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- und der Countdown laeuft wieder…
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Fr Jan 11, 2008 2:09 am
[ Stimmung: Neutral ]
Nun da der Server endlich wieder funktioniert und die Fehler behoben sind auf dieser website, kann ich euch auch endlich wieder auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Fangen wir mit den Feiertagen an. Also Emma hatte dann also den Freitag vor Weihnachten ihren letzten Schultag und dann 2 Wochen Ferien. Ich habe mich natuerlich ueberhaupt nicht auf genau die 2 Wochen gefreut, aber es liess sich ja nunmal nicht vermeiden. Auch auf Weihnachten hatte ich dieses Jahr ueberhaupt keine Lust. Die Weihnachtszeit an sich fand ich toll. Wir haben immer und ueberall Weihnachtslieder gehoert und mitgesungen, wir haben cookies gebacken, Weihnachtseinkaeufe erledigt, Santa Clause besucht und hatten sogar Schnee. Ich als absoluter Weihnachtsmensch hab es also genossen. Aber der Gedanken an Weihnachten selbst hat mich dann doch eher ungluecklich gemacht. Ich hatte sogar ueberlegt noch vor Weihnachten nach Hause zu fliegen, aber hab mich dann doch gegen diese spontane Idee entschieden. Und das einzig und allen nur weil ich ja die Chance habe Ende Januar nach Cali zu fliegen. Gut, hab ich mir dann gedacht, die paar Wochen wirst du auch noch ueberleben und das Weihnachten dann mal so hinnehmen wie es nunmal ist. Hab ich dann auch.
Am 24. Dezember haben wir dann gar nicht so viel besonderes gemacht. Ich war Mittags noch mit Erin einkaufen, waehrend Carman auf’s Baby aufgepasst hat. Emma hatte die nacht davor bei Oma und Opa geschlafen (die hier nur Nanna und Papa genannt werden) und kam damit ein wenig spaeter, waehrend wir noch im Supermarkt waren. Als wir dann wieder back home waren hatte Erins Mutter Elaine noch eine Ueberraschung fuer mich: Sie hatte mir “The Muppet Show christmas carol” besorgt, was fuer mich ja ein absolutes MUSS an Weihnachten und somit schon Tradition bei uns zuhause ist. Ich hatte die ganze Zeit versucht, den Film zu finden und war super happy, das wenigstens einer ihn schlussendlich aufgetrieben hatte. Wir starteten dann den Film, was man aber kaum bemerkte weil niemand sass um ihn zu sehen und auch sonst ein solcher Laermpegel war, dass man kaum ein Wort verstand. Dann war es um 16.15 Uhr Zeit, in die Kirche zu gehen. Ellie war ueber die Feiertage noch krank geworden, hatte Schnupfen und Husten und dann auch noch Krupp. Also fuhren Elaine, Emma und ich zur Kirche vor und Carman und Erin kamen mit Ellie nach. In der Kirche hatten John und Merris, nahe Verwandte von Carman, dann schon Plaetze fuer uns frei gehalten, was ungeheuer praktisch war da die Kirche voll war bis oben hin. Erinnerte mich stark an die Kirche zuhause im Dorf – an Weihnachten ist sie immer voll bis zum Anschlag. Es war dann auch eine echt schoene Messe mit viel Gesang und auch der Pastor war ein lustiger. Als dann “Stille Nacht, heilige Nacht” gespielt wurde, konnte ich ein paar Traenen nicht verbergen. Ich hatte an dem Tag uebrigens gegen mittag schon zuhause angerufen und
Froehliche Weihnachten gewuenscht und Mam, Dad und mein Bruder waren schon fertig mit Abendessen und Geschenke auspacken. Das war nun mein drittes Weihnachten von zuhause weg und die letzten beiden habe ich in Cali dann doch sehr gut verbracht, aber dieses mal haette ich mir nichts sehnlicher gewuenscht als zuhause zu sein. Deswegen wohl auch die Traenen. Emma gab mir dann hinterher eine grosse Umarmung und Erin sagte mir wie schoen sie es doch findet, dass ich dieses Weihnachten mit ihnen verbringe. Das munterte zumindest ein wenig auf. Danach fuhren wir dann alle zu John und Merrises Haus, wo wir zum dinner eingeladen waren. Es gab nur fingerfood, war aber echt gut. Alles in allem war es dann doch noch ein schoner Abend. Als wir zuhause ankamen haben wir nur noch die kids ins Bett gebracht und dann die restlichen Geschenke, die Santa in der Nacht bringt, unter den Baum zu legen. Emma hatte vorher extra noch cookies und Eggnog (so eine Art Eierlikoer, aber viel suesser und ohne Alkohol – scheusslich) fuer Santa raus zu legen genauso wie ein paar Moehren fuer die reindeers. Wirklich suess.
Dann, am 25. Dezember – christmas morning – hoere ich wie Emma wach ist und die Treppe runter laeuft um zu sehen, was Santa gebracht hat. Dann hoere ich ihre Schritte die Treppe wieder hoch kommen und ins Schlafzimmer von Erin und Carman rennen. Da die Waende hier, wie schon erwaehnt, recht hellhoerig sind hoere ich dann wie sie sagt “Daddy, daddy, wake up. Santa was here and he brought everything that I wanted!” Gosh, sie war sooo suess. Danach klopfte sie dann an meine Tuer um mir nochmal das selbe zu sagen und wir sind dann alle im PJ runter um Geschenke auszupacken. Emma natuerlich allen voran.
Auch ich wurde ganz gut beschenkt und obwohl ich super super dankbar fuer all die tollen Geschenke bin, war ich an dem Morgen doch etwas enttaeuscht. Ich hatte mir mit den Geschenken fuer alle so viel Muehe gegeben um auch wirklich das zu besorgen, was jeder sich gewuenscht hatte oder von dem ich wusste, dass der andere es moegen wuerde. Ich habe mir halt echt Gedanken gemacht und nicht einfach nur was gekauft. Fuer Carman hatte ich einen Fotorahmen gekauft, in den 3 Bilder passten und habe dann ein Foto von Ellie, eins von Emma und eins mit Emma, Ellie und Erin zusammen gemacht und alles zusammen dan eingerahmt. Fuer Erin hatte ich ein Lipgloss Set fuer 50 Doller gekauft, von dem ich wusste dass sie es unbedingt haben wollte und fuer Emma gab es eine Stern Lampe und Polly Pockts, die sie abgoettisch liebt und sich gewuenscht hatte. ICh habe mich gefreut ihnen etwas zu besorgen von dem ich wusste, dass sie es moegen wuerden und somit dann aber schlussendlch Geld ausgegeben, dass ich lieber gespart haette. Aber es war ja nunmal Weihnachten und das gehoert einfach dazu.
Auf jeden Fall habe ich dann von ihnen einen Schlafanzug bekommen und einen Baumanhaenger, der in der Form des Canadian Ahorn Blatts ist. Wirklich schoen, da kann man gar nicht sagen. Auch Carman hatte mir etwas besort. Ein Buch – “Conversations with God” heisst es und Erin hatte mir schon so lange von dem Buch vorgeschwaermt dass Carman es dann fuer mich zu Weihnachten besort hat. Ansonsten bekam ich noch ein paar Kleinigkeiten wie Body scrub und Lipgloss usw.
Dann habe ich aber gesehen was Erin und Carman sich gegenseitig geschenkt haben, genauso wie den Kids und da kam dann der Punkt der Enttaeuschung. Sie schenkten sich jeweils eine 400 Dollar Lederjacke, Leder wallet im Wert von ueber 100 Dollar usw. Und dann dachte ich, gut, ich bin kein Teil der Familie, aber ich habe sehr viel mehr fuer alle zusammen ausgegeben als sie fuer mich. Erins Geschenk allein war so teuer wie der Baumanhaenger und der PJ zusammen! Es schien als haetten sie sich ueberhaupt keine Muehe gemacht mal darueber nachzudenken, was ich denn moegen oder haben wollen koennte. Und ich habe mehr als einmal ein paar Hinweise vor Weihnachten gegeben und gesagt, was ich mag. So hab ich rausgefunden was sie moegen, aber sie wohl nicht was ich mag. Ich war halt einfach enttaeuscht. Wie gesagt, ich bin dankbar fuer all die Dinge, die ich bekommen habe, aber die Enttaeuschung war leider mit dabei.
Nach dem Geschenke auspacken machten wir uns dann alle fertig und dann kamen auch schon Carmans Mom mit ihrem Lebensgefaehrten Bill. Leider kamen sie spaeter als gedacht und wir hatten nur ca. 1 Stunde bevor wir zu Erins Eltern fuhren, weil dort das grosse Dinner anstand, mit Turky und allem was dazu gehoert. Emma hatte nach dem Besuch kaum noch Lust, Geschenke auszupacken. Haette sie gewusst, was ihr noch bevor stand, wer weiss ob sie sich dann so sehr auf das Dinner bei Nanna und Papa gefreut haette…
Auf dem Weg dorthin fing es dann an zu schneien, was mich sehr freute denn wann hat man denn mal wirklich das Glueck und weisse Weihnachten? Als wir ins Haus kamen warf ich nur einen kurzen Blick auf die Geschenke unterm Baum und waere fast rueckwaerts wieder raus gelaufen. So viele Geschenke unter einem Baum habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Es war wahnsinn!! Ich glaube selbst bei meiner Oma mit elf Enkelkindern lagen nie so viele Geschenke unterm Baum wie da. Und der groesste Teil war fuer Emma! Erin legte noch ihre Geschenke dazu und fing dann an, alles in Haufen nach Namen aufzuteilen. Emma hatte, wie auch Ellie, einen riesigen Berg an Geschenken. Wir entschlossen uns kurzerhand, direkt mit dem auspacken zu beginnen. Und es dauerte ewig. Emma hatte schon nach dem dritten Geschenk keine Lust mehr und rannte davon, weshalb wir uns dann entschieden, mit Ellies Geschenken weiter zu machen. Emma packt dann immer nur hin und wieder mal was aus, wenn sie auf dem Weg durchs Wohnzimmer war und wir sie dazu bringen konnte, anzuhalten um auszupacken. Erin, Carman und auch Nanna und Papa kamen weniger schlecht davon und auch ich bekam noch eine Kleinigkeit von Erins Eltern, was unter anderem ein Pedikuer SEt war genauso wie Nagellack und noch einen Weihnachtsbaumanhaenger. Spaeter kamen dann auch John und Merris mit ihren Kindern Julia und Claudia, genauso wie Carmans Dad Mick.
Dann gab es auch endlich dinner, nachdem es schien als wuerde der Tag nie zuende gehen und die GEschenke nie enden. Aber dann war es endlich so weit. Das dinner war auch recht lecker und wir waren alle von den GEschenken und dem ganzen Trubel mal abgelenkt. Danach gab es noch Kaffee, die Kinder haben noch mehr gespielt und gegen 10 Uhr abends war es dann endlich auch so weit und es ging nach Hause. ICh konnte es kaum erwarten! Das waren 2 lange Tage hintereinander und ich war so froh, als Weihnachten dann auch endlich hinter uns lag.
Die restlichen Tage bis Neujahr verbrachte ich dann auch eher gelangweilt, da Carman wie auch Erin beide nicht arbeiten mussten. Ich habe mich hier fast zu Tode gelangweilt. Fuer Neujahr selbst gab es dann bis zu dem Abend keinen Plan. Wie entschlossen uns dann dazu uns alle schick anzuziehen und zum Essen aus zu gehen. Emma hat sich dann im Restaurant auch recht gut benommen und es war angenehmer als ich dachte. Wieder zuhause stiegen wir dann alle in unsere PJ’s, um 22 Uhr gauckelten wir Emme new years vor, damit die ins Bett konnte und wir guckten dann noch einen Film, der doch eher traurig war. Ca. 23.30 Uhr dann wachte Ellie wieder auf und Erin brachte sie runter zu uns um sie wieder zum schlafen zu bringen. Um kurz vor Mitternacht waren ihre Augen dann auch wieder zu und wir selbst konnten uns zum neuen Jahr nur zufluestern. Total unspektakulaer!!
Ich war einfach nur froh dass alte Jahr hinter mir lassen zu koennen, denn 2007 war definitiv nicht mein Bestes. Wir blieben dann noch einen Stunde laenger oder so wach, sahen den Film zuende und gingen dann auch ins Bett. Ja, und dass dann also zu meinen Feiertagen.
Dieses Jahr kann alles einfach nur besser werden!! 2008 wird mein Jahr, ich hab da so ein Gefuehl…
Waehrend der Feiertage, kurz nach Weihnachten, sprach ich dann auch mit Brenee, Jeff und Ella. Ella hatte sich sehr ueber meine Geschenke gefreut, was mich happy machte und auch ich hab mich riesig ueber das gefreut, was sie mir gesendet haben: Einen Victorias secret Hausanzug. Super soft und cozy! Auf jeden Fall hatte Brenee mich gefragt ob ich am 22. Januar zu ihnen kommen moechte, da sie einen guenstigen Flug an dem Datum gefunden hatte und sie wusste dass ich nur noch so lange hier bleibe, bis ich zu ihnen zu besuch kommen wuerde. Sie fragte mich dann nach Weihnachten ob sie den Flug buchen solle. Sie hatte mich vor Weihnachten schonmal gefragt aber ich wollte erst mit Erin reden und ihr sagen dass ich gehe bevor sie bucht. Aber nach Weihnachten dann war es mir auch egal und ich meinte dass sich meinen Meinung dazu eh nicht aendert und ich gehe – so oder so. Also gab ich ihr das ok den Flug zu buchen. Sie meinte dann sie wuerden sich auch um den Flug von SLO nach Germany kuemmern, was ich einfach nur amazing fand. Sie sind so ausergewoehnliche Leute!! Ich meinte das muessten sie nicht tun, aber Brenee meinte sie haetten mir dass ja zum Abschied geschenkt und das beinhaltet nunmal einen hin und Rueckflug. Ob ich nun ein roundtrip ticket von Deutschland aus haette oder von Vancouver nach SLO und von SLO nach Deutschland ist schon fast egal. Sie hat dann auch einen guenstigen Flug nach Deutschland gefunden und ich werde dann vom 22. Januar bis zum 11. FEbruar in San Luis Obispo sein. Yippeeeeeee!! Ich freu mich ja so.
Seit Montag sind dann nun endlich die Ferien um und Emma war schon wieder eine volle Woche in der Schule. Endlich! Es war ja nie viel Routine in unserem Tagesablauf, aber nun ist wenigstens ein wenig davon zurueck. Erin hat ihr Examen zur Immobilienkauffrau dann nun auch auf Ende Januar gelegt und nutzt die Zeit jetzt noch, in der sie mich hier hat.
Als ich ihr uebrigens erzaehlt habe dass ich gehe war sie kaum ueberrascht und meinte, dass sie es irgendwie hat kommen sehen. Ich sprach mit ihr am Samstag vor Neujahr. Sie war dann auch sehr nett und unterstuetzend und meinte dass waere ok, auch wenn sie traurig ist dass ich gehe. Aber wenn es das ist was ich moechte, dann ist es die Richtige Entscheidung. Sie war wirklich toll.
Zur Zeit muss ich aber sagen dass sie es doch ein wenig uebertreibt mit “mich noch um sich haben zum Helfen”. Ich arbeite wie immer von 8 – 20 Uhr, Dienstag abend habe ich sogar noch bis 22 Uhr auf die kids aufgepasst waehrend sie und Carman zu einem meeting sind und als sie zurueck kam fragt sie mich auch gleich ob ich Freitag abend und Samstag morgen auch noch aufpassen koennte, damit sie lernen kann. Freitag abend, also heute, hat sich erledigt, morgen frueh steht aber noch immer an. Sie hat mir dafuer heute ab 11.30 Uhr frei gegeben, aber auch nur weil es sich so ergeben hat. Andernfalls waere ich wohl nicht so lucky gewesen. Sie hat morgens Probleme aus dem Bett zu kommen und anstatt sich ab 8 Uhr dann fertig zu machen oder besser noch, eher aufzustehen, verplaempert sie ihre Zeit mit allem moeglichen – nur nicht mit lernen! Ich fahre Emma immer zur schule und passe dann auf Ellie auf. SIe haette also Zeit von 8- 12 Uhr um zu lernen wenn sie wollte, ohne mich unmoeglich einzuspannen und arbeiten zu lassen oder ohne von den Kids oder irgendwelchen Laerm gestoert zu werden. Aber das bekommt sie einfach nicht hin und es macht mich wahnsinnig!!! Sie laesst mich lieber Ueberstunden ohne Ende machen, wenn man dass ueberhaupt so sagen kann da ich nicht mal geregelte Arbeitszeiten habe, ohne auch nur die Stunden zu bezahlen oder mir Freizeitausgleich zu geben. Heute hat sich nur so ergeben. Und das macht mich so wuetend. Ich helfe gerne aus wo ich kann. aber ich arbeite auch so schon 12 Stunden am Tag und hab am Ende des Tages die Schnauze gestrichen voll und will meine Ruhe. Aber dann auch noch so dreist zu sein und mich arbeiten zu lassen wie sie will, wo sie doch den ganzen morgen Zeit haette um einen ganze menge erledigen zu koennen, die Zeit aber lieber fuer alles andere nutzt als lernen und mich dann noch am Wochenende und Abends arbeiten zu lassen find ich einfach nur unmoeglich. Ich verstehe mich nach wie vor super gut mit ihr und ich denke sie sieht es halt einfach gar nicht so wie ich. Sie sieht nichtmal dass ich 12 Stunden am Tag nur fuer sie und ihre Kids da bin. ICh weiss nicht wann sie denkt das mein Tag ended. Aber fuer mich ist er um wenn Emma im Bett ist. NOrmalerweise.
Nun gut, immerhin bin ich nun diejenige die geht und sie her stehen laesst, aber sie haette ihr Pruefungsdatum nun auch wirklich nicht auf Ende Januar setzen muessen. Wenn es naechste Woche wieder so laeuft wie diese, dann werde ich echt was sagen denn ich bin einfach nur k.o. und freu mich, dass die Woche rum ist, auch wenn ich morgen frueh noch arbeiten muss.
ICh sage mir dann immer wieder dass es ja nur noch 11 Tage sind. Nur noch 11 Tage und ich bin weg. Aber wenn man sich auf etwas freut und auf etwas wartet vergeht die Zeit bekanntlich ja noch langsamer. Und die 8 Wochen die ich nun hier bin kommen mir eh schon wie eine halbe Ewigkeit vor.
Ich sage mir immer wieder dass es ja bald vorbei ist und freu mich einfach nur darauf zu gehen und nach Cali zu Ella zu fliegen!! Ich freu mich so sehr darauf, sie zu sehen, auch wenn es mir ein wenig Angst macht, da ich ueberhaupt nicht weiss, wie sie auf mich reagieren wird. Erin meinte zu mir, dass es vielleicht einige Stunden oder einen Tag braucht, bis sie sich wieder an mich gewoehnt hat, aber dann wird sie sich an mich erinnern und sich mit mir wohl fuehlen “because the heart never forgets”. Das kann ich nur hoffen…
Naja, Larissa ist nun endlich auch aus ihrem 2 woechigen Urlaub aus Cali zurueck und ich treffe mich um sieben mit ihr bei Starbucks fuer Kaffee, quatschen und Kino – in der Reihenfolge. Freu mich sehr darauf. Die 3 Wochen ohne sie waren noch laenger als eh schon. Kann es kaum erwarten was sie mir ueber ihren Trip nach Cali zu berichten hat. Habe ihr vorher noch ein paar Tipps gegeben wo sie hingehen soll oder was sie unbedingt sehen muss. Mal sehen was sie geschafft hat und wie sie es fand. Ich bin mir sicher sie hatte eine tolle Zeit. So wie jeder der nach Cali kommt. Und bald werde ich auch wieder da sein. Fuer mich ist es wie nach Hause zu kommen – zu meinem zweiten zuhause mit meiner zweiten Familie und dem babygirl dass ich so ungemein liebe und vermisse…ich kann es kaum erwarten!!! Noch 11 Tage – Cali, I’ll be back!!
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- Endlich Wochenende
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So Dez 16, 2007 1:29 am
[ Stimmung: Neutral ]
Den letzten Eintrag habe ich uebrigens am Donnerstag geschrieben, aber da der Eintrag nach deutscher Zeit gepostet wird, sieht es aus wie Freitag.
Am Freitag war dann halt der TAg nach meinem traenenreichen Morgen am Donnerstag. WIr hatten halt besprochen wie Emma gerne geweckt werden moechte morgens und Freitag morgen bin ich dann mehr oder weniger enthusiastisch aufgestanden, nicht sicher, was es an diesem Morgen geben wuerde. Aber als ich dann in Emmas Zimmer kam um sie zu wecken, war die bereits wach und wieder bei Erin im Schlafzimmer verschwunden. Sie kam dann ein paar Minuten spaeter zurueck und als sie mich sah rann sie gleich wieder weg. Das hat mir dann mehr als deutlich gezeigt, dass es so dann morgens nicht mehr ablaufen wird. Erin kam dann auch und wir haben festgelegt dass sie Emma morgens weckt. Also nichts mehr mit halbe Stunde laenger schlafen fuer sie. Gott sei Dank! An dem Morgen fuhr Erin Emma dann auch zur Schule und fuhr danach zu Starbucks, damit sie dort ein wenig lernen konnte fuer ihre Immobilien Makler Pruefung Anfang naechsten Jahres.
ICh blieb also mit Ellie zuhause, die dann auch noch eine Stunde schlief und dann fuhr ich um 11.20 Uhr mit ihr zusammen zu Emmas Schule, um sie abzuholen.
Kaum waren wir im Auto fragte Emma mich, wo denn Mama waere und ich sagte ihr sie ist noch am lernen bei Starbucks oder so. Emma meinte dann das stimmt nicht weil Mama ja nie ohne sie nach Starbucks gehen wuerde. Und ich meinte dann, doch, das wuerde sie und sie hat es mir selber gesagt. Emma wurde dann boese und meinte wieder dass das nicht stimmt und ich waere doch eine Luegnerin. Ich meinte dann sie kann Mama selber fragen wenn die nach Hause kommt, Erin ihr aber genau das sagen wuerde was ich nun gesagt hatte und das ich jetzt nichts mehr davon hoeren will. Dann wollte sie dass ich einen bestimmten Song von einer CD spiele, die ich aber nicht im Auto hatte, was ich ihr auch sagte. Ich habe nur eine Weihnachts CD im Auto und dass ist nicht die, die sie wollte und das alle Weihnachts CDs bei Erin im Auto waeren. Darauf wurde sie wieder wuetend und meinte wieder, ich waere eine Luegnerin. Da wurde ich dann auch lauter und meinte wenn sie noch einemal so mit mir spricht, setze ich sie am Strassenrand aus und sie kann nach Hause laufen, worauf sie nur leise meinte, dass sie doch den Weg nicht kennt. Alles was ich dazu zu sagen hatte war dann dass das ja wohl ihr Problem waere, nicht wahr? Dann war sie erstmal ein paar Sekunden ruhig, ich denke, sie dachte darueber nach und meinte dann “I want you to go back to Germany. You are not my babysitter anymore” und dann meinte sie aber im gleichen Atemzug “Can I come and visit you in Germany?” und ich meinte wenn sie sich weiter mir gegenueber so benimmt, dann ganz bestimmt nicht. Ausserdem haette sie somit Fernsehverbot fuer den Rest des Tages, was sie natuerlich ueberhaupt nicht toll fand.
Zuhause angekommen machte ich dann Lunch fuer sie und kurz darauf kam dann auch Erin nach Hause. Emma fragte sie dann ob sie fernsehen duerfte und ich meinte, Emma haette Fernsehverbot fuer den Rest des Tages, da sie sich im Auto unmoeglich verhalten haette. Ich erzaehlte Erin davon und die war mehr oder weniger sprachlos und meinte, dass sie auch nicht mehr weiter wuesste mit Emma. Sie stutzte Emma dann auch nochmal zurecht und meinte, dass wenn sie sowas nochmal zu mir sagt, ich wirklich nach hause gehen wuerde und zu ihrer Information waere sie wirklich bei Starbucks gewesen und hat wirklich die Weihnachts CDs bei sich im Auto. Und dann erfand Erin “Helga”, das gemeine aeltere Kindermaedchen dass dann an meiner STelle kommen wuerde, wenn ich gehe weil sie mir sagt ich soll gehen. Das waere dann so eine Mischung aus Nanny McPhee und Schwester Rabiata, gemein, grumpy, der egal ist was naseweise kleine Kinder zu ihr sagen und die nicht im geringsten spassig ist. Ist nicht der beste Weg Kindern beizubringen, sich anderen gegenueber fair zu benehmen, aber es zeigte seine Wirkung, denn Emma gefiel der Gedanke daran ueberhaupt nicht.
Nach dem Zwischfall im Auto hatte ich natuerlich dementsprechend keine grosse Lust mehr auf Emma und den Rest des Tages, aber der war halt bei Mittag noch nicht rum. Wir fuhren dann alle zusammen wieder nach Gilford in die Mall, wo Erin die letzten Weihnachtseinkaeufe taetigen wollte. Das war dann auch ganz ok, denn Emma war die meiste Zeit abgelenkt und war hinterher noch auf dem kleinen Indoor playground, bevor wir wieder nach Hause fuhren. Dann gab es noch Dinner und Erin, Carman, der bis dahin zuhause war, und Emma machten noch Cookies, und dann war mein Tag auch rum. Rief dann gleich Larissa an um mit ihr wegen dem Wochenende zu quatschen und fragte sie, ob sie nicht noch Lust haette an dem Abend was zu machen, Kaffee trinken bei Starbucks oder so.
Die meinte dann wie waere es mit Kino, da der neue mit Will Smith raus waere, “I am Legend”. Sie meinte wir koennten in die Vorstellung um 22 Uhr. Das klang gut und somit trafen wir uns dann um 21 Uhr vor dem Kino, da es das erste Wochenende war, an dem der Film lief und die Vorstellungen sind immer voll. Dazu kommt das in Amerika wie auch hier in Canada keine Sitzplaetze zugeteilt werden. Man bekommt nur ein Ticket fuer den Film und kann dann sitzen, wo man will. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Haben dann noch schnell eine hot chocolat besorgt und sind dann auch rein in den Saal, der schon gut besetzt war um 21.20 Uhr. Haben dann noch ein paar gute Plaetze ergattert, und nach uns wurde es dann noch super voll. Bis in die erste Reihe!
Auf jeden Fall quatschten wir dann noch die verbleibende Zeit bis zum Film und ich erzaehlte ihr von meiner Woche, sie mir von ihrer und dann redeten wir ueber Filme. Ich fragte sie dann ob sie Horror Filme mag, da ich die sehr gerne sehe. Sie meinte dann ueberhaupt nicht. Sie koennte dann nicht gut schlafen und ist allgemein kein Fan davon. Dann ging der Film auch endlich lost. Ich muss dazu sagen dass wir beide nicht wussten, worum es im Film eigentlich geht. Wir haben nur gesehen dass er mit Will Smith ist und dann muss es ja gut sein. Alles was wir wussten ist das er der letzte Mensch auf Erden oder so ist. Das ist es aber auch schon. Der Film startet dann damit wie er allein mit seinem Hund durch ein ausgestorbenes New York City faehrt, was an sich schon ein Wiederspruch in sich ist. NYC ohne Geraeuschkolisse und Menschen ist echt komisch…
Naja, es dauert also ungefaehr eine halbe Stunde oder so bis man sieht, worum der FIlm eigentlich geht. Naemlich um Zombies! Ich wuerde sagen es ist eine Mischung aus “28 days later” und “Resident Evil”, vom inhaltlichem her. Auf jeden Fall war Larissa doch gar nicht angetan davon und konnte die meiste Zeit ueber nichtmal hin gucken, was wir beide doch recht komisch fanden, wo sie doch solche Filme gar nicht mag. Aber sie hatte den Film vorgeschlagen und nicht ich! Es war jedenfalls urkomisch dass es dann ausgerechnet um Zombies ging. Es war kein gruseliger Film, aber wenn man kein Fan von solchen Filmen im Allgemeinen ist, dann ist man da auf jeden Fall nicht gut drin aufgehoben. Hinterher haben wir uns dann kaputt gelacht. Pure Ironie, wuerde ich sagen.
Um Mitternacht war ich dann auch wieder zuhause und ging dann gleich ins Bett. Fuer Samstag abend hatten wir ausgemacht, das wir uns mit den anderen Maedels in Vancouver zum Dinner treffen, da es Alinas letzter Abend war. Sie kommt aus Oesterreich und ist heute, am Sonntag, zurueck geflogen. Habe dann Larissa um 17.30 Uhr abgeholt, sind dann nach Surrey zum Sky train, den wir dann bis nach Vancouver nahmen. Unterwegs stieg dann auch Julia noch mit dazu, und als wir es dann um kurz vor 19 Uhr endlich bis nach Van geschafft hatten, regnete es auch noch. Auf uns warteten dann schon Alina, Kathrin und Sarah (alle aus Oesterreich) und Jan als einziger Mann im Bunde aus Deutschland. Sind dann nach “Moxies” fuer Dinner und hinterher noch in ein Cafe/Bar um guenstig Cocktails zu trinken. Haben den ganzen Abend nur gequatscht und eine gute Zeit gehabt. Gegen 23 Uhr hat Alina sich dann verabschiedet, und auch wir loesten uns als Gruppe auf und gingen nach Hause. Wir haben Alina dann alle goodbye gesagt und Julia, Larissa und ich sind dann zurueck zum Sky train und zurueck nach Langley gefahren. Alles in allem war es aber echt ein toller und lustiger Abend. WIr hatten ne Menge Spass.
Um Mitternacht waren Larissa und ich dann auch back home und wollten eigentlich noch einen Kaffee trinken gehen, aber Starbucks hatte schon zu und wir entschieden uns dann, halt auch nach Hause zu gehen. Dort angekommen waren Carman und Erin dann auch noch wach und wir quatschten noch fuer eine Weile, bis wir ins Bett gingen. Heute morgen habe ich dann bis kurz vor 11 geschlafen, obwohl es doch sehr laut im Haus war und Emma zwischenzeitlich einmal feste an meine Tuer klopfte, einfach so zum Spass. Sie ist echt ein kleines freches Biest, ich kann es kaum anders sagen.
Dann wollte ich so gerne mit meinen Eltern zuhause telefonieren, wie jedes Wochenende, aber unser Telefon funktioniert seit Mitte der letzten Woche nicht mehr. Erin sollte einen neuen Anschluss bekommen, aber seit dem geht gar nichts mehr. Ich hoffe, das wird bald repariert, denn nach der dummen Woche die ich hatte, wollte ich nichts lieber als mit meinen Eltern sprechen. Ich schrieb denen dann halt eine email in der ich sie wissen liess, das ich nicht anrufen koennte. War echt traurig dabei. Ich moechte so gerne nach Hause…Ich will ja bis Ende Januar durchhalten und auch das GEld noch mit verdienen, aber ich habe einfach keine Lust mehr!! Mensch! Heute mittag ist die ganze Family dann zu Carmans Dad zum early Christmas dinner gefahren, was fuer mich sturmfrei bedeutet. Eigentlich sollte ich mitkommen, aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden und meinte, ich wuerde gerne noch den Rest meines freien Wochenendes nutzen, wenn das ok waere. Hatten sie dann auch kein Problem mit. Ich weiss nicht wie lange es da gehen wird, aber ich hoffe sie geben mir noch ein paar Stunden. Das Haus fuer mich zu haben ist mehr oder weniger das Highlight, denn dann ist mal kein geschreie und gezicke zu hoeren und ich geniesse die Stille. Die haette ich zwar nur liebend gern zum telefonieren genutzt, aber was bleibt mir jetzt schon uebrig.
Papa schrieb mir dann nachher noch zurueck und meinte, dass es schade ist dass wir nicht sprechen koennen, aber ich soll bescheid sagen sobald es wieder geht und dann holen wir das direkt nach. Er hatte mir fuer den Fall der Faelle eine Kreditkarte besorgt, wenn ich mal in der Klemme bin oder so was Geld anbelangt. Ich schrieb in meiner mail das ich am liebsten nach Hause kommen wuerde und er schrieb darauf hin dass ich nicht vergessen soll, die Kreditkarte fuer einen Rueckflug zu benutzen, wenn ich denn moechte. Das hat mich dann auch gleich kurz zum weinen gebracht, denn das wuerde ich nur all zu gerne tun. Aber ich habe versprochen bis Anfang Januar zu bleiben. Und dann ist Ende Januar ja der Besuch bei Jeff, Brenee und Ella geplant, fuer die ich hier einzig und allein noch durchhalte. Ich habe ihnen letzte Woche zwei mails geschickt und gefragt, wie es denn aussieht mit Terminen und so und ob das klappt, habe bis jetzt aber noch nicht zurueck gehoert. Vielleicht ja naechste Woche. Denn sobald ich da ein Datum habe, werde ich mich nach einem Rueckflug nach Germany umsehen. Das wird es mir dann vielleicht auch nochmal erleichtern, wenn ich weiss, wann genau ich hier gehe.
Es ist ja durchaus nicht alles schlecht hier. Erin ist toll, auch Carman ist echt nett und fuer jemand anderen waere es hier die perfekte Chance, aber fuer mich ist es das halt nicht. Und das habe ich dann lieber jetzt schon frueh erkannt, als das ich mich damit in einigen Monaten erst auseinander setze. Und wenn ich gehe, gibt dass vielleicht jemand anderem, der das hier wirklich will, die Chance, gluecklich zu sein. Who knows.
Das war es dann auch schon zu meinem Sonntag. Es ist jetzt 15.26 Uhr und grade ist Erins Dad gekommen, der wohl im Keller weiter arbeiten will. Ob es dort jemals fertig wird? Ich wage es ja zu bezweifeln. Auf jeden Fall nicht in den naechsten 3-6 Monaten, das ist mal sicher.
Ich hoffe bei euch zuhause ist alles klar. Meldet euch mal wieder. Vermisse euch! LG, Janine
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- half bad, half good…
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Fr Dez 14, 2007 5:33 am
[ Stimmung: Confused ]
…so war der heutige Tag fuer mich.
Der startete naemlich in Traenen meinerseits. Ich bin wie immer um 7 aufgestanden, um Emma dann um 7.45 Uhr zu wecken. Und wie ich mir schon dachte dass es sein wuerde, bekam ich auch diesen morgen mal wieder nur ein “Go away! I don’t want you! I don’t like you anymore! I want Mami!” So geht das seit ueber 2 Wochen jeden morgen, aber dieses mal hatte ich die Nase echt gestrichen voll. Als ich ins Bad ging um Wasser in die Wanne laufen zu lassen, damit Emma ein Bad nehmen konnte, ran Emma dann zu Erin ins Schlafzimmer und zu ihr ins Bett und dort kam sie dann auch fuer die naechste dreiviertelstunde nicht raus. Ich ging dann runter und wartete…ich konnte ja eh nichts machen und Lust hatte ich sowieso keine. Dann ging es immer naeher auf halb neun zu, wo Emma normalerweise ihre Schuhe und Jacke anzieht, damit einer von uns sie zur Schule faehrt. Aber es passierte nichts also ging ich hoch. Emma war in der Badewanne mit Erin daneben, die sie badete. Alles schien friedlich, wenn man nicht wuesste was heute morgen mal wieder Programm war. Erin meinte dann das Emma heute morgen zuhause bleibt, da sie letzte Nacht ein paar mal wach war und gesagt hat, dass sie heute nicht in die Schule moechte. Hin und wieder, meinte Erin, laesst sie es zu. Ich habe gar nichts darauf gesagt. Ich blieb einfach nur still und dachte mir “Toll, dafuer dass sie sich wie das Letzte mir gegenueber verhaelt, wird sie dann nun auch noch belohnt” ganz zu schweigen davon, dass Eltern ihre Kinder ohne triftigen Grund einfach mal nicht zur Schule schicken, wenn das Kind mal keine Lust dazu hat. Ich hatte dazu echt nichts zu sagen, ist Erins Entscheidung, ich finde sie falsch, aber ich hatte eh nicht viel zu melden. Erin fragte mich dann ganz beilaeufig “Hat Emma dich heute morgen angeschrien oder hab ich das nur getraeumt?” und in dem Moment stiegen mir dann die Traenen in die Augen und ich meinte das Emma mich tatsaechlich angeschrien hat und ich weiss sie ist eine 4 jaehrige und es ist manchmal hart und das ich wirklich versucht habe, dass nicht zu nah an mich ran zu lassen, aber dass ich das so einfach nicht mehr kann. Erin hat mich dann nur traurig angeguckt und meinte “Oh, I’m so sorry honey!” und drehte sich zu Emma um ihr dementsprechend was dazu zu sagen. Ich bin dann mit Ellie runter um erstmal wieder normal denken zu koennen. 10 min spaeter kam Emma dann runter und hat sich bei mir entschuldigt. Ich meinte dann es ist ok und dass ich hoffe das sie das auch ernst meint, denn immer nur entschuldigen und es am naechsten Tag wieder zu machen ist halt einfach nicht mehr genug. Erin kam dann auch runter und meinte Emma ist von sich aus zum Entschuldigen gekommen, sie hat ihr dass nicht vorgeschrieben und dann haben wir darueber gesprochen wie Emma morgens geweckt werden moechte und dass ich all das dann morgen frueh tun werde, da Emma selbst versprochen hat, dass das morgen frueh nicht mehr passiert. Ich meinte dann zu Erin dass ich das auch hoffe und Erin meinte wenn nicht dann steht sie morgens halt auf (ja, aber NUR wenn nicht) damit sie morgens halt noch eine halbe Stunde laenger schlafen kann, was sie so schoen findet, jetzt wo doch das Baby nachts oft wach ist und so. Auf einer Seite verstehe ich das, und dann denke ich wieder “Mensch, Erin, dass ist DEINE Tochter und anscheinend will sie morgens ihre Mutter!”. Ich war so sauer ueber die Aussage!! Anstatt sie gleich sagt sie steht morgens auf um Emma zu wecken sagt sie mir wie gerne sie die halbe Stunde laenger schlaeft.
Ich mein, dass Emma sich mir gegenueber heute morgen so benommen hat ist fuer mich nicht grundsaetzlich ein Grund zum weinen. Aber ich hoere seit 2 Wochen morgens kaum andere Toene. Sie schreit mich nicht immer gleich so an, aber was sie zu mir sagt ist inhaltlich das gleiche. Und ich habe Erin auch schon mehr als einmal gesagt das Emma anscheinend von Mama geweckt werden moechte, was ich ehrlich gesagt auch irgendwo nachempfinden kann. Ich wollte frueher auch von meiner Mam geweckt werden.
Aber ich bin sowieso nicht sicher, ueberhaupt den richtigen Schritt getan zu haben, wenn es darum geht dass ich hier bin. Ich habe mich schon irgendwie dazu entschieden, Anfang Februar, nachdem ich bei Jeff und Brenee zu besuch war, nach Hause zu kommen, aber das habe ich Erin so noch nicht gesagt weil ich meinte dass ich dem ganzen hier noch ein paar Wochen Zeit gebe. Da sollten doch bei Erin die Alarm-Glocken gegangen sein, dass sie sich in der Hinsicht auch ein wenig bemueht. Sie tut schon eine ganze Menge, und an ihr liegt es nicht dass ich nicht bleiben will. Ich finde Ellie super suess, aber bei Emma hab ich in den nun fast 4 Wochen kaum einmal gedacht, dass ich sie toll finde. Die meiste Zeit bin ich von ihr einfach nur total angenervt. Schwer zu beschreiben.
Heute ist Emma dann halt nicht zur Schule und der Plan fuer den Tag war eigentlich dass Erin morgens zum lernen aus dem Haus geht, ich dann nur auf Ellie aufpasse waehrend Emma in der Schule ist und ich dann am NAchmittag frei habe, da gestern ein langer Tag fuer mich war. Da hab ich sie naemlich nach der Schule mit Ellie abgeholt und wir sind nach Gilford zu McDonalds, da sie dort so gerne spielt und unbedingt Eiscreme wollte, und danach sind wir noch in die Mall, wo ein kleier Indoor Spielplatz ist. Abends hatte sie dann um 6 Gymnastik, vorher sind wir aber noch raus zum Dinner und dann zu ihrer class und wir waren halt erst um kurz nach sieben wieder hier. Es war fast 8 als Emma dann im Bett und mein Tag over war.
Aber da Emma heute halt zuhause blieb, haben wir dann morgens erst gebastelt und spaeter bin ich dann mit Emma bei stroemendem Regen einkaufen gegangen, waehrend Erin sich fertig gemacht hat. Ich muss dazu sagen dass Emma sich nach unserem Zwischenfall am Morgen den Rest des Tages einfach nur super verhielt und es wirklich mal ein angenehmer Tag war. NAch dem Einkauf mit Emma gab es dann Lunch und gegen 2 ist Erin dann samt Kinder aus dem Haus und ich hatte endlich frei. Spaeter als gedacht, aber besser als nie. Bin dann zur Willowbrook Mall zum Post office, da ich endlich meine Geschenke fuer Ella losschicken wollte, genauso wie ein paar Weihnachtskarten. Der ganze Spass hat mich dann auch gleich sage und schreibe 80 Dollar (!!!) gekostet! DIe spinnen doch!
Hab dann noch ein paar andere Dinge erledigt und bin dann back home fuer dinner. Jap, und das war dann auch schon mehr oder weniger mein Tag. Erin ist mit den Kids grade unten, aber nun ist es fast Bed time fuer Emma. Bald wird es dann also endlich ruhig im Haus.
Nun noch ein paar Worte zum letzten Wochenende.
Habe naemlich letzten Freitag endlich mit Larissa telefoniert, die hier in der GEgend wohnt und hab mich dann auch gleich an dem Abend noch mit ihr bei Starbucks getroffen. WIr haben fuer 4 Stunden nur gequatscht. Sie macht hier noch bis Ende Januar ein Praktikum vom Studium aus und geht dann zurueck nach Deutschland. Sie ist 21 und echt ne liebe. Sie hatte mir am Telefon vorher schon erzaehlt dass einige ihrer Freunde und sie am Sonntag nach Nord Vancouver zu einer Bruecke wollten. Was wir dann am Sonntag auch taten. Ich holte Larissa um halb drei ab. Sie wohnt nur ca. 10 min von hier, was echt toll ist. Sind dann nach Surrey zum Sky train gefahren, der uns dann innerhalb einer guten halben Stunde bis zum Ziel brachte. In Nord Vancouver angekommen nahmen wir dann eine Art Wassertaxi. Dort traf ich dann auch den Rest der Crew. 3 oder 4 Australier, 2 Brasilianerinnen, Julia, auch aus Deutschland und dann noch Kathrin und Alina aus Oesterreich. Habe mich gleich super mit allen verstanden. Wir waren dann schlussendlich an der Capilano Suspension bridge, was mehr oder weniger eine Haengebruecke ueber einer Schlucht ist. Aber es war ein special event denn als wir dort ankamen war es bereits dunkel, was auch Sinn der Sache war. Denn alles war Weihnachtlich beleuchtet, es gab Apple cider, was wie warmer Apfelsaft mit Rum ist, es wurden Weihnachtslieder gespielt und um 17 Uhr gingen dann alle Lichter aus und nur die Haengebruecke wurde fuer einige Sekunden beleuchtet, denn deswegen waren wir dort. Dann gingen auch die anderen Lichter wieder an und als wir genug Fotos gemacht hatten, sind wir dann auch drueber gelaufen. Die Schlucht konnte man nicht sehen, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis. Es war eine kalte Nacht, aber so viel Spass. Danach, als wir durchgefroren waren, sind wir dann mit dem Bus wieder bis zum Wassertaxi und haben dann, bevor wir darauf sind, erstmal ein Restaurant zum dinner essen gesucht. Das war auch dringend noetig, denn wir waren alle wirklich super hungrig. Dann ging es auch schon zurueck und um ca. 22 Uhr war ich wieder hier. Habe dann noch ueber eine Stunde mit Erin und Carmen ueber alles moegliche gesprochen und bin dann auch ins Bett. War wirklich nett all die Maedels kennen zu lernen. Leider gehen sie alle innerhalb der naechsten 1-2 Monate zurueck nach Hause. Larissa und Kathrin werden ueber Weihnachten und Neujahr sogar unabhaengig voneinander nach Cali fliegen, was mich ja doch ein wenig traurig macht, denn nichts waere mir lieber als dann auch dort sein zu koennen. Aber ich muss halt noch bis Ende Januar warten. Das ist auch alles was mich das hier durchhalten laesst, denn sonst waere ich vielleicht schon vor Weihnachten nach Hause geflogen. Aber so halte ich halt noch durch und helfe hier aus, waehren ich nebenbei auch noch ein wenig Geld verdiene, bis ich dann Ende Januar fuer evtl. 2 Wochen nach Cali zu Jeff, Brenee und Ella kann und dann werde ich im Anschluss wohl zurueck nach Hause kommen. So denke ihc mir das jetzt auf jeden Fall.
HIerher zu kommen war kein Fehler im eigentlichen SInne. Denn nur so konnte ich schlussendlich raus finden was ich wirklich wil. Als ich noch zuhause war war ich so hin und her gerissen zwischen bleiben und wieder gehen und ich bin gegangen. Es haette ja auch alles super sein koennen. Aber hier angekommen fuehlt sich das alles nicht richtig an. Ich bin unzufrieden und auch sonst nicht happy. Ich stehe morgens nicht auf und freu mich darauf, den Tag zu starten, und das laesst mich wissen dass das hier nicht der richtige Schritt war. Das heisst aber auch dass wenn ich nach Deutschland zurueck kehre, bin ich einen Schritt naeher dran, mein Ziel zu finden. Nur so kann ich als Person wachsen und fuer mich rausfinden, was ich will und was halt nicht.
Noch ist das mit meiner Rueckkehr nicht 100prozentig sicher, aber zu mehr als 90 Prozent schon. Ich bin seit 4 Wochen hier und es hat sich fuer mich nichts zum besseren gewendet und es muesste dann jetzt schon was ausserordentlich tolles passieren, was mich dazu bewegt zu bleiben. Und das glaube ich nicht. Wie gesagt, ich waere sonst vor Weihnachten wohl schon zurueck, aber die Aussicht Ende Januar Ella sehen zu koennen laesst mich das hier durchhalten. Natuerlich ist das hier nicht alles schlecht. Fuer jemand anderen waere es wahrscheinlich perfekt, aber ich bin halt nicht happy. Und ich habe mich entschlossen nach Hause zu kommen. Ich vermisse meine FAmilie und Freunde dort, mein Leben…
Und so sehr ich mir auch vorgenommen habe das hier nicht mit Amerika zu vergleichen, so tut man es doch staendig. Es ist als wenn man seinen Arbeitgeber in Deutschland wechselt. Man vergleicht tortz allem alles immer mit dem, was man vorher hatte, ob man will oder nicht.
Kanada ist toll. Ich finde es super hier! Es hat schon geschneit und von hier habe ich einen tollen Blick auf Gletscher und Berge. Ich koennte mir vorstellen eines Tages evtl. hierher auszuwandern, denn ich kann mir durchaus vorstellen hier zu leben. Aber nicht so wie jetzt und vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt.
Aber wir werden sehen. ERstmal kommt nun Weihnachten, auf das ich mich, obwohl ich Weichnachten und die ganze Zeit so sehr liebe, nicht so sehr freue. Waere lieber zuhause bei euch. Genauso wie Neujahr. ABer das bekomme ich schon hin. Wird schon.
Ich sende euch also von hier nun viele Gruesse nach Hause. Vermisse euch alle und meld mich ganz bald wieder! Janine
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- Warum??
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Mi Dez 05, 2007 4:08 am
Heute ist wieder einer dieser Tage, einer von vielen in den letzten zwei Wochen, an dem ich mich frage was ich hier eigentlich mache. Ich fuel mich ueberfluessig. Warum bin ich hier? Die Frage stellt sich einfach immer und immer wieder, und ich hab einfach noch immer nicht die richtige Antwort darauf gefunden. Erin erledigt das meiste mit beiden kids und ich lauf praktisch nur nebenher. Ich verstehe es einfach nicht. Sie sagt mir immer wie happy sie ist dass ich hier bin und alles, und das mag auch stimmen, aber sie braucht mich nicht. Nur wenn sie keine Lust hat oder es ihr zu viel wird. So hab ich mir das hier einfach nicht vorgestellt. Und obwohl mich Erin heute fuer die letzten zwei Wochen bezahlt hat, scheint sie doch ein paar Geldprobleme zu haben. Vielleicht liegt es auch nur daran dass jetzt Weihnachten im Anmarsch ist und man eh so viel Zeugs kauft. Aber wenn ich doch sehe dass das Geld knapp ist, wozu hole ich mir dann eine Vollzeit Nanny ins Haus, wenn eine flexible Nanny fuer nur einige Stunden am Tag auch genug waeren? Das waere vor allem so viel billiger…
Ich weiss auch nicht…so kann es einfach nicht weiter gehen. Ich bin nicht happy – die meiste Zeit entweder gelangweilt oder genervt. Und das ist doch einfach nicht richtig. In San Luis Obispo konnte ich kaum warten, den Tag mit Ella zu beginnen. Klar gab es auch mal Tage an denen ich muede war oder mal keine Lust habe, aber zu 98 Prozent war ich immer happy den Tag mit Ella zu starten. Und hier? Ueberhaupt nicht so. Keine Ahnung wie das alles noch werden soll….
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- all about week Nr. 2
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Mo Dez 03, 2007 11:31 pm
[ Stimmung: Neutral ]
Nun ist also auch die zweite Woche hier in Canada rum und die dritte hat schon wieder begonnen.
An alle die noch auf emails von mir warten: Sorry, hab es bis jetzt noch nicht geschafft. Ich verspreche, es bald nachzuholen. Ich hab sie alle gelesen, nur noch keine Zeit gehabt, sie wirklich zu beantworten. Aber bald, verspochen!
So, nun da das gesagt ist, kann ich mich nun ganz in Ruhe der Worte ueber die letzte Woche widmen.
Am letzten Sonntag, als ich meinen letzten Eintrag hier machte, habe ich abends noch mit Brenee telefoniert. Ich hatte ihr geschrieben dass ich nicht ganz gluecklich waere und kurz darauf schrieb sie mir und fragte, was denn meine Telefon nummer sein, sie und Ella wuerden mich gerne anrufen. Gesagt, getan. Man, ich war so happy ihre Stimme zu hoeren, vor allem Ellas!! Ich habe nun schon seit einer ganzen Weile nicht mehr mit ihnen telefoniert und dann Ellas Stimme am Telefon zu hoeren war awsome!! Ich war so happy, das mir die Traenen nur so runter liefen!! Es war schoen mit Brenee darueber reden zu koennen, denn immerhin kennt sie mich und mit ihr und ihrer Family habe ich nunmal die beste Erfahrung meines Lebens gehabt und sie fehlen mir alle noch sehr! Am Schluss habe ich dann zu Ella gesagt “I love you” und sie hat das selbe zu mir gesagt und dann meinte ich “I miss you” und auch das sagte sie mir im gegenzug. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Brenee meinte sie hat mich nicht vergessen und spricht viel ueber mich. Selbst die Fotoalben die ich ihr zum Abschied gemacht habe guckt sie sich noch mehrmals die Woche an. Das laesst mich hoffen. Wie es schlussendlich wird, wenn wir uns dann wieder sehen, und ob sie mich erkennt, zeigt sich dann erst, aber ich hoffe sehr dass die Erinnerungen, die ich hinterlassen habe, sie an mich erinnern werden.
Dann fing auch die zweite Woche an, und die war nicht so viel besser als die erste. Einen Tag waren dann ploetzlich sogar Erin wie auch Carmen (ihr Mann) den ganzen Tag zuhause und ich habe mich einfach unglaublich ueberfluessig gefuehlt. Das Ding ist halt dass ich dann aber auch nicht frei bekomme, was ja eigentlich logisch waere. Aber nein, ich werde trotzdem irgendwie in Anspruch genommen, anstatt dass sie mir sagen ich kann mein Ding machen, was auch immer das ist. Ich hab dann sauber gemacht, Waesche gefaltet und so, aber es war total ueberfluessig. Dazu kam dann noch das Erin totalen Stress mit Carman hatte die Woche, und ich bekomme dann auch immer alles haarklein erzaehlt. Ich finde es schoen, dass sie mir so sehr vertraut, aber manchmal weiss ich nicht was sie von mir erwartet. Carman ist ein toller Dad, keine Frage, aber ich an Erins Stelle haette ihn schon laengst zum Teufel geschickt. ABer ich verstehe dass sie ihre kleine Familie zusammen halten will, kost es was es wolle. Gegen Ende der Woche hatte sich dass zum Glueck dann auch beruhigt und alles war wieder ok. Es war trotzdem eine verdammt lange Woche und ich arbeitete wieder von morgens 7.45 Uhr bis abends um 8. Die Woche schien mir endlos lang, und Freitag abend, als ich eigentlich nur noch meine Ruhe haben wollte, kamen dann auch noch Erins Freunde, da Erin Samstag Geburtstag hatte. Es war schlussendlich ein netter Abend, aber ich war froh als er rum war. Samstag hatte Erin fuer ihren Geburtstag dann einen Termin im Spa gemacht, um sich verwoehnen zu lassen, und Carmans Mom sollte auf die Kids aufpassen. Dann schneite es Freitag aber richtig und Samstag auch immer noch so dass ich, als ich Samstag morgen runter kam, ready um aus dem Haus zu gehen und endlich mal ruas zu kommen, doch noch gesagt bekam, ich muesste die Kids aufpassen, da die Oma bei dem Wetter nicht fahren wuerde. Ich mein, was sollte ich machen? Mir blieb keine Wahl und es war Erins Geburtstag, also sagte ich es waere ok. Erin verliess dann gegen 11 Uhr das Haus und wollte gegen 15 Uhr wieder hier sein, damit ich frei haette, war sie dann aber nicht. Sie kam erst ueber eine STunde spaeter, und dann meinte sie noch ein paar weitere Freunde wuerden kommen und dann gaebe es dinner und dann war es eh schon vorbei mit dem Vorhaben, aus dem Haus zu kommen. Abends wollten sie und Carmen dann ins Kino, was natuerlich vorraus setzte dass ich auch weiterhin babysitten wuerde, aber zu dem Zeitpunkt war es eh schon egal und ich sagte zu. Emma war gegen 20.30 Uhr im Bett und als Erin und Carman dann um 21.30 Uhr gingen, wachte Elliana grade wieder auf. Ich gab ihr eine Flasche und danach fing es an, das grosse geschreie. Sie schrie fuer eine Stunde am Stueck, und da war nichts was ich tun konnte. Ich wickelte sie, bot ihr erneute eine Flasche an, gab ihr was gegen die Schmerzen (sie zahnt), ich versuchte sogar eine Bauchmassage gegen Bauchkraempfe, ich legte sie hin, trug sie umher – nichts ging. Schlussendlich schaffte ich es dann doch noch, sie zu beruhigen und brachte sie dann endlich wieder ins Bett. Das war dann aber auch genug fuer mich an dem Tag. Alles was ich von Anfang an wollte an dem Samstag, war aus dem Haus zu kommen und abends war ich dann nur froh, dass der Tag endlich vorbei war. Sonntag, also gestern, wollte ich dann auch sofort raus, aber es schneite noch immer wie wild. Aber Erin fand es ok wenn ich eine kurze Strecke fahren wuerde, weshalb ich dann mittags endlich das Haus verliess um zur Mall zu fahren, nur um ein wenig Zeit fuer mich zu haben. Ich musste das Auto erstmal vom ganzen Schnee befreien, so eingeschneit war es! Die Strassenverhaeltnisse waren wirklich schlecht, aber der Weg war nicht weit darum ging es. Dort angekommen genoss ich dann erstmal die Zeit fuer mich und schlenderte ein wenig durch die Geschaefte. Da ich in den letzten 2 Wochen aber schon 3 mal dort war, wurde mir das auch schnell langweilig und gegen 16 Uhr fuhr ich dann zurueck.
Dann habe ich ueber Studivz.net Larissa kennen gelernt, die auch hier in der Gegend ist. ICh weiss praktsich noch nichts von ihr, aber sie hatte mir geschrieben und wir wollen uns dann bald mal treffen, wenn wir es hin bekommen. Wollten wir eigentlich gestern schon, aber wegen dem ganzen Schnee wurde doch nichts daraus. Den Rest des Sonntags versuchte Erin dann, die Kids von mir fern zu halten, damit ich halt meinen freien Tag geniessen zu koennen und meinte auch, ich koennte dann Montag, also heute, erstmal aus schlafen und so weil ich ja schliesslich am Samstag gearbeitet haette. Das fand ich war dann auch mal dringend an der Zeit, denn immerhin schien es ihr bis jetzt nicht sonderlich aufgefallen zu sein, wie viel ich schon gearbeitet hatte in den letzten zwei Wochen. Also fuhr sie Emma heute morgen dann zur Schule und kam dann wieder, nur um mir zu berichten dass es schon wieder Stress mit Carman gaebe. Ich weiss echt nicht mehr was ich dazu sagen soll. Der Kerl ist verrueckt und komisch und es nicht wert, dass sie versucht ihm hinterher zu rennen. Ihre Sache, aber trotzdem…langsam wird es laecherlich.
Dann fragt sie mich was denn mein Plan fuer heute waere und ich fragte sie dann ob dass hiesse, das ich den Tag frei haette und sie meinte ja, weil ich ja immerhin Samstag gearbeitet haette und somit gestern erst einen freien Tag gehabt haette. Habe dann vorhin eine Stunde auf Elliana aufgepasst, als Erin Emma abholte und noch kurz zum office fuhr, und nun nutze ich die Zeit und schreibe hier ein kleines update fuer alle, die es interessiert. ICh komm einfach so selten dazu.
Also alles in allem verstehe ich mich wirklich super gut mit Erin, keine Frage, und auch sonst sind alle echt nett, aber gluecklich mit der ARbeit bin ich noch nicht. Ich wollte mal sehen ob ich diese Woche mal einen ZEitpunkt finde, an dem ich mich mit ihr zusammen setzen kann um mal ueber die vergangenen Wochen zu sprechen, einfach was sie soweit von meiner Arbeit haelt und wie sie sich das hier alles eigentlich vorstellt, denn immerhin bin ich soweit nicht zufrieden und das will ich ihr auch mal sagen. Aber wenn sie weiterhin wieder so viel Stress mir ihrem Mann hat und ich einfach merke, dass ihre Gedanken ueberall anders sind nur nicht wirklich bei der Sache, dann muss ich nochmal sehen.
Auch hab ich mich noch immer nicht entschieden ob es nun so weiter gehen soll oder nicht, also ob ich bleiben will oder nicht. Zwei Wochen sind rum und so wie es aussieht ist der jetzige Tagesablauf halt der, wie er auch in Zukunft sein wird. Ich muss mich nun entscheiden ob ich das so annehmen und so weitermachen will, weil ich wirklich bleiben moechte, oder ob ich nach Deutschland zurueck kehre und dort endlich durchstarte. Ich weiss es wirklich noch nicht. Das ist eine sehr harte Entscheidung, denn im Grunde gefaellt es mir hier in Canada ja echt gut, aber die grundlegenden Verhaeltnisse sind halt nicht die richtigen. Und nur aus dem Grund zu bleiben, weil Canada so toll ist, ware nunmal der falsche Grund. Und reine Zeitverschwendung, denn immmerhin muss es ja irgendwie weiter gehen, ob nun hier oder halt back in Germany. Ich gebe hier mein Bestes, und ich versuche alles, aber ich kann mir noch immer nicht vorstellen hier dann so ein weiteres ganzes Jahr weiter zu machen….keine Ahnung. Das wird sich alles zu zeigen in den naechsten Wochen. Ich halte euch auf dem laufenden.
Das dann also erstmal von mir. Die neue Woche hat begonnen und wir werden sehen, was die fuer mich bereit haellt. Liebe Gruesse an euch alle!! Janine
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- Erste News aus Canada
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Mo Nov 26, 2007 12:46 am
[ Stimmung: Very Sad ]
Nun endlich mein erstes Update zu Canada.
Sorry das ich mich bei fast allen noch nicht gemeldet habe, aber ich habe hier so gut wie nie die Gelegenheit, den Computer zu benutzten, geschweige denn mal die Zeit dazu. Warum? Der Computer steht im Flur direkt vor Emmas Tuer. Und da ich von 7.30 Uhr morgens bis um 8 Uhr abends, bis Emma im Bett ist, arbeite, komm ich halt nie dazu.
Aber erstmal von vorne.
Am Montag ging dann also mein Flieger von Frankfurt aus. Es war so schwer good bye zu sagen, das hatte ich wirlich nicht erwartet!! Aber das war nunmal Teil des Plans.
Alle Fluege waren puenktlich und ich konnte recht schnell in den Flieger nach Vancouver umsteigen. British Airways sind wirklich sehr angenehm zu fliegen und der ganze Flug schien auch wirklich gar nicht so lang.
Am Vancouver airport angekommen schien es fast, als waere er ausgestorben da einfach nichts und niemand da war. Ausser halt die Leute, die gerade ankamen. Um so besser fuer uns, so konnten wir direkt durchlaufen. Bei der Passkontrolle wurde ich gleich weiter zu immigrations geschickt und dort hatte ich dann auch nach nur 5 Minuten meine Arbeitserlaubnis im Reisepass. Nach weiteren 5 Minuten hatte ich meine Koffer vom Band gehieft und war ready to go. Dann war ich also auf dem Weg nach draussen, um endlich Erin, Emma und Elliana zu treffen, die dann auch wie versprochen da waren um mich abzuholen. Emma hatte mir sogar eine Stoffblume mitgebracht. Wir sagten uns ein erstes Hallo und waren bereits auf dem Weg zum Auto. Dann fuhren wir erstmal zu Erins Mom, die nett, aber irgendwie grimmig ist, damit Erin Elliana fuettern konnte. So konnte ich dann aber wenigstens schonmal die Oma kennen lernen. Dort erfuhr ich dann auch so einiges ueber Erin, auf das ich gar nicht gefasst war. Hauptsaechlich ueber ihre Vergangenheit, die ich hier nicht weiter erwaehnen werde aber sagen wir mal so – ich wusste gar nicht so genau wie ich auf all die neuen Informationen reagieren sollte.
Dann ging es weiter “nach Hause”. Ich wusste ich sollte fuer den ANfang erstmal in Ellianas Raum schlafen, da mein Zimmer noch nicht fertig sei und Elliana eh noch bei Erin schlief. Das war auch erstmal so ok fuer mich. Nun habe ich oben also ein Zimmer genau zwischen dem von Emma und dem von Erin und Carman (ihr Mann, der aber nicht hier wohnt da sie gerade erst wieder zusammen gekommen sind, nachdem sie einige Zeit getrennt waren). Das Bad teile ich mir mit EMma, aber ich darf dort nichts von meinen Sachen stehen lassen, da Emma sonst eine Menge ungewollter Sachen damit anstellen koennte. Mein Zimmer hat ein grosses Bett und nebenbei auch noch ELlianas Kinderbett und eine Kommode drin, ist aber dennoch so klein dass ich weder meine Klamotten unterbringen noch meine KOffer verstauen koennte. Darum lebe ich auch nach einer Woche noch immer aus meinen Koffern. Groesstenteils jedenfalls. Auf jeden Fall habe ich dann gestern zum ersten mal den Keller gesehen, in dem mein Zimmer eigentlich sein sollte und ich war geschockt! Es ist praktisch ein Rohbau!! Da steht noch ueberhaupt gar nichts, wenn man von den Hauswaenden mal absieht. NICHTS!! Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. In Ellianas ZImmer zu schlafen fuer den UEbergang war ja schoen und gut fuer mich, aber ich werde das Zimmer wohl auch fuer weitere Monate nicht verlassen. Das wusste ich nicht.
ICh habe hier also praktisch so gut wie keine Privatsphaere, denn Haeuser werden hier in Nordamerika nunmal anders gebaut. Alles ist super hellhoerig. Nun muss ich abends duschen damit ich morgens nicht das ganze Haus damit aufwecke. Es ist wirklich schwer, vor allem da es scheint als haette ich ueberhaupt keine Privatsphaere. Ich fange morgens um 7.45 Uhr an zu arbeiten und mein Tag endet Abends um acht, wenn ich Emma im Bett habe. Der Computer steht dann auch noch direkt vor ihrer TUer im Flur, dass ich den ABends auch kaum benutzen kann und auch sonst muss ich dann einfach nur leise sein. Gehe dann nur noch schnell duschen und dann auch schon gleich ins Bett, oder mein Zimmer, um einfach endlich mal eine TUer zumachen zu koennen und Zeit fuer mich zu haben. Es ist gerade wirklich nicht leicht.
Am Anfang dachte ich Emma ist eine verwoehnte kleine Zicke, die wegen jeder Kleinigkeit anfaengt zu Heulen. Mittlerweile geht es, aber das ist tagesabhaengig. Ansonsten ist sie aber echt suess. Halt nur ne ganze Menge Arbeit. Und Elliana ist grade mal 5 Monate alt, aber sonst ein happy Baby. Sie mag halt nur nicht im Auto sein. Das ist jedes mal eine Tortur mit ihr. Aber sonst recht pflegeleicht. Erin und Carmen und auch alle anderen sind super nett zu mir, was mir aber nicht darueber hinweg hilft, dass sich das hier einfach falsch anfuehlt. ICh kann nichtmal sagen wieso. ABer ich bin hier nicht happy. Ich weiss, aller Anfang ist schwer, aber ich wache morgens schon damit auf, das ich gar keine Lust habe den Tag mit ihnen zu verbringen und auch sonst fuehle ich mich unterfordert und nicht gebraucht. Erin ist die meiste Zeit ueber hier, eigentlich fast den ganzen Tag und es scheint, als schiebt sie Emma, die echt anstrengend ist, einfach nur auf mich ab um genug Zeit mit Elliana verbringen zu koennen. Zusammen am TIsch sitzen und Essen ist hier auch ein fremdwort und jeder tut hier mehr oder weniger, was er will.
Kanada an sich scheint mir super schoen zu sein…nicht, das ich schon wirklich irgendwas gesehen haette. Aber man hat hier teilweise einen tollen Blick auf einen Gletscher und jetzt, mit der ganzen WEihnachtsdeko usw ist es eh recht schoen. Es ist grad kalt und Nachts friert es, aber tagsueber scheint noch die Sonne. Aber das soll sich recht bald aendern. Es kommt die Regenzeit und ich wurde schon gewarnt, dass man bis zu 6 Monate am Stueck Pech mit Regen haben kann. Ich hoffe allerdings, vielleicht auch noch ein wenig Schnee zu sehen.
Erin wohnt ca. 45 Min. von Vancouver entfernt, was ich bis jetzt noch nicht gesehen habe. SIe hat mir gesagt sie wohnt in der Grossstadt, aber hier gibt es so gut wie nichts zu tun. Selbst wenn ich spazieren gehen will ist hier weit und breit nichts als Haeuser. Es gibt zwar diverse shopping Moeglichkeiten, aber da ich noch nicht genau weiss wo alles ist, ist es noch ein wenig schwierig.
Jetzt sind gerade alle ausgeflogen, da Erin mit den Kids zu einer Disney prinzesses on Ice show ist und ich somit endlich mal ein wenig Zeit fuer mich habe. Ja, Freizeit hatte ich in fast 7 Tagen nicht und ich bin mir eh nicht ganz sicher, wie es hier zukuenftig laufen soll. Im Grunde bin ich nicht wirklich gebraucht. Es ist alles echt schwer grad. Ich bin mir ueberhaupt nicht sicher, ob ich bleiben will. Canada an sich ist toll, aber die Verhaeltnisse, so wie sie jetzt sind, machen mich nicht gluecklich. Ich habe mir vorgenommen, allem hier nun mind. erstmal 4 Wochen zu geben und mich dann zu entscheiden. Aber zur Zeit moechte ich nichts lieber als weg, was nach nur einer Woche schon kein gutes Zeichen ist. Leider laeuft es hier nicht wie mit dem Au pair Programm in Amerika, wo man einfach die Familie wechselt wenn es nicht funktioniert. Meine Arbeitserlaubnis ist an diese Familie geknuepft. Wenn ich das hier nicht durchziehe, muss ich halt erstmal wieder nach Hause.
Nun ist halt gerade mal die erste Woche rum. MIr wurde gezeigt wo Emmas Schule ist, damit ich sie fahren kann, wo Erins office und all die Klassen sind, die Emma nimmt, z.B. gymnastics und Ballet. Mal sehen was die naechste Woche fuer mich bringt. Aber sollte ich ende naechster Woche noch immer zweifeln, muss ich mir ernsthaft ueberlegen, wie es weiter gehen soll.
Das hatte ich hier alles so halt nicht erwartet. Es sind einfach so viele kleine DInge, die ich vorher nicht wusste, obwohl ich dachte, wir haetten vorher ueber alles gereded. IM Grunde kann Erin sich mich nichtmal leisten, obwohl sie das minimum bezahlt. Aber all diese klienen Dinge summieren sich halt und so hat man dann recht bald einen ganze Ansammlung von Dingen, die so nicht laufen sollten.
Ich warte die naechste Woche nun also erstmal ab.
Bitte wundert euch nicht, wenn ich kaum emails beantworten kann oder mich sonst irgendwie melde. Ich habe weder die Zeit noch die Gelegenheit dazu. Aber sobald sich auch nur eine guenstige Minute ergibt, werde ich natuerlich versuchen, all das aufzuholen.
Ich werde versuchen, euch auf dem laufenden zu halten. Ihr koennt mir gerne immer schreiben. Emails lesen kann ich schonmal, aber nur selten beantworten. ICh vermisse euch alle sehr!! Liebe Gruesse aus Canada, Janine
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- Der Countdown läuft
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So Nov 18, 2007 1:30 pm
Dies ist dann jetzt also mein letzter Eintrag aus good old Germany. Morgen geht es los Richtung Kanadas west coast. Ich bin zur Zeit aufgeregt, happy, durcheinander, traurig…einfach alles gleichzeitig. Die Gefühle fahren Achterbahn. Aber das ist normal, ich weiss. So ging es mir auch bevor ich nach Amerika ging. Man fragt sich ob die Entscheidung die Richtige war und was einen dort erwarten wird.
Aber nun erstmal zu meinem Flug. Den habe ich nämlich am Mittwoch morgen gleich gebucht und ich fliege dann von Frankfurt um 14.30 Uhr nach London Heathrow, wo ich ca. 15.15 Uhr lande. Und von dort geht dann um 17.00 Uhr die Maschine nach Vancouver, wo ich auf Grund der Zeitverschiebung um 18.35 Uhr am selben Tag landen werde. Es wird also wieder ein langer Tag.
Die letzten Tage hab ich damit verbracht, alle meine Sachen zusammen zu bekommen, noch die wichtigsten Dinge einzukaufen, habe angefangen meine Koffer zu packen und nebenbei auch noch versucht, all meine Freunde und Bekannte noch einmal zu sehen, bevor es dann endgültig los geht. Dadurch das ja alles wirklich kurzfristig passiert ist, waren meine Tage auch vollgepackt mit Dingen, die noch erledigt werden mussten. Heute muss ich nur noch auf meine Wäsche warten und dann sehen, was ich noch in meinen zweiten Koffer bekomme und dann auch noch so, dass der am Schluss noch zu geht. Es wird eng, das kann ich euch sagen. Im Notfall muss ich sonst beide Koffer nochmal öffnen und radikal aussortieren. Es nützt ja nichts.
Ich habe Erin geschrieben wann ich in Vancouver ankomme und alles und meinte dann, im Fall das wir uns nicht gleich erkennen, ich bin diejenige mit den 2 grossen Koffern die sich nach dir umsieht. So sollte sie mich nicht uebersehen. Und sie schrieb darauf zurueck dass sie diejenige mit dem Baby und der high energy 4-jährigen ist und sich sollte sie so auch nicht uebersehen. Dann haetten wir das ja geklärt. Nun kann nicht mehr schief gehen *smile*
Ich bin ja mal echt gespannt, wie alles werden wird.
Ich verstehe mich super mit Erin soweit und ich glaube nicht dass ich mich bisher so gross in ihr getäuscht habe, dass es dann am Schluss doch nicht passt mit uns beiden. Ich freue mich darauf, sie kennen zu lernen. Und sie schreibt mir jedes mal wie sehr sie sich auch auf mich freut. Das ist doch schonmal ein gutes Zeichen. Alles andere wird sich dann zeigen wenn ich da bin. Und aendern kann ich es jetzt ja auch nicht mehr – will ich auch gar nicht.
Obwohl ich doch schon bammel habe vor morgen. Erst konnte ich mich nicht damit abfinden, wieder in Deutschland zu sein und nun da ich wieder gehe, kann ich mich kaum an den Gedanken gewoehnen, Deutschland und meine Family wieder zu verlassen. Es wird schwer werden morgen, dass weiss ich jetzt schon. Traenenreich. Aber der Schritt gehoert nunmal auch dazu.
Ich werde dann bei Erin wohl erstmal in Ellianas Zimmer schlafen muessen, weil meins noch renoviert und umgebaut wird. Erin ist erst diesen Sommer in ein neues Haus gezogen, deshalb ist es noch nicht fertig. Aber da Elliana noch bei ihr im Zimmer schlaeft, ist das ok. Ist ja auch nicht fuer immer. Und wenn sonst alles stimmt ist das wohl das kleinste Uebel. Ich werde berichten.
Ja, nun sind es also nur noch einige Stunden und eine weitere Nacht und dann ist es wieder so weit. Wir werden wohl morgen frueh so gegen 9 Uhr los, da wir ja noch 3 Stunden bis Frankfurt fahren muessen. Ich haette auch von Duesseldorf fliegen koennen, was wesentlich einfacher gewesen waere, aber dann haette ich in London mindestens 4 Stunden Aufenthalt gehabt, wenn nicht sogar laenger und das wollte ich auf keinen Fall. Und wenn ich von Frankfurt komme habe ich nur 1 3/4 Stunde. Das ist genug um von einem Terminal in den naechsten zu gelangen. Die Laufwege in London sind ewig lang manchmal und die weisen die Leute dort per Ansage sogar darauf hin, gnuegend Laufzeit einzuplanen, damit die nicht zu spaet los gehen um den Flieger zu erwischen.
Mein naechster Eintrag kommt dann aus Vancouver, Kanada. Man, ich bin ganz aufgeregt! Ich wuensch euch hier in Deutschland auch allen nur das Allerbeste und haltet mich auf dem Laufenden, ja?!
Take care, Janine
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- Right thing to do?…
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Di Nov 13, 2007 8:46 pm
[ Stimmung: Confused ]
Hallo erstmal.
Nachdem ich also bis letzte Woche Freitag noch immer nichts von der kanadischen Botschaft gehoert hatte, rief ich dann erstmal dort an um zu fragen wie weit die denn nun mit meinen Unterlagen sind und ob sie die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung schon erhalten haben. Da war dann nur die Hotline dran bei der mir gleich mitgeteilt wurde, dass ueber laufende Anträge keine Auskunft am Telefon erteilt werden kann und das ich mich per email an sie wenden soll falls ich dennoch mehr erfahren moechte. Gesagt, getan. Schrieb dann noch am selben Tag eine email an sie um zu fragen wie weit sie mit meinen Unterlagen sind und ob sie mir vielleicht Auskunft darueber geben koennen, wie lange das alles noch dauern wird. Nur so ungefaehr, damit ich mir wenigstens ein bisschen darunter vorstellen konnte.
Am Montag, also gestern, bekam ich dann auch meine Antwort. Und die war wie folgt:
“We have received the results of your medical examination. Your work permit has been issued today. You will receive the letter of introduction within the next couple of days.”
Wow, das war ja mal eine gute Antwort. Da ich nun aber noch immer nicht wusste ob ich nun trotz allem nach erhalt des Briefes nach Berlin muss, um mein Visum bzw work permit persönlich zu beantragen, machte ich mich im Internet erstmal auf die Suche. Denn als ich das J1 Visum fuer Amerika haben wollte, musste ich immerhin auch nach Frankfurt zum Konsulat. Auf jeden Fall schaute ich dann meine Unterlagen nochmal durch. Dabei fand ich dann eine Notiz ueber den Ablauf, den mir Michi damals erklaerte (danke Michi) und darin stand dass man nach dem medical exam den Brief erhaelt und damit praktisch los kann da man die work permit dann bei Einreise in Kanada am immigration office bekommt. Das liess mich hoffen. Denn nicht nach Berlin zu muessen war schon wichtig, da es mich ne Menge Muehen gekostet haette, da ich ja nunmal im westlichen Teil Deutschlands wohne.
Auf jeden Fall schrieb ich Erin gleich eine email um ihr zu sagen dass es wirklich grad gut fuer uns aus sieht und ich mit ein wenig Glueck nur noch den letter brauche, um mich auf den Weg nach Vancouver zu machen.
Heute morgen hatte ich dann auch schon gleich die entsprechende Antwort von ihr. Sie schrieb dass sie sich echt freut dass wir nun endlich an dem Punkt angekommen sind und das sie sich sehr auf mich freut. Sie hat mir sogar dabei schon geschrieben das sie mein Auto hat. Einen 2007 Dodge Caliber. Hab dann gleich unter der google Bilder Suche erstmal alles eingegeben, um es mir anzusehen. Man, ein typischen nordamerikanisches Auto sag ich da nur. Ich waere aber auch mit jedem anderen Auto zufrieden gewesen. In Cali bin ich einen alten Volvo gefahren, der super erhalten war und ich hab ihn geliebt!!!
Tja, und was soll ich sagen? Heute morgen war der entsprechende letter doch gleich schon in der Post. Und ich sollte Recht behalten: Der Brief besagt wirklich das ich nun nach Kanada reisen darf und dort am immigration office meine work permit bekomme. Das heisst ich muss nicht mehr nach Berlin. Ich war zwar schon irgendwie darauf vorbereitet, aber als ich den letter dann so in meiner Hand hielt…ploetzlich ging alles so unglaublich schnell.
Da mein Dad unter der Woche woanders wohnt und nur am Wochenende zuhause ist, hab ich ihn dann erstmal angerufen. Denn ich wusste schon dass er in den naechsten Wochen super busy ist und ich doch sehen muss, wann er denn dann hier ist, damit er mich zum Flughafen begleiten kann. Und wir haben uns dann schlussendlich auf nächste Woche Montag geeinigt, den 19. November 2007.
Es ist noch alles so unglaublich, keine Ahnung, komisch halt. Ich hatte den 19., 20. November als Abflugdatum grob festgelegt, aber ich arbeite nun schon fast 3 Monate an allem und NIE in den 3 Monaten war abzusehen, wann es dann wirklich los gehen kann. Und nun soll es naechste Woche sein? Ich bin zugegebener Maßen doch leicht ueberfordert. Vor allem weil ploetzlich alle moeglichen Gefuehle auf mich einbrachen. Ob es die richtige Entscheidung ist, ob ich es wirklich machen will, und es ist ja schon fast Weihnachten, und was hab ich mir dabei nur gedacht? Und auf der anderen Seite habe ich mich auch irgendwie gefreut. Es ist so schwierig das alles jetzt in Worte zu fassen.
Nun bin ich seit Maerz wieder hier, ich habe mich schon laengst wieder an alles hier gewoehnt, vor allem auch an meine Eltern und meinen Bruder, daran wieder zuhause zu sein. Und obwohl das hier mein Ziel war, ist das ganze Bild nun doch irgendwie ein wenig verschwommen. Meine Mam hat es erstmal so hingenommen, und heute Mittag kamen dann die grossen Tränen. Sie meinte auch sie hat sich so sehr daran gewoehnt, mich wieder hier zu haben, dass sie es sich nicht vorstellen moechte, wenn ich dann ganz ploetzlich ab naechsten Montag nicht mehr da bin…
Sie hat ja keine Ahnung wie ich mich dabei fuehle! Naemlich ganz genauso. Hab es ihr auch erklaert, aber natuerlich ist es fuer sie eine ganz andere Situation als sie fuer mich ist.
Ich habe keine Angst vor dem was kommt, denn das kann ich ja einschaetzen. Angst habe ich davor dann da zu sein und einzusehen, dass es vielleicht doch nicht die richtige Entscheidung war, diesen Schritt nochmal zu machen. Sowas weiss man leider immer erst hinterher. Echt, so viele Dinge schwirren mir grade durch den Kopf.
Jetzt habe ich erstmal Erin angeschrieben um zu fragen, ob es ihr so kurzfristig ueberhaupt passt und was sie davon haelt und ich denke morgen frueh werde ich dann spaetestens Antwort haben und wenn sie das OK gibt werde ich meinen Flug morgen buchen. Ich mein, sie wartet ja nun immerhin schon eine Weile auf mich und ich weiss dass sie mich braucht. Deswegen denke ich mal dass es fuer sie ok ist.
Ich melde mich dann einfach naechste Tage nochmal um bescheid zu geben. Fuer heute reicht es mir dann aber auch erstmal. War halt echt viel auf einmal heute. Bis dann erstmal!
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- I´m going nuts!!!
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Do Nov 08, 2007 3:59 pm
[ Stimmung: Angry ]
Heute ist also schon der 8. November und ich stehe immernoch bei Null…es macht mich wahnsinnig!! Es passiert einfach gar nichts. Ich hatte so gehofft, diese Woche einen Brief von der Botschaft im Postkasten zu haben. Aber niente, nischt, finito! Das kann doch echt nicht sein, oder? Wie schwierig kann es denn sein, so ein einfaches Visum auszustellen geschweige denn die dafuer noetigen Schritte auf die Reihe zu bekommen. Ich kann doch hier nicht noch wochenlang sitzen. Ich hatte gehofft, noch vor dem 24. November in Vancouver zu sein, weil Emma dann Geburtstag hat und weil es wirklich langsam echt Zeit wird. Erin ist total im Stress mit den Kiddies und dazu macht sie auch noch eine Umschulung zur Immobilien-Maklerin. Zur Zeit hilft ihr wohl noch die Mutter und ihr Vater, aber das ist ja kein Dauerzustand so. Ich wuenschte, ich koennte wenigstens irgendwas tun. Ich mein, ich sitze ja bloss hier und warte, dass es endlich voran geht. I´m really going nuts here!!
Drueckt mir einfach die Daumen, dass bis Ende der Woche was fuer mich im Briefkasten zu finden ist!
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Und weiter gehts…
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Sa Nov 03, 2007 8:41 pm
[ Stimmung: Neutral ]
[ Momentan: Working - well, I´m writing my diary, don´t I? ]
Gut, dann also weiter im Text…Wo war ich stehen geblieben? Ach ja.
Also nach ewig langem kaempfen hatte ich dann schlussendlich doch mein Fuehrungszeugnis aus Amerika in der Hand. Man, fiel mir vielleicht ein Stein vom Herzen. An diesem winzigen kleinen Brief haette schon alles scheitern koennen.
Ich schrieb also gleich eine email an Erin um ihr zu sagen, dass der background check bei mir eingetroffen war. Sie war natuerlich super happy darueber. Sie meinte sie schickt mir dann den Vertrag, den sie aufgesetzt hatte ganauso wie eine Kopie des positiven LMO Bescheids, den sie bis dahin erhalten hatte, zu. Am naechsten Tag konnte ich es gleich am Computer ausdrucken, unterschrieb nur noch schnell den Vertrag (muss unbedingt von beiden Parteien unterschreiben sein – wie ueblich eigentlich) in dem halt stand, um wen ich mich dort kuemmern werde, was meine ungefaehren Aufgaben sind, wie viel ich verdienen werde, Urlaub usw. Alles, was wir im Vorfeld halt schon besprochen hatten. Und da es am Vertrag nichts auszusetzen gab, konnte ich halt auch gleich unterschreiben. Noch am selben Tag packte ich alle anderen Unterlagen, die ich zur Beantragung des Visums brauchte (Kopie Reisepass, Fuehrungszeugnisse, Fotos, Antrag fuers Visum, Nachweis von meiner ehemaligen Agentur, das ich Au pair in Amerika fuer 21 Monate war, Kopie Zeugnisse usw) in einen Umschlag, und schickte alles noch am selben Tag nach Berlin zur kanadischen Botschaft. Ich musste ca. 1 Woche warten bevor ich Antwort erhielt.
Dann bekam ich einen Umschlag mit den Papieren fuer die grosse medizinische Untersuchung zugeschickt. Wenn man im Ausland naemlich mit Menschen “arbeitet”, muss vorher natuerlich ausgeschlossen sein, dass man ein toedliches Risiko darstellt. Aber natuerlich kann man damit nicht einfach zum Arzt seines Vertrauens gehen – nein, das waere ja viel zu einfach. Man bekommt eine Liste mit Aerzten, die mit der Botschaft zusammen arbeiten und muss mit einem von ihnen einen Termin ausmachen. Ich rief also bei einer Aerztin in Dortmund an und bekam einen Termin innerhalb einer Woche, wofuer ich sehr dankbar war. Im Nachhinein wuerde ich nicht behaupten, das es wirklich ein Termin war…eher eine gewisse Zeit, zu der ich dort erscheinen sollte. Der Termin war dann also am Freitag, dem 26.10. morgens um halb neuen. So weit, so gut. Am besagten Tag fuhren ich und meine Mam, die mich tapfer begleitete, bereits um 7 Uhr morgens hier weg, um auch ja puenktlich dort zu sein. Erst liess uns dann aber unser Navigationsgeraet im Stich, bevor wir ueberhaupt los fuhren und als das dann endlich wieder tat, gerieten wir unterwegs noch in einen kleine Stau denn die Bahn war ja wiedermal am streiken. Halb neun war also kaum zu schaffen. Als wir bereits in Dortmund waren rief meine Mam dann eben in der Praxis an waehrend ich fuhr, um bescheid zu sagen dass es ein paar Minuten spaeter wird. Das war aber kein Problem. Um 8.45 Uhr waren wir dann auch endlich da. Wir fanden einen Parkplatz in einer Seitenstrasse und sind dann gleich rein in die Praxis. Ich meldete mich an, sagte, das ich nach Canada gehe, reichte den mir geschickten Antrag der Botschaft rueber und fuer alles andere waren erstmal sie zustaendig. Als erstes wurde mir dann erstmal Blut abgenommen, was auch der Grund war, weshalb ich dort so frueh auftauchen musste. Das war aber nach 2 min. erledigt. Dann hiess es erstmal fuer 20 Minuten nur warten, bis dann eine der Helferinnen kam und mich zu einem anderen Arzt zum röntgen schickte. Zum Glueck hatten wir ein Navi, ohne haetten wir es uns schwerer machen muessen. In einem grossen Aerztehaus war dann der Radiologe und auch dort meldete ich mich wieder damit an, dass ich halt nach Canada gehen wuerde. Die wussten schon bescheid. Nach weiteren 30 min warten wurde ich dann aufgerufen. Dann wurde mein Oberkoerper geröngt. Das nur, um auszuschliessen, das ich Tuberkulose habe. Das war dann schnell erledigt und ich konnte zurueck ins Wartezimmer, bis das Bild fertig war. Dann wurde ich noch einmal ins Zimmer des Arztes gerufen, der mir versicherte dass ich Top fit bin und dann konnte ich mit samt Bild und meiner Mam zurueck zur Aerztin duesen, um den Rest der Untersuchung hinter mich zu bringen. Die ganze Sache dauerte ungefaehr eine Stunde. Als ich dann bei der Aerztin ankam, waren die ganz ueberrascht dass das mit dem röntgen so “schnell” geklappt hatte. Naja…schnell? Aber gut. Dann wurde ich wieder nur ins Wartezimmer gesetzt und dort sass ich dann auch erstmal wieder so eine halbe Stunde oder so. Dann wurde ich endlich zum Sehtest gerufen. Das war auch nur eine Sache von 5 Minuten und wieder hiess es warten. Und dann erst, nachdem wieder einiges an Zeit vergangen war, wurde ich dann endlich zur Aerztin rein gerufen. Sie hatte ein Formular mir Fragen, die ich beantworten musste, ueber fruehere Erkrankungen, wie viel Alkohol ich trinke usw. Sie machte dann die ueblichen Untersuchungen wie Herz, Lunge, Rachen und Ohren, testete mein Gleichgewicht und meine Reflexe und nach ca. 10 min hatte ich auch das hinter mir. Die ganze Untersuchung, die innerhalb einer halben Stunde haette erledigt worden sein koennen, hat mich dann am Ende 4 Stunden gebraucht und mich gleich um 150 Euro aermer gemacht. Aber ich war einfach nur froh, das endlich hinter mir zu haben.
Nun wurden die Ergebnisse zu einem unabhaengigen Arzt nach Wien, Österreich geschickt, der nochmal alles durchsieht. Und er ist es dann auch, der die Ergebnisse an die Botschaft weiter leitet. Die Aerztin meinte aber, dass es in Wien eigentlich immer recht schnell bearbeitet wird und die sich dort damit nicht aufhalten. Hoffen wir´s! Seit dem Termin ist nun eine Woche vergangen und wieder heisst es warten. Ich tu im Grunde nichts anderes.
Ich haette nicht gedacht, dass der ganze Prozess sich so lange hin zieht. Ich glaube, so 2-3 Monate muss man dafuer schon einplanen. Ich hatte gehofft, das es schneller geht. Aber naja. Ich hoffe einfach nur, das es mit der Ausreise bis Mitte diesen Monats klappt. Aber heute ist schon der 3. November und ich sehe die Tage schon an mir vorrueber gehen, ohne das bis jetzt grossartig was passiert waere. Mit selchen Sachen bin ich echt noch besonders lucky. Aber wir werden sehen. Noch ist ja alles offen.
Der naechste Schritt wird wahrscheinlich sein, dass ich persoenlich nach Berlin zur Botschaft muss, um mich vorzustellen. Das waere zwar total doof fuer mich, vor allem weil es mich viel Geld kosten wuerde und auch Zeit, denn allein die Fahrt dorthin wird so um die 6 Stunden dauern. Fuer das J1 Visum damals fuer Amerika konnte ich wenigstens nach Frankfurt… Aber ich warte es erstmal ab. Ich weiss nicht so genau, was nun als naechstes auf mich zu kommt. Fuer mich ist das auch alles neu. Aber ich werde Bericht erstatten sobald sich etwas tut.
Ja, das dann auch erstmal wieder von mir. Ich wuensche euch allen ein schoenes Wochenende!
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Erste Info´s
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Di Okt 30, 2007 9:37 pm
[ Stimmung: Neutral ]
[ Momentan: Watching Goodbye Deutschland! Die Auswanderer ]
Erstmal ein Hallo an alle!
Nun habe ich endlich die Zeit gefunden, mich um mein neu angelegtes Diary zu kuemmern. Aber bevor ich von meinem neuen Abenteuer live in caregiver in Canada berichte, moechte ich die Zeit nutzen und mich kurz vorstellen.
Also mein Name ist Janine, ich komme aus dem kleinen Oertchen Borken-Burlo im nordwesten NRW´s an der holländischen Grenze. Ich bin 23 Jahre alt und war von Juni 2005 bis Maerz 2007 bereits als Au pair in San Luis Obispo, California. Dort habe ich in einer Gastfamilie gelebt, die eine damals erst 3 Wochen alte Tochter Namens Ella hatten, um die ich mich ab dann taeglich kuemmerte. Ich hatte dort the time of my life und es gibt nicht einen einzigen Tag, an dem ich den Schritt, als Au pair nach Amerika gegangen zu sein, je bereut haette. Mir ist dort das Beste wiederfahren, was einem nur ueber den Weg laufen kann und ich liebe meine Gastfamilie dort ueber alles!! Der Abschied von ihr, und vor allem von Ella, war das Schwerste, das ich je in meinem Leben tun musste und ich vermisse sie selbst heute like crazy!! Immerhin habe ich volle 21 Monate mit ihr verbracht, sie von Tag zu Tag erlebt, seit sie 3 Wochen alt war – ihr erstes krabbeln, die ersten Worte und Schritte…Ein Kind waechst einem so schnell ans Herz und zum Teil, man kann es wirklich so sagen, war sie auch meine Tochter…
Aber im Maerz diesen Jahres war halt auch meine Zeit dort vorbei und ich musste nach Hause. Dort angekommen hab ich mir erstmal nicht vorstellen koennen, jemals wieder so etwas mitzumachen. Nicht, weil es mir nicht gefallen haette, sondern weil der Abschied von meinem Leben dort mit all seinen Menschen darin einfach so unedlich schwer fiel. Nie wieder wollte ich mich so stark an ein neues Land und ein neues Leben oder sogar ein neues Kind, was nicht meines ist, gewoehnen, nur um hinterher alles wieder hinter mir lassen zu muessen ohne die Aussicht, jemals wieder fuer einen laengeren Zeitraum als 3 Monate dort bleiben zu koennen.
Aber bekanntlich kommt es ja erstens anders und zweitens als man denkt. Ich begab mich also erstmal hier in Deutschland auf Jobsuche. Ich hatte auch ein paar Dinge im Auge, ging zu einem Vorstellungsgespraech und schlussendlich wurde aus all dem dann doch nichts. Dann kam meine Schwester Sabrina, die die letzten 1 1/2 Jahre auch im Ausland lebte und arbeitete, aus Irland wieder, nur um volle 10 Tage spaeter endlich ihren Traum zu erfuellen, an Bord eines Cruise ships zu gehen und dort fuer 6 Monate zu arbeiten. Ich wusste ja das es so kommt, aber als es dann schlussendlich so weit war brach ich erstmal in Traenen aus und ich glaube genau das war der Moment in dem ich erkannte, wie wenig es mich doch noch immer in Deutschland haelt und wie wenig ich doch eigentlich bereit bin, jetzt schon wieder hier zu sein. Irgendwann bestimmt wieder, aber jetzt noch nicht. Das Fernweh hatte mich plötzlich wieder gepackt und obwohl ich mir das eine Weile nicht so eingestand, war es doch kaum zu uebersehen.
Dann bekam ich ein Jobangebot von einer Single Mom aus Canada. Erin. Wir verstanden uns auf Anhieb super. Es schien, als wuerden wir beide genau das selbe suchen. Ich berichtete ihr von meiner Zeit in Amerika, liess ihr Referenzen zukommen und sie sprach sogar mit meinen Gasteltern aus Amerika. Und was soll ich sagen, die Sache hatte sich recht schnell fuer mich entschieden. Natuerlich wog ich die Moeglichkeiten mehr als einmal ab und fragte mich, ob das die richtige Entscheidung ist. Auch heute denke ich hin und wieder darueber nach. Ausserdem musste ich es auch erstmal meinen Eltern mitteilen, wovor ich doch echt Angst hatte. Immerhin war ich gerade erst wieder da. Meine Mom war so happy mich wieder hier bei sich zu haben. Ich brachte es kaum fertig, ihr sagen zu muessen, wie ich mich entschieden hatte. Dann gingen wir einen Abend mit der Familie Essen und ich berichtete ihnen davon. Die erste Reaktion meiner Mutter war “Nein”, aber sie hoerte sich alles geduldig an und meinte dann, dass sie mich nicht davon abhalten wuerde und hinter mir steht, wie auch immer ich mich entscheide. Ich denke, das war die letzte Bestaetigung, die ich gebraucht hatte. Natuerlich fiel es mir schwer, denn ich wusste ja, das meine Mom mich lieber hier in Deutschland bei sich haette als wieder irgendwo auf der Welt. Keine Ahnung was ich gemacht haette, wenn sie wirklich bei ihrem nein geblieben waere…schlussendlich war es ja meine Entscheidung, aber ich haette so viel mehr mit mir selbst kaempfen muessen, das ist sicher! Ich weiss, wie schwer es ihr fallen muss, mich wieder gehen zu lassen aber ich glaube auch, dass sie oft nicht sieht, wie schwer es auch fuer mich ist. Aber wir wissen ja nun schon aus Erfahrung, das es klappen kann und man nicht aus der Welt ist. Und so bekommt sie, wenn sie mich besucht, auch noch Orte zu Gesicht, die sie sonst in ihrem Leben womoeglich nie bereist haette. Mir fiel wirklich ein Stein vom Herzen!
Und seit dem Tag, der schon einige Wochen hinter uns liegt, kuemmern sich Erin, meine neue Gastmutter aus Canada, und ich uns darum, mein neues Abenteuer wahr werden zu lassen.
Nun also endlich ein paar Info´s zu meiner neuen Gastfamilie. Also Erin ist, wie schon erwaehnt, eine Single Mom aus einem Vorort von Vancouver, British Columbia. Sie hat 2 Töchter: Emma, die im naechsten Monat 4 Jahre alt wird, und Elliana, die nun ca. 4 oder 5 Monate alt sein muesste. Ich kenne ihr Geburtsdatum noch nicht, darum kann ich es gar nicht so genau sagen. Aber auf jeden Fall ist sie nicht aelter als das.
Vom Au pair Amerika Programm kannte ich es ja nun, dass man mit Agentur rueber geht. Alles andere ist ja bekanntlich illegal. Fuer Canada gibt es diese Vorschrift aber nicht. Es gibt 2 oder 3 Agenturen, die auch live in caregivern nach Canada mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber da so eine Agentur ja nun auch mit nicht gerade geringen Kosten verbunden ist, habe ich mich dagegen entschieden, vor allem auch deshalb, weil es nicht Vorschrift ist. In Canada gibt es das uebliche Au pair Programm uebrigens gar nicht. Es heisst dort, wie schon mehrmals erwaehnt, live in caregiver. Man hat die selben Aufgaben wie ein Au pair, aber es ist halt alles anders organisiert. Und ich kann das auch nur machen, da ich bereits als Au pair in Amerika war, was bedeutet das ich ueber ein Jahr Erfahrung mit dieser Art Arbeit habe. Denn nur dann kann man es machen, es sei denn man ist gelernte Erzieherin. Das kam mir nun natuerlich zu Gute.
Um ein Visum bzw eine gueltige work permit fuer Canada zu bekommen, musste Erin in Canada erstmal eine labour market opinion (LMO) beantragen, die es ihr, wenn dem Antrag zugestimmt wird, erlaubt, mich einzustellen. Und das auch nur, weil ich halt mir ihr in ihrem Haus wohnen werden, denn freiberufliche Nannys wird es auch in Canada bestimmt zuhauf geben. Ich musste an dieser STelle von meiner Seite aus ein Führungszeugnis aus California beantragen. Denn man muss aus allen Laendern, in denen man mehr als 6 Monate gelebt hat seit man 18 Jahre alt ist, ein Fuehrungszeugnis vorlegen. Das aus Deutschland war ja ueberhaupt kein Problem, aber das aus Amerika zu bekommen stellte sich noch als Schwierigkeit heraus. Man finded ja im ganzen world wide web ueberall Info´s von Leuten, die als Au pair nach Amerika gegangen sind. Es gibt tausend Agenturen, die dir dabei helfen. Aber wirkliche brauchbare Info´s fuer das live in caregiver Programm waren schwer zu finden. Zum Glueck habe ich dann hier die Michi kennen gelernt, die nun auch bereits in Canada ist, und die mir damit weiter helfen konnte. Immerhin hatte sie so einige nuetzliche Tipps fuer mich, wofuer ich ihr noch immer sehr dankbar bin. Dann hiess es also heraus finden, wo ich denn nun das Fuehrungszeugnis aus California her bekommen konnte und ganz ehrlich – haette ich das doch nur in Cali schon gewusst dass ich es mal brauchen wuerde – ich haette es dort an Ort und Stelle machen koennen. So schrieb ich erstmal tausend Emails, um Infos zu bekommen und eines Tages lag dann die gewuenschte Info bei mir im Briefkasten. Naemlich die Liste mit der Vorgehensweise und einem fingerprint chart, auf dem ich mir bei der örtlichen Polizei meine Fingerabdruecke nehmen lassen sollte. Die Info´s hatte ich bis dahin aber auch bereits im Internet gefunden. Aber so war es natuerlich auch gut. Bin dann also zur Polizei und die schauten mich erstmal ein wenig ratlos an, da sie davon noch nie gehoert hatten noch dass es je vorgekommen ist, das jemand zur Polizei kam um sich freiwillig die Fingerabdruecke nehmen zu lassen. Den einen oder anderen Witz musste ich also ueber mich ergehen lassen. Dafuer haben sie dann aber auch gemacht, was ich von ihnen wollte – sie haben schoen brav meine Abdruecke genommen. Dann musste ich ganze 32 US Doller nach Cali ueberweisen, nur damit ich den criminal background check (Fuehrungszeugnis) erhalten konnte. Wucher!! Also hab ich das von meiner Bank ueberweisen lassen. Leider lief es dann etwas ungluecklich ab und der check mit dem Geld und meine Unterlagen zur Anforderung des background checks kamen zu unterschiedlichen Zeiten dort an. Oder sagen wir so, es gibt in Cali 2 departments, die daran arbeiten und es schien, als wuesste die eine Hand nicht, was die andere macht. Also bekam ich 2 Wochen nach absenden meiner Unterlagen den ganzen Umschlag zurueck, da angeblich das Geld fehlte. Ich also zur Bank um mir dort bestaetigen zu lassen, dass es ueberwiesen wurde. Dort wurde mir mit geteilt, dass das Geld schon da gewesen sein muss bevor sie ueberhaupt meine Unterlagen erhielten. Dann bin ich natuerlich noch am selben Tag wieder zur Post, um meine Unterlagen dorthin zurueck zu schicken, denn immerhin war es dringend. Und genau eine Woche nachdem ich meine Unterlagen dorthin zurueck gesand hatte, bekam ich einen Anruf von meiner Bank die mir mitteilte, das mein check von 32 US Dollern an sie zurueck kam. Es war einfach nur laecherlich!! Erst schickten sie meine Unterlagen zurueck, weil sie das Geld nicht finden konnten und dann kam das Geld zurueck, weil sie die Unterlagen nicht dazu hatten. Habe mich dann beim Department of Justice in Sacramento gemeldet und denen mitgeteilt, dass ich das nun laecherlich finde und ich wirklich dringend mein Fuehrungszeugnis benoetige…denn ohne das, geht gar nichts. Eine nette Mitarbeiterin teilte mir dann mit, dass sie sich darum kuemmern wird, dass die von mir zurueck gesandten Unterlagen nun da behalten werden und ich ihr doch den check zukommen lassen sollte. Gesagt, getan. Und siehe da, ca. 1 woche spaeter hatte ich dann endlich in der Hand, was ich so dringend benoetigte – meinen criminal background check aus Amerika. Im Grunde war es nur ein Blatt Papier, am Computer ausgedruckt auf dem steht, das “no criminal history” gefunden wurde. Das haette ich denen auch so sagen koennen. Und fuer diesen winzig kleinen Brief musste ich fast 4 Wochen warten! Behoerden arbeiten auch in Amerika teilweise nicht anders als hier…aber naja, das hab ich ja nun endlich hinter mir.
Weiter im Text geht es in den naechsten Tagen. Muss nun hier erstmal schluss machen. Talk to you soon! |