vorhandenen 1 1/2 dazu kommen. Das hat mir ja schonmal kurz vor Weihnachten so einige Scherereien eingebracht… Jetzt sind wir schon seit Freitag daheim und konnten nicht weg, weil die Straßen nichtmal, beziehungsweise nur privat von den Nachbarn, geräumt wurden. Unser County hat grade angerufen und die Schule nicht nur für den nächsten Tag, wie sonst üblich, sondern sogar für die ganze restliche Woche gecancelled. Das heißt die Kinder gehen erst wieder am Dienstag in die Schule, da am Montag praktischerweise auch noch gleich mal wieder ein Feiertag ist.

2010 war bisher noch nich so ganz mein Lieblingsjahr^^. Erst hatten sie einen Montag frei, die ganze restliche Woche 2 Stunden früher aus und anschließend wieder Montag UND Dienstag frei. Dann hatten die Kinder wieder später Schule, weil ein Hauch von Schnee auf den Straßen lag, oder einfach mal komplett frei, obwohl die Straßen schon Vormittags wieder frei getaut waren. Letzten Freitag hatten sie sogar vorsorglich 2 Stunden früher aus, weil für den Abend (!) Schnee angekündigt war.

Man muss echt sagen, Marylander können nicht so wirklich mit Schnee umgehen ;) . Obwohl ich ihnen zu Gute halten muss, dass es ein Jahrhundert-Schneesturm war (auch wenn das in Deutschland niemand als “Sturm” bezeichnet hätte…) und es sogar bei uns daheim ein kleines Chaos ausgelöst hätte.

Naja, um mal das Positive auch zu erwähnen: Ich hatte ein nettes Wochenende mit meiner Gastfamilie und sie haben sich total gefreut, dass wir alle zusammen mal so viel Zeit miteinander verbracht haben, was sonst eher selten der Fall ist. UND ich habe null komma null Geld ausgegeben und konnte mein Wochengehalt komplett auf mein Sparkonto tun :P . Das Beste aber ist, das sie pro Jahr 4 Tage Spielraum für solche schneefrei Tage haben und die sind jetzt schon überschritten, weshalb sie im Sommer länger Schule haben und ich nicht 2 komplette freie Monate mit den Kids habe ;) .

18
Jan

So, für alle wissbegierigen, ungeduldigen Leser mal wieder ein Eintrag ;) . Allerdings muss ich sagen, dass nich so wirklich viel Neues passiert ist. Silvester war eher mau, ohne Sekt zum Anstoßen und sogar ohne Feuerwerk -.- Dafür war der letzte Donnerstag umso schöner, da bin ich mit der Sandy, meiner Verwandten, nämlich zur Becky gefahren und wir haben mit ihr Mittag gegessen und uns sehr viel über alles Mögliche unterhalten. Heute ist schulfrei – Matrtin Luther King Day – und ich werd mit den Kids später ins Museum nach D.C. gehn. Den Rest der Woche haben sie jeden Tag 2 Stunden früher aus und nächsten Montag und Dienstag ist auch keine Schule, warum auch immer…

Mehr gibt’s jetzt leider aber auch nicht zu erzählen, also kommen einfach ein paar Fotos.

So, Weihnachten ist grade vorbei und ich muss sagen es war zwar ganz anders wei daheim, aber trotzdem sehr schön.

Die Kinder hatten wegen dem Schnee die ganze Woche schulfrei, was mich zwischenzeitlich echt genervt hat. Alle waren schlecht drauf; die Karin, weil die Kinder weniger lernen, Sammi und Bennett, weil die Weihnachtsfeiern und ginger bread house projects ausgefallen sind und ich, weil ich den ganzen Tag daheim sitzen musste und meine Weihnachtseinkäufe nicht erledigen konnte.

Naja, am Mittwoch hat sich dann alles wieder entspannt und die Karin hat die Kinder und mich zum Essen eingeladen, der Matt musste leider arbeiten. Es sollte eine Art Weihnachtsessen werden, weil sie am nächsten Tag (24.12.) nach Vermont gefahren sind und ich daheim geblieben bin. Das Restaurant – eine Überraschung – war ein deutsches: Old Steinn Inn. “Damit ich ein bisschen ein Gefühl wie daheim habe”; total nett von ihnen! Das Essen war auch echt lecker und die deutschen Weihnachtslieder im Hintergrund, die geschnitzen Tische und Stühle und die Bilder von deutschen Landschaften haben mir wirklich das Gefühl von Heimat gegeben. Im Restaurant habe ich auch meine Weihnachtsgeschenke und eine voll liebe Karte bekommen auf der steht, dass sie hoffen meine “amerikanische Familie sein zu können” :) .

Am 24.Dezember haben mich die Sandy und der Jeff mittags abgeholt um mit ihnen zum Christmas Eve dinner zu Whitney und Nancy zu fahren. Vorher haben wir noch die Becky abgeholt und sind dann mit ihr und Sandys Bruder Larry nach Winchester gefahren. Wir waren insgesamt 21 Leute: Becky, Jeff und Sandy, Alison und Glenn, Kyle, Tyler, Lyndal und Alex, Whitney und Nancy, Teague und Tonya, Tiffany und Greg, Eva Jane, Eliza, Mrs. Howard, Larry und ich. Es war schön alle mal kennen zu lernen, so herzlich aufgenommen und von jedem eingeladen zu werden sie zu besuchen. Da war das am Morgen besonders starke Heimweh fast vergessen.

 

 

Am 25.Dezember gab es dann Christmas Day dinner bei der Alison, diesmal mit weniger Leuten. Lyndals Verlobter Alex ist Koch und stand 3 Stunden lang in der Küche um mit Jeffs Hilfe das Abendessen zu kochen. Was sich aber auf jeden Fall gelohnt hat; es gab Salat, grünen Spargel, Kartoffelbrei und extrem leckeres Fleisch mit einer Brandy-Wein Soße – mmmmmhhhhh! Bevor es aber soweit war, hat der Kyle uns auf einen Trip querfeldein genommen, um uns das riesige Grundstück zu zeigen, dass er demnächst kaufen wird. Wir können von Glück reden, dass wir auf der weder geteerten noch geräumten Straße nicht stecken geblieben sind^^. Später habe ich der Lyndal beim Christmas cookies dekorieren geholfen, was sehr viel Spass gemacht hat. Nachdem wir abends die Kerzen am Baum angezündet und Weihnachtslieder (sowohl auf englisch, als auch auf deutsch ;) ) gesungen haben, gab es noch sundaes zu Nachtisch. Dann war es leider auch schon wieder Zeit für die 1 1/2 stündige Heimfahrt, auf der wir aber noch viel Spass beim Weihnachtslieder mitgrölen hatten :D .

Bis heute hat sich der Advent nicht sehr weihnachtlich angefühlt. Das lag zum Einen an dem Wetter – es war zwar kalt aber immer “schön” sonnig – und zum Anderen daran, dass meine jüdische Gastfamilie das Haus kein bisschen dekoriert oder Plätzchen gebacken hat. Die meisten der anderen Häuser sind aber schon geschmückt. Manche richtig schön und andere wiederum richtig geschmacklos^^.

Vor zwei Wochen waren wir in D.C. und haben endlich das ganze sight-seeing Programm gemacht, eigentlich ziemlich spät für das, dass wir so nahe dran wohnen… Wenn man genau hinschaut sieht man auf den Bildern sogar noch die letzten Reste des Schnees vom Vortag. Als wir gerade die Pennsylvania Avenue entlang in Richtung White House gelaufen sind, haben auf einmal aus heiterem Himmel jede Menge Polizisten die Seitenstraßen abgesperrt und die Pennsylvania Ave regelrecht evakuiert. Keine zehn Sekunden später kamen eine Menge Polizeimotorräder, gefolgt von zwei schwarzen Limousinen und mehreren schwarzen Pressevans, die Straße entlang gerast. Am Abend habe ich vom Matt erfahren, dass Obama in einer der Limos saß und gerade heim gekommen ist und er – Matt – in einem der Vans saß :) .

Letzte Woche war nicht gerade die beste für mich… Ich hatte Schnupfen und habe mich nicht wohl gefühlt. Dann gab es noch ein paar Missverständnisse mit der Karin und sie war ziemlich sauer auf mich. Dadurch ging es mir natürlich auch nicht besser. Ich habe mich dann am Wochenende mit einer extra großen Shoppingtour abgelenkt. Die Sophia und ich sind in ein 2 1/2 Stunden entferntes Outlet in Delaware gefahren, da gibt es zum Glück keine tax ;) . Am Sonntag hatten wir unser Dezember AuPair meeting wofür ich mit der Sophia einen Kartoffelsalat gemacht habe. Leider war das Treffen für meinen Geschmack viel zu kurz, da danach ein Gespräch mit meinen Gasteltern anstand… Es war dann aber doch nicht so schlimm. Sie haben mir zwar gesagt, was alles falsch gelaufen ist und dass wir an unserer Kommunikation arbeiten müssen, aber sie haben auch extra betont, dass sie mich toll finden und glücklich sind mich hier zu haben.

Hanukkah war dieses Jahr vom 11.-16.Dezember. Es ist für die Juden aber kein so großes Fest wie für uns Weihnachten. Die Kinder haben aber trotzdem eine Menge Geschenke bekommen um sich nicht benachteiligt zu fühlen. Jeden Tag wird eine Kerze mehr auf der menorah angezündet, bis alle acht (bzw. 9, wenn man die shamash mitzählt)Kerzen brennen. Abends haben wir immer dreidel gespielt. Das ist ein Kreisel mit 4 flachen Seiten auf denen je ein jüdischer Buchstabe steht. Je nachdem, ob der Kreisel auf nun, gimel, hey oder shin landet, bekommt man Schokotaler oder muss welche abgeben.

Seit gestern Abend schneit es jetzt schon und draußen liegt mittlerweile fast ein Meter Schnee; so viel wie es seit über 10 Jahren nicht in Maryland gab. Der Winterdienst ist leider nicht sonderlich gut ausgestattet, weswegen die Straßen so gut wie gar nicht geräumt sind und Matt und Karin befürchtet hatten, dass ich bis morgen Abend nicht mehr aus Katjas Haus, bei der ich übernachtet habe, raus komme. Was dann aber halb so schlimm war, weil die Katja einfach ganz langsam gefahren ist und mich am Anfang unserer zugeschneiten Straße raus gelassen hat.

Ach ja, am Montag waren der Matt und die Karin zum jährlichen Christmas dinner im Weißen Haus eingeladen. Die Karin war schon Tage vorher aufgeregt und war richtig begeistert wie nett der POTUS und die FLOTUS waren ;) . Dem Obama hat scheinbar ihre weiße Buddha Kette so gut gefallen und die Michelle Obama hat gemeint sie könnten gute Freunde sein, wenn sie sich mal länger ale 1 Minute unterhalten würden^^.

Am Dienstag sind wir zu Karins Eltern nach New York gefahren. Die wohnen in einem wunderschönen Haus in einem hübschen Vorort von NYC.

Am Mittwoch hatte der Bennett seinen 6. Geburtstag und wir haben uns mit dem Matt, der am Dienstag noch arbeiten musste in NYC getroffen. Die Kids wollten unbedingt in Dylan’s Candy Shop gehen, wo sie sich jeder eine ganze Tüte voll Süßigkeiten aussuchen durften. Danach haben wir in einem italienischen Restaurant gegessen, wo wir zwar ewig auf unser Essen warten mussten, die Pizza aber fast wie in Italien geschmeckt hat. Anschließend sind wir noch ins Museum of Arts gegangen. Abends hat uns dann Karins Dad zum Essen eingeladen.

Am Donnerstag – Thanksgiving – ging es schon ganz früh morgens mit den Vorbereitungen für´s Festessen los. Wir haben spinach pie, turkey stuffings, vegetables, smashed sweet potatoes, ice cream, fruits, chocolate cake und noch 3 verschiedene pies für den Nachtisch gehabt… Nicht zu vergessen den Star des Abends: Mr Turkey! Irgendwo zwischen den Vorbereitungen haben wir aber dann doch noch Zeit gefunden die Macy’s Thanksgiving Day Parade anzuschauen. Ab 12 Uhr sind dann die ganzen Gäste eingetrudelt. Das Essen hat sich bis um 6 Uhr abends gezogen und wir waren alle wahnsinnig satt und müde. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, den vielleicht größten amerikanischen Feiertag live mitzuerleben!

Freitag wurde erstmal ausgeschlafen und nach einem langen, späten Frühstück sind wir zum Bowlen gegangen, um aus dem Haus zu sein, als die Kinder von Karins Bruder, der mit seiner Familie auch dort geschlafen hat, Mittagsschlaf halten mussten. Wir mussten zwar über eine Stunde auf eine Bowlingbahn warten, aber es hat sich gelohnt, wir hatten total viel Spass :) . Die Karin hat sich am Abend mit alten Freunden zum Essen in NYC getroffen, was ganz gut war, da sie mich mit dem Auto in die Stadt nehmen konnte, wo ich mich mit der Katja und der Sophia für unser freies Wochenende getroffen habe. Während ich auf die Beiden gewartet habe, bin ich alleine durch NYC gewandert, habe ein paar Emails im Apple Store geschrieben und mich dann in einen der zahlreichen Starbucks gehockt, Leute beobachtet und eine Zeitschrift gelesen. Zufälllig waren die Sophia und die Katja zur gleichen Zeit wie ich an der subway station in der Nähe des Hostels, was wir aber erst gemerkt haben, als wir 3 Meter voneinandern entfernt stehend telefoniert haben und uns gewundert haben, dass hinter uns jemand Deutsch spricht :D . Das Hostel war für New Yorker Verhältnisse echt sauber und ordentlich und die Betten waren auch mehr oder weniger bequem.

Samstag haben wir uns (mal wieder ;) ) alle Pflichtstationen von NYC abgeklappert, weil die Katja sie noch nicht gesehen hatte. Was aber toll – und neu – war, war die Weihnachtsdeko überall. Alle Läden und Straßen entlang der 5th, 6th und 7th Ave waren geschmückt und beleuchtet. Das und der eisige Wind, der durch die Straßen gefegt ist, hat einem schon ein kleines winterlich-weihnachtliches Gefühl gegeben. Leider war der große, berühmte Christbaum noch nicht beleuchtet; diese lightening ceremony findet erst diese Woche statt… Das gibt mir aber zumindest einen Grund irgendwann mal zur Weihnachtszeit wieder nach NYC zu kommen. Dann will ich auch im Central Park Schlittschuhlaufen gehen, das sah nämlich echt nach Spass aus!

Am Sonntag hat sich die Katja mit einer Freundin getroffen und wir wollten eigentlich zu A&F gehn, um mit dem Model ein Foto zu machen, aber die Schlange war uns zu lang und er war nicht hübsch genug ;) . Unser Bus ging von Chinatown aus und auf dem Weg zur Haltestelle haben wir uns noch ein paar I <3 NY T-shirts mitgenommen – natürlich erst nach eisernem Verhandeln :P . Normalerweise dauert die Fahrt von NYC nach Baltimore 3,5-4 Stunden, aber da halb Amerika die klasse Idee hatte, über Thanksgiving in den Norden und Sonntag Nachmittag heimzufahren, saßen wir über 6 Stunden in dem Bus fest! Ich sollte dem Busunternehmen echt mal ans Herz legen sich “Susan”, Matts neues Navi und Karins neue beste Freundin, zu besorgen, die hätte uns sicher außen um den Stau rumgeführt^^.

Letzten Mittwoch (11.11.09) ist der Matt geschäftlich nach Asien gereist und kommt erst diesen Donnerstag wieder. Wie jedes Mal, wenn er wegfährt, hat er mich mal wieder ermahnt der Karin auch ja mehr als sonst zu helfen. Als ob ich das nicht von mir aus sowieso machen würde…

Da die Karin am Freitag und Samstag eine Konferenz in Philadelphia hatte und erst am Sonntag nach der Beerdigung eines Freundes in Boston heim gekommen ist, sind ihre Eltern aus NY gekommen um mir zu helfen; oder umgekehrt – wie man’s nimmt^^ Ich hatte mir schon das Schlimmste ausgemalt und gedacht, dass ich das ganze Wochenende ans Haus gefesselt sein würde, aber so schlimm war’s dann gar nicht. Ich musste zwar daheim sein, um den Großeltern zu helfen und ihnen zu sagen wie was gemacht wird, aber ich war den größten Teil in meinem Zimmer und habe gelesen oder Emails geschrieben. Abends habe ich halt geholfen Sammi und Bennett zu baden und ins Bett zu bringen, aber danach hatte ich frei. Am Sonntag waren die Kids nach der Sonntagsschule bei Freunden. Ich habe die Großeltern dann zum Bahnhof gefahren und bin mit der Katja in die Mall gegangen. Am Abend habe ich die Kinder wieder abgeholt und wir haben daheim auf die Karin gewartet. Die war sehr erschöpft, als sie ankam, aber glücklich wieder daheim zu sein. Ihre Eltern haben ihr scheinbar berichtet, dass ich “so eine große Hilfe” war und sie mir “total dankbar” sind ;)

Heute – Dienstag – war ich bei der Sammi in der Schule, weil Eltern-Besuchs-Tag war und die Karin arbeiten musste. Sie hat sich total gefreut, dass ich extra wegen ihr gekommen bin :) Es war interessant zu sehen, wie anders der Unterricht in Amerika im Vergleich zu dem in Deutschland ist. Anschließend bin ich mit der Sophia zu Panera Bread gefahren und habe bei Michael’s was gekauft, das ich mit den Kindern für Matts Geburtstag am Sonntag basteln kann.