Ach herrje…. so früh aufstehen…. das habe ich schon lange nicht mehr gemacht, gut als Katha und Else da waren, aber sonst….
Und David muss ausgerechnet heute eher auf Arbeit, aber es ist schon nett, dass er uns nicht einfach nur zur Bushaltestelle bringt, sondern direkt zu dem Abfahrplatz des Tourbusses.
Denn es ist soweit Mutti und ich gehen auf eine 3 Tagestour an der Ostküste Amerikas mit vielen unterschiedlichen Zielen. Normalerweise trifft man keine Weißen auf dieser Tour an, dass sind alles Asiaten oder wie auch immer. Und wir wir jetzt wissen auch viele Inder!
Früh haben wir uns also müde fertig gemacht und Taschen geschultert und los ging es. Wir kommen in Edison an, wo der Bus später losfährt und die Haltestelle ist an einem Parkplatz angegeben, der eine Baustelle ist. David gleich, ruf dort an, ich kann euch hier nicht absetzen, vlt kommen die hier gar nicht mehr vorbei. Nur versuch mal was rauszubekommen bei der Informationstante, wenn diese kaum Englisch reden kann. Sie konnte nicht auf unsere Frage antowrten, ob der Bus dort vorbeifährt, sie hat immer nur wiederholt, ja die tour findet statt. Na wundervoll… Aber erstmal hattenw ir noch Zwit und es war kalt und nass und zum Glück gab es einen Dunkin Donuts. Mutti und ich haben Munchkins gegessen und nur daraufgehofft das alles klar geht. Aber kein Problem, ich habe dann ein paar von den Arbeitern gefragt und sie meinten ja der Bus kommt hier immer vorbei und holt alle möglichen Leute ab und schon sahen wir auch die anderen Fahrgäste…. ie gesagt, viele Inder. Der Bus kam mit Verspätung. Natürlich wieder von Chinesen organisiert in New York, also war der Führer auch einer. Das Englisch war noch schlechter als meins. Naja. Mutti und ich hatten gleich die 2 PLätze in der 2. Reihe, was sehr praktisch war. Die einzigsten anderen Weißen an Bord waren 3 Polen, von denen 2 schon seit längerem in NYC wohnen. Also los gings, klar ne Inderfamilie war an der falschen Stelle und wir mussten einen Umweg fahren und dann waren wir endlich auf der Strecke und plötzlich macht es platsch, da ist uns ein Vogel genau an die Frontscheibe geflogen. Das klang vielleicht eklig! Der Busfahrer hat es sowas von gelassen genommen und Scherze gemacht.
Nach 2 Stunden waren wir dann in Philadelphia. Aber wir hatten gerade mal ein eStunde um uns die Liberty Bell und Independance Hall anzuschauen. Die Devise lautet, reinrennen, am besten dabei immer bei dem Guide bleiben, Foto machen und wieder rein in den Bus…. eben wie Japaner. Wir also in aller Hektik, weil wir ja pflichtbewusste Deutsche sind und immer rechtzeitig und pünktlich zu der genannten Zeit da sein wollen losgerannt.
Bild gemacht:

LIBERTY BELL IN PHILADELPHIA
Und weiter gings. Natürlich dauerte die Weiterfahrt, weil einige 20 min später kamen…Sowas ist echt nervig… wenn man auf ein paar Hanseln warten muss, die einfach zu verpeilt sind.
Dann war ich so müde, dass ich eingenickt bin auf dem Weg nach Washington, wir haben Staz gehabt und waren erst gegen 16 Uhr dort. Ich habe versucht aus dem Guide herauszubekommen was geplant ist, aber er erzählte mir immer nur 3 mal, das erzähle ich später. Hallo…. ich kann Englisch reden…. es wäre nett ne ordentliche Antwort zu bekommen. Wir sind dann rein gefahren ins überfüllte Washington und erstmal zu der Smithsonian Mall, wo alle Museen dran sind. Wir hatten 40 min und sollten eigentlich uns anstellen und schnell ins Air and Space Museum gehen, was sich nicht gelohnt hätte. Also sind Mutti und ich einfach draußen herumgewandert, haben Bilder gemacht und uns alles angeschaut, also auch den Skulpturengarten und die Blumenbeete vor dem Smithsonian Castle.

VORM CAPITOL IN WASHINGTON

VORM SMITHSONIAN CASTLE

BLUMEN; WAS SONST???
Und wir hatten bombastisches Wetter…. 26° C und viel Sonne! So was von schön!

UNSER BUS UND DIE INDER
Dann kamen wir zurück und waren natürlich pünktlich da, der Busfahrer meinte nur, wir sollten das entspannter nehmen, er sagt, wenn er Urlaub nimmt, dann nimmt er seine Uhr ab und genießt es einfach. Er sah das also alles viel entspannter und wir sollen uns nicht so einen Kopf drum machen. Okay… Gesagt getan. Es ging dann ein Stückchen weiter zum Capitol. Und nun waren wir mal die letzten, da wir nah dran wollten und soweit weg geparkt hatten. Schon schön, das Capitol mal bei Sonnenschein und nicht im Schneesturm und bei Kälte zu sehen!

VORM CAPITOL
danach ging es etwas außerhalb, also ans Ufer, da der ganze Bus außer uns zu einer Stadtrundfahrt auf dem Wasser angemeldet war. Ich fand das sinnlos. Und wir waren perfekt in der Nähe vom Thomas Jefferson Memorial, was ich noch nicht gesehen hatte, also hatten wir eine ganze Stunde dafür zeit, was perfekt war. Hinlaufen, in Ruhe ohne Hetzen, dann dort herum spazieren, innen drin sind viele Fakten und Informationstafeln, dann natprlich die Statue an sich anschauen und wieder zurück. Wobei wir wieder mal pünktlich waren.

AMERIKANISCHE PEANUTBUTTERCRACKER, KLEINER SNACK ZWISCHENDURCH

WEITER GEHTS MIT SPRINGBILDTRADITION VOR DEM JEFERSON MEMORIAL

UNTER DEM MEMORIAL MIT ALLEN FAKTEN ZU THOMAS JEFFERSON(3. PRÄSIDENT)

HIER IST DER GUTE

Dann ging es weiter wieder in die Stadt herein, natürlich zum Weißen Haus, wo wir in versammelter Truppe als 56 Mann hinter dem Guide hinterhergestiefelt sind, weil er ja keinen verlieren wollte und dann an der Stelle vorm Zaun alle unser Bild gemacht haben.

OBAMA WAR LEIDER NICHT GRADE DRAUSSEN UNTERWEGS
Dann ging es vorbei am Washington Monument zum Lincoln Monument, dass ist der riesige steinerne Präsident in weiß, der da sitzt und auch in Nachts im Museum 2 vorkommt.

ÜBERBLICK

HIER SITZT LINCOLN

Als der Bus gehalten hatte sind Mutti und ich einfach aufgesprungen und schnell gegangen, weil der Guide wollte schon wieder, dass ihm alle folgen, was quatsch ist, denn wir sind die einzigen die immer pünktlich da sind und keine Kleinkinder. Also haben wir uns schnell aus dem Staub gemacht um auf eigene Faust die 3 beieinanderliegenden Lincoln Monument und die 2 Kriegsmemorials von Vietnam und Koreakrieg anzusehen. Und waren wieder perfekt am Bus. Dann war es schon 21 uhr und es ging raus aus Washigton… sozusagen, abgehakt und erledigt…
Auf zu einem Chinesischen restaurant was Büffet für 15$ anbietet, was Essen, Getränke und Trinkgeld beinhaltet, was sehr gut ist. Es gab dort alle möglichen Sachen…. über 30 verschiedene gerichte, da fällt die Entscheidung schon schwer was man essen soll, dann noch Sushi, Obst und Salatbar, Suppen und Desserts, auch Eiskrem. Und nun stellet euch mal vor wie gehetzt man isst, wenn man sich das alles in 40 min reinstopfen muss! Weil vom Tisch und um die Speisen, das dauert alles…. und bis man sich erstmal entschieden hat was es denn sein soll! Nein, aber war ganz lecker und wir saßen mit 3 Thailändern am Tisch, ein jüngeres Mädel, welche hier in Amerika studiert mit ihrem Vater und Freund und haben uns unterhalten. Am Büffet, als ich mir grade Eiskrem geholt habe sprachen mich auch die 2 Polen an, wie es mir denn bisher so gefallen hat und dann kamen wir erstmal ins gespräch. Der eine ist seit 14 jahren in NYC und arbeitet und seine Mutter besucht ihn grade und sein Freund ist sein 4 Jahren hier.
Ja danach ging es wieder huschhusch in den Bus. Vollgestopft und müde, nochmal fast eine Stunde Fahrt zum Hotel. Was erstaunlicherweise richtig gut war. Mutti und ich waren natürlich zusammen in einem Zimmer und es war riesig. Mit Badewanne und Whirlpoolfunktion und Mikrowelle und allem möglichen Drum und dran…. Na dann. Wir waren also halb 11 im Bett komplett fertig von dem ganzen hin und her. Und was ist, in unserem Flur war natürlich eine Familie, die es nicht geschnallt hatte, der eine hatte sich ausgesperrt und die Frau war auf Toilette, somit hat der gute über 10 min an die Tür gehämmert und rumgebrüllt…. na schönen Dank auch!
Aber ansonsten…. tiefer Schlaf!

UNSER ZIMMER IM SLEEP INN DER ERSTEN NACHT