July 22nd, 2009

Kaputo

Fr Okt 20, 2006 9:25 pm


[ Stimmung: Happy ]

Freitag, 20. Oktober 2006

Wochenende – echt der Hammer, wie schnell die Wochen doch verfliegen. Jetzt hat der Daniel es schon sage und schreibe zwei Wochen mit mir ausgehalten. Smile
In der Schule lief heute alles bestens. Die Kiddies haben sich benommen, ich hab mit ihnen erst ein wenig gesungen (ABC-Lied und Erntedanklied), dann nochmal die Buchstaben wiederholt, anschliessend den Test geschrieben und danach durften sie noch kurz in ihre Literacy Centers. Kerstin hat die Klasse zwischendurch mal gefragt, wie ich mich als Lehrerin mache, da haben sie dann alle angefangen zu klatschen wie die Bloeden. Fand ich ja super suess. Smile
Nach dem Lunch haben wir mit den Kids Apfelstempel gemacht. Hatten ja gestern noch einige Aepfel uebrig, so dass daraus heute Apfeldruckbilder entstanden sind. Was fuer eine Mess, aber immerhin hatten sie Spass dabei. Gleich darauf gingen wir mit den Kids zur Book Fair. Jedes Kind konnte sich, wenn es Geld von daheim bekommen hat, in der Library Buecher kaufen. Ist ganz interessant gewesen, welches Kind sich fuer was fuer Buecher entschieden hat.
Nach der Schule sind Nico und ich gleich zum Aldi gefahren, da wir hier mal wieder ein paar Dinge brauchten. Fuer die Jungs hab ich auch mit eingekauft, dann war das in einem Aufwasch erledigt. Hab mich daheim an den PC gesetzt, ein bisschen aufgeraeumt, die Zeit eben irgendwie tot geschlagen.
Gegen 5pm sind wir drei Maedels ins Fitnessstudio gefahren, die Jungs kamen kurz darauf nach. Heute lief es wieder richtig gut. Hab einige Meilen abgestrampelt, bin 15 Minuten Treppen gestiegen und war danach wie immer schwimmen und im Dampfbad.
Als wir um kurz vor 8pm wieder daheim waren, hab ich die Kerstin zurueckgerufen, die uns mittags schon gefragt hatte, ob wir Lust haetten, mit ihr zum Japaner zu fahren. Waren da natuerlich gleich dabei, denn wir waren alle noch nicht in einem vergleichbaren Restaurant. Das war dort echt total klasse. Man sass um so nen riesigen Tisch herum und in der Mitte gab es eine Kochplatte. Der japanische Koch hat dann da so interessante Kunststueckchen vorgemacht, wie Eier auf dem Wiegemesser balancieren, Hummerschwaenze von der Herdplatte in seine Brusttasche zu flippen, Fleischstuecke direkt in den Mund der Gaeste zu werfen, etwas groessere Feuerchens zu machen,…
Es war auf jeden Fall ein Erlebnis der anderen Art. Und geschmeckt hat es auch richtig lecker. Das “Kaputo” ist auf jeden Fall empfehlenswert. Sind danach noch fuer ne halbe Stunde ins benachbarte Starbucks gesessen und haben uns gut unterhalten. Oder besser gesagt: Der Alex hat geredet und wir haben entweder mit dem Kopf geschuettelt oder uns fast schlapp gelacht. Es war auf jeden Fall ein richtig netter Abend, den wir hoffentlich mal wiederholen koennen. Und die Kerstin hat sich glaub auch ganz wohl gefuehlt bei uns. Wir hatten sie auf alle Faelle sehr gerne dabei.

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Von Kugel-Schrei-Baern, Hubschrau-Baern und anderen Baeren

Do Okt 19, 2006 9:23 pm


[ Stimmung: Silly ]

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Heute Morgen musste ich nicht selbst unterrichten, da heute naemlich School Tour war, was so viel heisst, wie dass Eltern, die sich schon jetzt ueberlegen, an welche Schule sie ihr Kind im naechsten Jahr geben wollen, die Schule in Gruppen besichtigen koennen. Und somit sind diese Eltern heute Morgen in den Kindergartenklassen vorbeigekommen. Dafuer hat natuerlich jeder Lehrer etwas besonderes vorbereitet. Bei uns gab es heute das Thema “Apfel”. Und zwar hat jedes Kind die Moeglichkeit bekommen, selbst einen Apfel zu schaelen und zu schneiden (mit dieser wunderbaren Maschine).
Diese Aepfel wurden dann in einen Crock-Pot gesteckt, worin sie zu Apfelmus gekocht wurden. Zusaetzlich hat jedes Kind ein Apfel-Buch bekommen, welches Kerstin mit ihnen ausgefuellt hat. Als diese Eltern dann vorbeikamen und zu etwa 30st hinten im Klassenzimmer standen, war es fuer etwa 5-10 Minuten mucksmaeuschenstill im Zimmer. Wir haben die echt noch nie so leise gehoert. Die hatten wohl wirklich Respekt vor der Ueberzahl an Erwachsenen. Smile
Die Lunch Duty verlief heute wieder sehr interessant, da ich absolut die Schnauze voll hatte von dieser Franzoesischklasse, die immer meint, sie koennte sich benehmen wie das Letzte. Hab denen also heute von Anfang an ein Ultimatum gestellt. Wenn sich auch nur einer von denen ohne zu fragen vom Stuhl erhebt, wuerde er ohne Umschweife direkt zum Principal geschickt werden. Tja, das ging eine Weile gut, dann meinte einer, sich nicht daran halten zu muessen und schwups, schon war er bei Mr. Guzeh zu Besuch, der sich natuerlich ueberhaupt nicht gefreut hat. Der kam dann naemlich in die Cafeteria, hat mit mir und dem besagten Jungen gesprochen und hat dann der kompletten Klasse den Recess (Spielplatzzeit) gestrichen. Fand ich super, sehr konsequent der Mann!
Als ich heute wieder daheim war, hab ich eigentlich genau dasselbe gemacht wie immer: essen, PC, … Um 3.30pm kam dann ueberraschenderweise der Daniel rueber. Bei ihm ist naemlich die Nachhilfe ausgefallen, weshalb er sich dachte, er kommt mich einfach mal besuchen. Fand ich ja sehr lieb von ihm. Somit haben wir etwa ne Stunde zusammen gehabt, bevor er wieder rueber zu sich gegangen ist. Ich hab mich noch ein wenig mit Vera unterhalten, ein paar liegen gebliebene Dinge erledigt, bis ich um 6pm auch schon wieder los musste. Kerstin hatte mich naemlich gefragt, ob ich nicht mit ihr zu diesem PTSA (Parent-Teacher-Student-Association)-Meeting kommen moechte. Und weil es da leckeres deutsches Essen gab, hab ich einfach mal zugestimmt. Das muss man ja immer mitnehmen. Hab dort also meine Bratwurst mit Sauerkraut, Kartoffelsalat und Brot gegessen, waehrend dieses Meeting voranschritt. Das war ein wenig langweilig, da es nur darum ging, was die Schule fuer die naechsten Wochen in Sachen Finanzierung geplant hat. Hier in Amerika sind die Schulen ja sehr vom Sponsoring der Eltern abhaengig, weshalb diese da nateurlich in besonderem Masse angesprochen sind. Hier ein Fundraising, dort ein Wettbewerb, um Geld zu gewinnen,… Die Musikklasse hat dann noch drei Glockenspiellieder vorgefuehrt. So etwas in der Art hab ich noch nie zuvor gesehen. Das war echt klasse gemacht.
Zum Abschluss gab es einen Vortrag von so ner Gesundheitsbeauftragten, die Moeglichkeiten aufgezeigt hat, die Kindern und Familien helfen, gegen Uebergewicht anzukaempfen. Ich hab dabei jetzt zwar nix gelernt, aber anscheinend war einiges von dem Gesagten vielen Eltern noch unbekannt. Da hab ich mir teilweise echt wieder nur gedacht: “Welcome to America”. Vor allem, als es um das Thema “Breastfeeding” (Stillen) ging, hatten die Amis Null Ahnung. Ich kam mir teilweise vor, als wuerde ich neben lauter unaufgeklaerten Leuten sitzen, die nur ganz zufaellig Eltern geworden sind. Smile
Nachdem dieses Meeting vorbei war, sind Kerstin, eine andere Lehrerin (ebenfalls noch sehr jung und die Hauswirtschaftslehrerin der Schule) und ich fuer ein Weilchen draussen vor der Schule sitzen geblieben und haben uns unterhalten. Der Abend war also doch noch ganz schoen.
War so gegen 8.15pm wieder zurueck zu Hause und bin dann gleich rueber zu den anderen. Daniel und Alex sassen vor dem TV und haben Baseball geschaut. Hab mich da also dazugesellt, die Nico war anfangs auch noch dabei und haben eben gequatscht. Wie das halt so ist mit den beiden, irgendwann ist der Ernst abhanden gekommen und es kam wirklich nur noch lustiges Zeugs raus. Da wurden aus Kugelschreibern und Hubschraubern wilde Tiere, Truthaehne wurden mit Panzern abgeschossen und nebenbei flogen Wasserflaschen und Buecher durchs Wohnzimmer. Haben uns teilweise die Baeuche gehalten vor Lachen. Musste selbst dann noch schmunzeln, als ich um halb zwoelf heim gelaufen bin.

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Ein ganz gewoehnlicher Tag

Mi Okt 18, 2006 9:22 pm


[ Stimmung: Sleepy ]

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Gleich zu Beginn des Tages habe ich heute einen ziemlich heftigen Vorfall miterlebt. Und zwar kam ich in die Klasse, da meinte Kerstin, dass von einem unserer Schueler die Tante da sei, die mit ihm gerade auf Toilette gegangen sei. Ich hab ein bisschen komisch geguckt und dann gefragt, warum er das nicht alleine koenne. Da meinte Kerstin nur: “Wenn man hier sagt, dass man mit einem Kind auf Toilette geht, dann meint man das nicht woertlich, sondern will andeuten, dass man dem Kind dort den Hintern versohlt.” Ich hab erst mal nicht so ganz verstanden, ob sie das wirklich gemeint hat, aber auf Nachfrage hat sie das bestaetigt. Kurz darauf kamen die Tante und unser Schueler wieder rein, er sah echt total geknickt aus und Kerstin fragte dann, ob er jetzt wieder vernuenftig waere. Die Tante bejahte das und Kerstins naechste Aussage war: “Naja, einmal die Woche schadet das keinem Kind, das war bei mir damals auch nicht anders.” Mir ist echt nur noch der Mund offen stehen geblieben. Wie kann es sein, dass eine Lehrerin es auch noch befuerwortet, wenn ein Kind in der Schule, noch bevor irgend etwas vorgefallen ist, verdroschen wird? Einfach so, praeventiv. Das ist doch unglaublich, oder? Vor allem, weil mir Kerstin schon frueher mal erzaehlt hat, dass der Kleine jedes Mal, wenn er auf Gelb heim geht, zu Hause Schlaege bekommt. Das ist doch nicht normal!! Da wuerde man in Deutschland laengst das Jugendamt einschalten. Hier besteht eine solche Pflicht wohl nicht. Ich bin jetzt noch schockiert, wenn ich nur dran denke. Und jetzt macht das Verhalten des Jungen auch Sinn. Er schlaegt relativ haeufig Mitschueler, will sich oft nicht auf den Stuhl setzen (das tut bestimmt weh), usw. Das ist fuer mich alles wirklich nicht nachvollziehbar. Muss mal gucken, ob ich nicht irgendwann anonymerweise mit dem Schulpsychologen sprechen werde.
Mein Unterricht verlief heute wieder relativ gut. Kerstin war die ganze Zeit net da, so dass ich wieder freie Hand in allem hatte. Smile
Nach dem Lunch und meiner Lunch Duty hab ich angefangen, den Deutschtest mit den Kindern zu machen. Die meisten haben relativ gut abgeschnitten, aber von manchen hatten wir doch einiges mehr erwartet. Da gibts doch tatsaechlich SchuelerInnen, die nach zwei Monaten, in denen wir jeden einzelnen Tag das ABC-Lied gesungen haben, noch immer keine Ahnung von den Buchstaben und ihren Lauten haben. Was machen die Kinder denn bitte schoen in der Zeit? Schlafen? Vor sich hin traeumen? Naja, da steckt man halt echt nicht drin, aber immerhin wissen wir jetzt, auf wen wir in den naechsten Wochen ein Auge haben muessen.
Als wir wieder daheim waren, haben Vera und ich uns leckeren Lachs mit Reis und Gemuese gekocht. Das war wieder ein Gedicht!! Koennte das glaub wirklich jeden Tag essen. Hab mich anschliessend wieder fuer ne Weile an den PC gesetzt und danach mit meinen Ellis telefoniert. Das war so ein lustiges Telefonat, vor allem, weil mein Bruederchen mal wieder den groessten Muell verzapft hat. Freu mich echt schon wahnsinnig darauf, wenn er und mein Cousin Mitte November kommen!!
So gegen 4pm kam Sarah wieder zurueck nach Hause und hatte Daniel im Schlepptau. Der wollte unbedingt die zweite Halbzeit vom Championsleague-Spiel Chelsea vs Barcelona sehen, und das kann er nur bei uns, weil bei denen drueben irgendwie nicht alle Sender empfangen werden. Hab mich waehrend der letzten zehn Minuten dazu gesetzt und mitgeschaut. Er ging dann wieder und ich hab meine Nachhilfe ein bisschen vorbereitet. Das verlief heute richtig super. Der Ben hat toll mitgearbeitet und schwup die wup war die Zeit rum. Danach hab ich noch Staub gesaugt und schon war es Zeit fuers Abendessen.
Um 8pm kam der Daniel wieder rueber. Haben noch ein bisschen gequatscht, sind aber frueh schlafen gegangen, weil ich super muede war.

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Veras Geburtstag

Di Okt 17, 2006 9:21 pm


[ Stimmung: Happy ]

Dienstag, 17. Oktober 2006

*** HAPPY BIRTHDAY, VERA!!! ***

Heute Morgen sind wir extra frueh aufgestanden, damit wir noch vor der Vera unten sein wuerden. Das haetten wir uns echt sparen koennen, da die nichtsahnende Vera sich natuerlich jede Menge Zeit gelassen hat. Aber gut, wie dem auch sei, irgendwann kam sie, wir hatten einen kleinen Marmorkuchen mit zwei Kerzen fuer sie parat und ueberraschten sie mit unserem denkbar schlechten Gesang. Wink Aber sie schien sich trotzdem gefreut zu haben.
Dann gings bei stroemendem Regen los in die Schule. Heute stand ja eigentlich unser Field Trip zur Hunters Farm auf dem Programm. Aufgrund des schlechten Wetters wurde der jedoch gestrichen und zwar ersatzlos. Waren alle total traurig. Die Lehrer glaub sogar mehr als die Schueler. Smile Aber all unser Einspruch dagegen hat nichts bewirkt, wir mussten da bleiben. Ich hatte ja absolut nichts vorbereitet fuer heute, umso perplexer hab ich wohl geschaut, als Kerstin mich nach einer Weile fragte, wann ich endlich anfangen wuerde. Hab dann erstmal nicht schlecht geguckt, mich aber doch dazu durchgerungen, den Unterricht zu uebernehmen. Kerstin hatte mir auch vorgeschlagen, die Kids ein Video anschauen zu lassen, aber das konnte ich dann doch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Hab also das kleine k mit ihnen gemacht und das ging eigentlich auch recht locker flockig von der Hand. Man ist ja Routinier, nicht wahr? Wink
Zum Lunch gingen wir heute nicht in die Cafeteria, da wir dachten, dass wir wenigstens etwas besonderes machen muessten, wo wir ja schon nicht auf den Field Trip konnten. Haben also mit der anderen deutschen Kindergartengruppe (die von Sarah und Daniel) das Klassenzimmer fuer diese halbe Stunde getauscht, was den Kinder sehr gefallen zu haben schien.
Auf die Lunch Duty hab ich mich wie immer am meisten gefreut, denn da seh ich ja den Daniel immer. Muessen zwar so tun, als wuerden wir uns nur so rein zufaellig kennen, aber egal, Hauptsache, wir sehen uns. So verlief der Morgen ziemlich fix und bald war ich wieder auf dem Heimweg.
Hab daheim wie immer erst ne Kleinigkeit gegessen, dann meine Unterrichtsskizze von heute geschrieben, den Unterricht fuer morgen vorbereitet, danach Vera’s Geschenke (ein Kirschbikini und ein Bilderrahmen mit einigen Bildern von unserem Aufenthalt hier) eingepackt und schon waren Sarah und Vera wieder daheim. Sarah und ich beschlossen, noch ne Runde ins Fitnessstudio zu fahren. Sind aber in das hier in der Naehe gegangen. Musste also mein Trainingsprogramm etwas umstellen, da die dort weder ein Schwimmbad noch Treppen haben. Bin also wie immer erst ne halbe Stunde auf den Crosstrainer und danach weitere 35 Minuten aufs Fahrrad. Das war mal echt genial, weil die da naemlich so nen Computer angeschlossen haben, auf dem man verschiedene Strecken auswaehlen kann. Die faehrt man dann mit dem Fahrrad ab. Das ist wie videospielen, denn der Lenker ist beweglich, es gibt andere Leute, die man ueberholen kann, usw. Das macht echt super viel Spass. Bin drei Strecken abgefahren, eine interessanter, als die andere.
So gegen 6.20pm waren wir fertig, sind dann schnell beim Harris Teeter vorbei, um Salat zu kaufen und danach gings sofort heim, da Vera ja eine kleine “Party” organisiert hat. Naja, nicht wirklich ne Party, aber sie hat riesige Pizzen im Ofen gehabt und dazu die anderen drei eingeladen. Haben also die letzten Vorbereitungen getroffen und schon kamen alle. Haben erst gegessen und anschliessend bekam Vera ihre Geschenke ueberreicht. Sie hat sich sichtlich gefreut. Davor haben Daniel und Alex sie auch noch hochleben lassen, wir haben ihr ein drittes Mal “Happy Birthday” gesungen und somit verlief der Abend doch recht nett.
Alex und Nico gingen irgendwann, Sarah und Vera verschwanden im Bett und ich hab mit Daniel noch ein paar Bilder angeschaut. Dummerweise funktioniert meine Homepage grad nicht, so dass ich ihm die Bilder da drauf gar nicht zeigen konnte. Es wird echt Zeit, dass mein Bruder bald kommt und mir meine bilder von daheim mitbringt.
Um Mitternacht ist der Daniel dann aber auch gegangen, so dass ich kurz darauf friedlich schlafend ins Land der Traeume versunken bin.

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Blockpraktikum Tag 1

Di Okt 17, 2006 4:35 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Montag, 16. Oktober 2006

So, heute Morgen war es also soweit. Der erste offizielle Tag Blockpraktikum. Normalerweise bin ich da ja sehr nervoes, aber sobald ich in der Klasse angekommen war, war die Aufregung verflogen. Kerstin hat ebenfalls gemeint: “Mensch, du bist ja so ruhig. Ich waere jetzt total aufgeregt.” Aber ich war es komischerweise gar nicht mehr. Das lag aber bestimmt daran, dass ich die Klasse ja nun auch schon gut genug kenne, dass ich genau wusste, was auf mich zukommen wuerde und dass ich eben auch vorbereitet war. Hab also angefangen und es lief echt alles total super. Die Geschichte hat den Kindern wahnsinnig gut gefallen und vor allem der Schluss, als die beiden Kakteen sich einen Kuss geben,… naja, ihr koennt euch die Reaktion fuenfjaehriger Kinder sicher vorstellen. Man hoerte nur noch “ihhhhgitt” und “baeh” und “das ist ja ekelig”. Ich musste wirklich schmunzeln.
Kerstin meinte danach sogar zu mir, sie faende die Geschichte so suess, dass sie sie nun behalte. Na dann, mir soll’s recht sein, ich hab sie ja auf dem Computer. Ich war uebrigens die meiste Zeit alleine mit den Kindern, da Kerstin nach ein paar Minuten meinte, der Assistentenjob sei langweilig, sie ginge jetzt kopieren. Na, wenn sie meint. Smile Sie kam dann erst wieder, als wir mit dem Lunch fast fertig waren.
Ich muss schon sagen, dass mir das Unterrichten heute Morgen super viel Spass gemacht hat. Da verfliegt die Zeit nochmal so schnell wie sonst schon.
Mittags bin ich dann heimgefahren, hab mir ne Kleinigkeit zu essen gemacht, danach einige Zeit am Computer verbracht und um 3pm musste ich auch schon wieder los zur Schule. Die liebe Suna hat uns naemlich mit zum Costco (vergleichbar mit Metro) genommen, wo wir mal wieder einen Grosseinkauf machen mussten. Unsere Kuehltruhe war so leer wie nie zuvor und beim Costco ist das Zeug halt alles billiger. Haben also zugeschlagen und daheim gleich alles verstaut. Diesmal waren wir auch so schlau, die riesige Hackfleisch- und Fischpackungen in kleinere Portionen zu teilen, bevor wir sie in die Tiefkuehltruhe packten. Hah, ihr seht, wir sind doch tatsaechlich lernfaehig. Smile
Gleich danach sind wir alle ins Fitnessstudio gefahren, wo Sarah und ich einen Blutspendetermin hatten. Haben da erst ewig gewartet, wurden dann halt nach Adresse,… befragt, uns wurde Fieber gemessen und danach durften wir, wie in Deutschland auch, so einen Fragebogen ausfuellen. Nur, dass hier ein paar sehr merkwuerdige Fragen dabei waren. Mehrmals wurde man da gefragt, ob man schon Sex gegen Bezahlung hatte, ob man Sex mit einem Homosexuellen hatte oder auch ob man Sex mit jemandem hatte, der schon einmal Sex mit demselben Geschlecht hatte. Also die haben es da ganz genau genommen. Dummerweise haben sie es aber auch damit sehr genau genommen, wo man gelebt hat. Denn wenn man in Amerika laenger als 5 Jahre am Stueck im europaeischen Ausland gelebt hat, darf man nicht Blutspenden. Die haben hier naemlich wahnsinnige Angst vor BSE und Maul- und Klauenseuche. Tja, und wie ihr euch denken koennt, wurden wir dann nach dem ganzen Prozedere nicht zum Spenden zugelassen. War wirklich aergerlich, aber immerhin bekamen wir trotzdem ein T-Shirt fuer umsonst und durften uns auch was zu essen und zu trinken mitnehmen. Dann hat sich die Fahrt dorthin wenigstens ein bisschen gelohnt.
Ich hab auf der Heimfahrt den Kuchen fuer die Vera besorgt, die ja morgen Geburtstag hat. Danach hab ich ein bisschen aufgeraeumt und versucht, unseren Drucker hier zum Laufen zu bringen. Hab ja extra im Costco ne neue Druckerpatrone gekauft, die schweineteuer war. Und was ist? Tja, das dumme Ding will nicht so, wie ich. Der zieht ganz normal das Papier ein, macht auch ganz normale Geraeusche wenn man auf “Drucken” geht, aber der druckt dann nix auf das Papier. Das ist danach noch genau so makellos weiss, wie vorher. Echt nervig. hat einer von euch zufaellig ne Idee, woran das liegen koennte? Bin fuer jeden Tipp dankbar! Hab dann jedenfalls beschlossen, es aufzugeben und den Daniel angerufen, damit er rueberkommt. Hab mir noch schnell Abendessen gemacht und schon waren auch Sarah und Vera wieder zurueck. Gemeinsam schauten wir “Fever Pitch” an. Schoener Film!
Bevor wir um 11.30pm ins Bett gingen, haben Sarah, Daniel und ich noch ein bisschen was fuer Vera vorbereitet. Haben eine Lichterkette und ein Happy-Birthday-Banner im Esszimmer aufgehaengt und den Tisch dekoriert. Und da bei Vera um 12 midnight noch immer Licht brannte, sind wir eben alle auch nochmal aufgestanden und haben ihr ein kleines Staendchen gesungen und ihr gratuliert. Sie schien sich sehr gefreut zu haben. Danach ging es aber ganz schnell wieder zurueck ins Bett.

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Bergfest – wir haben den Gipfel erreicht!

Mo Okt 16, 2006 4:35 am


[ Stimmung: Happy ]

Sonntag, 15. Oktober 2006

Wir ihr ja schon an der Ueberschrift erkennen koennt, heute haben wir doch tatsaechlich schon die Halbzeit unseres Aufenthaltes in Charlotte erreicht. Fuer Daniel, Nico und Sarah bedeutet das, dass sie nun wirklich anfangen koennen, rueckwaerts zu zaehlen. Alex, Vera und ich bleiben ja anschliessend noch ein bisschen laenger, aber trotzdem ist es auch fuer uns ein bedeutendes Datum, denn alles was nach dem 22. Dezember passiert ist Urlaub!
Wir haben den Tag jedenfalls mit richtig schoen ausschlafen begonnen. Nachdem ich Daniel wieder so gegen 12 noon verabschiedet hab, bin ich ausgiebig fruehstuecken gegangen und hab danach Mails geschrieben und mich dann fuer eine komplette Stunde raus in die Sonne gesetzt und gelesen. Der Tag war wieder sowas von traumhaft. Morgens ist es ja immer eissig kalt, aber wenn mittags die Sonne raus kommt, kann man gut in T-Shirt und kurzen Hosen auf der Terrasse sitzen.
Um 3pm gingen Sarah und ich rueber zum Daniel und holten ihn fuers Fitnessstudio ab. Haben uns heute vorgenommen, zu schauen, wie lange man in unser regulaeres “Y” laeuft. Sind also losgestapft und haben das Wetter weiter genossen. Eine knappe Dteiviertelstunde spaeter kamen wir an und waren erstaunt, wie viel Zeit schonvergangen war. Gluecklicherweise mussten wir nicht wieder zurueck laufen, da Vera uns abholen wuerde. Irgendwie lief es bei mir heute aber gar nicht. Nach 20 Minuten auf dem Crosstrainer war ich so tot, dass ich aufhoeren musste. Hab es dann auf den Treppen versucht, aber da wurde mir nach fuenf Minuten so schwindelig, dass ich mich erstmal fuer ein Weilchen hinsetzten musste, um meinen Kreislauf wieder auf Vordermann zu bringen. Echt nervig! Bin dann zum Abschluss 25 Runden schwimmen gegangen, das hat einigermassen geklappt.
Ich denk mal, dass ich einfach zu wenig gegessen hatte, denn auf der Heimfahrt hab ich sooo einen Bearenhunger bekommen, dass ich es kaum erwarten konnte, bis wir eine halbe Stunde spaeter im Ruby Tuesday sassen und uns dort bedienen liessen. Haben dort naemlich zu fuenft (Nico wollte nicht mit) unser magisches Datum gefeiert. War wirklich ein schoener Abend, der damit endete, dass Vera, Daniel und ich bei uns noch “Just Like Heaven” anschauten, der wieder einfach nur total schoen war.

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Deutsches Essen

So Okt 15, 2006 4:33 am


[ Stimmung: Happy ]

Samstag, 14. Oktober 2006

Nachdem wir heute richtig schön lange ausgeschlafen haben (na ja, mal davon abgesehen, dass das Telefon zwischen 8 und 10 Uhr sicherlich viermal geklingelt hat), ist Daniel gegen 12am gegangen und ich hab erstmal gefruehstueckt. Hab es mir schmecken lassen und mich dann an den PC gesetzt. Hab meinen Unterricht für Montag fertig geplant, ein paar Mails geschrieben und mit Maggie gechattet. Hatte schon so lange nix mehr von ihr gehört gehabt, so dass da einiges nachzuholen war.
Gegen halb vier sind Sarah und ich auf einen kleinen Samstagspaziergang aufgebrochen. Zuerst ging zum Walgreens und dann weiter zu so einem kleinen Einkaufszentrum ganz in der Nähe. Die Jungs waren da letzte Woche beim Friseur und wir wollten uns deshalb auch mal nach den Preisen informieren. Die haben uns auch zugesagt und somit gingen wir rein und fragten, ob wir für nächste Woche einen Termin machen könnten. Wurden dann angeschaut, als kämen wir von einem anderen Stern. Sarah hat der perplexen Frau dann erklärt, dass man in Deutschland für gewoehnlich Termine macht, wenn man zum Friseur geht. Sie hat uns dann aufgeklärt, dass dem hier nicht so ist und dass wir einfach vorbeikommen sollen, wenn wir wollen. Auch gut! Aber ein bisschen peinlich war die ganze Geschichte schon, da dort noch einige andere Leute drin saßen, die dieses Gespräch mitverfolgt haben.
Sind dann weiter die Strasse runter gelaufen, haben ein paar Restaurants für die Zukunft abgechecked und kamen da bei an einem weiteren YMCA vorbei, von dem wir bisher noch gar nichts wussten. Sind da also rein und wurden rumgeführt. Dieses „Y“ ist zwar um einiges kleiner als unser übliches, hat auch kein Schwimmbad, ist dafür aber bedeutend modernen eingerichtet. Da haben die Laufgeräte alle einzelne Fernseher, auf denen man die Sender angucken kann, die man möchte. Das ist vielleicht ein Luxus. Und vor allem kann man von uns dorthin laufen. Das sind, wenn man schnell läuft, gerade mal 15 Minuten. Also absolut machbar. Sind auf dem Heimweg noch schnell beim Harris Teeter vorbei, wo wir uns wieder durch die „Samples“ genascht haben.
Hatten nun gerade noch eine halbe Stunde Zeit, bis die Jungs rüber kamen. Fuhren um 6pm los zum Oktoberfest beim „Waldhorn“. Das ist das deutsche Restaurant in Pineville. Dieses Restaurant gehört den Eltern von Kindern aus unserer Schule. In Veras Klasse ist eine der beiden Töchter und somit hat die Klasse eine kleine Vorstellung einstudiert, die an diesem Abend präsentiert werden sollte. Das wollten wir natürlich anschauen, vor allem, weil für uns dadurch der Eintritt umsonst war. Dort angekommen waren wir angenehm überrascht von der Stimmung. Es war wirklich so wie in Deutschland. Die hatten da ein Bierzelt aufgebaut, eine Band namens „Alpenecho“ und es gab leckeres deutsches Essen. Ich hatte sehr leckere Maultaschen mit Kartoffelsalat und dazu ne Brezel und ein Stück Kuchen. Die anderen aßen Bratwürste mit Sauerkraut. Es gab außerdem Schweinshaxe, Hähnchen, Rotkraut,… der Duft allein hat gereicht, um ein kleines Heimwehgefühl zu erzeugen. Natürlich gab es auch original deutsches Bier und somit hatten wir ne gute Zeit.
Blieben aber nur knappe zwei Stunden, da es uns dann doch etwas kalt wurde und zwei Stunden Bierzeltmusik reicht auch aus, vor allem, weil die Amis da ja doch nicht ganz so die Feierer sind. Mama, du hättest du aber sicher trotzdem deinen Spaß gehabt.
Wieder daheim haben wir Mädels und der Daniel eine DVD angeschaut. Und zwar heißt die „Sideways“ und war richtig lustig. Trotzdem waren Sarah und ich so müde, dass wir zwischendurch aufs Neue eingeschlafen sind. Wir schaffen das wirklich jedes Mal.
Sind danach auch gleich ins Bett und haben weitergeschlafen.

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Payday

Sa Okt 14, 2006 4:32 am


[ Stimmung: Cool ]

Freitag, 13. Oktober 2006

Hach, schon wieder eine Arbeitswoche vorbei.
Heute Morgen bei der Moning Duty war ich wirklich kurz vorm Erfrieren. So kalt wie heute war es bisher noch nicht. Es hatte sicher nur so um die 5 Grad und wenn man dann 45 Minuten vor dem Haupteingang steht, wo es auch noch zieht, man nur ne leichte Jacke an hat, weil man nicht mit so dermassen niedrigen Temperaturen gerechnet hat, dann freut man sich ungemein, wenn man endlich wieder ins warme Klassenzimmer kommt und dort freudig von den Schuelern begruesst wird.
Heute war es jedenfalls relativ relaxed, wofuer ich sehr dankbar war, da ich doch sehr muede gewesen bin. Hab anfangs nur meine Blaetter fuer naechste Woche augedruckt, war dann kopieren, anschliessend musste ich noch zu verschiedenen anderen Klassen, um die Listen fuer die neu eingefuehrten Bus Buddies (aeltere Schueler, die die juengeren abholen, wenn es am Ende des Tages zu den Bussen geht) abzugeben und schon war fast eine Stunde rum. Hab dann weiter zugeschaut, wie die Kinder ihre Tests geschrieben haben und kurz danach wurde wieder gesungen. Zuerst das Erntedank-Lied und danach ein weiteres neues Lied fuer Sankt Martin. Haben uns da fuer das Bekannteste und wohl auch schoenste Laternenlied entschieden “Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir,…”
Der Rest des Morgens verlief ereignislos.
Daheim angekommen hab ich mir zuerst etwas zu essen gemacht und dann eigentlich bis um halb sechs nonstop durchgearbeitet. Zuerst Mails gechecked, dann Waesche gebuegelt und zusammengelegt, die Telefonrechnung ausgerechnet und die Bilder fuer meine Bildergeschichte naechste Woche angemalt. Daniel kam dann gegen 5pm vorbei und zusammen spazierten wir rueber zur Bank, wo ich meinen Scheck eingeloest habe, den es heute schon wieder gab. Ist doch immer toll, wenn das Konto wieder ein wenig aufgefuellt wird. Smile Er ist dann weiter zur Southpark Mall gestiefelt, waehrend ich wieder heim bin und mich gleich ins Bett gelegt hab. War so muede, dass ich nach wenigen Minuten eingeschlafen war. Und haette mich mein Wecker um sieben nicht geweckt, ich haette bestimmt durchgeschlafen bis zum naechsten Morgen. Smile
Bin dann aber doch aufgestanden, hab mit Sarah und Vera das Abendessen gerichtet, dann haben wir gegessen und waehrend die anderen gleich rueber zu den Jungs gingen, hab ich meinen Anruf in Seattle getaetigt. Hatte Nicole ja schon vor Ewigkeiten versprochen gehabt, mal anzurufen. Sie hat sich auch wieder total gefreut und mir jede Menge erzaehlt. Sie und Joey spielten nebenher PS2 und ich fuehlte mich, als saesse ich mit ihnen im TV Room. Hab mir echt gewuenscht, ich waere bei ihnen. Es war einfach so wie immer, nur dass ich eben tausende von Meilen entfernt war. Haben uns wie immer super verstanden und ehrlich gesagt kann ich es kaum noch erwarten, im Dezember zu ihnen zu gehen. Hab auch noch kurz mit meinem Hostdad geredet, der natuerlich schon von Daniel wusste. Meine Hostmum muss da ja wahnsinnig schnell gewesen sein, da ich ihr erst mittags davon erzaehlt hatte. Smile Er meinte so: “Bringst du ihn dann im Dezember mit?” Als ich dann meinte, er haette schon einen Flug nach England gebucht, sagte er: “Schade, dann kann ich ja gar nicht schauen, ob er dich auch wirklich gut behandelt.” Fand ich wirklich suess von ihm. Als ich dann aufgelegt hatte, wurde ich ploetzlich richtig traurig. Warum, das weiss ich nicht wirklich, vielleicht liegt es ja daran, dass mir bewusst wurde, dass ich dann zwar in Seattle sein werde (worueber ich mich ja wirklich schon soooo sehr freue), dass Daniel aber dann nicht mit dabei sein wird. Naja, aber irgendwie werden wir das auch ueberstehen.
Bin dann aber auch rueber gegangen, wo wir uns selbst ein “Activity-Spiel” zusammengebastelt haben. Jeder hat halt ein paar Begriffe aufgeschrieben, die dann entweder beschrieben, gemalt oder pantomimisch dargestellt werden mussten. Haben Jungs gegen Maedels gespielt und vor allem die zweite Runde war super lustig. Daniels “Kobra” war zum Schiessen komisch, aber auch andere Begriffe wie Hotellobby, Geriatrie und Rhinozeros haben fuer Lacher gesorgt. Es war wirklich ein witziger Abend, den wir bestimmt mal wiederholen werden.
Gegen 11.30pm waren wir dann wieder zurueck zu Hause. Daniel kam mit rueber und musste mich erst mal wieder auf andere Gedanken bringen, da ich noch immer etwas traurig gestimmt war.

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Irish Pub

Fr Okt 13, 2006 4:31 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Donnerstag, 12. Oktober 2006

Nachdem ich ja nun gestern nimmer heim gegangen bin (und nein, Bruederchen, das, was du dachtest ist nicht passiert!!!!!), musste ich mich heute Morgen in aller Fruehe wieder rueberschleichen. Naja, mal davon abgesehen, dass eh alle wussten, dass ich net da war, wo ich eigentlich bisher immer zu finden war, kann man das Schleichen eher auf meine Muedigkeit zurueckfuehren. Der Daniel hat naemlich ein sehr kleines Bett und so arg bequem war es da also leider nicht. Das naechste Mal bleibt er wieder bei mir!
In der Schule haben wir heute begonnen, ein neues Lied einzustudieren. Und zwar singen wir fuers Thanksgiving (Erntedank) dieses typische Kinderkirchenlied “Danke fuer diesen schoenen Morgen, danke fuer jeden neuen Tag,….” Naja, ein bisschen abgewandelt sind die Strophen zwar, aber es ist hat trotzdem noch seinen “soothing character” (sorry, mir fehlen grad die deutschen Vokabeln). Was wir allerdings sonst noch bis zum Lunch gemacht haben, das hab ich vergessen. War wohl nix besonderes. Nach dem Special allerdings ging es nicht in die Quiet Time, sondern zum gewogen und gemessen Werden. Jep, ihr habt richtig gelesen. All das wird hier in der Schule gemacht. Eine Klasse nach der anderen wird auf Gewicht und Groesse geprueft. Finde ich gut, da geht die Zeit schnell rum. Smile
Daheim haben wir wie immer gekocht, dann hat mein Papa wieder angerufen, aber wirklich was besprochen haben wir nicht, da es eigentlich nichts zu sagen gab. Smile Hab mich dann wieder fuer Stunden an den PC gesetzt, weil ich nach Unterrichtsideen fuer naechste Woche googeln musste, meine Eintraege hier endlich auf den neuesten Stand bringen usw. So verging die Zeit wie im Fluge.
Um kurz nach halb vier sind Sarah und ich ins Fitnessstudio abgeduest, wo wir uns wieder mit Hingabe der Formung unseres athletischen Koerpers gewidmet haben. Daheim hab ich ganz schnell meine Waesche gewaschen und schon standen Alex und Daniel wieder vor der Tuere, da wir in Uptown zu einem Irish Pub eingeladen worden waren. Der Kai (der letzte verbliebene Blockpraktikant) hat uns naemlich an seinem letzten Abend dorthin eingeladen. Sehr nett, wie ich finde! Haben dort gegessen (ich hatte das genialste Tuna-Sandwich ever!!), dann noch ein bisschen der Ein-Mann-Live-Musik-Band gelauscht und die anderen haben natuerlich ihre Biere getrunken. Gegen 11pm wurde ich aber sowas von muede, dass ich die anderen gebeten habe, doch nach Hause zu fahren. Kamen hier gegen halb zwoelf an und da ich noch einiges zu tun hatte, hab ich den PC nochmal hochgefahren. Hab E-mails beantwortet, weitere Unterrichtsmaterialien runtergeladen und bin schliesslich erst gegen 2am im Bett gewesen

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Doppelpack

Mi Okt 11, 2006 8:48 pm


[ Stimmung: Happy ]

Ich bekomm’s grad echt nimmer auf die Reihe, jeden Abend zu schreiben. Woran das liegt, koennt ihr euch sicher selber denken. Aber da ich ja bisher auch immer jeden Tag was geschrieben hab, werde ich das natuerlich nachholen. Also, hier erstmal zum Dienstag:

Dienstag, 10. Oktober 2006

Nachdem wir ja so spaet nach Hause kamen und ich dachte, dass ich niemals fit aus dem Bett steigen koennte, wurden sowohl ich, als auch Sarah ueberrascht. Wir waren komischerweise ueberhaupt nicht muede. Den ganzen Morgen ueber nicht.
In der Schule selbst ist nicht so wahnsinnig viel Spannendes passiert. Kerstin hat mir nun aber gesagt, dass ich so langsam mit meinem Blockpraktikum anfangen soll. Und ich bin echt froh, dass das jetzt endlich mal stattfindet und ich es hoffentlich schnell hinter mich bringen kann. Ich werde nun ab Montag naechster Woche jeden Morgen 1.5 Stunden Deutsch mit den Kiddies machen. Ich werde naechste Woche die Buchstaben K und L einfuehren, die Woche drauf M und N und danach noch O und P. Hab dann moeglicherweise noch zwei Stunden ueber, die ich vielleicht mit Mathe ausfuellen werde. Mal schauen.
Dienstag nach der Schule waren wir erst mal nen Grosseinkauf beim ALDI erledigen und danach hab ich erst einige Zeit am Computer verbracht, um all meine Washingtonbilder zu beschriften und hochzuladen,… Dann war es auch schon wieder Zeit fuers Fitnessstudio. Das musste echt mal wieder sein, da ich ja schon seit fast einer Woche nicht mehr war. Hat mir schon ein wenig gefehlt. Hab mein uebliches Programm durchgezogen: Crosstrainier, Treppensteigen, Schwimmen, Dampfbad. Am Ende wurde ich aber so dermassen muede, dass ich fast im Schwimmbecken abgesoffen waere. Smile
Daheim haben wir gegessen und kurz darauf kam auch schon der Daniel rueber. Haben zusammen “Gilmore Girls” geschaut, danach noch ewig gequatscht, bis mir dann doch die Augen zugefallen sind.

Mittwoch, 11. Oktober 2006

Zur Schule: Kerstin meinte heute Morgen, ob ich nicht schon mal fuers Blockpraktikum ueben moechte, da sie gerne die Mathetests mit den Kindern durchfuehren wollte. Konnte da ja schlecht widersprechen und ich hatte auch sonst nichts dagegen. Hab also mit den Kiddies erst das ABC-Lied gesungen, dann die Buchstabenlaute wiederholt, das “i” vom Vortag nochmal besprochen und dann das grosse “J” eingefuehrt. Das hat den Kindern viel Spass gemacht und waehrendessen war es auch schoen leise. Danach gingen sie in ihre Literacy Centers, wo es dann doch etwas chaotischer zu ging. Ist halt schon bedeutend schwieriger, das alleine durchzufuehren, als wenn man zu zweit ist. Aber es hat trotzdem sehr viel Spass gemacht und ich glaube, dass das naechste Woche schon klappen wird.
Haben nun auch eine neue Schuelerin dazubekommen. Deren Vater spricht Deutsch, so dass sie nicht allzu viel verpasst hat. Scheint eine ganz Nette zu sein. Mal gucken, wie sie sich in die Klasse integriert. Kerstin meinte heute ausserdem mal wieder, mich nicht zur Lunch Duty gehen zu lassen, weil Sport erneut ausgefallen ist. Diesmal hat sie allerdings den Mr. Guzeh gefragt und der hat natuerlich gesagt, dass ich gehen muss. War mir natuerlich sehr recht, denn das ist die einzige Zeit am Morgen, in der ich Daniel sehen kann. Obwohl das auch nicht ganz so einfach ist, wenn man staendig so tun muss, als wuerde man sich kaum kennen. Ihr wisst schon, wie ich das meine, oder? Denn wir wollen das jetzt nicht an die grosse Glocke haengen, denn ich weiss nicht, ob sich da manche nicht drueber mockieren wuerden. Vor allem, wenn vielleicht mal was nicht so laeuft wie es soll, dann wuerde das moeglicherweise darauf zurueckgefuehrt werden. Das muss ja nicht sein.
Nach der Schule haben Sarah und ich wie immer zusammen gegessen und anschliessend haben wir uns beide hingesetzt und unsere Washington-Berichte abgetippt. Das hat echt ewig gedauert, so dass ich gerade rechtzeitig damit fertig wurde, bis mein Nachhilfeschueler kam. Der war heute sowas von muede und demotiviert, aber da musste er wohl durch. Haben das Pensum ganz gut geschafft, was ich mir vorgenommen hatte und als er ging, hatte er doch ganz gute Laune.
Keine zwei Minuten nachdem er weg war, klingelte es wieder an der Tuere. Daniel stand davor. Haben erst mal ne Stunde lang Washingtonbilder geschaut und dann kamen Sarah und Vera auch schon wieder vom YMCA zurueck. Bereiteten gemeinsam das Abendessen zu, assen und anschliessend bin ich mit Daniel zusammen rueber ins andere Haus. Haben gelabert, “The Errand Boy” geschaut und dann … naja, geh mal nicht weiter ins Detail. Jedenfalls bin ich nimmer heim gegangen. Wink

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Oktoberfest und der geniale Trip nach Washington DC

Di Okt 10, 2006 8:16 pm


[ Stimmung: In Love ]

Freitag, 06. Oktober 2006

Bevor es heute gen Norden ging, hatten wir in der Schule noch jede Menge High-Life. Denn zum Einen standen die Bilder an, die der Fotograf von allen Kindern der Schule machte (und auch von uns „Lehrern“ – und wir mussten nicht mal was dafuer bezahlen) und dann natuerlich DAS grosse Fest: das Oktoberfest, wofuer wir schon seit Wochen die Lieder einstudiert haben. Ich musste mich, wie ich ja schon erzaehlt habe, in Kerstins altes Dirndl schmeissen, was bei vielen Kindern fuer Belustigung sorgte. Die Eltern und die anderen Lehrer hingegen fanden es „reizend“ und „suess“ und was weiss ich noch alles. Ich war froh, als ich es daheim wieder ausziehen konnte. Ansonsten hat aber alles reibungslos geklappt. Die Kinder haben schoen gesungen, die Eltern waren hellauf begeistert und das Essen war super. Hatten ja die Bratwuerste, die Alex und ich anbrieten, Sauerkraut, Kartoffelpuerree, Kartoffelsalat, Brezeln (die so gross waren, dass man locker von einer satt wurde, ohne von dem anderen Zeugs auch nur was angeruehrt zu haben), selbst gemachte Lebkuchen und Donuts. Es war wirklich toll.
Ich hab mich um halb eins dann aber doch verdrueckt, da ich daheim noch einiges zu erledigen hatte. Musste meine Tasche noch fertig packen, dann sowohl meine Sachen, als auch das Gepaeck der anderen ins Auto laden, die Kuehltasche packen, zu Blockbuster fahren und unser Video abgeben und dann um 2pm wieder zurueck zur Schule fahren, um Vera, Sarah, Alex und Daniel abzuholen.
Das hat alles perfekt geklappt und puenktlich um 2.45pm waren wir auch am Treffpunkt an der Uni. Tja. Wir waren puenktlich und alle anderen Studenten ebenfalls. Wer jedoch auf sich warten liess, war der Bus. Und zwar nicht nur ein paar Minuten, sondern geschlagene zwei Stunden. Das war vielleicht mal aergerlich. Haben uns echt aufgeregt, vor allem die zweite Schicht, die ja extra 1.5 Stunden frueher Schluss gemacht hatten.
Dann um 4.45pm ging es aber endlich los. Die Busfahrt war sehr ermuedent, nicht besonders interessant und somit hab ich eigentlich fast die ganze Zeit geschlafen. Daniel als Kopfstuetze war sehr angenehm. Wink Zwischendurch machten wir zwei Pausen – einmal eine etwas laengere, die wir zum Essen bei „Chick-Fil-A“ nutzen, die andere ne kurze Pinkelpause.
Um 0.45am kamen wir endlich in DC an, wo es regnete. Wir bekamen gleich unsere Zimmer, waren damit sehr zufrieden und schliefen innerhalb kuerzester Zeit ein.

Samstag, 7. Oktober 2006

Um 8.30am klingelte der Wecker. Wir assen unser leckeres mitgebrachtes Fruehstueck und waren dann puenktlich um 9.30am unten in der Lobby. Trafen uns alle zusammen als Gruppe, da Judy, unsere Reisefuehrerin, uns erst ein wenig mit der Gegend, in der sich unser Hotel befand, vertraut machen wollte. Das Hotel lag, wie sich ziemlich schnell herausstellte, super zentral. Direkt gegenueber vom Old Post Office, nur etwa 10 Minuten Fussweg vom Washington Monument entfernt. Direkt dorthin fuehrte uns Judy. An der Mall (nein, kein Kaufhaus, sondern der lange Grasabschnitt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Capitol) angekommen, wurde uns gesagt, welche Museen in welcher Richtung zu finden sind. Und da das Wetter auch heute alles andere als angenehm war, beschlossen wir, dass dies eine gute Gelegenheit fuer Museumsbesuche sei. Gingen zuerst alle gemeinsam zum United States Holocaust Memorial Museum. Dort mussten wir uns fuer Tickets anstellen. Diese waren fuer 11.15 Uhr ausgestellt, waren aber auch fuer einen Eintritt etwas spaeter gueltig. Somit beschlossen wir, uns zuerst andere Museen anzuschauen und uns um halb zwei wieder dort zu treffen. Da wir nicht alle dieselben Interessen teilten, trennten wir uns fuer die ersten paar Stunden. Alex, Sarah und Vera sahen sich im National Museum of Natural History um, waehrend ich mit Daniel ins National Air and Space Museum ging. Man muss dazu sagen, dass in Washington DC alle Museen umsonst sind. Das ist wirklich perfekt, da die fast alle wirklich total sehenswert sind. In anderen Staedten haette man da locker mal $10 hingeblaettert. Das National Air and Space Museum hat mich sehr stark an das Museum of Flight in Seattle und das Adler Planetarium in Chicago erinnert. Es gab dort einige Raeume mit Flugzeugen aus den beiden Weltkriegen, neuere Maschinen, einen Raum zur Geschichte der Entwicklung des Flugzeugs, viele Raeume, die sich mit dem Weltall, Space Shuttles, Raketen,… beschaeftigten und ganz zum Schluss waren wir noch in einem Exhibit, der mich an das Pacific Science Center erinnerte, da man dort Versuche zum Fliegen machen konnte. Perfekt fuer Kinder und auch fuer Erwachsene, die sich darin nicht so bewandert sind. Es macht einfach Spass, ein solches Thema auf so spielerische und exploratorische Weise kennen zu lernen. Das Museum hat sich echt gelohnt. Haben es leider nicht ganz durch geschafft in den drei Stunden.
Das Holocaust Museum war aber ebenfalls sehr interessant. Vor allem, wenn man mit den Hintergruenden vertraut ist. Auf vier Etagen wurde einem hier vor Augen gefuehrt, was fuer ein grausames Volk die Deutschen doch waren. Ja, ganz im Ernst, wenn man in dieses Museum als Deutscher reingeht, dann hat man spaetestens nach zehn Minuten ein schlechtes Gewissen. Ich bin mir nicht sicher, ob das intentioniert ist, aber uns ging es allen so – ganz unabhaengig voneinander. Dort wurden Bilder und Filme gezeigt, wie ich sie noch nie vorher gesehen habe. Weder in deutschen Holocaust Gedenkstaedten, noch im Geschichtsunterricht in der Schule. Diese Darstellung war teilweise so schockierend und schonungslos offen gelegt, dass man eine Gaensehaut bekommen konnte. Ich fand das Museum sehr interessant gemacht, jedoch, wie schon gesagt, wer sich vorher nicht mit der deutschen Geschichte und Deutschland heute auseinandergesetzt hat, der kann die Deutschen und auch Deutschland nicht mehr wirklich moegen. In diesem Museum beschaeftigt man sich einfach nur mit dem „damals“, wie sich Deutschland im Laufe der letzten 60 Jahre gewandelt hat, davon erfaehrt man leider nichts. Aber wie gesagt, ich fand es trotzdem sehr sehr spannend.
Um 4pm machten wir uns wieder auf den Rueckweg ins Hotel. Unterwegs kamen wir wieder am Old Post Office vorbei, wo wir einfach einmal reinschauten.
Dort drin gibt es ein paar Laeden und Imbissbuden und auch eine Aussichtsplattform, die abgesehen vom Washington Monument die hoechste in Washington DC ist. Dort hinauf gingen wir aber erst am naechsten Tag.
Bis um 5.15pm ruhten wir uns etwas aus. Dann trafen wir uns wieder alle zusammen unten in der Lobby. Am heutigen Abend stand eine Fahrt nach Georgetown auf dem Programm. Der Bus brachte uns in dieses Stadtviertel, welches direkt am Potomac River liegt. Dort wurden wir rausgeschmissen und uns selbst ueberlassen. Wir liefen einfach mal in Richtung Hauptstrasse, wo wir erst mal total perplex da standen. Kamen uns vor, als waeren wir durch eine wand gelaufen und stuenden nun mitten in Dublin. An einer Ecke spielte ein Mann im Schottenrock nen Dudelsack, die Haeuser sahen aus wie in Irland und die ganze Atmosphaere war einfach herrlich.
Fanden auch recht schnell ein niedliches Restaurant namens „Mr. Smith“. Innen war es super niedlich eingerichtet. Man kam sich vor, als saesse man mitten in einem schoenen grossen Garten. Und das Essen war auch sehr lecker. Anschliessend schlenderten wir noch durch eine Mall, Sarah und Vera kauften beim H&M ein, Alex beriet die beiden, Daniel und ich setzten uns davor auf eine Bank. Einkaufen kann ich einfach net leiden. Da stimmt mich glaub auch niemand mehr um. Wink
Die verbleibende Stunde verbrachten wir an der Uferpromenade des Potomac River. Bloedelten ein bisschen rum bis der Bus um 10pm wieder in Richtung Hotel abfuhr. Gingen dann auf unsere Zimmer, unterhielten uns dort noch ein ganzes Weilchen und irgendwann war auch dieser Tag zu Ende.

Sonntag, 8. Oktober 2006

Als wir heute die Augen oeffneten, wurden wir von wunderschoenen Sonnenstrahlen geweckt. Der Tag verhiess also jede Menge Gutes. Voller Tatendrang machten wir uns um kurz nach 10am auf den Weg.
Unser erstes Ziel war das Weisse Haus.
Kamen dabei am Treasury Building (Schatzkammer) vorbei. Vor dem Weissen Haus machten wir natuerlich jede Menge Bilder und fanden ausserdem heraus, weshalb heute fast alle Fahnen auf Halbmast hingen. Das liegt wohl an einem Gedenktag fuer die Feuerwehrmaenner. Die Amis gedenken ja eh jeden Tag irgendwas anderen, eigentlich koennten sie ihre Fahnen immer auf halber Hoehe haengen lassen, aber dann bekaemen die „Fahnenhisser“ wohl nicht genuegend Exercise. Wink Am Weissen Haus vorbei kamen wir zum Old Executive Office Building, ebenfalls ein sehr imposanter Bau. Da drum rum gelangten wir auf die Vorderseite des Weissen Hauses. Hab dort zufaellig ein derzeitges deutsches Au pair kennen gelernt, die mit ihren Kindern dort war. Irgendwie erkennt man Au pairs auf 100m Entfernung.
Wir liefen nun die 15th Street runter zum Washington Monument, welches wir heute auch endlich mal fotografierten, nachdem sich die Wolken fast vollstaendig aufgeloest hatten.
Daran vorbei ging es weiter zu einem der groessten Denkmaeler Washingtons – das National World War II Memorial. Das gibt es erst seit 2004, so dass es fuer mich ebenfalls ganz neu war. Aber es ist wirklich ein sehr schoenes Denkmal. Es besteht aus den beiden Kriegsschauplaetzen – dem Atlantik und dem Pazifik und 56 einzelnen Pfeilern, wobei jeder einzelne fuer einen Staat bzw. Territorium der USA steht. In der Mitte befindet sich der Rainbow Pool mit vielen kleinen Springbrunnen.
Von diesem Denkmal aus laeuft man entlang des Reflection Pools (der diesmal gefuellt war!!!) direkt auf das Lincoln Memorial zu.
Das Lincoln Memorial ist einer der Anziehungspunkte fuer Touristen. Mit seinen 36 dorischen Saeulen (die fuer die 36 Staaten stehen, die es bis zu Lincolns Tod in Amerika gab) ist es ein beachtlicher Bau. Vor diesem Memorial hielt Martin Luther King Jr. uebrigens seine weltberuehmte Rede „I Have A Dream“.
Wir machten nun einen kleinen Schlenker nach Norden zum Vietnam Veterans Memorial. Dieses Memorial ist eines der schlichtesten, die ich je gesehen habe. Es besteht aus zwei schwarzen, ziemlich langen Platten, die in einem 125 Grad Winkel in die Erde eingelassen sind. Das eine Ende zeigt auf das Lincoln Memorial, das andere auf das Washington Monument. Auf den Platten stehen die 1421 Namen von denen, die zwischen 1959 und 1975 in Vietnam ihr Leben gelassen haben.
Auf der Suedseite des Lincoln Memorials befindet sich das Korean War Veterans Memorial. Das hat mir persoenlich nicht so besonders gut gefallen. Das Memorial besteht aus 19 Stahlsoldaten, die in Ponchos gekleidet auf die amerikanische Flagge zulaufen. Neben den Figuren gibt es wieder eine schwarze Wand, in die 2400 Gesichter von Kriegsveteranen eingemeisselt sind.
Am Georgetown Channel vorbei liefen wir nun zum Jefferson Memorial. Dieses neoklassische Denkmal ist dem dritten Praesidenten der Vereinigten Staaten gewidmet, der eine bedeutende Rolle in Entwicklung der Unabhaengigkeitserklaerung spielte. Jeffersons Statue steht in der Hall und ist beachtliche 6m hoch. Sie ist die zweithoechste Statue in Washington DC. Denn per Gesetz darf keine Statue groesser sein, als die Statue of Freedom, die 6 inches groesser ist als Jefferson.
Nachdem wir dort vorbei waren, liefen wir auf direktem Weg zurueck zum Old Post Office. Unsere Beine und Fuesse schmerzten vom stundenlangen umherlaufen und wir wollten nichts lieber, als einfach nur aufs Bett zu liegen und ein Weilchen auszuruhen. Aber da das Wetter heute richtig schoen war, beschlossen wir, die Aussicht vom Old Post Office Tower zu geniessen.
In 82m Hoehe hat man eine schoene Sicht auf Washington DC. Die Denkmaeler der Mall erstrecken sich auf der einen Seite, waehrend man in der anderen Richtung die Daecher der anderen Stadtteile sieht. Vor allem die vielen niedlichen Dachterrassen haben meinen Blick auf sich gezogen.
Wieder zurueck im Hotel bin ich doch glatt eingeschlafen. Jedoch trafen wir uns um halb sieben wieder, da wir den Sonnenuntergang vor dem Reflection Pool unbedingt sehen wollten. Der versprach naemlich schoen zu werden. Gesagt getan, wir spurteten rueber, da war es jedoch schon fast zu spaet. Haben die tolle Atmosphaere jedoch trotzdem genossen und jede Menge Bilder gemacht. Vor allem die anderen mit ihrer Sonnenuntergangseinstellung haben da ein paar huebsche hinbekommen.
Mittlerweile hatten wir alle einen Baerenhunger. Wollten eigentlich im Hard Rock Cafe essen gehen, dort war aber alles voll. Haben uns also einfach in so ein mexikanisches Fast Food Restaurant gesetzt, wo es wirklich lecker war. Danach goennten Sarah, Daniel und ich uns ein Eis, von dessen Groesse mir so was von schlecht wurde, davon macht ihr euch kein Bild. Noch mindestens zwei Stunden danach tat mir der Bauch weh. Aber egal. Zurueck im Hotel bin ich noch ein Weilchen rueber zu den Jungs. Da die aber Football schauten, hab ich ein kleines Nickerchen gehalten, bevor ich nach einer Runde Sudoku in mein Zimmer abgezwitschert bin.

Montag, 9. Oktober 2006

Der letzte Tag in Washington DC sollte natuerlich auch noch einmal richtig genutzt werden. Standen relativ frueh auf, da wir unsere Zimmer zeitig raeumen und die Taschen in einem separaten Raum unterstellen mussten. Um halb neun machten wir uns zu sechst (eine der Begleitpersonen hat sich uns angeschlossen) auf den Weg zum Capitol.
Nach etwa einer halben Stunde kamen wir dort an, wo wir uns erst wieder in die lange Ticketschlange einreihen mussten. Bekamen Tickets fuer die Tour um 10.50am. da wir also noch knapp ne Stunde Zeit hatten, beschlossen wir, diese auch zu nutzen. Sarah und Vera gingen in den Botanischen Garten, waehrend wir anderen in die Library of Congress wollten.
Tja, dumm das Columbus Day war, sprich, die Library of Congress hatte nicht geoeffnet. War sehr schade, aber wir liessen uns davon nicht verdriessen. Drehten eine kleine Runde um das Capitol, wobei wir am Supreme Court (Oberster Gerichtshof) vorbeikamen.
Ausserdem machten wir ein kleines Photoshooting vor dem Capitol und schwups die wups war die Zeit auch schon rum.
Uns wurden die Rotunda (die Kuppel des Domes mit seinem Fresko von Brumidi) gezeigt und auch die National Statuary Hall. Dort stehen die Statuen, die jeder einzelne Staat schicken kann. Und zwar darf jeder Staat Statuen von zwei Personen schicken, die auf irgendeine Art und Weise etwas Tolles geleistet hat. Diese Person muss aber schon tot sein. Ansonsten gab es da noch einen Raum, der den Bau des Capitols veranschaulicht. Ansonsten war dort jetzt nicht so wahnsinnig viel zu sehen. Von aussen hat mir das Capitol bedeutend besser gefallen.
Gegen 12pm waren wir wieder draussen und langsam aber sicher packte uns wieder der Hunger. Entschlossen uns dazu, bei der Union Station etwas essen zu gehen. Die Union Station war einmal die Hauptverkehrsknotenpunkt in Washington DC. Mittlerweile verkehren zwar noch immer jede Menge Zuege von hier, jedoch fliegt man heute eher, als dass man die beschwerliche Fahrt mit dem Amtrak auf sich nimmt. Dieser riesige und architektonisch wunderschoene Bahnhof ist jedoch weiterhin Anziehungspunkt fuer Touristen. Es gibt dort einen riesigen Food Court, wo auch wir Rast machten, um unsere hungrigen Maeuler zu stopfen.
Danach trennten sich unsere Wege wieder. Sarah und Vera beschlossen, eine kleine Shopping Tour zu unternehmen. Wir anderen drei machten uns mit der Metro auf den Weg zum Arlington National Cemetery. Wir stiegen jedoch schon eine Station eher aus, da wir auf dem Weg die Iwo Jima Statue (US Marine Corps Memorial) mitnehmen wollten. Dieses Denkmal ist denjenigen gewidmet, die im Krieg gegen Japan gekaempft haben.
Nun ging es auf die letzte Runde zum Arlington National Cemetery. Hier liegen nicht nur etwa 270 000 Kriegsveteranen und ihre Familien begraben, sondern auch John F. Kennedy, seine Familie und sein Bruder. Ausserdem befindet sich hier auch „The Tomb of the Unknown Soldier“. Dieses Grab steht fuer all diejenigen, die im Zuge eines Krieges gestorben sind und niemals eine wuerdige Beerdigung erfahren haben. Vor diesem Grab wird zu jeder vollen Stunde ein Wachwechsel vollzogen, der Heerscharen von Touristen zu sich zieht. Diesem Zeremoniell kann man nur stehend beiwohnen und gesprochen werden darf ebenfalls nicht. Es war auf jeden Fall sehr interessant, das einmal erlebt zu haben.
Der Friedhof an sich ist natuerlich riesig und die vielen weissen Grabsteine geben einem natuerlich zu denken.
Als wir jedenfalls um 4pm die Metro zurueck zum Hotel nahmen, waren wir drei mehr als platt. Die Hitze des Tages und die vielen Stunden auf den Beinen haben uns schon sehr zugesetzt. Wir dachten, wir koennten dafuer im Bus auf der Heimfahrt gut schlafen, jedoch haben wir uns da etwas getaeuscht. Fuhren von 5.30pm bis kurz nach 1am mit zwei kleinen Stopps durch nach Charlotte, aber mehr als 30 Minuten hab ich sicher nicht geschlafen. Abgesehen von ein bisschen Doesen war nix drin.
Bis wir letztendlich um kurz vor 2am entgueltig daheim waren, war ich so k.o., dass ich nicht wusste, wie ich den naechsten Tag ueberstehen sollte. Der Trip nach Washington DC war aber unvergesslich. Es hat total viel Spass gemacht, die Stadt war herrlich, vor allem durch das gute Wetter, die Architektur und das ganze Drumherum machen die Stadt einfach zu etwas Einmaligem in den USA. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich da noch mal hingefahren bin.

Und was dem Ganzen natuerlich noch die Krone aufsetzt: Fuer all diejenigen, die es bis jetzt noch nicht wussten: Daniel und ich sind nun fest zusammen.

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Die Frau am Herd

Do Okt 05, 2006 8:11 pm


[ Stimmung: Cool ]

Kochtag!

Und wieder ist die Woche so gut wie rum. Man glaubt es kaum. Heute in der Schule war wieder jede Menge “Ungewoehnliches” angesagt. Und zwar haben wir wieder keine Literacy Centers gemacht, sondern unsere Chicken und Raupen gebastelt. Aber darum geht es jetzt primaer mal gar nicht, denn, viel toller, wir hatten genau zu der Zeit, als Kerstin mal kurz nicht da war, einen Intruder. Und zwar einen wirklich ekelhaften. Dabei handelte es sich um ein etwa 7cm langes und 3cm breites Krabbelwesen mit aeusserst langen Antennen, welches sich in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durchs Klassenzimmer bewegt hat. Gluecklicherweise war ich die erste, die unseren Besucher entdeckte, denn unter den Kindern haette da schon leicht eine Massenpanik ausbrechen koennen. Nee, mal Ernst. Hab ploetzlich aus dem Augenwinkel etwas ueber den Boden laufen sehen und mir sofort gedacht: “Bleib ganz ruhig, wenn du jetzt nix sagst, bekommen die Kinder das vielleicht gar nicht mit.” Bin dann also erstmal in aller Seelenruhe durchs Klassenzimmer gelaufen, um einen etwas groesseren Gegenstand zu suchen, in dem ich die Monsterkakerlake einsperren konnte. Wurde auch fuendig, als ich jedoch zurueck kam, war das Ding davongelaufen. Hab sie aber relativ fix gefunden und die Kids hatten noch immer nix mitbekommen. Erst, als ich die (durchsichtige) Box ueber die Kaki gestuelpt hatten, wurden die ersten Kinder aufmerksam. Und da das Teil ja nun sozusagen bewegungsunfaehig war, sind die natuerlich alle hin gestuermt und wollten unser neues “Classroom Pet” begutachten. Entgueltig entsorgt hat sie allerdings keiner von uns, dafuer haben wir den Security Officer geholt. Echt mal, so ein ekelhaftes Teil hab ich bisher noch net gesehen. Unsere hier waren immer ein ganzes Stueck kleiner, wenn auch genauso wenig appetitlich. Smile
Nach dem Lunch duften die Kiddies auch nicht in ihre normalen Centers, sondern mussten Schwerstarbeit leisten. Fuer unser Oktoberfest morgen mussten naemlich jede Menge Stuehle vom Multi-Purpose-Room ins Klassenzimmer getragen werden. Somit waren sie bis zum Special super beschaeftigt. Smile Waehrend die Kids weg waren, haben Kerstin und ich das Klassenzimmer wieder in kindertauglichen Zustand zurueckversetzt und danach war nur noch Quiet Time angesagt, in der ich die Raupen vom Vormittag aufgehaengt habe.
Als ich mittags heim kam, wurde gleich gegessen, ich bin dann fuer ein Weilchen an den PC, um mit meinem Bruederchen zu chatten. Danach gings rueber zum Harris Teeter, weil ich noch ein paar Zutaten fuer meinen leckeren Makkaroni-Hackfleischbaellchen-Auflauf brauchte. Den hab ich gleich im Anschluss soweit fertig gemacht, dass er nur noch in den Ofen geschoben werden musste.
Um halb sechs kam nun die Kerstin vorbei – bewaffnet mit 80 Bratwuersten. Haben die ins Wasser geschmissen und dann beim Kochen zugesehen. Nebenher ein bisschen spazieren gegangen, uns unterhalten,… die Zeit verging wieder wie im Fluge. Nach etwas ueber einer Stunde waren die Wuerste fertig abgekocht im Kuehlschrank verstaut und Kerstin wieder auf dem Heimweg. Bald darauf kamen Sarah und Vera aus dem YMCA zurueck und wir konnten essen. Das war echt lecker und somit stopften wir uns gut voll.
Um halb neun gingen wir rueber zu den anderen, wo Sarah, Daniel und Alex Poker spielten, waehrend ich zuschaute und Florida Reisefuehrer studierte. Haben auch noch ein bisschen Fussball im Haus gespielt und kurz mal in Daniels Life Aid DVD’s geguckt. Um 11pm sind wir dann aber doch rueber, da ich jetzt noch fuer Washington DC packen und morgen sehr frueh raus muss. Ich werde mich vor Dienstag wohl nicht mehr melden, dann aber sicher nach und nach von unserem hoffentlich genialen Trip in die Hauptstadt berichten. Dann gibts auch wieder jede Menge Bilder zu begutachten. Also denne, euch allein ein schoenes Wochenende und vergesst mich in der Zwischenzeit nicht! Wink

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Lommeltag

Mi Okt 04, 2006 8:10 pm


[ Stimmung: Sleepy ]

Mittwoch, 04. Oktober 2006

Heute fiel es mir irgendwie wieder sehr schwer, aufzustehen. Bin zwar relativ frueh ins Bett gegangen, aber war trotzdem noch sehr muede. Naja, egal!
In der Schule haben wir heute jedenfalls mal ein paar Dinge anders gemacht als sonst. Haben die Literacy Centers gecancelled, denn wir mussten ganz dringend die Kostueme fuer das Oktoberfest am Freitag basteln. Die Jungs haben gruene Huete gebastelt, dann verziert und am Ende haben wir da noch ne Feder reingesteckt. Die Maedels bekamen so ein Guertelband, welches sie ebenfalls verzieren durften. Daran kommt nun noch ein Seidenpapier, so dass sie letztendlich eine Schuerze haben. Ach ja, und einen wunderhuebschen Kuerbis haben wir nun auch im Klassenzimmer stehen. Der wurde auf den Namen “Friedolin” getauft. Suess, nicht wahr?
Da der Alex heute seinen Sick Day genommen hat und mittags nicht kam, musste ich heute waehrend der Lunch Duty im Klassenzimmer bleiben. Es mussten naemlich noch ziemlich viele Dinge erledigt werden. Kerstin hat zum Beispiel alle Kinder fotografiert. Ich hab die Bilder dann ausgeschnitten und auf so Sterne geklebt, die dann wiederum draussen vor dem Klassenzimmer befestigt wurden. Sieht richtig huebsch aus und uns fiel mal wieder auf, wie goldig doch die meisten unserer Kiddies sind.
Daheim haben wir wie immer gleich gegessen und anschliessend hat meine Mama angerufen. Nachdem wir zu Ende gequatscht hatten, hab ich mich an den PC gesetzt, ein bisschen was im Internet recherchiert und bald darauf musste ich mich auch schon fuer Ben, meinen Nachhilfeschueler vorbereiten. Als der dann kam, hat er erst ewig rumgekaspert. Echt schlimm. Ist dauernd vom Stuhl gefallen, hat sich unter dem Tisch versteckt, … Naja. Hab dem dann erzaehlt, dass er gerne laenger bleiben kann, wenn er will und dann ging es ploetzlich. Er ist ja eigentlich schon ganz niedlich, nur eben ein bisschen snobby. Aber ich glaub ja, dass es ihm hier sehr viel Spass macht, und das ist die Hauptsache.
Bin um 6pm gleich rueber zum Tennisplatz, wo Daniel schon auf mich gewartet hat. Aber irgendwie war heut der Wurm drin. Hatte nur Pudding in den Armen und hab den groessten Schrott seit Jahren zusammen gespielt. Hab dann nach ner Stunde gemeint, ob er mir nicht mal zeigen kann, wie man Aufschlaege macht und das hat dann auch viel Spass gemacht und ab und zu kam der Ball sogar ins richtige Feld. Wink
Kam dann zeitgleich mit Vera und Sarah daheim an, die beide im Fitnessstudio waren. Haben gleich gegessen (Brot, Salat und Ruehrei) und anschliessend hab ich nur darauf gewartet, dass es 9pm wird und der Daniel vorbeikommt. Er kam, hat seine Festplatte mitgebracht und somit setzten wir uns vor meinen Laptop und schauten Bilder an. Danach wollte ich mir einige seiner mp3′s rueberkopieren, aber nachdem wir fast ne Stunde damit beschaeftigt waren, hat mein Laptop einfach wieder beschlossen, seinen Dienst zu verweigern. Genau wie beim letzten Absturz, einfach von jetzt auf gleich. Ich sags euch, das Teil regt mich sowas von dermassen auf, das koennt ihr euch net vorstellen. Zum Glueck hab ich alle meine August/September-Bilder schon auf CD gebrannt gehabt. Man waer das aergerlich gewesen. Aber so war eben nur stundenlange Arbeit fuer die Katz und meinen Fragebogen fuer die didaktische Studie kann ich auch nochmal schreiben. Ich muss mir jetzt echt ueberlegen, ob ich das Teil nochmal von vorne starten soll. Hab echt keine Lust, staendig alle Daten zu verlieren und extra Arbeit damit zu haben.
Egal, nachdem ich mich damit abgefunden hatte, haben Daniel und ich einfach noch ewig gequatscht und naja, ich glaub ich hab ihn ein bisschen irritiert, durch mein staendiges Grinsen. Aber immer, wenn er da ist, kann ich net anders. Wink Es war jedenfalls wirklich wieder super schoen, aber um halb eins hab ich ihn doch wieder rauswerfen muessen. Smile

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Sub(stitute)

Di Okt 03, 2006 8:08 pm


[ Stimmung: Happy ]

03. Oktober 2006

So, da bin ich wieder. Der Morgen in der Schule verlief wie immer, jedoch bin ich heute bis zum Ende geblieben, da Kerstin mittags einen Arzttermin hatte und ich fuer sie einspringen musste. Das ist sehr toll, denn fuer jeden halben Tag als “Sub” bekommt man $66 bar auf die Hand. Das laesst sich doch sehen, oder? Und so sonderlich viel passiert mittags ja auch nicht. Aber immerhin hab ich das jetzt mal mitbekommen. Kann euch ja ein wenig vom Tagesablauf mittags berichten. Nachdem die Kids von ihrer Quiet Time aufstehen und Snack essen, kommen sie auf den Teppich und Mathe beginnt. Alex hat die Stunde uebernommen, da er ja da schon drin ist und sich auch mit Kerstin abgesprochen hatte. Somit konnte ich beobachten, wie gut die einzelnen Kinder die deutschen Zahlen, Formen (Rechteck, Dreieck, Sechseck, Kreis,…) und Farben koennen. Das alles wird naemlich im Matheunterricht vermittelt. Ausserdem wurden heute Praepositionen eingefuehrt. Die Kinder lernten nun erst an Hand eines kleines Laemmchens, welches in einer Box lebt, die Vokabeln “unter”, “ueber”, “auf”, “in”, “vor”, “hinter”, “neben”, “drueber”, “drunter”,… Anschliessend musste jedes Kind zeigen, ob es die Woerter schon versteht. Alex schickte die Kleinen also unter den Tischen durch, stellte sie hinter mich, vor die Tuer, liess sie uebereinander huepfen,… sehr lustig. Zum Abschluss gab es dafuer auch noch zwei Seiten im Mathebuch, aber das erschien mir fuer einige Kinder noch sehr schwierig.
Danach wurden die Farmtiere weiter behandelt. Und zwar durften die Kinder heute kleine Huehnchen anmalen, die sie in den naechsten Tagen ausschneiden und dann zu den Schweinchen, Schaefchen und Enten vor die Tuere haengen. So verging die Zeit jedenfalls wahnsinnig schnell. Bis alle nochmal auf Toilette gegangen waren, kam Kerstin auch schon zurueck. Nun gingen wir nochmal fuer eine halbe Stunde raus auf den Spielplatz und schwups war es halb drei – Zeit zum Verabschieden. Die Kinder bekamen ihre Folders, wurden dann in Car- und Busriders aufgeteilt und ich hab die Carrider mit nach draussen zum Carpool genommen, waehrend Alex die Busriders auf den Bus Lot fuehrte. Hab alle gut versorgt und bin dann rueber zum Alex, um mir das Busridersystem auch mal anzuschauen. Schon sehr interessant.
Kamen gegen 3.45pm daheim an, ich hab mir ne klitzekleine Kleinigkeit zu essen gemacht und hab dann an die 2.5 Stunden vor dem PC verbracht – mit meinem Bruder, meiner Hostmum und einem guten Freund gechattet. Das musste einfach mal wieder sein.
Um 7pm assen wir drei zu Abend. Vera hat leckeren Reis mit Gemuese gemacht und zum Nachtisch ass ich mein obligatorisches Eis. Die meinen hier ja alle tatsaechlich, dass ich die 5l-Packung nicht bis Freitag schaffe, aber klaro, das ist ueberhaupt kein Problem. Eis passt bekanntlich immer und von daher ist der Eimer am Freitagmittag leer. Smile
Um Viertel vor acht kam Daniel wieder rueber. Haben zusammen die “Gilmore Girls” geschaut und danach noch einen Teil von “Veronika Mars”, aber das ist irgendwie ne merkwuerdige Serie. Nix fuer uns jedenfalls. Danach haben wir wieder ewig lang gequatscht, aber um halb zwoelf hab ich ihn dann doch rausgeschmissen. Man muss ja schliesslich auch mal etwas mehr als fuenf Stunden schlafen, nicht wahr? Aber schoen wars auf alle Faelle wieder.

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Teacher Workday

Mo Okt 02, 2006 8:07 pm


[ Stimmung: Happy ]

Montag, 02. Oktober 2006

Nachdem ich die Nacht ueber wieder gar nicht schlafen konnte, hab ich mir diesmal gedacht, ich lieg nicht nur dumm im Bett rum und starr die Decke an, sondern hab mal meine Playstation ausprobiert. Und siehe da, ziemlich schnell waren ein paar Stuendchen rum. Gegen 4am bin ich mal eingedoest, nur um von meinem nervigen Wecker um halb sieben wieder geweckt zu werden.
Aber das war heute nicht so schlimm, denn in der Schule lief nicht viel. Heute war Teacher Workday, was so viel heisst, wie dass keine Kinder da waren. Und da auch Kerstin einen Arzttermin hatte, sind Alex und ich alleine hingegangen. Kerstin hatte uns ein paar Arbeiten gesagt, die zu erledigen waren. Mussten die Tische abputzen (waren voll klebrig), die Leseecke in Ordnung bringen, Malfarbenbecher ausspuelen, ein paar Dinge kopieren und dann noch uebersetzen. Da das aber alles ziemlich fix erledigt war, haben wir den Rest der Zeit damit verbracht fruehstuecken zu gehen (ein paar Mittelschullehrer haben ein Fruehstueck fuer umsonst organisiert – war sehr lecker!) und dann am Computer einen “Bubbles-Contest” auszutragen, bei dem ich nun leider fuenf Coladosen verspielt habe. Dumm gelaufen, sag ich da bloss. Smile
So verging der Vormittag ziemlich schnell. Daheim angekommen haben wir schnell zu Mittag gegessen und gleich danach sind Sarah und ich ins YMCA gefahren. Mussten den Wochenendspeck abtrainieren. Hab mein uebliches Programm durchgezogen und um 4pm waren wir wieder daheim. Nun stand die Orientation fuer unseren Washington DC Trip an. Mussten also zur Uni und dadurch, dass Alex noch zur Post musste und ewig brauchte und wir uns dann auch noch verfahren haben (ja, wir sind den Weg schon zig mal gefahren, nur diesmal ueber die Autobahn und das war net ganz so einfach), kamen wir mit 35 Minuten Verspaetung da an. Das war vielleicht mal peinlich, aber immerhin haben wir alle wichtigen Infos mitgenommen, schon mal ein paar der anderen etwa 40 Teilnehmer getroffen und uns fuer die Zimmer eingeteilt. Da sind schon ein paar komische Hanseln gewesen. Der eine z.B. hat doch tatsaechlich gefragt, ob er ne eigene Zahnbuerste mitnehmen muss. Und ein weiterer wollte wissen, ob es in dem Hotel laut werden kann. Was sind das denn bitte fuer Fragen??
Egal, kamen jedenfalls so gegen 7pm wieder daheim an, haben uns nen leckeren Salat gemacht und kurz darauf kam Daniel vorbei. Wir wollten ne Runde Playstation spielen und daraus wurden dann doch einige Stunden. War voll witzig. Haben noch Bilder angeschaut und dann ewig gelabert. War wirklich ein schoener Abend. Erst um 1am hab ich den Weg in mein Bett gefunden. Und diesmal konnte ich sogar mal wieder schlafen. *freu*

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Turkey-Essen bei Kerstin

Mo Okt 02, 2006 4:48 am


[ Stimmung: Amused ]

Herzlich willkommen im Oktober!!!!

So, ich will euch jetzt mal nicht auf die Folter spannen, deshalb sag ich es gleich zu Anfang: Ich hab heute tatsaechlich von 3.30am bis 8.30am DURCHGESCHLAFEN!!! Und damit nicht genug. Ich bin dann sogar nochmal eingeschlafen und bin erst um 12 noon wieder aufgewacht!! So sollte das sein, genau so bin ich es von daheim gewoehnt. Sonntags schlafen bis in die Puppen. Mensch ist das ein schoenes Gefuehl gewesen. Vor allem, weil ich heute eh nix zu tun hatte und sonst den ganzen Morgen bzw. Mittag nur totgesessen haette.
Somit hab ich mir ein herzhaftes Fruehstueck bestehend aus Ruehreiern, zwei Toasts, einer Banane und noch ner Schuessel Cereal gemacht. Danach hab ich mich mal haushaelterischen Taetigkeiten gewidmet, die da waren Waesche zusammenlegen, staubsaugen und mein Zimmer ein bisschen aufraeumen. Und da ich dann noch immer ewig viel Zeit hatte, hab ich mir mal wieder mein Buch geschnappt und da drin einige Kapitel gelesen.
Um halb fuenf ging ich rueber zu den anderen, da wir vier bei der Kerstin zum Essen eingeladen waren. Dort angekommen waren auch Henry und Suna da, Francine und ihr Mann, der Kai (ein Blockpraktikant), der Bernd Nuss (der Lehrer von der Vera) und noch ein paar andere Leute. Es war also schon ne etwas groessere Party. Das Essen war mit Abstand das beste am ganzen Abend. Es gab total leckeren Turkey, Ham, Bohnen, Mac’n Cheese, Stuffing, Gravy und Preiselbeersosse. Zum Nachtisch dann noch irre guten Kuchen. Ich war jedenfalls mehr als satt danach. Lagen dann im Wohnzimmer, wo die so urgemuetliche Massagesessel haben. Meiner ging zwar nicht, aber bequem war er trotzdem. Haben da ewig gelabert, waehrend die anderen Gaeste draussen auf der Terasse sassen. Kurz bevor wir wieder nach Hause fahren wollten, hat Kerstin fuer mich und Alex Kostueme fuers upcoming Oktoberfest ausgepackt. Alex bekam richtig fesche Lederhosen und so nen Tirolerhut verpasst, waehrend ich in Kerstins Kinderdirndl gesteckt wurde. Mussten die Klamotten natuerlich auch praesentieren, was fuer einige Lacher sorgte. Ich freu mich ja schon maechtig auf Freitag, wenn wir in dieser Montur vor den Eltern und Schuelern auftreten muessen. Smile
So gegen 8.45pm fuhren wir wieder heim, voll beladen mit leftovers. Sarah und Vera schauten gerade “Walk the Line”, ich gesellte mich dazu und jetzt geh ich gleich mal wieder ins Bett. Glaub zwar nicht, dass ich schon wieder schlafen kann, aber ein Versuch ist es wert. Wenn’s net klappt, dann ruf ich einfach mal die Sleepless in Charlotte Hotline an. *wink to Daniel*

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Wild Wings und Grand Central

Mo Okt 02, 2006 4:45 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Ein langer Tag

Irgendwie faellt es mir immer schwer, einen Tag zu rekonstruieren, wenn ich ihn erst am naechsten Morgen schreibe. Aber gut, ich wird es mal versuchen.
Meinen letzten Morgen in der Cafeteria hab ich gut rumgebracht. Bin da ja immer zusammen mit einer anderen deutschen Mutter und die hat mir nun heute angeboten, am Montag Brezeln vom deutschen Baecker mitzubringen, die wir dann eingefrieren koennen. Ist das nicht super lieb von der? Ist zwar nicht ganz billig, aber das stoert mich nicht. Ich freu mich schon jetzt total, endlich wieder richtige Laugenbrezeln zu essen.
Die Kinder waren heute ganz ok. Angefangen haben wir wieder damit, dass sie ihren Test schreiben mussten. Das nahm schon einige Zeit in Anspruch. Im Anschluss gingen sie in ihre Literacy Centers. Kerstin und ich haben diese Woche gewechselt. Sie hat mit der Lesegruppe gelesen, waehrend ich mit der mini-LÜK-Gruppe gearbeitet habe. Das macht mir immer super viel Spass und somit rannte die Zeit nur so dahin.
Schon waren wir beim Lunch, kurz darauf wieder im Klassenzimmer, Lunch Duty und schwups die wups war der Tag rum. Haben im Klassenzimmer ein wenig umgeraeumt und dabei eine Tee-/Kaffeemaschine entdeckt. Ich hab wollte einen Tee haben, waehrend Alex einen Kaffee „bestellte“. Tja, und waehrend ich mal nicht hinschaute, hat Alex in seinen Kaffee so viel Haselnusscreme gemacht, dass es ihm nicht mehr schmeckte, drueckte mir den Becher in die Hand und ich hab doch tatsaechlich gedacht, es handele sch hierbei um meinen Tee. *oops* Naja, egal, es hat eigentlich ganz gut geschmeckt und das Koffein konnte ich gebrauchen, da ich auch die letzte Nacht wieder kaum geschlafen habe. Ich glaube mittlerweile wirklich, dass ich mir mal irgendwo ein paar Baldriankapseln kaufen muss, denn arg lang mach ich das nimmer mit. Irgendwann muss man doch mal schlafen. Hilfee!!! Mama, kennst du da nicht ein Rezept?
Sind dann noch schnell beim ALDI vorbei, unseren leeren Kuehlschrank auffuellen und daheim ueberraschte uns Steffen damit, dass er schon fertige Spaghetti Bolognese auf dem Tisch stehen hatte. Das ist vielleicht ein Service. Schade, dass er morgen schon wieder nach Hause fliegt.
Ich hab mich nun gleich ins Bett gelegt und versucht zu schlafen. But no way. Wieder nur gedoest, mich von einer Seite zur anderen gewaelzt und viel zu viele unnoetige Gedanken im Kopf gehabt. Somit war ich auch um halb fuenf noch total muede, als Sarah, Steffen, Alex, Daniel und ich zum Footballspielen aufgebrochen sind. Fuhren wieder zum Marion Diehl Field, wo wir auch schon beim letzten Mal gespielt hatten. War sehr spassig, auch wenn ich mir einen Muskel im Oberschenkel gezerrt hab, der anfangs ziemlich schmerzte. Aber ich bin ja hart im Nehmen, somit bin ich anschliessend trotzdem mit ins Fitnessstudio. Mussten Vera zwar noch abholen, aber dann gings los. Bin eine halbe Stunde Rad gefahren und dann direkt ins Schwimmbad rueber, wo ich nach langer Zeit wieder 50 Bahnen geschwommen bin. Vera kam am Schluss auch dazu und gemeinsam beschlossen wir, mal die lustige Rutschbahn auszuprobieren. War wirklich lustig. Danach zum Ausklang wieder ins Dampfbad und schon war auch dieser Besuch im YMCA zu Ende. Die Dame am Empfang fand es ja ganz toll, dass wir heute alle zusammen da waren. Ueberhaupt freut die sich immer, uns zu sehen.
Waren gegen 8pm daheim, haben uns schnell fuer den Abend umgezogen und gestylt und schon waren wir sechs wieder auf dem Weg. Diesmal gings in Wild Wings Cafe. Dort waren wir ja an unserem ersten Abend mit Henry und Steffen wollten wir dieses tolle Erlebnis nicht vorenthalten. Bestellten uns gemeinsam 50 Wings, zwei Korbe Kaesepommes, jeder einen Salat und die anderen becherten noch ein paar Bier und anderes Zeugs.
Somit waren Vera und Sarah wieder gut dabei, als wir gegen 11.30pm im „Grand Central“ in Uptown ankamen. Das war derselbe Club wie schon beim letzten Mal. Es war auch diesmal nicht schlecht, aber wie es halt so ist, einen so genialen Abend wie beim letzten Mal kann man einfach nicht toppen. Ich war anfangs ziemlich muede, in Gedanken verunken und sass einfach nur rm, nach ner Weile kam das Leben aber zurueck in meine Glieder und ich huepfte mit den anderen wieder um die Wette. *grins*
Als wir den Club um kurz vor 2am verliessen, war vor allem Sarah wieder ziemlich voll. Aber nichtsdestotrotz gingen wir alle zusammen noch zu den anderen rueber. Sarah und Vera assen Schokoeis, ich lag auf dem Sessel und versuchte, meine mueden Augen offen zu halten. En paar Minuten spaeter entschlossen sich Sarah, Steffen und Vera, rueber und ins Bett zu gehen. Ich blieb noch drueben, da Daniel mir ne „Gute-Nacht-Geschichte“ vorlesen wollte, damit ich endlich mal schlafe. *hihi* Hat sogar geklappt. Nach etwa zwei Kapiteln war ich weg und wachte erst 1.5 Stunden spaeter wieder auf. Bin dann nur noch nach Hause gewankt und dachte, ich koennte da gleich weiterschlafen, weil ich echt total kaputt war. Aber nein, so bald ich im Bett lag war es vorbei. Ich hab zwanzig Minuten geschlafen, bin wieder aufgewacht, hatte einen super trockenen Mund und bin dann runter gegangen um mir ein Wasser zu holen. Hab wieder zwanzig Minuten geschlafen und war wieder wach. Hab mir den Tommy geholt und wieder versucht zu schlafen. Bin dann echt alle Viertelstunde mit einem so trockenen Mund aufgewacht, hab staendig was getrunken, bin dann dementsprechend oft aufs Klo und ach, die Nacht war einfach wieder zum K…. Ich will einfach nur mal wieder richtig lange schlafen, ohne Unterbrechung, ohne staendiges Nachdenken ueber Dinge, die ich eh nicht aendern kann. *seufz*

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International Festival

So Okt 01, 2006 4:47 am


[ Stimmung: Cool ]

Wochenende – endlich!!

Und auch der letzte Tag im September ist schon wieder vorbei. Jetzt kann man dann also doch schon bald vom Herbst sprechen.
Nachdem ich letzte Nacht ja nun wieder nicht schlafen konnte, bin ich schon relativ zeitig aufgestanden. Hab aber nix besonderes gemacht. Gefruehstueckt, Waesche gewaschen und ein bisschen mit meinem Bruederchen telefoniert, der mir nun gesagt hat, dass er mich zusammen mit meinem Cousin im November besuchen kommt. Ihr glaubt ja gar nicht, wie sehr ich mich darueber freue. Hab erst mal einen Luftsprung gemacht und dann Sarah freudestrahlend davon erzaehlt.
Um 12 noon sind Sarah, Steffen, Vera, Daniel und ich rueber zum Pool, wo es heute fuer umsonst Pizza und Soda gab. Das durften wir uns nicht entgehen lassen. Ich hab aber nix gegessen, da ich noch keinen Hunger hatte und hab mein Stueck, grosszuegig wie ich bin, an Sarah abgetreten. Diese hat gleich im Anschluss den Steffen zum Flughafen gebracht. Echt der Wahnsinn, dass er nun schon wieder heimgeflogen ist. Die knapp drei Wochen vergingen einfach viel zu schnell. Sarah war auch dementsprechend deprimiert, als sie wieder zurueck kam. Sie kam dann auch nicht mit, als Vera, Daniel und ich zur Uni gefahren sind. Dort fand heute naemlich das 31. International Festival statt, welches wir uns einfach mal anschauen wollten. Dort gab es von mindestens 40 verschiedenen Laendern der Erde Staende, an denen man sich ueber das jeweilige Land informieren konnte, wo man auch typische Dinge kaufen konnte (Taschen, Schmuck, Babuschkas,…) und natuerlich gab es auch an fast allen Staenden landestypische Gerichte. Wir haben heute mal was ganz anderes probiert – Indisch. Das war echt total lecker, wenn auch ein Teil super scharf war. O-Ton von Vera: “Das ist so scharf, das zieht bis hinter die Ohren.” Smile In der Sporthalle wurden von Landesvertretern typische Taenze aufgefuehrt. Die meisten trugen ihre Trachten und somit war das auch ganz nett anzusehen. Das Festival war jetzt nicht das Wahnsinnsfest, aber es war ganz nett und wir haben uns gut amuesiert.
Um 6pm waren wir wieder zurueck daheim. Ich war mal wieder totmuede und siehe da, als ich mich ins Bett gelegt habe, bin ich auch relativ schnell eingeschlafen. Wachte erst wieder auf, als Daniel um halb acht vor der Tuer stand und mit Sarah und mir zu Blockbuster gehen wollte, um ein Video fuer heute Abend auszuleihen. Haben uns “High Fidelity” ausgeliehen und danach gleich gegenueber bei Ben & Jerry’s lecker Eis gegessen. Ich koennte mich an dem Zeug wirklich totessen. Ich wundere mich ja schwer, dass ich beim Messen des Koerperfetts im YMCA nur 12,5% hatte, so viel fettiges Eis, wie ich hier in mich reinstopfe. Wink
Haben also bei uns gleich mal den Film eingelegt, der zwar nicht wirklich lustig, aber doch gut war. Danach kam auch Alex noch vorbei und somit waren wir wieder fast alle versammelt. Sarah, Daniel und Alex spielten ein paar Runden Poker, ich hab mich da ausgeklinkt, weil ich das irgendwie nicht so drauf habe und ein Pokerface habe ich mit Sicherheit auch nicht. Mir sieht man glaub auf drei Kilometer Entfernung an, wenn ich bluffe. Smile
Irgendwann gingen erst Vera und dann Sarah in ihre Zimmer, ich sass mit den Jungs noch bis um 2am am Tisch und lauschte deren wunderbar komischen Erzaehlungen. Doch, war ein richtig schoener Abend, and essen Ende ich wieder uebelst muede war. Ob ich in dieser Nacht schlafen konnte, erfahrt ihr morgen. Smile Bye bye!

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Tommy…

Fr Sep 29, 2006 4:44 am


[ Stimmung: Happy ]

… ein Baer sucht ein zu Hause

Heute fiel es mir super schwer aufzustehen, da ich irgendwie wieder nicht einschlafen konnte. Sehr nervig. War dann natuerlich auch in der Cafeteria noch total muede und hab staendig vor mich hin gegaehnt. Den anderen beiden Assistants schien es aber aehnlich gegangen zu sein.
Die Kids waren dagegen gerade das Gegenteil. Total aufgedreht, konnten nicht still sitzen und somit beschloss Kerstin kurzerhand, die ganze Bande nach draussen zu verfrachten. Da durften sie als erstes zwei Runden um den Track rennen und danach am Weitsprungfeld die Lieder ueben. Da wir fuer den Ententanz allerdings keine Hintergrundmusik mit raus nehmen konnten, mussten Kerstin und ich singen oder summen, oder wie auch immer man das gequacke von uns nennen sollte. Das war ein Spass, wir haben uns tot gelacht. Den Kiddies hat es natuerlich einen Heidenspass gemacht. Und weil es draussen wirklich sehr sehr schoen war, haben wir auch die Einfuehrung des kleinen “f” draussen gemacht. Jedes Kind musste ein kleines f in den Sand malen. Fand ich wirklich ne tolle Idee.
Wieder drinnen haben alle super mitgemacht und somit verging die Zeit in den Literacy Centers wie im Fluge. Schon war Lunchtime angesagt, zu der ich die Kinder mal wieder alleine gebracht habe, da Kerstin einen wichtigen Anruf zu erledigen hatte.
Waehrend die Kinder anschliessend in ihren Centers waren, hab ich mich einfach mit Kerstin unterhalten. Die Lunch Duty verlief wie immer relativ unspektakulaer. Die ueblichen Stoerer wurden von uns in ihre Schranken verwiesen, aber trotzdem sind wir jedes Mal heilfroh, wenn wir die Cafeteria verlassen duerfen. Vor allem mich freut es immer sehr, da das heisst, dass ich nur noch eine Dreiviertelstunde vor mir habe, in der die Kinder eh nur schlafen. Hab die Truppe vom Sport abgeholt und zum Klassenzimmer gebracht. Dummerweise war Kerstin noch nicht zurueck und ich hatte keinen Schluessel dabei. Mussten also mucksmaeuschenstill durchs Klassenzimmer der Japaner laufen, was die Kinder richtig vorbildlich gemacht haben. Lagen dann auch relativ schnell friedlich auf dem Boden, so dass ich mich wieder meinem Uebersetzungswerk widmen konnte. Und ehe ich mich versah, war die Zeit rum und ich mit Sarah und Nico auf dem Weg nach Hause.
Unterwegs haben wir beim Walgreens gehalten, wo da so ne Aktion war, dass man an so nem Rad drehen konnte, um ein Sample Paket zu gewinnen. Haben wir alle drei geschafft und sind nun jeder vier Zahnpastatuben, vier Calciumtabletten und vier Mittel gegen Blaehungen reicher. Ist das nicht ein toller Gewinn?
Daheim haben wir gegessen und dann sind Sarah und Steffen ins YMCA. Ich hab mich ins Bett gelegt und geschlafen. Jaja, ich weiss, ich bin fauler als ein Faultier. Wink
Um 5pm kamen Daniel und Alex rueber und gemeinsam fuhren wir zur Carolina Place Mall. Warum ich da mit bin weiss ich nicht, denn shoppen mag ich nicht und auch sonst brauch ich eigentlich nix. Wie auch immer, ich bin mit und drinnen haben wir uns aufgeteilt. Alex ist mit Vera in so nen Spezialladen fuer durchgeknallte Kleidung, Steffen und Sarah sind auch irgendwo hin und somit blieben nur Daniel und ich uebrig. Sind als erstes zum Food Court, wo Daniel sich was zu essen holte. Danach liefen wir zu einem Hutgeschaeft. Anschliessend weiter durch die Mall, bis ich einen Build-a-bear-Shop entdeckte. Und da ich ja schon in Seattle damals unbedingt meinen eigenen Teddy kreieren wollte, hab ich mich spontan dazu entschlossen, das nun zu machen. Hatte ja sonst nix zu tun. Dem Daniel war es zwar teilweise etwas unangenehm, mit mir in dem Laden zu stehen, aber er hat sich wacker geschlagen und das Outfit und den Namen meines Teddys entscheident mitbestimmt. Der knuffelige Kerl wurde auf den Namen “Tommy” getauft und ist einfach nur mega knuddelig. Der ist mir die ~40 $ wirklich wert.
Trafen dann irgendwann auch wieder auf Alex und Vera und gemeinsam vertrieben wir uns bis zum Treffepunkt um halb acht die Zeit. Diese wurde jedoch nochmal um eine halbe Stunde verlaengert, so dass Daniel und ich nochmal alleine losgetigert sind. Alex und Vera kauften sich super stylische Cowboyhuete, die wirklich huebsch aussehen.
Als wir um halb neun wieder daheim ankamen, haben wir nur schnell was gegessen und schon waren wir wieder auf dem Weg zum Tennisplatz. Wollten naemlich wieder ein Flutlichtmatch machen, was wirklich spassig war. Hab mir zwar nen Muskel im Oberschenkel gezerrt, aber ich werde es wahrscheinlich ueberleben. Smile Bin da mal guter Hoffnung.
So, jetzt ist aber Zeit fuers Bett. Mal schauen, ob ich heute Nacht mal wieder gleich einschlafen kann. Wenn nicht, dann hab ich ja noch immer meinen neuen knuddeligen Tommy.

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Tennis

Mi Sep 27, 2006 9:18 pm


[ Stimmung: In Love ]

What a nice day!

Sodele, gleich mal zum Schulalltag. Keine besonderen Vorkommnisse, wenn man mal davon absieht, dass wir wieder einen Jungen zum Principal schicken mussten. Tja, wenn man aber auch den ganzen Tag lang babbelt und babbelt und einfach nicht aufhoeren kann, selbst wenn man zum x-ten Mal verwarnt wurde, dann ist man einfach selber schuld. Das sollte man auch mit fuenf Jahren schon mitbekommen haben. Ach ja, neuerdings habe ich in den “Pausen”, wenn die Kids in ihren Centers oder ihrer Quiet Time sind, mal ein Buch uebersetzt. Das tippe ich nun ab, muss das dann ausdrucken und ueber den englischen Text kleben. Ist ziemlich langwierig, macht aber Spass und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Kerstin und ich haben heute aber auch Spezialblaetter fuer unseren einen Jungen ausgedruckt, der weit hinter den anderen Kindern her haengt. Er hat motorisch uebelste Probleme, hat einen so grossen Sprachfehler, dass man ihn fast gar nicht versteht und er hat wohl auch geistig nicht so viel drauf. Jedenfalls kann er die ganzen Schreibuebungen nicht machen, die die anderen Kinder bekommen, weshalb er nun separate Nachmaluebungen und Uebungen zur Grob- und Feinmotorik bekommt. Den Tipp haben wir von Mrs. Crowley, das ist die Lehrerin, zu der unser kleiner Jamar jeden Tag fuer eine halbe Stunde geht, um speziell gefoerdert zu werden.
Nach der Schule hatte ich heute wahnsinnigen Hunger. Hab mir dann daheim ne Dose Ravioli gemacht, dazu assen wir alle drei (Sarah, Steffen und ich) Salat. Die beiden sind anschliessend einkaufen gegangen, waehrend ich wieder fuer ein paar Stuendchen im Internet war und mit vielen Leuten gechattet habe. Ausserdem musste ich meine Blase irgendwie ablenken. Smile Ihr wundert euch jetzt sicher, aber das lag ganz einfach daran, dass es hier in unserem Wohnkomplex ein Leck gab, welches gestopft werden musste. Dafuer haben die heute allen Haeusern das Wasser abgestellt. Leicht nervig, aber zum Glueck ging es relativ schnell wieder.
Von 4 – 5pm hab ich mit meinem Paps telefoniert, was wieder super war. Gleich im Anschluss kam mein Nachhilfeschueler vorbei. Sein erster Satz war: “Hab ich heute Hausaufgaben?” Als ich das mit ja beantwortete, war er erst einmal etwas stinkig. Seine zweite Frage war dann jedoch: “Spielen wir wieder das Spiel vom letzten Mal?” Und da ich auch das bejahte, war er wieder gluecklich und hat den Rest der Aufgaben ganz gut gemacht. Ich glaub, es hat ihm auch Spass gemacht. Mir jedenfalls schon und von daher,…
Kaum war Ben wieder aus der Tuere raus, war auch ich weg. War naemlich um 6pm mit Daniel auf dem Tennisplatz verabredet. War ja nun schon fast zwei Wochen nimmer spielen, musste also erst wieder reinkommen. Hat aber super viel Spass gemacht und nach ner Weile war sogar Daniel ueberrascht davon, wie ab und zu mal richtig tolle Baelle von mir kamen. *freu*
Gegen halb acht ist dann auch Alex zu uns gestossen, der bis dahin im YMCA war. Zu dritt war es natuerlich nochmal ne Ecke lustiger. Und da mittlerweile auch die Nacht hereingebrochen war, konnten wir wunderbar im Flutlicht spielen. Das hatte wirklich Flair! Und wenn ihr die beiden Jungs kennen wuerdet, dann wuesstet ihr, dass ich aus dem Lachen kaum noch rauskam. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich ne aufgeplatzte Blase an meinem Zeigefinger entdeckte, die anfangs hoellisch brannte. Hoerten so gegen halb neun auf, ich ging heim und hab mir gleich was zu essen gemacht. Hab mich dann gemuetlich zu Sarah und Steffen auf die Couch gesetzt, die gerade “Gothika” schauten. Das ist ja einer der besten Horrorfilme oder Psychothriller (don’t know which category it belongs to) die ich je gesehen hab und deshalb sass ich natuerlich wieder mit Kissen vor dem Gesicht da und hab ganz gebannt zugeschaut. Smile
Jetzt gehts aber ab ins Bett, denn morgen ist wieder fruehes Aufstehen angesagt.

Extra fuer Sandra: Positive Verdachtsmomente haeufen sich! Wink

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Just the usual

Di Sep 26, 2006 9:16 pm


[ Stimmung: Neutral ]

Nix zu sagen!!

Ueber heute gibt es eigentlich nichts besonderes zu berichten und langweilen will ich euch ja auch nicht, deshalb mache ich es einfach ganz ganz kurz.
In der Schule lief alles wie immer. Ein Maedel war etwas geknickt, weil ihre Katze davongelaufen ist. Sie sass die ganze Zeit mit Traenen in den Augen da. Unglaublich, wie nah den Kindern so ein Verlust geht. Da kann man echt nicht mehr machen, als sie ab und zu einfach mal in den Arm zu nehmen.
Den Mittag hab ich damit verbracht, wieder mit meinem Bruder zu chatten und meine Nachhilfe vorzubereiten. Hab jetzt die naechsten vier Sitzungen (= Wochen) vorbereitet und kann nun bedeutend relaxter an die ganze Sache rangehen. Das ist immer sehr beruhigend, vor allem, weil man dann gut vorbereitet ist und auch einiges in der Hinterhand hat, wenn das Kind mal an einem Tag wirklich schnell fertig ist mit den Aufgaben. Bin ja schon gespannt, wie es morgen laufen wird.
Um 6pm bin ich mit den Jungs ins Fitnessstudio gefahren, da ich nicht mehr wusste, was ich machen sollte. Sarah und Steffen sind naemlich Uptown gefahren, aber dazu hatte ich nicht wirklich Lust und Vera hat auf die Ankunft ihres Onkels und ihres Bruders gewartet, die noch mal eine Nacht hier verbringen werden. Hab dann im YMCA mein uebliches Programm durchgezogen: 30min Crosstrainer, 15min Treppensteigen, 20 Minuten Schwimmen (musste heute im warmen Becken schwimmen, und da haelt man das nicht laenger aus. Sonst waer ich wohl ein paar Bahnen mehr geschwommen) und zum Abschluss wieder ein paar Minuten Dampfbad.
Daheim hab ich nicht mehr viel gemacht. Mich einfach nur vor den TV gesetzt, Gilmore Girls und „Two Weeks Notice“ geschaut und jetzt geht’s ab ins Bett.

July 22nd, 2009

Just the usual

Di Sep 26, 2006 9:16 pm


[ Stimmung: Neutral ]

Nix zu sagen!!

Ueber heute gibt es eigentlich nichts besonderes zu berichten und langweilen will ich euch ja auch nicht, deshalb mache ich es einfach ganz ganz kurz.
In der Schule lief alles wie immer. Ein Maedel war etwas geknickt, weil ihre Katze davongelaufen ist. Sie sass die ganze Zeit mit Traenen in den Augen da. Unglaublich, wie nah den Kindern so ein Verlust geht. Da kann man echt nicht mehr machen, als sie ab und zu einfach mal in den Arm zu nehmen.
Den Mittag hab ich damit verbracht, wieder mit meinem Bruder zu chatten und meine Nachhilfe vorzubereiten. Hab jetzt die naechsten vier Sitzungen (= Wochen) vorbereitet und kann nun bedeutend relaxter an die ganze Sache rangehen. Das ist immer sehr beruhigend, vor allem, weil man dann gut vorbereitet ist und auch einiges in der Hinterhand hat, wenn das Kind mal an einem Tag wirklich schnell fertig ist mit den Aufgaben. Bin ja schon gespannt, wie es morgen laufen wird.
Um 6pm bin ich mit den Jungs ins Fitnessstudio gefahren, da ich nicht mehr wusste, was ich machen sollte. Sarah und Steffen sind naemlich Uptown gefahren, aber dazu hatte ich nicht wirklich Lust und Vera hat auf die Ankunft ihres Onkels und ihres Bruders gewartet, die noch mal eine Nacht hier verbringen werden. Hab dann im YMCA mein uebliches Programm durchgezogen: 30min Crosstrainer, 15min Treppensteigen, 20 Minuten Schwimmen (musste heute im warmen Becken schwimmen, und da haelt man das nicht laenger aus. Sonst waer ich wohl ein paar Bahnen mehr geschwommen) und zum Abschluss wieder ein paar Minuten Dampfbad.
Daheim hab ich nicht mehr viel gemacht. Mich einfach nur vor den TV gesetzt, Gilmore Girls und „Two Weeks Notice“ geschaut und jetzt geht’s ab ins Bett.

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Elternabend

Mo Sep 25, 2006 9:15 pm


[ Stimmung: Happy ]

Montag, 25. September 2006

Wenn ich mir einmal vornehme, etwas frueher aufzustehen, dann ist es gleich nix. Hab doch tatsaechlich total verschlafen. Stehe normalerweise um halb sieben auf, heute hab ich zum ersten Mal um 7am auf die Uhr geschaut und erst einmal einen kleinen Schock bekommen. Musste mich dann wirklich beeilen, um noch puenktlich fertig zu werden.
Diese Woche habe ich meine Morning Duty in der Cafeteria. Dort muss ich darauf achten, dass die Kinder auf der richtigen Seite sitzen (die sind nach Middle School und Elementary School getrennt), dass diejenigen Kinder, die dort fruehstuecken auch noch mal wo anders sitzen, dass die Kinder sich erst dann auf die Treppe setzen, wenn alle Stuehle belegt sind,… Am Ende muss eben darauf geachtet werden, dass die Elementary Kids tischeweise die Cafeteria verlassen und puenktlich in ihre Klassenzimmer kommen. Der Job dort ist mit Sicherheit der anspruchsvollste aller Morning Duty Stations. Aber die Zeit vergeht dort auch um einiges schneller als an anderen Stationen.
In der Klasse haben wir heute zu Beginn wieder unsere Oktoberfestlieder geuebt, die die Kinder nun doch schon ziemlich gut koennen. Danach wurden die Dienste neu verteilt und daraufhin wurde das „E“ eingefuehrt. Beim Lunch und in den Centers verlief alles nach Plan, meine Lunch Duty war zwar mal wieder ein bisschen stressig, aber sonst auch ok. Waehrend die Kids ihren Nap gehalten haben, bastelten Kerstin, Alex und ich die Puppen zusammen, die am Abend fuer den Elternabend an den Tischen sitzen wuerden. Die Kinder hatten naemlich am Freitag aus Tonpapier Koepfe gebastelt, die ihnen aehnlich sehen sollten. Hinten dran haben wir einen Kleiderbuegel geklebt, damit die Puppen auch sitzen.
Sarah und ich sind nach der Schule gleich zum ALDI gefahren, da in unserem Kuehlschrank gaehnende Leere herrschte. Daheim angekommen, haben wir gleich unser Mittagessen zubereitet. Steffen und ich teilten uns eine Pizza, alle zusammen hatten wir Gemuese und zum Nachtisch goennte ich mir gleich ne Portion von meinem neuen 5-Liter-Neapolitana-Eis. War natuerlich seeeehr lecker. J
Nach dem Essen hab ich mich gleich hingesetzt, meine Bilder verkleinert, meinen Charleston-Bericht geschrieben und nebenher mit meinem Bruder gechattet. Um kurz nach 4pm fuhren Sarah, Steffen und ich zum YMCA. Bin erst eine halbe Stunde Rad gefahren, danach 15 Minuten Treppen gestiegen, dann 30 Bahnen geschwommen und zu guter Letzt noch kurz ins Dampfbad gegangen. Musste mich dann aber auch beeilen, da ich um hab sieben wieder an der Schule sein wollte, denn ich war schon sehr gespannt, wie hier in Amerika ein Elternabend aussieht. Die anderen gingen alle nicht, aber ich wollte mir das einfach mal angucken. War dann auch ganz nett. Bis der eigentliche Elternabend um halb acht anfing, sass ich einfach mit Kerstin und Frau Mueller (sie ist sowohl die Mutter einer unserer Kids, als auch Chinese Asisstant Teacher) bei uns im Klassenzimmer und haben uns unterhalten. War wirklich sehr nett. Alle halbe Stunde hat Frau Olzhausen eine Durchsage gemacht, dass die Eltern nun die Klassen wechseln muessen, Denn von 6:30pm -7pm waren Elternabende fuer Klasse 3-5, von 7pm – 7:30pm fuer Klasse 1 und 2 und ab halb acht eben fuer Kindergarten. Und das wurde auch wirklich strikt durchgesetzt. Frau Olzhausen ging sogar ganz zum Schluss persoenlich rum und hat die Eltern aus den Klassenzimmern „entfernt“. Finde das eigentlich recht gut, denn somit verhindert man das, was in Deutschland regelmaessig an der Tagesordnung ist. Naemlich dass die Lehrer erst ziemlich spaet aus der Schule rauskommen, weil sie von den Eltern regelrecht mit Fragen bombardiert werden. Da die Eltern hier aber sowieso staendig involviert sind, haben sie gar nicht so viele Fragen. Zumindest ging der offizielle Teil bei uns ganz schnell. Anfangs sollten die Eltern ihre Kinder anhand der Puppen finden und sich an deren Platz setzen. Kerstin hat ihnen dann ein wenig ueber den Tagesablauf erzaehlt, was beim Oktoberfest o ansteht, welche Field Trips geplant sind und was inhaltlich im Laufe der naechsten Woche ansteht. Das Ganze dauerte etwa eine habe Stunde. Ich fand es einfach schoen, die Eltern alle zusammen zu sehen und auch zu zeigen, dass es mir wichtig ist, sie kennen zu lernen. Einige haben sich sogar bei mir dafuer bedankt, dass ich auch da war.
Als ich gegen halb neun wieder heim kam, sassen die anderen grad vor dem TV und schauten eine Komoedie an. Hab mir also mein Vesper gerichtet und mich zu ihnen gesetzt. Mittlerweile bin ich wieder super muede, mach mich also auf den Weg ins Bett. Euch allen noch eine schoene Woche!!! Wuerde mich freuen, mal wieder was von dem ein oder anderen zu hoeren!

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Charleston – The Holy City

So Sep 24, 2006 9:14 pm


[ Stimmung: Happy ]

Samstag, 23. September 2006

Frueh am Morgen klingelte auch diesmal wieder der Wecker, denn wie heisst das Sprichwort so schoen: “Nutze den Tag”. Und das haben wir gemacht.
Nach etwa 3.5 Stunden Fahrt kamen wir gegen 11am am Motel in Charleston an. Haben gleich eingechecked, schnell eine Kleinigkeit aus unserer Kuehlbox gevespert und dann mal die Mrs. LeNoir angerufen. Das ist meine Englischdozentin vom letzten Semester, die ganz geschickt hier in Charleston wohnt und mir angeboten hatte, sie anzurufen, wenn ich jemals nach Charleston komme. Und da das nun soweit war, hab ich sie mal angemailt und sie bot uns an, als Stadtfuehrerin zu fungieren. Perfekt, oder?
Sind dann puenktlich losgefahren, so dass wir uns mit ihr um halb eins an der Battery am Suedzipfel der Downtown Island Charlestons getroffen haben. Schon als wir aus dem Auto stiegen, waren wir ueberwaeltigt. Direkt am Meer gelegen strahlt die Stadt nur so vor Schoenheit. Die Haeuser sind wirklich ohne Ausnahme eine Augenweide, alles ist noch im Originalzustand wie zur Gruenderzeit im 17. Jahrhundert und ach je, die Stadt ist einfach unbeschreiblich schoen. Wer schon mal die Filme “Im Winde verweht” und “Braveheart” gesehen hat, der wird wissen, wovon ich spreche. Die Haeuser sind alle im Kolonialstil erbaut, mit riesigen Veranden, mehrere Stockwerke hoch, reich verziert und wunderhuebsch. In der ganzen Stadt stehen unzaehlig viele Palmen, die dem ganzen die Krone aufsetzen. Dazuhin ist alles sauber, es gibt keine Hochhaeuser und man fuehlt sich dort einfach wohl. Die Stadt erinnert sehr an kleine italienische Staedte, denn die Strassen sind recht schmal und das ganze Ambiente ist wunderbar.
Ja, ihr habt Recht, wenn ihr jetzt meint, ich haette mich in diese Stadt verliebt. Aber sie ist einfach ganz anders als alle Staedte, die ich bisher in Amerika gesehen habe. Richtig klasse waren auch die vielen niedlichen Pferdekutschen, die die Touristen durch die Gegend karren. Die Pferde muessen hier in der Stadt sogar Windeln tragen, da sonst echt alles eingesaut waere. Aber der Pferdegeruch haengt natuerlich trotzdem immer in der Luft.
Mrs. LeNoir hat uns jedenfalls die schoensten Ecken Charlestons gezeigt. Kamen vorbei an der Rainbow Row, den 4 Corners of Law, wo frueher mal an jeder Ecke ein Gebaeude stand, das die jeweiligen Gesetzesinstanzen praesentierte; ausserdem zeigte sie uns den Markt und das Collegegelaende mitten in der Stadt. Unterwegs assen wir noch ein Eis und schon waren drei Stunden vergangen.
Da wir unbedingt noch ans Meer wollten und das Wetter geradezu einladend war (30 Grad im Schatten und kaum ne Wolke am Himmel), fragten wir Mrs. LeNoir nach dem schoensten Strand in unserer Naehe. Sie ist uns ein Stueck vorausgefahren und hat uns den Rest des Weges erklaert. Somit kamen wir gegen 4pm am Folly Beach an.
Dort ist Sarah sofort eingeschlafen, waehrend ich erst ein bisschen gelesen hab und dann beschloss, zum Leuchtturm zu laufen, von dem Mrs. LeNoir ebenfalls gesprochen hatte. Ich dachte, der sei gleich ums Eck, aber das hat sich gezogen und gezogen. Der Strandpaziergang war aber total schoen, wenn auch der Leuchtturm nicht so viel hergegeben hat.
Hatte schon Sorge, dass die anderen mich vermisst melden wuerden, aber als ich nach 1.5 Stunden zu den beiden zurueck kam, waren die gerade erst aufgewacht und hatten sich ebenfalls am Strand vergnuegt und waren gerade dabei ein paar Quatschbilder zu schiessen.
Beschlossen dann, uns langsam auf den Rueckweg zu machen. Wollten noch eine Kleinigkeit essen gehen und beschlossen, diesmal bei Italiener “Lil’ Mama’s” einzukehren. Bevor wir allerdings da ankamen, haben wir nen richtig genialen Sonnenuntergang ueber einer kleinen Bucht angeschaut. Das war echt traumhaft.
Das Essen danach war super und gut gestaerkt fuhren wir das letzte Stueck auch noch zurueck ins Motel, wo wir um halb 9pm ankamen. Machten nicht mehr viel, ein bisschen TV, bequatschen, was wir am naechsten Tag machen wuerden und schliefen bald darauf ein.

Sonntag, 24. September 2006

Haben einigermassen ausgeschlafen (bis um halb zehn), danach lecker gefruehstueckt und gegen halb elf das Motel verlassen.
Unser erstes Ziel war Fort Johnson, von wo wus man laut Mrs. LeNoir den schoensten Blick auf Downtown hat. Das wollten wir uns natuerlich nicht entegehen lassen. Fuhren da also hin, aber irgendwie war da nur Privatgelaende. war uns aber egal, wir sind einfach mal reinspaziert und ans Meer runter gelaufen. Die Sicht war wirklich toll, weniger toll waren die Heerscharen von Moskitos, die ueber uns hergefallen sind, als haetten sie seit Jahren niemanden mehr zum Aussaugen gehabt. Innerhalb der Viertelstunde, in der wir aus dem Auto waren, hat Sarah den kompletten Ruecken taetowiert bekommen, waehrend meine Arme und Beine nun mit roten Pusteln euebrsaet sind. Das juckt so tierisch. Bin nur noch zurueck zum Auto gerannt, da ich echt nimmer konnte. Das war soooo uebel.
Jedenfalls sind wir dann nochmal Downtown gefahren, da wir den Waterfront Park noch nicht gesehen hatten. Und auch der war total klasse. Da steht so ein Brunnen mit ner Ananas drauf. Sehr ulkig.
Ausserdem sieht man von dort aus das Fort Sumter, von wo aus die ersten Kanonen flogen, als der Buergerkrieg startete. Auch die USS Yorktown, ein riesiger Flugzeugtraeger liegt auf der anderen Seite des Charleston Harbor.
Gegen 1pm machten wir uns auf den Heimweg. Wollten aber noch bei ein paar Plantagen vorbei, die auf dem Weg lagen. Hatten aber nie damit gerechnet, dass die sowas von schweineteuer sein wuerden. Die Preise waren dann doch etwas ueber unserem Budget, so dass wir uns entschlossen, einfach geradewegs zurueck nach Charlotte zu fahren. Beim McDonald hielten wir nochmal und assen nen leckeren McFlurry. Ich fuhr die ganze Strecke heim, da Sarah schon die Hinfahrt alleine bestritten hatte. Vera war naemlich nicht mitgekommen, da sich ihr Bruder und ihr Onkel ganz kurzfristig angemeldet hatten, die gerade auf nem Road Trip quer durch die USA sind. Ist ja verstaendlich, dass sie dann nicht mit wollte.
Waren gegen 6.30pm wieder zurueck zu Hause, nachdem wir unterwegs unseren ersten Regenbogen auf amerikanischem Boden gesehen haben. Hier war das Wetter deutlich anders. Viel kuehler, wenn auch nicht kalt, und nicht so schoen sonnig. Aber egal.
Hab dann gleich mal ausgepackt und eine Stunde spaeter lagen wir drei vor dem TV und schauten zusammen “North Country” an. Kurz darauf kamen auch schon Vera und ihre Besucher, wir unterhielten uns kurz und bald darauf bin ich dann doch ins Bett gegangen.
Dieser Trip nach Charleston war bisher der tollste von allen. Obwohl, vielleicht nicht der tollste, aber auf seine Art einfach unschlagbar. Die Stadt und die Landschaft waren einfach nur phaenomenal. Anders kann man es nicht sagen und ich kann wirklich nur jedem empfehlen, da mal hinzufahren, wenn er die Moeglichkeit hat. Charleston ist definitiv eine der sehenswertesten Staedte der USA. Sie besticht trotz ihren 70 000 Einwohnern durch ihren Kleinstadtcharme.

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Sehr viel Sport und eine Chocolate Wall

Fr Sep 22, 2006 9:09 pm


[ Stimmung: Amused ]

Was fuer ein Tag!

Aus der Schule gibt es heute gar nichts Spektakulaeres zu berichten, deshalb lass ich es am besten gleich. Durfte aber endlich mal wieder zur Lunch Duty!! Yeah!!
Daheim haben wir uns Spaghetti mit Tomatensosse gemacht, dazu Salat gegessen. Waehrend Sarah und Steffen erst einkaufen waren und dann auf der Terasse sassen und lasen, hab ich mal meine E-mails auf den neuesten Stand gebracht, das Haus gesaugt und dann mal wieder ein Stuendchen geschlafen.
Um Viertel nach 4pm waren wir mit Daniel und Alex zum Footballspielen verabredet. Fuhren gemeinsam zum Marion Diehl Field, wo wir eine ziemlich grosse Wiese fanden, auf der wir spielten. War schon ziemlich spassig, vor allem, weil ich davon mal sowas von keine Peilung habe und staendig was falsch machte. Aber egal, wie gesagt, es war super lustig und totally American! Da wir nach 1.5 Stunden noch nicht genug Sport betrieben hatten, sind wir weiter ins YMCA. Anstatt uns auf den Cardiogeraeten aufzuwaermen, haben wir beschlossen, heute mal ne Runde Basketball einzulegen. Ziemlich schnell kamen da noch andere dazu, so dass wir am Ende glaub 6 gegen 6 gespielt haben. Waren eigentlich ziemlich gut durchgemischte Mannschaften. Aber anstrengend war das wieder, uebel!! Wenn man sowas nicht gewohnt ist, dann schlaucht das total. Vor und zurueck rennen und hier blocken und dann soll man ab und zu auch noch nen Korb werfen. Aber hey, ich hab’s geschafft, da in meinem Team so ein Riese war, der mich ziemlich gut ins Spiel eingebunden hatte. Aber nach der Stunde war ich wirklich platt und mein Gesicht hatte in etwa dieselbe Farbe wie mein knallrotes T-Shirt. Smile
Bin dann ins kalte Wasser gefluechtet, wo ich meine 30 Bahnen geschwommen bin. Zum Abschluss ein paar Minuten ins Dampfbad und schon waren wir wieder auf dem Weg nach Hause. Dort verweilten wir jedoch nicht lange, denn wir hatten einen Tisch beim Chinesen am Phillips Place reserviert. Und hui, das Essen war wieder uebelst lecker. Hatte so Fried Rice mit Chicken und hab das absolut net geschafft. Nur mit Daniels und Alex’ Hilfe hab ich die Platte geleert. Einen leckeren Cheesecake als Nachtisch habe ich mir trotzdem gegoennt. Alex hingegen hatte einen grossen Lachsalat, irgendeine Vorspeise und meinte dann am Ende, er wuerde die “Great Chocolate Wall” auch noch packen. Wir waren ja sehr gespannt, da das ein ziemlich grosses Stueck Kuchen zu sein schien. Und als das dann gebracht wurde, haben wir unseren Augen kaum getraut. Das waren sechs Schichten pure Schokolade – Fett ohne Ende, aber Alex hat es fast alleine geschafft, dieses Megastueck in irgendwelche Luecken zu stopfen. Unglaublich und kein Wunder, dass Daniel und Steffen ihn danach aus dem Restaurant stuetzen mussten. Rein aus Interesse hat Alex mal nachgefragt, wieviele Kalorien dieses eine Stueck Kuchen so hat. Na, ratet mal………………… ungelogen, dieses eine Stueck hatte 1900 Kalorien. Der Hammer, oder? Also ich bin ja mal gespannt, ob Alex heute Nacht schlafen kann. Wink Vielleicht verfolgen ihn aber auch dicke fette Schokomonster in seinem Traum.
Ich werde jetzt aber auch mal nach oben gehen, schon mal meine Tasche fuer morgen packen, damit ich rechtzeitig abfahrtbereit bin. Es geht ja fuer zwei Tage nach Charleston. Vera kann leider nicht mitkommen, da sich ihr Bruder sehr kurzfristig fuer morgen Mittag angekuendigt hat. Ist echt schade, aber natuerlich verstaendlich, dass sie da lieber hier bleibt. Haben Daniel gefragt, ob er dafuer mitkommen moechte, aber er wusste es nicht so recht und jetzt sieht es eher nicht so aus. Schade, aber dann machen wir den Trip eben zu dritt, so schlimm ist das auch nicht.
So, dann melde ich mich am Montag wieder – mit neuen Bildern! Tschuessi und euch allen auch ein tolles Wochenende!

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Feeling a bit queer

Do Sep 21, 2006 9:10 pm


[ Stimmung: Sick ]

Donnerstag, 21. September 2006

Heute morgen bin ich aufgewacht und hatte uebelste Halsschmerzen. Zum Glueck haben die sich im Laufe des Vormittages aber wieder verabschiedet. Wirklich toll ging es mir aber den ganzen Tag lang nicht. Wir schwaecheln hier ja gerade alle ein bisschen, so dass das nicht sonderlich verwunderlich ist. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt, ich waere krank, nein, so schlimm ist es nicht gewesen. Hab mich einfach nur ein wenig komisch gefuehlt.
In der Schule kam es heute so weit, dass ich waehrend meiner Hall Duty sogar vom Rektor fuer eine Schuelerin gehalten wurde. Also wenn das so weitergeht, muss ich mir wirklich mal was ueberlegen, denn wenn man bedenkt, dass die aeltesten Schueler an dieser Schule 15 bzw. 16 Jahre alt sind, dann mache ich definitiv was falsch. Smile
In der Klassse haben wir heute mit den Kindern Pinwheels (Windraeder) gebastelt. Dumm nur, dass Kerstin da was falsch verstanden hatte, denn als ich die Kinder zu Kunst gebracht habe, hiess es, dass sie dort nochmal welche machen wuerden. Aber egal, doppelt haelt besser. Smile Musste da uebrigens dabei bleiben, da Mrs. Conrad, die Kunstlehrerin, Hilfe brauchte. Konnte also schon wieder nicht zur Lunch Duty gehen, was mich wirklich genervt hat. Diese Pinwheels haben uebrigens alle Elementary School Classes gemacht. Die wurden daraufhin im Hof in die Erde gesteckt und mittags war da wohl so eine Friedensveranstaltung fuer alle.
Nach der Schule sind wir noch geschwind beim ALDI worbei, haben fuers Wochenende eingekauft und sind dann heim. Sarah und Steffen sind gleich los zu so einer Outlet Mall und ich hab mir mein Mittagessen gemacht, das aus Kartoffelpuerree, Toast und Ruehrei bestand. Nette Mischung, gell? Hab waehrendessen auch meine Mama angerufen und ueber eine Stunde mit ihr gesprochen. Da ich ja aber eine Frau bin und dementsprechend multi-tasking-faehig, habe ich sogar noch ne ganze Schuessel Obst nebenher geschnippelt und mit Joghurt verruehrt. Das gab naemlich unseren Nachtisch am Abend.
Wollte dann an den Pool gehen, musste jedoch feststellen, dass der geschlossen war. Echt bloed, da der am Sonntag naemlich entgueltig schliesst, wir davor aber nicht mehr gehen koennen. Naja, egal, kann man nix machen. Hab mich also einfach noch ein bisschen auf die Terasse gesetzt und gelesen.
Um halb fuenf wurden Vera und ich von den anderen ins YMCA abgeholt. Nachdem wir uns zehn Minuten auf dem Crosstrainer aufgewaermt hatten, sind Vera und ich zum ersten Mal in eine Cycle Class gegangen. Oh mein Gott war das anstrengend. Nach zehn Minuten hatten wir uns beide ernsthaft ueberlegt zu gehen, aber wir haben die vollen 45 Minuten durchgehalten, auch wenn wir uns danach erstmal fuer zehn Minuten auf ne Bank setzen mussten. Wink Bin dann nochmal zehn Minuten mit dem Daniel Treppen gestiegen und wir beide haben anschliessend beschlossen, mit dem Bus frueher heimzufahren, da wir keine Lust/Kraft mehr hatten. Mussten dann eeeewig auf den Bus warten, aber wie ihr ja schon mitbekommen habt, ist es mit dem oeffentlichen Nahverkehr hier nicht so weit her. Und ich war wieder soooooo muede. Bin hier irgendwie in letzter Zeit staendig muede. Vielleicht hab ich ja nen Eisenmangel. Muss mir unter Umstaenden mal so Eisentabletten besorgen. Jedenfalls kamen wir um kurz nach 7pm wieder daheim an, ich wollte mich nur kurz hinlegen und bin wieder total eingepennt. Sarah hat mich um 5 vor 8pm aufwecken muessen, da wir ja bei den anderen zum Essen eingeladen waren.
War dort aber wirklich toll. Daniel hatte gekocht und zwar nen richtig leckeren Salat mit Chickenstreifen. Hmmm, der war gut!! Danach haben wir jede Menge Bilder ausgetauscht und noch so ein wenig gequatscht. War ein schoener Abend, auch wenn ich weiterhin super muede war.
Als wir um kurz vor 11pm heimgekommen sind, bin ich schnurstracks ins mein Zimmer gewandert und keine fuenf Minuten spaeter war ich wieder im Land der Traeume verschwunden.

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Nachhilfe und positive Neuigkeiten

Do Sep 21, 2006 4:41 am


[ Stimmung: Happy ]

Mein erster Zusatzverdienst!!!

Was gibts nettes zu erzaehlen? Hmm, werde einfach mal wieder in der Schule anfangen. Nachdem ich bei der Hall Duty erneut gesagt bekommen habe, wie jung ich doch aussehe, hab ich mir gedacht, sehe ich das einfach mal positiv. Vielleicht komme ich ja beim naechsten Kinofilm ein bisschen guenstiger rein, da Karten fuer Kinder schliesslich um einiges billiger sind. Smile Der kleine Junge von der French Immersion Class hat mich auch heute wieder auf Trab gehalten, indem er dreimal aus dem Klassenzimmer spaziert ist und mich irgendwas gefragt hat. Komisches Kind, ich frag mich, ob der das bei allen macht.
Als ich dann in meine Klasse kam, wurde ich von einigen Maedels gleich stuermisch empfangen. Kerstin musste noch ein paar Dinge fuer den upcoming field trip erledigen, so dass sie meinte, ich koenne ruhig schon mal anfangen. Hab die Kiddies also auf dem Teppich versammelt und erst mal deren Morning Work mit einem suessen Stempel versehen. Danach haben wir gemeinsam das ABC-Lied gesungen (und hey, ich hab mich glaub nicht so sehr blamiert, wie ich dachte, denn den Kindern hat es glaub Spass gemacht und keiner hat fluchtartig das Zimmer verlassen Smile ) Mitten im zweiten Durchgang ertoente ploetzlich eine ultra schrille Sirene. Ich war kurzfristig perplex, die Kinder waren aber schwup die wups auf den Beinen und an der Tuere, da sie schon einmal einen Feueralarm mitgemacht hatten. Fuer mich war das ja Neuland, aber Kerstin kam in dem Moment zum Glueck zurueck, so dass ich nicht auf mich alleine gestellt war.
Nach dem Feueralarm bekam die Klasse von Mr. Dawson, dem Securitymenschen, eine umfassende Erklaerung darueber gehalten, was gerade passiert war. Und weil er gerade so geschickt im Zimmer stand und wohl eh nichts besseres zu tun hatte, hat Kerstin ihn kurzerhand zu einem Elternteil ernannt, dem die Kinder ihre Lieder und den Ententanz vormachen mussten. Ich weiss jetzt uebrigens auch wieder das dritte Lied: “Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt? Wer hat so viel Pinke-Pinke, wer hat so viel Geld?” Toll, nicht wahr?
Danach ging es in die Literacy Center und kurz darauf auch schon wieder zum Lunch. Vom Lunch bis zur Quiet Time war ich wieder mit den Kids alleine. Alex war zwar anfangs kurz und am Ende auch noch da, aber groesstenteils hatte ich die Kinder fuer mich. Da die Sportlehrerin mal wieder krank war, fiel deren Special heute ebenfalls aus, so dass ich komplett verschwitzte, dass ich ja Lunch Duty hatte. Haette aber wie gesagt eh nicht gehen koennen, da Kerstin ja anderweitig beschaeftigt war. Hab laut Daniel wieder einiges verpasst.
Als Kerstin wieder da war, haben wir drei uns praechtig amuestiert, nebenher Chips gefuttert und jede Menge Muell gelabert. Doch, als ich aus dem Zimmer bin und die Kids wieder wie die Bloeden hintergewunken haben, hab ich mich wirklich happy gefuehlt. Doch damit noch nicht genug. Als Sarah und ich zur Mrs. Olzhausen, der Rektorin, gegangen sind, um zu Fragen, ob unser Antrag auf einen freien Tag im Oktober genehmigt werden wuerde, und sie “ja” sagte, da hat uns nichts mehr gehalten. Haben wie Honigkuchenpferde gegrinst, uns zig mal bedankt und sind dann huepfend durchs Schulhaus gelaufen und haben uns damit einige merkwuerdige Blicke eingefangen. Smile Konnten einfach nicht glauben, dass das wirklich durchgegangen ist!
Sarah und ich sind dann heim, haben uns Steffen geschnappt und sind gleich zur Uni gefahren, wo wir uns alle fuer den Washington DC Trip vom 6. – 9. Oktober angemeldet haben. Jetzt bin ich zwar wieder ein paar hundert Dollar aermer, aber ich freu mich schon drauf. Das wird mal ein Trip, fuer den wir nichts planen, nichts vorbereiten muessen und den wir einfach nur ganz relaxed geniessen koennen. Das braucht man zwischendurch auch mal.
Wieder daheim haben wir uns unser Mittagessen gekocht und danach hab ich ein paar Blaetter fuer die Nachhilfe vorbereitet. Sarah ging dann an den Pool, Vera ebenfalls, Steffen war schon frueher mit Daniel und Alex zu einem Tennisturnier gefahren, so dass ich gespannt meinem ersten Nachhilfeschueler entgegenblickte. Als er um 5pm hier ankam, war ich doch ziemlich aufgeregt. Das legte sich aber, als er hier am Tisch sass und ich ihn ein bisschen kennen lernte. Der Ben ist ein ganz aufgewecktes Kerlchen, ziemlich schlau glaub ich und der redet wie ein Wasserfall. Ein bisschen bloed ist, dass er Deutsch und Englisch staendig mixt und dabei eben so schnell redet, dass ich viele Dinge nur erahnen konnte. Aber er ist glaub ganz nett und wir werden wohl ne gute Zeit miteinander haben. Ich hab erstmal gechecked, was er denn schon alles kann und worin er Uebung braucht. Lesen kann er ziemlich ordentlich, aber mit der Rechtschreibung braucht er definitiv Hilfe. Vor allem die Gross- und Kleinschreibung und andere haeufige Fehlerquellen wie ss-s-scharf-s, das Dehnungs-h, Doppelkonsonanten,… machen ihm noch zu schaffen. Aber dafuer, dass er nie eine deutsche Schule besucht hat, schreibt er wirklich toll. Und da er wie gesagt nicht dumm ist, denk ich mal, dass wir da schon einige Fortschritte erzielen werden, bis ich im Dezember gehe.
Nachdem Sarah und Vera vom Pool zurueck gekommen waren, sind Sarah und ich noch fuer ein Stuendchen Tennis spielen gegangen. Hat wieder viel Spass gemacht und danach waren wir beide ziemlich hungrig, so dass es sich gut traf, dass Vera auch gerade zu Abend essen wollte. Anschliessend haben wir uns alle drei vor den TV geflackt und “Wedding Crashers” angeschaut. Super lustig, aber mir sind beinahe wieder die Augen zugefallen. Weiss auch nicht, warum ich jeden Abend totmuede bin. Egal, ich helfe dem nun damit ab, dass ich ins Bett gehe. Gute Nacht!

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Alltag

Mi Sep 20, 2006 4:20 am


[ Stimmung: Angelic ]

Guten Abend ihr Lieben!!

Mal schnell in aller Kuerze den Tag zusammengefasst:

Meine Morning Duty war ganz ok. Steh ja diese Woche neben dem Bus Lot, wo die Kinder ankommen. Die Kinder aus meiner Klasse freuen sich dann immer riesig, wenn sie mich da stehen sehen und winken mir schon von Weitem zu. Ist echt niedlich. Die zweite Haelfte stehe ich gerade immer vor der French Immersion Kindergarten Class. Da gibt es einen Jungen, der wohl nicht ganz der hellste ist und sich auch nie traut, ins Klassenzimmer zu gehen. Hab den dann also an der Hand genommen und ihn reingebracht. Hab ihn seinen Folder auspacken lassen und dachte dann, damit sei es getan. Aber keine Minute spaeter stand er wieder vor der Tuere und hat mich gefragt, was er nun machen soll. Wieso fragt der das denn mich und nicht seine Lehrerin? Hab ihn also wieder rein auf seinen Platz geschickt. Solche und andere merkwuerdige Dinge passieren hier eigentlich jeden Morgen. Smile
Kam dann in meine Klasse und dachte, ich waere im Zoo gelandet. Kerstin und die Kinder sind naemlich rumgerannt wie Affen und da konnte ich nicht anders, als lauthals loszulachen.
Haben die Kiddies dann auf dem Teppich versammelt und gemeinsam die drei Lieder geprobt, die sie auf dem Oktoberfest am 6. Oktober vorsingen werden. Das waere zum Einen dieses Pfaelzerwald-Lied, dann “Wir haben Hunger, Hunger, Hunger,…” und das dritte ist mir gerade eben entfallen. Liefere ich morgen nach, sofern ich es nicht wieder vergesse. Smile Ausserdem werden die Kinder und auch ich den Ententanz vormachen. Das war vielleicht ein Spass, als wir das geprobt haben. Bin ja mal gespannt, wie das dann klappt, wenn wir noch zwei Wochen lang ueben.
Daraufhin haben wir wieder die Literacy Centers gehabt, die sehr gut klappten. Die Klasse war heute so leise wie nie. Dafuer haben sie dann auf dem Gang die Sau rausgelassen, so dass doch tatsaechlich sechs Kinder am Silent Lunch Table sitzen mussten. Wenn die so weitermachen, sitzen bald alle oben und wir koennen unseren Tisch unten an andere Klassen vermieten. Smile
Wieder zurueck war Center-Time angesagt, in der Kerstin wieder verschwunden ist. Sie hat mir aber ihre Lasagne da gelassen, die ich munter aufgegessen habe. Find ich ja immer total lieb von ihr, dass sie mir staendig was mitbringt. Hab die Kinder dann zur Musiklehrerin gebracht und siehe da, sie waren alle leise. Der Silent Lunch hat also gefruchtet.
Bin gleich im Anschluss in die Cafeteria zum Lunch, wo die Franzoesischklasse wieder total daneben war. Man regen die mich auf. Hoffentlich hat der Anschiss heute gereicht, so dass die den Rest der Woche wieder friedlich sind. Hab meine Kinder dann wieder abgeholt und bekam da nen Rueffel, weil ich ne Minute zu spaet von der Lunch Duty zurueckkam. Wie stellen die sich das denn vor? Dass ich durch die Gaenge fliege? Also wirklich!
Die Kids haben sich nun zur Quiet Time hingelegt und ich bin mit Sarah, Daniel, Nico und Alex vor ans Office, weil wir fragen wollten, ob wir am 9. Oktober alle einen Tag frei nehmen koennen, denn da ist der Trip nach Washington DC von der University aus. Wuerden da halt schon gerne mit, aber es ist fraglich, ob die uns alle sechs an einem ganz normalen Schultag gehen lassen, da wir ja nicht nur nicht in der Klasse sind, sondern auch unsere Duties nicht machen koennen. Bin mal gespannt. Bis morgen werden wir es wissen. Drueckt uns mal die Daumen.
Als ich mich dann von den Kindern verabschiedet habe, war es wieder total schoen. Die rufen dann immer ganz laut “Tschuess Frau Goihl”, winken wie die bloeden und Alex meinte an der Tuere so: “Das geht jetzt sicher wieder drei Minuten so.” Mich freut das ja sehr und man fuehlt sich gleich so richtig befluegelt!
Daheim hab ich noch ne Kleinigkeit gegessen, dann das Motel fuer Charleston naechstes Wochenende gebucht und den Rest des Nachmittags damit verbracht zu lesen, nicht vorhandene (!!!) Mails zu checken, Bilder zu sortieren und ein bisschen im Bildungsplan fuer Baden-Wuerttemberg zu schmoeckern, um zu schauen, was fuer meinen Nachhilfeschueler morgen wichtig ist. Hab von der Lehrerein der deutschen 4. Klasse einige Buecher bekommen, die mir sicher auch helfen werden.
Nachdem die anderen drei um halb acht wieder aus dem Fitnessstudio zurueck waren, haben wir gemeinsam zu Abend gegessen, abgespuelt und anschliessend eine Runde “Metropolis” gespielt. War sehr nett, auch wenn ich glaub nicht dafuer geboren bin. Wink
Jetzt muss ich gleich mal wieder ins Bett. Tschuessili!!!

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Wieder mal ein ganz normaler Tag

Di Sep 19, 2006 4:42 am


[ Stimmung: Cool ]

Ich bin mal wieder sehr kreativ, was das Ueberschriftenfinden angeht. Wink

Hier ist heute aber auch nix wirklich Aufregendes passiert. Egal, ich erzaehle euch trotzdem mal ein paar Stories.
In der Schule hatte ich heute wieder an einem anderen Ort meine Hall Duty. Und da ich Kerstin auf dem Weg dorthin getroffen habe, ist sie freundlicherweise mit mir dorthin und sogar geblieben, so dass ich Unterhaltung hatte. Die Kiddies haben heute das “C” gelernt, was mit einigen Schwierigkeiten verbunden war. Das fing schon damit an, dass Kerstin voller Freude 10 C’s an die Tafel malte, nach etwa vieren jedoch keine Ahnung mehr hatte, was fuer Woerter sie da nehmen sollte, da es einfach kaum deutsche Woerter mit C gibt, die auch noch wie ein “K” ausgesprochen werden und fuer Kinder geeignet sind. Denn mit Chlorophyll koennen Vierjaehrige einfach noch nichts anfangen. Wink Die schlaue Frau Goihl jedoch, die mittlerweile von Kerstin den Spitznamen Goihlsche erhalten hat, wurde aber doch noch hin und wieder fuendig. Jedenfalls haben wir die zehn Woerter gefunden, die Kids haben sie brav nachgesprochen und zu schreiben geuebt.
Im Litercy Center habe ich wieder eine Gruppe zum Lesen bekommen. Das ging ziemlich gut und somit konnte ich bei den anderen Gruppen auch noch ein wenig helfen. Unser Lunch verging ohne Zwischenfaelle. Erwaehnenswert ist hier nur, dass Kerstin mit mir ihr Leberwurstbrot teilte und das einfach nur suuuper lecker geschmeckt hat. Jaja, RICHTIGES Brot mit LEBERWURST!!!! Hmmmm!!!
Waehrend die Kinder danach in ihren Centers waren, habe ich die Folder neu gefuellt und Arbeitsblaetter fuer morgen zusammengetackert. Dann war es auch schon wieder Zeit, sie zum Sport zu bringen. Bin danach schnurstracks zu Daniel in die Cafeteria gegangen, wo heute auch nichts Besonderes los war. Obwohl, man koennte vielleicht positiv anmerken, dass es heute sehr gesittet und sogar relativ leise zuging. Ein Maedchen aus einer hoeheren Stufe kam sogar auf mich zu und meinte: “Mam, Sie sehen heute aber sehr huebsch aus.” Na, da freut sich das Assistentenherz doch.
Daheim wurden Sarah und ich von Steffen ueberrascht, der schon Kartoffeln fuers Mittagessen zubereitet hatte. Wir haben die nur noch als Bratkartoffeln mit Ei ueberbacken und dazu Gemuese gemacht. Sehr lecker. Ich hab den Rest des Nachmittags dann damit verbracht mit meiner Mama und meinem Bruder zu telefonieren (seine Besuchsplaene nehmen uebrigens langsam Gestalt an, auch wenn er mir noch immer nicht fest zugesagt hat!), mit meinem (P)-Onkel zu chatten und faul auf dem Bett zu liegen, bis wir um 4.45pm ins YMCA aufgebrochen sind. Sarah und ich gingen erst einmal ins Sculpt, wo wir wieder ziemlich geschunden wurden, danach 20 Minuten Crosstrainer, 45 Bahnen schwimmen und zum Abschluss ein entspanntes Dampfbad. Heute hat sich da doch tatsaechlich ne Frau in ihren kompletten Sportklamotten reingesetzt. Inclusive Turnschuhe. Ist das ekelig oder was??
Daheim haben wir uns alle noch was zu essen gemacht. Fuer mich gabs den Rest der Kartoffeln mit Sour Cream und dazu den Leftover Lachs von Vera. Also alles super lecker. Waehrend wir alle zusammen danach noch “Finding Nemo” schauten, schlotzen wir ausserdem ein leckeres Eis. Ihr seht, mir fehlt es hier an nichts.
Uebrigens hat die Mutter von der Nachhilfe heute wieder angerufen und es sieht jetzt so aus, dass sie wohl doch nur ihr Kind bringen wird, da die anderen wollen, dass jemand zu ihnen nach Hause kommt. Das geht aber bei uns ja nicht, weil wir keine eigenen Autos haben und die auch nicht gerade um die Ecke wohnen. Aber mir ist das auch recht, denn ein Kind reicht auch. Vielleicht mache ich ja mit dem immer zwei Stunden. Mal gucken, wie es jetzt am Mittwoch laeuft und was fuer ein Kind der Benjamin so ist.
Sodele, das war’s wieder fuer heute. Tschuessi und bis morgen!

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Myrtle Beach Weekend

Mo Sep 18, 2006 3:47 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Samstag, 16. September 2006

Sehr frueh am Samstagmorgen klingelte mein Wecker, da wir rechtzeitig los wollten gen Sueden. Um 7.15am waren wir abfahrtsbereit, die Taschen und die Kuehltasche voller Getraenke, Brot, Wurst, Kaese und Obst im Kofferraum verstaut. Nun ging es los. Erst in Richtung Columbia, SC, dann Florence, SC, bis wir nach etwa 4.5 Stunden Fahrt im legendaeren Myrtle Beach ankamen. Zwischendurch machten wir eine kleine Rast beim Visitor Center, wo man doch tatsaechlich umsonst trinken konnte, so viel man wollte und Popcorn gab es ebenfalls umsonst. Da mussten wir natuerlich zuschlagen.
In Myrtle Beach angekommen haben wir zuerst unser Motel gesucht. Das lag zwar etwas abseits vom grossen Treiben, dafuer aber direkt am Meer. Haben sofort unser Zimmer bekommen (mal wieder nur fuer zwei Leute bezahlt Smile) und uns direkt auf den Weg zum Strand gemacht. Der Sand war total fein, die Wellen hatten doch eine anstaendige Groesse und sonst war das Wetter einfach nur perfekt. Nachdem auch die anderen vier angekommen waren, sind wir alle in die Wellen gesprungen und haben uns treiben lassen. Die Jungs mussten natuerlich halsbrecherische Stunts vorfuehren, aber es kam zum Glueck keiner zu Schaden. Smile
Haben den Rest des Nachmittags damit verbracht, am Strand zu lesen, zu faulenzen, Football zu spielen, spazieren zu gehen, Eis zu essen und was man eben sonst so macht. Es war jedenfalls herrlich entspannend.
Gegen 5pm verliessen wir den Strand wieder. Einige brauner, die anderen roter als zuvor. Ich gehoerte zum Glueck in die erste Kategorie. Steffen, Sarah, Vera und ich beschlossen nun, vor dem Abendessen die Gegend noch ein bisschen zu erkunden. Dabei kamen wir an teilweise richtig monstroesen Hotels vorbei, die mich stark an Las Vegas erinnerten.
Da Myrtle Beach ja so etwas wie das Las Vegas der Atlantikkueste ist, haben wir weitere Atrraktionen bestaunen koennen. Was mir besonders ins Auge sprang und was wirklich total unglaublich war, waren die Minigolfanlagen, die diese Stadt zu bieten hatte. Die waren sowas von aufwaendig hergerichtet, nach Themen gestaltet und einfach nur extravagant.
Ansonsten hat es hier in der Stadt auch Themeparks, also so im Stil des Europaparks, nur ein wenig kleiner natuerlich. Aber es ist schon lustig, wenn man so an der Hauptstrasse entlang laeuft und ploetzlich taucht neben einem eine riesige Holzachterbahn auf.
Was es neben all diesen interessanten Attraktionen noch gibt, sind so Krimskramslaeden. Alle irgendwie gleich, so dass ich mich fragte, wie die jemals Gewinn machen koennen. Da kann man halt so Souvenirs kaufen oder Badebekleidung, Surfbretter,… groesstelteils einfach nur Ramsch. Aber natuerlich findet man in Myrtle Beach auch alle Fast Food Ketten vertreten und noch einiges mehr.
Nachdem wir von unserem Spaziergang zurueckgekehrt waren und das Salz von unserer Haut abgeduscht hatten, ging es gegen 7.30pm los, nach was Essbarem zu suchen. Wurden im “Farmer’s Village” fuendig. Dort gab es ein unglaublich reichhaltiges und auch leckeres Buffet. Da gab es echt alles von Meeresfruechten, ueber Fleisch, Gemuese, Salat, Reis, Obst und eine riesige Dessertbar. Haben uns natuerlich die Maegen so vollgeschlagen, dass einigen von uns am Ende doch ein wenig flau wurde. Aber was soll’s, lecker war’s!!
Haben dann beschlossen, den Abend in einer Disko fortzusetzen. Hatten mittags am Strand so tolle Freikarten von einem Club namens “Cryptonite” bekommen und dachten uns, dass wir das einfach mal abchecken gehen. Gesagt getan, doch die Wahl war nicht die beste. Dort drin war es einfach nur aetzend. Die Musik war nervig, der DJ hat alle Lieder nach etwa 15 Sekunden gewechselt und viel zu laut war es ebenfalls. Ich sass mit Daniel NUR neben der Tanzflaeche, waehrend die anderen es immerhin mal versuchten, etwas Gutes in der Sache zu sehen. Naja, gelang uns nicht wirklich, also beschlossen wir relativ schnell, den Schuppen wieder zu verlassen.
Der Club lag in einer Gegend, in der es Unmengen an Unterhaltunsgangeboten gab. Sind also mal die Strassen hoch und runter gelaufen, ueberall mal durch die Fenster gespickelt, im Hard Rock Cafe eingekauft und letztendlich landeten wir fuer kurze Zeit in einer Spielhalle, wo ich mit Daniel und Alex jeweils ne Runde Air-Hockey spielte und beide abzockte. Hihi, da hat mich die Uebung doch noch nicht im Stich gelassen. Meine Hostparents in Seattle haben ja so ein Geraet und daran haben Joey und ich letzten Sommer so einige Nachmittage verbraten. Smile
Sarah ging es heute Abend nicht so gut und auch wir anderen hatten nicht mehr wirklich viel Lust, fuer einen anderen Club Eintritt zu bezahlen, so dass wir gegen 1am die Rueckfahrt ins Motel antraten. Daniel, Alex und ich beschlossen allerdings dann dort, noch ein bisschen draussen am Strand zu sitzen, den Wellen zu lauschen und ein bisschen zu quatschen.

Sonntag, 17. September 2006

Aus dem Bisschen wurde jedoch noch eine Stunde und noch eine. Es war einfach schoen, da am Strand zu sitzen, in Decken eingehuellt und sich zu unterhalten. Dabei fiel Alex und mir zum ersten Mal auf, dass wir am selben Gymnasium Abi gemacht haben. Ist das nicht lustig? Da “kennt” man sich nun schon sechs Wochen und weiss doch eigentlich noch fast nichts ueber den anderen.
Wie auch immer, Alex verabschiedete sich gegen halb sechs von uns, Daniel und ich beschlossen aber, den Sonnenaufgang nun noch anzuschauen, den wir eigentlich bald erwarteten. Und es hat sich absolut gelohnt. Es war einfach nur wunderschoen, wie sich der Himmel ganz langsam von einem dunklen Blau zu einem von allen Farben des Regenbogens durchzogenen Band verfaerbte. Davor der helle Sand des Strandes, die schlagenden Wellen, der Sichelmond am Himmel und die Stille. Es war perfekt!
Kam somit allerdings auch erst gegen 7am ins Bett und wenn man etwa 1.5 Stunden spaeter wieder geweckt wird, ist das weniger lustig. Hab mich aber dann doch nochmal ne Stunde hin- und hergedreht, aber um halb zehn musste ich wirklich aufstehen. Hatten schliesslich nicht vor, den Tag zu verschlafen. Die anderen hatten schon das Fruehstueck geholt, das im Preis inbegriffen war (Bagel mit Cream Cheese, Muffin und O-Saft). Haben also gegessen, zusammengepackt und machten uns danach auf den Weg zum Aquarium, unserem heutigen Ziel. Dort hat es mir ziemlich gut gefallen. Die hatten da jede Menge Piranhas, Barracudas, Haie jeder Art, Meeresschildkroeten und natuerlich zig Fischarten, die alle ganz toll waren. Mit einigen von denen bin ich sogar auf Hawaii schon geschnorchelt. War also wirklich toll da.
In dem Aquarium gab es ausserdem noch eine kleine Sektion mit dem Thema Mars. Das war ziemlich aehnlich zu dem, was ich schon in Chicago im Adler Planetarium gesehen hatte, aber war trotzdem ganz nett.
Als wir um 1pm wieder draussen waren, fiel es vor allem Daniel, Alex und mir ziemlich schwer, die Augen offen zu halten. Woran das nur lag? Smile
Jedenfalls machten wir vier (Steffen, Sarah, Vera und ich) uns auf den Weg zurueck zur Stadt. Wollten noch ein wenig an der Hauptstrasse entlangschlendern. Gesagt getan. Gegen 2.30pm machten wir uns dann aber doch auf die Heimfahrt. Mit mir war eh nix mehr anzufangen, ich klappte meinen Stuhl auf Schlafposition und war in Null Komma Nix eingeschlafen. Wachte wieder auf, als wir einen Stop beim McDonalds einlegten, jedoch konnte ich nichts essen, da ich mich fuehlte, als haette man mich nachts um 2am aus dem Tiefschlaf gerissen. Smile Hab dann auch die letzten beiden Stunden durchgeschlafen und somit ging die Fahrt wahnsinnig schnell zu Ende.
Nachdem wir um kurz nach 7pm wieder daheim waren, haben wir ausgepackt, ich hab dann gleich meine Bilder auf den Laptop gespielt, noch schnell was zu essen gemacht und jetzt werde ich mich gleich wieder ins Bett begeben. Merke doch, dass mich die Muedigkeit erneut ueberfaellt.
Jedenfalls war es ein wirklich schoenes Wochenende. Das Wetter war genial und der Strand eine gelungende Abwechslung zu unseren bishergen Staedtetrips. Bin schon sehr gespannt, wie das naechste Wochenende in Charleston wird.

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Payday!!

Sa Sep 16, 2006 5:59 am


[ Stimmung: Happy ]

Zahltag!!

Juhuu, da ist es, das Wochenende ist da!! Hab eigentlich nicht viel Zeit, da ich schon laengst wieder im Bett liegen sollte, aber ich will euch den heutigen Tag natuerlich nicht vorenthalten.
Also, wie immer erstmal zur Schule: Heute war es richtig nett und hat mir sehr viel Spass gemacht. Hatte richtig viel zu tun (Sticker ausschneiden fuer Mathe naechste Woche, jede Menge Blaetter zu Buechern zusammentackern) und mit Kerstin hab ich mich heute auch total gut verstanden. Die Kinder mussten heute Morgen gleich einen Test schreiben. Und zwar mussten sie die Buchstaben Aa und Bb schreiben und auf einer weiteren Seite Woerter einkringeln, die mit den jeweiligen Buchstaben beginnen. Kerstin hat diese vorgelesen.
Nach dem Lunch gingen die Kinder in ihre Centers, wo sie viel Spass hatten. Kerstin ist in der Zeit wieder verschwunden, so dass ich dafuer zustaendig war, dass alle aufs Klo gingen, sich zum Special in die Reihe stellten, alle einen Namensaufkleber bekamen und sie puenktlich im Media Center ankamen. Hat auch geklappt und somit kam ich rechtzeitig in die Cafeteria zur Lunch Duty. Dort verlief heute auch alles ruhig, was zum Teil auch daran lag, dass Daniel und ich mittlerweile ein richtig ausgekluegeltes System erarbeitet haben, wie wir die einzelnen Klassen geschickt aufstellen koennen, so dass sie sich nicht in die Quere kommen.
Der Rest des Vormittags verlief ziemlich ereignislos. Erst, als wir gingen und unsere Schecks fuer die letzten beiden Wochen in den Haenden hielten war die Freude gross. Haben ne ganze Ecke mehr bekommen, als mit was wir gerechnet hatten. Somit haben wir gleich doppelte Luftspruenge gemacht. Smile
Daheim haben wir wieder gekocht. Sarah ass einen Salat, Steffen hat sich ne Pizza in den Ofen geschoben und ich hab mich fuer Lachs in Sahnesosse und Gemuese entschieden. War seeehr koestlich. Danach gings fuer zwei Stunden an den Pool, da das gute Wetter ausgenutzt werden musste. Heute Mittag war es wieder so warm, dass man sich, waere man nicht schon einigermassen vorgebraeunt gewesen, locker einen Sonnenbrand geholt haette. Ich bin heute, wie auch die letzten Male auf der Liege eingeschlafen. Bin immer sooo muede am Mittag. Woran das liegt? Entweder daran, dass ich zu spaet ins Bett gehe, oder daran, dass die Kinder doch anstregender sind, als man denkt, oder an beidem. Ihr duerft es euch aussuchen. Smile
Gegen 5pm gingen wir ganz stolz zur Bank und haben unsere Paychecks eingeloest und danach ging es geradewegs ins YMCA. Vor dem Wochenendausflug nach Myrtle Beach mussten wir ja nochmal trainieren. Bin 20 Minuten gelaufen, 15 Minuten Treppen gestiegen und dann wieder meine 50 Bahnen geschwommen. (Weiss jetzt mittlerweile, dass eine Bahn etwa 45m lang ist). Zum Ausklang hab ich mich nochmal fuer ein Weilchen ins nach Eukalyptus riechende Dampfbad begeben.
Wieder daheim hatten wir nicht viel Zeit, denn um halb neun trafen wir uns schon wieder bei den anderen, um gemeinsam zum Chinesen beim Phillips Place zu laufen. Unterwegs habe ich auf einer ganz normalen Strassenlaterne eine Eule entdeckt. Hab noch nie eine in freier Wildbahn gesehen, vor allem keine, die so nah bei mir war. Echt genial! Leider ist sie gerade da weggeflogen, als Sarah ein Bild machen wollte. Sad Beim Chinesen angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass die Bude brechend voll war. Haben uns also was anderes ueberlegen muessen und landeten letztendlich bei “Harper’s Restaurant”. Das Essen war dort richtig lecker, wenn auch nicht ganz billig. Da wir aber sowieso total ueberbezahlt sind, ist das auch egal. Wink Man muss das Leben schliesslich geniessen, so lange es geht.
Deshalb verschwinde ich jetzt auch ins Bett und geniesse meine verbleibenden sechs Stunden Schlaf, bevor es uebers Wochenende nach South Carolina an den Strand geht. Euch allen ebenfalls ein tolles Wochenende, man hoert sich spaetestens am Montag mit einem Wochenendbericht wieder. Bye bye!

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DMV, Ross, Tennis,…

Fr Sep 15, 2006 4:24 am


[ Stimmung: Happy ]

… und jede Menge andere Dinge!!!

Zack, und schon wieder ist ein Tag rum. Wir wundern uns alle jeden Tag aufs Neue darueber, wie schnell das doch geht.
Zur Schule: Meine Hall Duty war heute zum ersten Mal diese Woche nicht langweilig, was daran lag, dass der Securitymensch heute krank war und ich die lieben Schueler mit ihren Eltern alleine begruessen durfte. War also dafuer verantwortlich zu schauen, dass sich auch alle Eltern auf so Zetteln verewigen und sich einen Besucheraufkleber mitnehmen. So verging diese Dreiviertelstunde auch gleich viel schneller.
In der Klasse haben wir heute das kleine “b” gelernt, nachdem natuerlich wieder der ABC-Song gesungen wurde. Diesmal hat zum ersten Mal ein Schueler auf die einzelnen Buchstaben gezeigt, waehrend gesungen wurde. Kerstin fragte die Kinder heute zusaetzlich nach Reimwoertern. Diese mussten aber nicht exisitieren, sondern konnten auch pure Phantasie sein. Hauptsache es reimt sich. Ganz viele Kinder hatten damit sehr grosse Probleme und das Konzept ueberhaupt nicht verstanden.
Ziemlich bald hatte Kerstin ein Elterngespraech, so dass ich mit der Klasse alleine war. In dieser Stunde bekamen die Kinder eine ganze Ladung Schwunguebungen zur Uebung der Feinmotorik. Ich hatte das relativ gut im Griff, auch wenn es ein bisschen logistisches Ueberlegen beanspruchte, da die Kinder ja alle unterschiedliche Arbeitstempi haben und dementsprechend alle stanedig neue Blaetter brauchten. Dann musste ich Kinder wieder wegschicken, die nur die Haelfte gemacht hatten, von denen der Name fehlte, andere verstanden die Aufgabenstellung nicht und wieder andere schluderten alles nur hin und durften es zur Strafe nochmal rausradieren und das Ganze erneut machen. Die Zeit bis zum Lunch verflog also nur so.
Nach dem Lunch haben wir beschlossen, heute alle Center fuer die Kinder auf zu machen. Auch den Play-doh-Center, wo die Kinder jede Menge Aktivitaeten mit Knete machen koennen. Das war keine gute Idee, denn am Ende waren trotz exakten Anweisungen fast alle Farben vermischt und ziemlich viel auf dem Teppich verteilt. Dumm, denn nun bleibt der Center fuer die naechste Zeit erstmal wieder geschlossen. Da die Sportlehrerin heute krank war, konnten unsere Kids nicht zu ihrem Special, was heisst, dass ich da bleiben musste und nicht zur Lunch Duty gehen konnte. War mir aber auch ganz recht. Blieb ich eben bei den Kiddies und bei Kerstin, die mich mal wieder als arbeitswuetig bezeichnet hat. Ich hab halt nebenher aufgeraeumt und eigentlich immer was gefunden, was ich tun konnte. Sie hat das aber genervt und meinte deshalb, ich solle mich einfach mal hinsetzen. Tja, was soll’s, hab ich das eben gemacht, auch wenn ich den Sinn nicht so ganz verstanden habe. Bin ja schliesslich da, um was zu machen, nicht um da zu sitzen. Smile
Bin heute nur mit Nico heimgefahren, da Sarah laenger arbeiten musste. Hab mir daheim was gekocht (Nudeln mit Sosse und Salat) und mich bald danach wieder mit Steffen auf den Weg zur Schule gemacht, um Sarah abzuholen. Waehrend die beiden zu “Ross” gegangen sind, hab ich es mir nochmal angetan, beim DMV vorbeizuschauen, da das mit unserem Title endlich mal geklaert werden musste. Musste da ewig warten. Ueber eine Stunde spaeter kam ich endlich an die Reihe, um herauszufinden, dass der Title an die falsche Adresse geschickt wurde. Klar, da kann er ja nicht ankommen. Hoffe mal, dass der nun in den naechsten zwei Wochen mal hier aufkreuzt. Smile Bin dann aber auch wieder zurueck zu “Ross” und keine halbe Stunde spaeter war ich drei Oberteile reicher und $ 35 aermer. Kann da einfach net reingehen, ohne was zu kaufen. Ganz schlimm. Sind danach noch zum ALDI, um unsere Einkaeufe fuers Wochenende zu erledigen.
Daheim haben wir noch ein wenig rumgegammelt, bis Sarah, Steffen, Daniel und ich um 5.30pm auf den Tennisplatz gegangen sind. Hat super viel Spass gemacht, vor allem, weil ich Daniel immer ein bisschen geaergert habe. Smile Ich glaub, ich muss mein Telefon heute Nacht mal ausstecken, da ich ihm wirklich zutraue, dass er aus Rache hier anruft. Wink
Zwei Stunden spaeter und fuenf Moskitostiche reicher (nur ich!!!) kamen wir wieder daheim an. Haben uns schnell unser Abendessen gerichtet, das verspeist und daraufhin beschlossen, heute Abend ein bisschen was zusammen zu spielen. Haben eine Runde “Metropolis” und eine Runde “Trivial Pursuit” gespielt und jetzt gehts gleich mal ins Bett. Tschuessi und euch allen einen schoenen letzten Arbeitstag fuer diese Woche!

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Es regnet nur einmal

Do Sep 14, 2006 4:31 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Und schon wieder einen Tag hinter mich gebracht!!!

Schom um 3.11am wurde ich kurzfristig aus meinen schoensten Traeumen gerissen, denn da klingelte das Telefon. Man fragt sich ja, wer um solche Zeiten anruft, macht sich Sorgen,… Es war aber nur der Typi vom Airport, der Steffens Koffer vorbeigebracht hat. Aber mal ganz im Ernst: Um so ne Zeit vorbeizukommen ist schon sehr unverschaemt, oder? Da haetten die ja auch noch vier Stunden warten koennen. Egal, als der Wecker um halb sieben klingelte war ich trotzdem einigermassen fit.
Zur Schule: Heute lief es wieder bedeutend besser als gestern. Haben nicht so besonders viel gemacht, da Kerstin unbedingt die Sitzordnung aendern wollte. Somit haben wir die Kinder erst von hier nach da gesetzt, um sie spaeter nochmal wo anders hin zu verfrachten. Jetzt haben sie aber alle neue Plaetze gefunden, alle haben ihre neuen Cubby-Schilder selbst gestaltet und mit Klettverschluessen angebracht. Das ist ganz praktisch so, denn nun koennen wir die Kinder nach Belieben umsetzen, ohne da viel Arbeit mit zu haben.
Vor dem Lunch hatten wir noch kurz Zeit, so dass Kerstin das grosse “B” eingefuehrt hat. Das bereitete den Kindern ueberhaupt kein Problem, was aber sicher mit daran liegt, dass dieser Buchstabe sowohl im Deutschen als auch im Englischen denselben Laut hat. Was ich allerdings sehr erstaunlich fand, war die Aussage eines Maedels. Deren Mutter ist zwar Deutsche, das Kind spricht aber so gut wie kein Deutsch. Jedenfalls fragte Kerstin nach Woertern mit B und dieses Kind sagte dann “tree”. Das beginnt ja nun nicht mit einem B, aber das deutsche Wort dafuer lautet “Baum” und dieses beginnt eindeutig mit einem B. Ich habe mich da wirklich gefragt, ob das Zufall war, oder sie sich einfach nicht traute, das deutsche Wort auszusprechen, obwohl sie es wusste.
Ansonsten ging es bei der Lunch Duty wieder drunter und drueber. Da gibt es eine vierte Klasse franzoesische Immersion. Die sind sowas von schrecklich, ihr macht euch kein Bild. Die Lehrer sind ja nun ueberwiegend nicht mehr mit in der Cafeteria und somit muessen drei Aufsichtspersonen (ihn meinem fall Daniel, ich und noch eine weitere Lehrerin) etwa 300 Kinder im Auge behalten. Das ist schon sehr stressig, vor allem, wenn dann eine Klasse wirklich nicht hoert. Weder auf Daniel, noch auf mich. Da hatte ich heute echt keine Lust mehr drauf. Ich mein, die tanzen mir auf der Nase rum und finden das auch noch lustig. Hab mit der Lehrerin also mal ein Woertchen geredet, als sie die Klasse abholen kam. Ich hoffe schwer, dass das fuer die entsprechenden Kinder Konsequenzen haben wird und dass die sich morgen endlich mal benehmen.
Nachdem Sarah und ich heimgekommen sind, haben wir beiden und Steffen gleich mal was zu essen gemacht. Spaghetti mit Sosse und Gemuese. Danach sind die zwei in die Mall gelaufen, waehrend ich mich an den PC setzte, mit meinem Bruder chattete, unsere zu diesem Zeitpunkt eingetroffene Telefonrechnung auseinander rechnete und mich ueber meine Post freute, die heute endlich ankam. Und zwar ein kleines Paeckchen von meinen Eltern mit der Office Software fuer meinen Laptop und ein paar anderen Dateien, die bei meinem Laptop-Crash verloren gegangen waren. Danke danke danke!!
Ich habe ausserdem endlich mal bei der Frau angerufen, deren Telefonnummer ich von Kerstin bekommen hatte, weil sie Nachhilfe fuer ihren Sohn moechte. Und so wie das jetzt aussieht, werde ich naechste Woche Mittwoch schon starten. Aber nicht nur bei ihrem Sohn, sondern auch noch bei einem befreundeten Jungen. Die gehen beide in die 4. Klasse und im Sommer naechstes Jahr werden die zurueck nach Deutschland gehen. Die Eltern wollen jetzt halt, dass ich die Kinder in Deutsch auf die Schule in Deutschland vorbereite. Bin ja mal gespannt, ob ich das hinbekomme. Was ganz praktisch war: die Frau meinte ausserdem, dass der Bruder des Freundes ebenfalls Nachhilfe braeuchte. Der geht in die 6. Klasse. Hab den also gleich mal der Sarah vermacht, die sich darueber sehr freute. Ich hoffe doch mal, dass das wirklich was wird, denn die $ 20 pro Kind und Stunde zusaetzlich in der Woche machen schon einiges aus. Mal angenommen ich haette diese beiden Jungen und wuerde jeden Mittwoch zwei Stunden machen, dann kaeme ich in der Woche auf zusaetzliche $ 80. Net schlecht, oder? Also, drueckt mir mal die Daumen, dass das alles klappt!
Nachdem dann sowohl Vera, als auch die beiden Einkaeufer wieder daheim waren, sind wir los ins YMCA. Vera und ich gingen fuer eine Dreiviertelstunde in Sculpt, wo wir heute vor allem unsere Arm- und Bauchmuskeln trainierten. Danach war ich nochmal ne halbe Stunde auf dem Crosstrainer und bin zehn Minuten Treppen gestiegen.
Um 7pm waren wir wieder daheim. Haben alle zusammen das Abendessen vorbereitet (Ruehrei, Pizza von gestern, Salat und Brot mit Wurst und Kaese und fuer mich nen Nachtisch aus Banane, Naturjoghurt und Walnuessen) und uns dann gemuetlich zusammengesetzt. Im Anschluss daran haben wir beschlossen, noch nen Film anzuschauen. Haben also mal “Blair Witch Project” eingelegt, aber schon nach kuerzester Zeit war Steffen, der noch sehr Jet-lag geplagt ist, eingeschlafen und auch Sarah und ich haben das Ende des Filmes nicht mitbekommen. Smile
Deshalb werde ich jetzt auch ganz fix ins Bettchen huschen und hoffen, dass der Regen, der heute nicht eine Minute Pause gemacht hat, sich bis morgen frueh verzogen hat.

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Domino’s Pizza

Mi Sep 13, 2006 4:28 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Einen schoenen guten Abend euch allen!!

Irgendwie hab ich meinen Wecker heute Morgen wieder erst ein bisschen spaeter gehoert. Sehr merkwuerdig, da ich gestern schon um kurz nach 10pm im Bett lag.
Zur Schule: Heute war es ziemlich aetzend, wenn ich ehrlich sein soll. Das begann schon wieder damit, dass ich mir draussen bei der Hall Duty einen abgefroren habe. Was aber meine Schuld war, da ich nur ne leichte Bluse an hatte und ja wusste, dass es in den letzten Tagen etwas kuehler geworden war. Dann in der Klasse war anfangs alles ok. Kerstin ist gleich zu Beginn mal wieder was erledigen gegangen, so dass ich die Kinder ihre Morning Work hab fertig machen lassen und sie danach auf dem Teppich versammelte, wo ich abcheckte, wer seinen Folder noch nicht aus dem Bookbag (Schulranzen) rausgeholt hatte. Schon kam Kerstin wieder und der eigentliche Unterricht begann auch heute mit dem Singen des Alphabets. Danach wurde das kleine “a” eingefuehrt. Und zwar sehr merkwuerdig, wenn ihr mich fragt. Die Kinder sollten halt wieder Woerter mit dem “a”-Sound nennen und Kerstin machte Beispiele mit ihren Namen. Das Bloede ist halt, dass z.B. Namen wie James auf Deutsch keinen “a”-Laut beinhalten. Sie liess das aber trotzdem durchgehen, was die Kinder dann doch ein bisschen verwirrte. Zumindest hatte ich den Eindruck. Auch erklaerte sie den Kindern, dass der” a”-Laut nur in der Mitte von Woertern vorkommt und dass man am Anfang des Wortes alle A gross schreibt. Aber das ja bekanntlich absolut nicht so. Ich mein, das werden sich die Kinder jetzt nicht unbedingt gemerkt haben, aber ich bin da heute ueber einige Fehler gestolpert, bei denen ich mich fragte, ob sie sich wirklich auf diese Stunde vorbereitet hat.
Als es dann in die Literacy Centers ging und ich meine Lesegruppe bekam, dachte ich wirklich, mir platzt gleich der Kragen. In dieser Gruppe waren drei Kinder, die schon ein bisschen besser Deutsch koennen und einer, der ziemlich schnell lernt. Jedenfalls kannten die auch schon das Buch, aber eben auf Englisch und lasen dann aus dem Gedaechtnis alles auf Englisch. Sie machten dann das Buch zu und meinten, sie seien fertig und waren total gelangweilt. Bis ich die wieder soweit hatte, dass sie mitmachten und auch Spass am Lesen auf deutsch fanden, meinte Kerstin, sie gehe mal fuer ne Runde telefonieren. Das resultierte darin, dass ich mit der ganzen Klasse allein war und natuerlich alle paar Sekunden ein Kind aus anderen Centers zu mir kam und mir seine Arbeit zeigen wollte. Konnte mich dann gar nimmer aufs Lesen konzentrieren und die fingen an Quatsch zu machen. Das hat mich in dem Moment ehrlich gesagt wirklich ueberfordert. Aber zum Glueck ging das nimmer so ewig und ziemlich bald schickte ich die Kinder stationenweise auf die Toilette und schon waren wir bereit fuer den Lunch. Als Kerstin zurueck war, standen die Kinder schon bereit an der Tuere. Und da passierte mir auch schon das naechste Missgeschick. Hab die Tuere hinter uns zugezogen, da ich dachte, Kerstin haette unseren Schluessel wie immer um den Hals haengen. Aber nein, diesmal nicht. Ich glaub sie war auch total genervt, weil ihre Telefonate nicht ganz so liefen, wie sie wollte und somit entstand eine kleine Spannung. Musste dann vor zum Dawson (dem Sicherheitsfuzzi), der mir die Tuere wieder aufschloss. Immerhin meinte er, das wuerde in Kerstins Klasse haeufiger vorkommen. Na dann!
Der Lunch verlief ok, auch wenn wir zum ersten Mal drei Kinder an den “Silent Lunch Table” verfrachten mussten. Dort sitzen die Kinder, die Sch.. gebaut haben. Die duerfen da halt net miteinander reden.
Das naechste erwaehnenswerte Erlebnis hatte ich, als die Kinder zum Sport sollten. Ein Maedel hat die totale Panik geschoben. Hat geheult und gemeint sie wolle nicht in den Sport, der Lehrer wuerde nur schreien und sie koenne da auf keinen Fall hin. Hat sich sogar an mich geklammert und geschluchzt, als waere die Welt am Untergehen. Bis ich sie wieder beruhigt hatte, bekam ich einige komische Blicke von “meinem” Sportlehrer zugeworfen. Immerhin hat er mich mal angeschaut. Nee, Scherz beiseite, irgendwie ist es mir ehrlich gesagt schnurzpipe, was der von mir haelt oder auch nicht. Smile
Hatte danach gleich Lunch Duty, wo es heute auch wieder super stressig zu ging. Und da herrschte ein Laermpegel, das war kaum auszuhalten. Ich war echt kurz davor Kopfschmerzen zu bekommen und wer mich kennt, der weiss, dass ich NIE Kopfschmerzen habe. Jedenfalls war der Tag heute wirklich anstrengend und ich war heilfroh, als ich wieder heim konnte.
Sarah und ich haben gegessen und danach hab ich mal bei meinen Eltern angerufen. War ein schoenes und auch lustiges Gespraech, das mich wieder etwas aufgeheitert hat. Gleich im Anschluss sind Sarah und ich auf den Tennisplatz. Doch das Abreagieren funktionierte nicht so wirklich, weil sowohl bei ihr als auch bei mir der Wurm drin war. Haben nun beschlossen, den Daniel und seine Tenniskuenste etwas regelmaessiger zu konsultieren. Smile
Daheim hab ich mich dann auf die Couch gelegt und ob man es glaubt oder nicht, ich bin eingepennt und erst wieder aufgewacht, als Vera und Sarah um halb sechs los wollten. Sarah musste naemlich ihren Freund vom Flughafen abholen und Vera wollten wir unterwegs beim “Ross” rauslassen.
Am Flughafen haben wir erstmal erfahren, dass Steffens Flug ziemlich viel Verspaetung hat. Haben es uns also draussen vor der Tuere gemuetlich gemacht, denn drinnen waeren wir beinahe zu Eissaeulen erstarrt. Smile Als Steffen dann kam, hat Sarah gar nimmer aufgehoert zu strahlen. War echt schoen, sie so gluecklich zu sehen. Steffens Freude hielt so lange, bis er entdeckte, dass einer seiner Koffer den Weg von Cincinnati nach Charlotte nicht bestritten hatte. Ist aber auch sehr aergerlich. Hoffe mal, dass der spaetestens morgen geliefert wird.
Haben Vera dann wieder abgeholt und sind daraufhin zu Domino’s Pizza, wo wir uns eingedeckt habe. Daheim haben wir die super leckeren Dinger verspeist und Steffen ein bisschen kennen gelernt. Immerhin wird er ja die naechsten 2.5 Wochen hier bei uns wohnen.
Jetzt uebermannt mich schon wieder die Muedigkeit, ich verziehe mich also besser in mein Bett!

P.S.: Ich hab ja vor fast drei Wochen total viele Postkarten losgeschickt. Von einigen weiss ich, dass sie sie noch immer nicht bekommen haben. Es waere klasse, wenn mir mal all diejenigen schreiben koennten, die sie bekommen haben, damit ich weiss, wem ich nochmal eine schicken muss.

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Ein denkwuerdiger Tag

Di Sep 12, 2006 2:36 am


[ Stimmung: Happy ]

September 11th 2006 – 5 year memorial!!

Und so schnell ist das Wochenende wieder rum. So, erstmal ein bisschen was zur Schule:
Musste diese Woche Hall Duty am Carpool machen. Allerdings steht da auch immer einer der beiden Sicherheitsleute und ich fuehlte mich leicht ueberfluessig. Aber ich finde es ja immer super goldig, wenn die Kleinen aus meiner Klasse auf mich zu kommen und mit ihrem niedlichen Akzent “Hallo Frau Goihl” sagen.
Heute hat der Deutschunterricht nun wirklich angefangen. Kerstin erzaehlte den Kindern gleich zu Beginn des Tages, dass sie nun ihr amerikanisches Hirn aus- und das deutsche einschalten sollten. Wir begannen dann damit, das Alphabet zur Melodie von “Bruder Jakob” zu singen. Hat den Kinder viel Spass gemacht. Danach fuehrte Kerstin speziell den Grossbuchstaben “A” ein. Und zwar malte sie es erst auf ein Clipboard, machte dann den deutschen Laut vor und fragte die Kinder, welche Woerter sie schon kennen, die mit einem A anfangen. Ein paar fanden die Kids, ich steuerte auch noch welche bei und schon hatten wir eine kleine Sammlung. Anschliessend wurde die Schreibung des Buchstabens geuebt. Kerstin machte es vor, die Kinder machten es dann zuerst in der Luft und dann am Clipboard nach.

Daraufhin starteten wir mit dem Literacy Center. Hier werden die Kinder tischweise in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, die jeden Tag wechseln. Es gibt folgende Stationen: 1. Lesen, 2. Schreiben, 3. mini-Luek, 4. Buchstaben basteln, 5. Buchstaben finden und ausschneiden. Waehrend Kerstin mit der mini-Luek-Gruppe arbeitete, war ich bei der Lesegruppe taetig. Die Kinder bekamen so kleine Buechlein. Da steht auf acht Seiten jeweils ein Satz, der sich bis auf ein-zwei Worte immer wiederholt, so dass die Kinder sich das einpraegen koennen. Beim ersten Lesen folgten die Kinder den Worten nur mit den Fingern, beim zweiten Lesen sollten sie mitsprechen, beim dritten Lesen dasselbe nochmal und beim vierten Durchgang musste jedes Kind eine Seite versuchen selbst zu lesen. Ein Maedel hat das richtig toll hinbekommen, die anderen brauchten noch Hilfe. Aber allen dreien machte es total viel Spass, so dass wir das Buch letztendlich sicher zehnmal gelesen haben.
Ach ja, und noch was: bevor der Unterricht ueberhaupt startete, gab es eine Ansprache von Frau Olzhausen (der Rektorin) zum 11. September. Sie hat halt ziemlich lange erzaehlt, dass wir den Toten gedenken sollen und dass wir besonders heute daran denken, unseren Lieben zu zeigen, wir sehr wir sie moegen und die Kinder sollen jeden Tag ihr Bestes geben, da man ja nie wisse, was am naechsten Tag sein koennte. Dann folgte um 8.47am eine Schweigeminute. Zu diesem Zeitpunkt war damals das erste Flugzeug in die Tuerme geflogen. Die Kinder waren die ganze Zeit sehr aufmerksam und fragten im Anschluss, was es denn damit ueberhaupt auf sich haette. Da ist mir erstmal aufgefallen, dass sie ja noch so jung sind, dass die teilweise noch nicht mal geboren waren, als das passierte. Ich war sehr erstaunt darueber, wie schnell die letzten fuenf Jahre doch vergangen sind, denn mir kommt der Moment, als ich das mit den Towern mitbekommen habe, noch sehr praesent vor. Ansonsten haengen hier halt alle Fahnen auf Halbmast, es gibt in jeder Stadt so Staetten, wo ein bisschen “gefeiert” wird und im TV laeuft das alles natuerlich hoch und runter.
Zur Schule an sich gibt es nicht mehr viel zu sagen. Es ist alles ziemlich smooth gelaufen.
Sind danach wieder beim ALDI vorbei und dann noch zum DMV, weil wir mal nachfragen wollten, was nun mit unserem Title fuers Auto ist, da wir den noch immer nicht haben. Aber da war so viel los, dass wir gleich wieder weitergefahren sind. Auf dem Heimweg hatte Sarah einen kleinen Spiegelknutscher mit nem anderen Auto, aber das ist glaub nicht so schlimm gewesen, auch wenn der Typ unsere Nummer aufgeschrieben hat.
Daheim haben Sarah und ich Mittagessen gekocht und waehrend sie an den Pool gegangen ist, hab ich mit meinem Bruder gechattet, der sich wohl grad ernsthaft ueberlegt, mich besuchen zu kommen. Das waere einfach nur genial, da ich dann nicht alleine nach Florida gehen muesste, ihn sehen wuerde und ihm endlich mal Amerika zeigen koennte. Das waere einfach nur genial, also drueckt mir mal die Daumen, dass er sich dafuer entscheidet. Bruederchen, ich weiss, dass du das hier liest: Pleaaaaase come over!!!!!
Wurde um 4pm von den anderen zum YMCA mitgenommen, wo ich wieder ne halbe Stunde auf dem Crosstrainer, ne Viertelstunde auf dem Rad und ne Viertelstunde mit Treppensteigen verbracht habe, bevor es dann noch 40 Runden schwimmen ging und ich einen Saunagang machte.
Jetzt bin ich gluecklich und zufrieden daheim, hab grade noch gevespert und schaue neben dem Tippen TV. Tschuessi und bis morgen!

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Greek Festival

So Sep 10, 2006 9:30 pm


[ Stimmung: Cool ]

1 Monat ist rum!!

Konnte heute wieder nicht besonders lange schlafen, was mich wirklich wundert, weil ich doch daheim immer bis Anadubala (sofern man das so schreibt) schlafen kann und hier geht das irgendwie nicht. Hab mich also an den PC gesetzt, danach ausgiebigst mit Vera gefruehstueckt und mich dann zu Sarah an den Pool gelegt. Diese zwei Stunden vergingen wie im Nu und schon waren wir drei auf dem Weg zum Greek Festival. Zumindest wollten wir da hin, denn irgenwie hatte ich gedacht, das wuerde im Freedom Park stattfinden, dem war aber nicht so. Sind aber trotzdem ein bisschen durch den Park spaziert und haben festgestellt, dass der wirklich sehr schoen ist. Der richtige Platz zum Erholen und Entspannen. Hab den anderen schon mitgeteilt, dass sie mich hier finden koennen, wenn sie mich mal etwas nerven und ich Abstand brauche. Smile
Gegen 3pm sind wir dann aber doch beim eigentlichen Fest angekommen. Und zwar handelt es sich hierbei um das Fest der griechisch-orthodoxen Gemeinde. Das Fest gilt als eines der tollsten in der Stadt. Waren dementsprechend enttaeuscht, dass es eigentlich fast nur Fressbuden, ein paar Kinderkarusells und zwei Bands gab. Ah, es gab aber auch noch so ein paar Staende, an denen man haesslichen oder ueberteuerten Schmuck kaufen konnte und in der Kirche waren so Raeume aufgebaut, die die Geschichte und Religion Griechenlands aufzeigten. War ganz nett da und wir haben sehr gut gegessen (Gyros und griechischen Salat und zum Nachtisch Baklava (Eis)).
Wieder daheim haben wir nicht mehr gross was gemacht. Sarah hatte ein paar Motels fuer Myrtle Beach naechstes Wochenende rausgesucht und ich hab da dann noch angerufen und ein Zimmer reserviert. Danach bin ich in mein Zimmer und hab “Die Dolmetscherin” angeschaut und daraufhin haben wir drei gemeinsam “The Peacemaker” geguckt. Hier laufen ja soooo viele Spielfilme (und auch wirklich gute!!) nebeneinander, dass es immer richtig schwierig ist, sich zu entscheiden. Das einzig Nervige ist halt noch immer, dass da staendig Werbung kommt. So alle zehn Minuten kommen zwei Minuten Werbung. Das ist halt wirklich laestig, aber was soll’s.
So, jetzt ist Schluss fuer heute, wir hoeren uns morgen wieder.

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Total verpeilt

So Sep 10, 2006 3:39 am


[ Stimmung: Distorted ]

Mensch bin ich heute muede!!!

Ich dachte ja ich hoer nicht richtig, als um 8.30am das Telefon zum ersten Mal klingelte. Und kurz darauf gleich nochmal. War noch sooo muede, konnte dann aber einfach nimmer einschlafen. Hab also gewartet, bis Vera um kurz vor halb elf aus dem Haus ist (jaaa!!! Sie hatte sich mit Nico zum Einkaufen verabredet und konnte da nimmer drumrum. Smile) und bin dann aufgestanden. Hab gefruehstueckt, mich kurz an den PC gesetzt und bald darauf kam auch Sarah schon angewatschelt. Sie hat mich nur gefragt, was denn gestern Abend alles passiert ist und schon konnte ich ihr ausfuehrlichst erzaehlen, was sich nicht alles lustiges zugetragen hatte. Und aufs Neue musste ich wieder Lachen, bis mir fast die Traenen kamen. Das geschah im Verlaufe des Tages uebrigens noch oefter. Smile
Haben dann beschlossen, zum Wal-Mart zu fahren, aber dort haben wir mal so gar nichts gefunden. Sarah hat aber im Schuhladen nebendran gut abgesahnt. Auf dem Heimweg haben wir bei Ben & Jerry’s leckeres Eis gegessen und es uns gut gehen lassen.
Daheim zogen wir uns schnell um fuers YMCA, da wir dort an den Pool wollten. Bloed nur, dass der Pool auch dort nach dem Labor Day geschlossen wird. Voll hohl, da das Wetter ja noch richtig klasse ist. Das war heute sooo warm. Naja, ich bin dann eben kurz aufs Fahrrad, hab ein paar Meilen abgestrampelt und bin dann nochmal 50 Bahnen geschwommen. Es muss sich ja auch lohnen.
Daheim langweilte ich mich wieder ziemlich, also riefen wir um 6pm den Daniel an und fragten, ob er Lust auf ne Runde Tennis haette. Kurz darauf standen also drei noch im Halbschlaf versunkene Leute auf dem Platz, aber Spass hat es wieder gemacht.
Nach einer Stunde kamen wir nach Hause, haben unser Abendessen gekocht und dabei erzaehlte ich aufs Neue die wunderbaren Begebenheiten des Vorabends, da Vera auch sehr gespannt war. Schauten uns danach noch die vielen lustigen Bilder an, die Vera gemacht hatte und kugelten uns wieder. Ich glaub, ueber diesen Abend koennen wir noch lange lachen.
Jetzt bin ich sowas von kaputt, dass ich gleich ins Bett gehen werde, auch wenn es ja noch nicht besonders spaet ist. Gute Nacht und euch allen noch ein schoenes Wochenende!!

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Der genialste Abend

Fr Sep 08, 2006 5:47 pm


[ Stimmung: Silly ]

Ich lach mich noch immer halb kaputt!!!

Zum Morgen in der Schule gibt es nicht besonders viel Interessantes zu erzaehlen. Nur eines von meiner Hall Duty. Kommt doch da tatsaechlich eine Mutter auf mich zu, schaut mich an und fragt: Bist du hier wirklich Lehrerin? Ich bejahte das natuerlich und sie daraufhin: Dann bist du wohl um einiges aelter, als du aussiehst. Argh!!! Ansonsten war die Duty wieder sehr langweilig, so dass ich irgendwann da stand und leise selbst ausgedachte Lieder vor mich her traellerte. Zum Glueck war weit und breit keiner zu sehen, der diese Vergewaltigung von Noten und Klaengen miterleben konnte. Smile
Nach der ueblichen Elmar-Geschichte folgte das Basteln einer Elefantentuete. Einige Kinder haben das wieder richtig schnell hinbekommen, waehrend andere nicht mal das Unterteil vollstaendig bemalt bekamen. Ein Junge, der wirklich mit allem total hinterher ist, und der bis gestern auch noch nicht gescheit ausmalen konnte, hat das heute sogar richtig toll gemacht und dann? Naja, eine Schere sollte man dem wirklich nicht in die Hand geben, denn er hat das wunderschoen ausgemalte Bild einfach in viele viele Einzelteile zerschnitten. Sad Nichtsdestotrotz hab ich mit ihn das Schneiden des Kopfes, den er noch nicht zerschnitten hatte, geuebt, da er auch von der Scherenhaltung keine Ahnung hatte. Ich frag mich manchmal wirklich, was Eltern teilweise daheim mit ihren Kindern machen, bzw. nicht machen. Nachdem ich die Kinder vom Sport abgeholt hatte, gingen wir zurueck ins Klassenzimmer, wo die Kinder sich zur Quiet Time hingelegt haben. Kerstin war mal wieder nicht da, so dass ich die Folder gestopft und viele Arbeitsblaetter fuer naechste Woche zusammengetackert habe. Kerstin kam und kam nicht, so dass die Kiddies ewig da lagen. Alex kam irgendwann dazu und wir beschlossen, einfach mal mit dem Snack anzufangen. Meine Zeit war da allerdings schon wieder rum, ich ging also heim.
Sarah und ich haben eine Kleinigkeit gekocht, danach ging ich an den PC und sie an den Pool. Bald darauf folgte ich ihr aber. Lagen da bis um kurz nach 5pm in der Sonne. Ich bin zwischendurch wieder vergepennt, aber das ist ja schon nichts neues mehr. Deshalb war es ganz gut, dass wir mit Daniel ausgemacht hatten, um 6pm mit ihm Tennis spielen zu gehen. Er hat uns einige Vorhanduebungen gegeben, die mich wieder wach machten. Mensch ist das anstrengend, aber Spass hat es gemacht.
Nachdem wir eine Stunde spaeter wieder daheim waren, hat Sarah angefangen das Chili con Carne zu kochen und ich hab das Haus gesaugt und mich fuer den Abend fertig gemacht. Das andere Haus kam gegen 8pm rueber. Haben erstmal gegessen und dann fing der Spass an. Die anderen becherten ein Bier nach dem anderen und Sarah, Vera und Daniel leerten zwei Weinflaschen, wahrend wir “Wer bin ich?” gespielt haben. War total lustig. Aber so richtig witzig wurde es eigentlich erst danach. Wollten heute Abend naemlich weg, ausgehen, mal so richtig einen drauf machen. Jedenfalls fing der Spass schon damit an, dass wir zu fuenft gehen wollten (Nico kam nicht mit), unsere Rueckbank aber noch nicht wieder eingebaut hatten. Daniel und Alex mussten die also rausschleppen und haben sich dabei schon nicht mehr eingekriegt vor Lachen. Die Fahrt Uptown war einfach nur uebelst lustig. Die haben gesungen, gegroelt,… einfach nur witzig. Nachdem wir an ein paar Police Officers vorbeikamen, wurden sie jedoch etwas leiser, bis wir einen Parkplatz gefunden hatten. Unser Ziel hiess “Forum”, aber da wurden wir nicht reingelassen, weil Alex, Daniel und Vera inappropriately dressed waren. Sie trugen halt sehr athletische Kleidung, was den Tuerstehern nicht gefiel. Trafen aber noch mehr Leute, die nicht reinkamen und gemeinsam zogen wir weiter, bis wir in der Naehe eine Bar, Club,… whatever fanden, wo man sogar nicht mal Eintritt zahlen musste. Das war richtig genial da. Die haben ne super Mischung an Liedern gespielt, so dass wir tanzen konnten bis zum Umfallen. Die anderen becherten also weiter wie die bloeden und als die Bar (ich weiss wirklich nimmer, wie die hiess) um 2am (!!!! that’s America !!!!) geschlossen hatte, waren vor allem Vera und Sarah mehr als voll. Vera konnte kaum noch aufrecht gehen und Sarah hat ueberwiegend Bloedsinn von sich gegeben. Aber ich fand es einfach nur lustig. Sarah meinte dann, sie haette echt soooo nen Hunger und ist der Gruppe, die wir davor getroffen hatten, in einen Pita-Laden gefolgt. Da drin standen jede Menge Polizisten und hielten nach Leuten wie uns Ausschau Smile Jedenfalls hat sich Sarah so zwei Brownies geholt, hat die aber nimmer wirklich gegessen bekommen. Sie hatte das Zeug dann an den Haenden kleben und kurz darauf waren Alex und Daniel leicht schokoladig und auch Vera hatte davon einiges abbekommen. Aber die hat da eh nimmer viel mitbekommen. Ich sags euch, ich hab nur noch gelacht und den Kopf geschuettelt.
Sind dann zum Auto gelaufen, oder gewankt, je nachdem aus welcher Position man die Sache betrachtet und hatten einige lustige Episoden mehr. Im Auto ging es grad so weiter. Sarah hat uns super unterhalten. Sie hatte naemlich Hunger und meinte dauernd: “Claudia, fahr zu Pizza Hut, da waren wir doch noch nie. Es ist aber deine Entscheidung, denn du faehrst ja.” Hab ihr das dann ausgeredet und dann ging es weiter mit “Claudia, fahr zu dem Eisladen. Ich will so gern ein Eis und alle anderen bestimmt auch. Aber du entscheidest, denn du faehrt ja.” Ich hab mich kaum noch aufs Fahren konzentrieren koennen, so sehr musste ich lachen. Haette dann auch fast ne rote Ampel uebersehen, aber Alex war zum Glueck sehr aufmerksam.
Gegen 4am waren wir wieder gut daheim angekommen. Vera verschwand gleich im Bett, Sarah hatte immer noch Hunger und hat sich die Chilies aufgewaermt (hab ihr aber gnaedigerweise geholfen, da sie den Stecker der Mikrowelle nimmer in die Steckdose bekam), und ich hab mich mit ihr unterhalten. Da weiss sie aber morgen sicher nimmer viel davon. Smile Hab dann noch schnell daheim angerufen und meinem Papa alles ein bisschen berichtet und ich glaub er hat nur laechelnd mit dem Kopf geschuettelt. Smile Aber der Abend war total genial. Wir hatten soooooo viel Spass und soooooo viel gelacht hab ich schon ewig nimmer. Einfach nur suuuuuper!!!!!

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Ein schoener Tag

Fr Sep 08, 2006 4:22 am


[ Stimmung: Happy ]

Hallihallo!!!!

Donnerstagabend und ich berichte wieder live aus der Queen City. Wer jetzt noch nicht muede geworden ist von meinen vielen Erzaehlungen, der wird auch diesmal wieder ein paar nette Dinge erfahren.
Zum Beispiel heute morgen gleich bei der Hall Duty. Da kommen doch tatsaechlich so ein paar Jugendliche (wohl 8. Klasse) an mir vorbei und grinsen ganz daemlich, laufen dann weiter und als ich mich umdrehe, sehe ich, wie sie alle an der naechsten Ecke stehen und in meine Richtung dumme Grimassen schneiden. Ich denk mal schon, dass die mir galten, denn sonst war da eigentlich niemand. Hab mich dann einfach wieder weggedreht, denn Aufmerksamkeit muss man solchen Spinnern ja nicht auch noch widmen.
In der Klasse wurde den Kiddies wieder einmal eine Elmar Geschichte vorgelesen. Ich hab in der Zwischenzeit einige Formulare alphabetisch sortiert und bin dann kopieren gegangen. Der Papierverbrauch im Lehrerberuf ist gigantisch, das muss ich schon zugeben. Wieder zurueck haben die Kids so Fingerpuppen gebastelt und ein Puzzle selbst erstellt. Ich habe hier und da ein wenig geholfen, aufmunternte Kommentare hinterlassen und schon war es wieder Zeit fuers Lunch. Das ist echt unglaublich, wie fix die Zeit hier verfliegt. Heute haben sich die Kinder wirklich toll benommen in der Cafeteria. Keinen musste man ermahnen, alle waren zufrieden. So sollte es echt immer sein.
Normalerweise sind wir ja nach dem Mittagessen immer zum Spielplatz gegangen. Kerstin hat den Stundenplan jetzt jedoch gedreht, da noch drei weitere Klassen zur selben Zeit auf dem kleinen Spielplatz sind und das dann doch etwas ausartet. Find ich ganz gut, denn somit bekomme ich etwas von Sozialkunde mit. Wir haben heute die Tiere auf dem Bauernhof eingefuehrt. Und zwar hatte Kerstin dafuer so ein Big Book, aus dem sie eine Geschichte vorgelesen hat. Dabei zeigte sie bei jedem Tiernamen auf das entsprechende Tier. Auch die Zahlen von 1-7 haben wir staendig dadurch wiederholt.
Nach der Geschichte hat Kerstin den Kindern die Woerter in Silben vorgesagt und diese mussten die Woerter richtig aussprechen. Danach zeigte sie ihnen nur noch Bildkaertchen mit den Tieren. Diese mussten richtig benannt werden.
Zum Schluss hat Kerstin die Tiernamen gesagt und die Kinder mussten dazu die entsprechenden Laute machen und umgekehrt. Den Kindern hat das wahnsinnig viel Spass gemacht und ich war erstaunt, wie schnell sich auch diejenigen Kinder die Woerter merkten, die noch kein Deutsch koennen. Die Aussprache von machen ist zwar sehr lustig, aber man versteht sie.
Im Anschluss daran haben die Kinder begonnen ein ziemlich grosses Schwein auszuschneiden. Damit wurden wir vor dem Special (so heissen die Faecher wie Sport, Kunst, Musik und Buecherei) jedoch nicht fertig. Ich hab die Kinder dann mit zur Library genommen, sie dort abgeliefert und bin wieder zurueck in die Klasse. Haette ja eigentlich Lunch Duty gehabt, aber Kerstin meinte, sie brauche mich. War mir zwar ziemlich unrecht, den Daniel die Aufsicht ganz alleine machen zu lassen, aber Kerstin meinte, das ginge in Ordnung. Morgen geh ich auf jeden Fall wieder hin!
Hab die Klasse dann wieder abgeholt und schon war Quiet Time angesagt.
In der Zeit raeumen Kerstin und ich immer das Klassenzimmer ein bisschen auf, denn da siehts jeden Mittag wirklich schlimm aus. Ein Chaos hoch zehn!
Auch heute hatten wir wieder ein Geburtstagkind. Und zwar die Lexi. Fuer sie haben wir dieselbe Prozedur durchgemacht, wie fuer Victoria gestern: Singen, hochleben lassen, Cupcakes essen.
Danach hab ich wieder an Alex uebergeben und schon waren wir auf dem Heimweg. Hab nur einen Apfel gegessen, denn Kerstin hatte mir ihren Haehnchensalat ueberlassen, an dem ich mich satt gegessen hatte. Den Rest des Mittags verbrachte ich mit Chatten ueber ICQ, beantworten von Mails und telefonieren mit meiner Mama. Daraufhin gingen Sarah, Vera und ich ins YMCA. Haben erst ein bisschen Lauftraining gemacht und danach bin ich mit den beiden ins Zumba. Das ist so ne Art Tanzaerobic, die mir anfangs ein bisschen suspekt war. Nachdem ich aber einigermassen mitgekommen bin, war es ganz nett. Schwimmen ziehe ich dem Ganzen jedoch weiterhin vor, aber mit meinem Schienbein wollte ich dann doch nicht so lange ins Wasser.
Wieder daheim haben wir gevespert und uns noch ein bisschen unterhalten. Um 8pm haben Sarah und ich den TV angemacht und “Wrong Turn” angeschaut. Zumindest angefangen, denn der war so schlimm, dass wir beide lieber fruezeitig ausgemacht haben, um sicher zu stellen, dass wir die Nacht auch ohne Alptraeume ueberstehen. Da Sarah den Film schon mehrmals gesehen hatte, hat sie mir die weitere Handlung allerdings verraten. Smile
Jetzt sitze ich hier, schreibe die letzten Zeilen und verschwinde gleich mal in meinem Bett. Macht’s gut und allen, die so lieb Kommentare hinterlassen ein dickes Dankeschoen!

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Ich in meinem Element …

Do Sep 07, 2006 4:19 am


[ Stimmung: Amused ]

… tollpatschig sein!

Sodele, was hab ich ueber die Schule heute zu berichten? Die Kiddies waren generell nicht besonders gut drauf. Waren total hippelig und haben schlecht gehoert,… ganz schlimm. Aber zum Glueck bin ich ja immer nur vormittags da, so dass ich mich nachmittags erholen kann. Smile
Musste jedenfalls wieder so viel kopieren gehen, dass ich fast eine komplette Stunde vor dem Kopiergeraet verbracht habe. Und als ich dann ins Klassenzimmer kam, wo die Kiddies gerade dabei waren Elmar-Figuren anzumalen und auszuschneiden, meinte Kerstin, wieso ich schon wieder da sei. Tja, deutsche Massarbeit im D-Zug-Tempo. Smile Dann war Lunch – wieder sehr unspektakulaer und auch auf dem Spielplatz danach gabs nichts besonderes. Bei der Lunch Duty haben meine Spezialfreunde mal wieder Scheisse gebaut, so dass ich die in ihre Schranken verwiesen habe. Ist immer sehr lustig, wie die dann die ganze Zeit zu mir und Daniel rueberschielen, um zu schauen, ob wir sie noch immer beobachten. Smile
Nach dem Lunch hab ich die Kiddies wieder vom Sport abgeholt und ich muss euch zum Sport noch was erzaehlen. Da gibts naemlich so nen Sportlehrer, der total toll aussieht. Der guckt zwar immer sehr muerrisch, aber trotzdem gefaellt der mir irgendwie. (Hab ich euch das denn schonmal erzaehlt? Irgendwie hab ich das Gefuehl,..) Naja, jedenfalls versuche ich immer, mich in seiner Gegenwart ins geschickteste Licht zu ruecken, aber ich glaub dem ist das schnurzpiepe. Tja, kann man nix machen, ich versuche es weiter. Aber bei meiner Schuechternheit komme ich sicher nie ueber ein Laecheln raus.
Nach der Quiet Time haben wir heute einen Geburtstag gefeiert. Victoria wurde fuenf Jahre alt. Dazu durfte sie, waehrend die anderen “schliefen”, ihre Cupcakes und Servietten austeilen. Danach haben wir alle gemeinsam “Zum Geburtstag viel Glueck” und “Hoch sollst du leben” gesungen. Das haben die Kinder richtig klasse hinbekommen und es schien ihnen total viel Spass gemacht zu haben.
Ich hab mal wieder die uebrig gebliebenen klebrigen Dinger mit nach Hause bekommen. Hab allerdings die dicke fette Schicht Frosting abgekratzt und nur den leckeren Cupcake gegessen.
Daheim hab ich mir Griesbrei gemacht. Diesmal aber mit viel Zimt und Zucker und siehe da, er war wirklich lecker. Danach sass ich ne Weile am PC und wollte anschliessend raus an den Pool. Das Wetter war heute wieder richtig schoen. Jedenfalls hatte ich mein Handtuch, meine Sonnebrille und mein Buch schon griffbereit neben mir liegen und was passierte als ich aufstehen wollte? In einem Sekundenbruchteil lag ich ploetzlich auf dem Boden, der Schreibtischstuhl auf mir und mein Handtuch, die Brille und das Buch flogen in hohem Bogen noch ein Stueckchen weiter. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie ich das hinbekommen habe. Ganz einfach. Wir hatten die Rueckbank unseres Vans ausgebaut und die steht jetzt hier neben dem Computer im Wohnzimmer. Tja und da ich eben von Natur aus sehr schusselig bin, bin ich frontal gegen diese Rueckbank gelaufen, hab mir mein Schienbein an einer Stelle bis zum Knochen aufgeschlitzt und fiel eben um. Zum Glueck sind zwischen Schienbeinknochen und Haut nicht so viel Fleisch und Adern, so dass es nicht so besonders stark blutete. Aber das dauert eben, bis es nicht mehr naesst. Jedenfalls konnte ich mir das Schwimmen danach schenken, somit hab ich mich nur an den Pool gelegt. Als ich zwei Stunden spaeter wieder zurueck kam, war ich drei Moskitostiche reicher und muede. Hab mich also einfach nur auf Bett gelegt, ein bisschen an den PC gesetzt und um 7pm kamen Vera und Sarah auch schon wieder aus dem Fitnessstudio zurueck.
Haben gemeinsam zu Abend gegessen und danach wollten Sarah und ich “Twister” schauen. Irgendwie hatte unser TV aber anfangs eine Macke. Der wurde staendig blau, ging dann wieder kurz, wurde wieder blau,… erst etwa ne Dreiviertelstunde spaeter lief er ohne Probleme weiter. Wenn da einer weiss, woran das gelegen haben kann, wir sind fuer alle Vorschlaege offen.
So, soviel zu meinem heutigen Tag. Bis morgen!

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Back to the Grindstone

Mi Sep 06, 2006 12:01 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Und schon hat uns das Leben wieder

Es fiel mir heute Morgen irgendwie sehr schwer aufzustehen. Aber da hilft halt alles nichts. Hab mich also aufgerappelt, gefruehstueckt und schon waren Sarah, Nico und ich auf dem Weg zur Schule. Bin ja diese Woche draussen eingeteilt und klar, das Wetter ist so richtig ekelig. Hat die ganze Nacht geregnet, so dass ich im nassen Gras stehen musste. Aber sonst ist dieser Posten wirklich langweilig. Hab zwei-drei Mal sagen muessen, dass hier nicht gerannt wird, aber sonst war alles ruhig und friedlich. Als ich in die Klasse kam, waren die meisten noch mit ihrer Morning Work beschaeftigt. Ziemlich bald haben wir die Kids aber auf dem Teppich versammelt, wo sie gebannt der Gechichte vom karierten Elefanten Elmar lauschten. Kerstin hat ganz normal auf Deutsch vorgelesen und in kurzen Abstaenden die Geschichte auf Englisch zusammengefasst. Zwischenfragen wurden von den meisten Kindern auf Englisch beantwortet, auch von denjenigen, die gut Deutsch sprechen. Ich bin ja schon gespannt, bis wann Kerstin komplett auf Deutsch umsteigt, denn ich merke, dass es mir von Tag zu Tag schwerer faellt, auch mit den Kindern deutsch zu sprechen, von denen ich eigentlich weiss, dass sie es koennen und auch verstehen. Nach der Gechichte bekamen die Kinder eine Bastelvorlage des Elefanten. Sie durften ihn erst kunterbunt anmalen, dann ausschneiden und zum Schluss haben wir die einzelnen Koerperteile mit so einer Klammer verbunden, dass die Teile noch bewegt werden koennen. Sah sehr goldig aus. Ich wurde danach zum Kopieren geschickt und als ich zurueck war, gingen wir auch schon zum Lunch. Lief alles super, auch wenn ich unsere beiden Spezialkandidaten auseinandersetzen musste. Da es draussen noch ziemlich nass war, konnten wir nicht auf den Spielplatz. Statt dessen gingen wir nebenan auf den Track, wo die Kids eine halbe Kurve rennen durften. Auch Baelle und Springseile hatten wir fuer sie dabei. Natuerlich gab es auch diesmal wieder einige Kinder, die bei der Regelerklaerung wohl auf ihren Ohren gesessen haben, denn wir haben ausdruecklich verboten, den gesamten Trak abzulaufen. Und somit sassen schon nach fuenf Minuten sieben Kinder auf der Seite. Bin ja echt gespannt, wann die kapieren, dass man zuhoeren muss. Da gibt es noch so viele Kinder, die vor sich hintraeumen, andere sind staendig anderweitig beschaeftigt,… Haben sie danach zur Art Class (Kunst) gebracht, ich bin zu meiner Lunch Duty und als ich damit fertig war, hab ich die Kids wieder abgeholt. War total ueberrascht, wie super sie den Weg zurueck zum Klassenzimmer bestritten haben. Haben kaum geredet, liefen gerade und haben sogar an den richtigen Stellen gehalten. Kerstin war noch nicht im Klassenzimmer als wir kamen, somit hab ich die Kinder einfach mal zur Quiet Time hingelegt. Eine halbe Stunde spaeter kam sie dann auch dazu und gemeinsam haben wir die Snacks rausgerichtet. Meine Zeit war nun um. Sarah, Nico und ich sind auf dem Heimweg noch schnell bei ALDI vorbei, denn in unserem Kuehlschrank herrschte nach dem Wochenende gaehnende Leere. Hab mir daheim gleich mal Spaghetti mit Sosse und Gemuese gekocht und danach Mails gechecked. Die Zeit verflog nur so und schon hat das Telefon geklingelt. Sandra rief mich an, was ich richtig klasse fand. Haben fast eine Dreiviertelstunde geredet und jetzt bin ich wieder ein bisschen besser informiert. Smile Sandra, ich wuensche dir und Gero nochmal einen schoenen Urlaub und freue mich schon jetzt auf deine Karte!!! Sarah und ich gingen etwa um Viertel nach vier los zum YMCA. Nach diesem burgerreichen Wochenende war das dringend noetig. Bin wieder 35 Minuten gerannt, danach 70 Stockwerke Treppen gelaufen (das ist sooo toedlich) und dann noch 40 Runden geschwommen. Hatte eigentlich gedacht, es waere schon wieder Zeit zum Heimgehen, aber ich hatte noch eine Viertelstunde ueber, so dass ich mich im Dampfbad ein bisschen erholt habe. Um 7pm waren wir daheim und haben gleich begonnen, das Abendessen vorzubereiten. Ok, davor mussten wir noch zu Harris Teeter Brot kaufen, aber unser lecker European Crust Brot war nimmer da und somit mussten wir doch wieder auf das laetschige Toastbrot ausweichen. Total bloed. Nach dem Essen haben wir mal unsere TV- und Stromrechnung beglichen und ich hab mich danach an den PC gesetzt und meinen Trip-Bericht online gestellt. Den Rest des Abends verbrachte ich vor dem TV.

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Der erste Road Trip

Mo Sep 04, 2006 11:59 pm


[ Stimmung: Happy ]

Tag 1: Charlotte, NC – Charleston, WV (Freitag, 01.September 2006)

Heute stand nun also der erste richtige Schultag vor der Tuere. Ich war mindestens genauso aufgeregt wie die Kinder. Bis auf einen waren alle da. Begonnen haben wir damit, dass die Kinder ihren Platz suchen mussten. Die Namen hatten wir ja auf die Tische geschrieben. Dann bekamen sie jeweils ihre Morning Work – ein Blatt mit Schwunguebungen. Diejenigen, die schon fertig waren, durften ein weiteres Blatt anmalen. Weiter ging es damit, dass sich die Kinder ihren Tischfarben entsprechend auf den Teppich setzen sollten. Das hat noch gar nicht funktioniert, aber nachdem wir sie richtig hingesetzt hatten, konnte der Unterricht beginnen. Kerstin hatte sich fuer ein Kennenlernspiel entschieden. Und zwar sassen alle im Kreis und Kerstin hatte ein Wollknaeuel in der Hand. Nachdem sie sich vorgstellt hatte, warf sie einem anderen Kind die Wolle zu, dieses stellte sich vor und so ging es reihum, bis alle einmal dran waren und wir ein richtig schoenes Freundschaftsnetz auf dem Boden hatten. Den Kindern wurde es zwar mit der Zeit etwas lang, aber sie haben es durchgehalten. Anschliessend wurden die Kinder wieder auf ihre Plaetze zurueckgeschickt. Wir spielten nun ein Spiel, um die Regeln noch einmal abzufragen. SchuelerInnen gegen Kerstin und mich. Die Kids haben natuerlich gewonnen und sich dadurch einen Preis verdient. Der war in einer rosa Tasche versteckt, die Kerstin jedoch vorgab, verloren zu haben. Somit mussten die Kinder sich in der Reihe aufstellen und von einem Buero (Rektor, Konrektor, Schulpsychologe, Sicherheitsdienst, Office,…) zum anderen laufen. Dort wurde der Klasse erzaehlt, was die einzelnen Personen machen, wofuer sie zustaendig sind. Gleichzeitig wurde im Zuge dieser Schnitzeljagd das Gehen in einer Reihe und das Leisesein im Gang geuebt. Klar funktionierte es noch nicht so ganz perfekt, aber die Idee an sich fand ich toll. Sehr motivierend fuer die Kinder und auch fuer uns sehr spannend. Smile Natuerlich war die rosa Tasche in der Cafeteria versteckt, da nun ja auch schon wieder Lunchtime war. Das lief alles friedlich ab, so dass die Kids ihren Preis (einen leckeren Cookie) im Anschluss erhalten haben. Bevor es auf den Spielplatz ging, mussten natuerlich alle wieder auf die Toilette. Das dauert eben immer ewig. Ein Junge durfte nicht auf den Spielplatz, da er sich schon den ganzen Morgen ueber nicht benommen hatte. Ich musste also mit ihm im Klassenzimmer bleiben und dafuer sorgen, dass er ruhig an seinem Tisch sitzen bleibt. Sprechen durfte ich auch nicht mit ihm, also hab ich einfach ein wenig aufgeraeumt. Sobald die Klasse wieder da war und wir sie gemeinsam zum Sport gebracht haben, bin ich zu meiner Lunch Duty gegangen. Dort ist nichts spannendes vorgefallen, so dass ich gleich darauf wieder “meine” Kids ins Klassenzimmer fuehren durfte. Hier stand nun Quiet Time und Snack auf dem Programm. Waehrend die Kinder sich auf dem Boden liegend ausruhten, haben Kerstin und ich die Folder durchgeschaut und neue Mitteilungen an die Eltern hineingesteckt. Kurz darauf gab es Snack und schon war meine Zeit fuer heute rum. Alex kam mich abloesen und schon war ich auf dem Weg nach draussen, wo Sarah, Nico und Mr. Guzeh schon auf mich warteten. Hab meine neue Hall Duty Stelle gezeigt bekommen. Werde naechste Woche draussen auf dem Weg vom Bus zum Schulgebaeude stehen. Hoffentlich regnet es nicht. Daheim hab ich schnell meine Tasche gepackt und danach mit Sarah zusammen die Kuehlbox mit Getraenken und Nahrungsmitteln fuers Wochenende. Wollen schliesslich so sparsam wie moeglich verreisen. Die Zeit verging wie im Fluge und schon stand Vera wieder vor der Tuere. Sie hatte unsere ersten Schecks in der Hand, die wir vor der entgueltigen Abfahrt gen Norden auch noch enloesen gefahren sind. Fuehlt sich toll an, ein einigermassen gefuelltes Konto zu haben. Um kurz nach 5pm waren wir dann auf dem Weg nach Charleston. Sind quer durch die Appalachen gefahren, was wirklich toll war. So lange es noch hell war, hatte man eine wunderbare Sicht auf die gruene, huegelige Berglandschaft. Im Geiste habe ich mir schon augemalt, wie genial das alles im Herbst aussehen muss, wenn die Blaetter bunt sind. Haben dafuer ja auch einen Trip geplant und ich kann es jetzt schon kaum erwarten. Durch North Carolina hindurch kamen wir zuerst nach Virginia und dann nach West Virginia. Hier machten wir einen kurzen Stop und waeren dabei fast gestorben. Nein, nicht wirklich, aber es war so richtig heftig kalt. Unsere Glieder, die in den letzen drei Wochen nur Hitze und Feuchtigkeit kannten, waren daran einfach nicht mehr gewoehnt. Aber es war toll. So richtig klare Luft, kalt und einfach nur super. Smile Am Motel in Charleston kamen wir um halb elf an.
Waren von der langen Fahrt sehr muede und sind ziemlich schnell eingeschlafen.

Tag 2: Charleston, WV – Cincinnati, OH (Samstag, 02. September 2006)

Um 6.30am klingelte der Wecker. Bis wir alle fertig geduscht waren und unser mitgebrachtes Fruehstueck verspeist hatten, war es 8am. Puenktlich wie die Maurer verliessen wir Charleston in Richtung Cincinnati. Fuhren entlang des Ohio River durch weiterhin gruenes, huegeliges Gelaende. Dabei hoerten wir Country Songs und versuchten das nicht gerade einladende Wetter zu missachten. Leider klarte der Himmel auch nach Ankuft in Cincinnati um 12pm nicht auf. Das Motel war exakt gleich wie das letzte in Chaleston, aber wir dachten uns diesmal, dass wir ja nicht fuer vier Personen zahlen muessen, wenn es auch anders geht. Sind also nur zu zweit zur Anmeldung gegangen, waehrend die anderen beiden sich im Auto versteckten bzw. eine kleine Runde drehten. Bekamen dasselbe Zimmer wie letzte Nacht, bezahlten jedoch ein paar Dollar weniger. War sehr praktisch. Da unser Zimmer jedoch noch nicht bezogen werden konnte, haben wir einfach unsere Taschen untergestellt und sind rein nach Cincinnati. Hatten uns alle wohl etwas mehr von der Stadt erwartet. Vielleicht lag es am schlechten Wetter, vielleicht aber auch an den vielen Baustellen, aber der Charme der Stadt kam einfach nicht so ganz rueber. Klar, es gab auch hier sehr schoene Stellen, huebsche Gebaeude
und die Lage am Ohio River war richtig toll, aber naja. Wir schauten uns die Stadt jedenfalls sowohl von oben an, indem wir den Carew Tower hinauffuhren,
als auch zu Fuss. Einen Teil entlag des Skywalks. Das ist ein ueberdachtes Brueckensystem, das fast das gesamte Downtown miteinander verbindet. Liefen dann runter an den Fluss und zur John K. Roebling Bridge. Ich bin ganz rueber gelaufen. Auf der anderen Seite liegt naemlich die Stadt Covington, die schon zum US-Staat Kentucky gehoert. Man hatte von dort einen schoenen Blick auf die Skyline.
Nach einer kurzen Pause in einem Café liefen wir weiter durch die Stadt. Irgendwann hatten wir jedoch genug. Wollten zurueck zum Auto und hatten dabei so unsere Pobleme. Denn irgendwie brauchten wir einige Zeit, bis wir die gesuchte Garage auch wieder gefunden hatten. Smile Da wir noch ein wenig Zeit hatten, dachten wir uns, schauen wir mal die University of Cincinnati an. Tja, die fanden wir aufgrund merkwuerdiger Highway Exits jedoch auch nicht und landeten bei einer anderen University – der Xavier University. Da die jedoch auch sehr schoen war, war das nicht weiter tragisch. Dort war ausserdem ein kleines Fest, auf dem eine richtig tolle Band spielte (Red Wanting Blue). Nico hat sogar eine CD von denen bekommen. Die muss ich mir bei Gelegenheit mal brennen. Gegen 7pm waren wir so augehungert, dass wir schnellstens etwas zu essen brauchten. Beim Motel um die Ecke gab es Restaurants wie Sand am Meer, so dass wir uns da eines aussuchten. Unsere Wahl fiel auf das Buffalo Wild Wings, ein total typisches American Diner. Da drin waren wohl mehr TV’s und Leinwaende als Gaeste, aber die Burger und Pommes waren super lecker. Smile Draussen vor der Tuer stand sogar noch ne Harley und der Fahrer war so nett und hat uns alle mal posieren lassen.
Um 8pm waren wir zurueck am Motel, wo wir nicht mehr gross gemacht haben. Besprachen den folgenden Tag, schauten ein bisschen TV und schliefen bald alle selig ein. So ein Tag ist wirklich anstrengend.

Tag 3: Cincinnati, OH – Knoxville, TN (Sonntag, 03. September 2006)

Heute durften wir ein bisschen spaeter aufstehen als gestern. Erst um 8am riss mich das undurchdringliche Klingeln des Weckers aus dem Schlaf. Eine Stunde spaeter waren wie schon wieder unterwegs. Hatten eine weitere lange Fahrt vor uns. Und zwar ging es diesmal in Richtung Knoxville, Tennessee. Dazu mussten wir quer durch den Pferdestaat Kentucky. Begleitet von Country Music fuhren wir durch die einsame, aber aufs Neue richtig huebsche Landschaft.
Der Himmel war zwar weiterhin wolkenverhangen, aber dadurch brauchten wir keine Klimaanlage und sparten jede Menge Sprit. Hat doch alles sein Gutes. Nach etwa 3.5h Fahrt kamen wir bei unseren ersten Zwischenziel an – den Cumberland Falls. Dieser Wasserfall wird auch als “Niagara Falls of the South” bezeichnet, da es wohl keine anderen Wasserfaelle im Sueden der USA gibt, die aehnlich maechtig sind. Zumindest nicht oestlich des Mississippi. Smile Uns haben sie jedenfalls auch wahnsinnig gut gefallen Sie erinnerten mich in wenig an die Snoqualmie Falls in Washington. Aber nicht, weil sie denen aehnlich sehen, sondern weil man auch dort auf den Felsen herumkraxeln kann, weil es auch dort rumherum alles richtig schoen gruen ist,… Die Stimmung ist bei beiden Faellen einfach sehr aehnlich. Wir sind jedenfalls an die 2.5h dort gewesen, haben jede Menge Bilder gemacht, sind auf hohe Felsen gstiegen, auch wenn das mit einer Handtasche in der Hand ein bisschen beschwerlich ist,… haben einfach die Natur genossen und uns vom Autofahren erholt. Jedoch mussten wir bald wieder weiter, wenn wir das Festival in Knoxville nicht verpassen wollten. Tricksten das Motel in Knoxville mal wieder aus und machten uns dann auf den Weg nach Downtown, um nach den Festlichkeiten und etwas zu essen Aussschau zu halten. Liefen durch den World´s Fair Park hindurch (die Fair war wohl 1982), der sehr huebsch war, an einigen richtig klasse aussehenden Hochhaeusern vorbei, bis wir unten am Tennessee River die Menschenmassen entdeckten. Dort waren entlang des Ufer jede Menge Fressbuden, Huepfburgen, Karaokewagen,… aufgestellt. Wir liefen erstmal ne Runde, um uns ein wenig umzuschauen, kauften uns dann unser Abendessen und sicherten uns daraufhin unsere Plaetze an einem kleinen Hang. Hatten zum Glueck Decken dabei, so dass wir die dort lassen konnten, als wir nach dem Essen erneut rumgelaufen sind. Puenktlich zum Beginn des 25-minuetigen Feuerwerks waren wir jedoch wieder zurueck an unserem Platz. Das Feuerwerk war wirklich super. Tolle Musik, richtig geniale Raketen,… uns hat es wirklich riesig gefallen. Dieses Feuerwerk ist uebrigens das groesste Labor Day Firework in ganz Amerika.
Nachdem alles vorbei war, pilgerten wir inmitten von den anderen 100 000 Leuten in Richtung Old City, wo wir einige Bars vermuteten. Wollten den Abend ja noch nicht um 10pm ausklingen lassen. Fanden nach langem Suchen auch etwas – das Sapphire. Man wurde zwar ewig nicht bedient, dann jedoch mussten Nico und ich nichts fuer unseren Orangensaft bezahlen. Woran das lag wissen wir auch nicht, aber wir vermuten, dass man dort fuer alkoholfreie Getraenke wohl nichts bezahlt. Uns wars jedenfalls recht. Smile Auf dem Weg zurueck zum Auto stellten wir noch einmal fest, dass Knoxvile wirklich eine schoene Stadt mit viel Flair ist. Ganz anders als Cincinnati und wir waren alle vier froh, diesen Unterschied mal erlebt zu haben. Gegen 1am lagen wir im Bett und kurz darauf schliefen wir auch schon wieder.

Knoxville, TN – Charlotte, NC (Montag, 4. September 2006)

LABOR DAY (Tag der Arbeit)

Da es gestern Abend ja doch etwas spaeter geworden war, haben wir heute ein wenig laenger geschlafen. Hatten ja ausser der Heimfahrt nicht mehr so besonders viel geplant. Als wir zwischen halb neun und neun die Augen aufgeschlagen haben, wurden wir jedoch ziemlich enttaeuscht. Draussen regnete es in Stroemen, wo gestern noch strahender Sonnenschein geherrscht hatte. So schnell kann es gehen. Zum Glueck hatte ich in Sarahs Reisefuehrer von einem unterirdischen See ganz in der Naehe gelesen. Und weil es unter der Erde bekanntlich nicht regnet, sind wir dorthin gefahren. Der Lost Sea liegt etwa 46 Meilen suedoestlich von Knoxville, ungefaehr eine Fahrstunde entfernt.
Dort angekommen, wurden wir mit etwa 25 weiteren Personen eine Roehre entlang gefuehrt, die direkt in die Hoehle fuehrte. Uns wurden einge Dinge zur Entdeckung und Entsehung der Hoehle erzaehlt und erklaert. Zum Beispiel gibt es hier in dieser Hoehle eine Blumenart, die es nur noch in sechs weiteren Hoehlen auf der ganzen Erde gibt. 50% des kompletten Vorkommens befinden sich hier. Die Hoehle war wirklich toll. Es gab einige wenige Stalagmiten bzw. Stalagtiten, aber nicht zu vergleichen mit deutschen Tropfsteinhoehlen. Diese Hoehle hier erinnerte mich vielmehr an eine Mondlandschaft. Wer weiss, vielleicht wurde die Mondlandung auch hier gedreht. Smile
Am Ende der Hoehle angekommen, befand sich nun der See. Es ist der weltweit zweitgroesste unterirdische See, auch wenn er nicht wirklich riesig war. Hatten ihn uns ueberwaeltigender vorgestellt. Jedenfalls fuehren wir mit kleinen Holzboten eine Runde rum, immer begleitet von springenden Forellen, die eine beachtliche Groesse aufwiesen.
Die Fuehrung dauerte etwa eine Stunde, so dass wir um kurz nach 1pm die entgueltige Heimreise antreten konnten. Fuhren ein kurzes Stueck durch South Carolina, so dass wir mit ein paar kurzen Essensstopps, Pinkelpausen und jeder Menge Stau nach 6.5 Stunden Fahrt wieder wohlbehalten daheim ankamen.
Diese gesamte Tour war etwa 1150 Meilen (1850 km) lang und mir persoenlich hat es super viel Spass gemacht. Wir haben unterwegs einige wirklich tolle Dinge gesehen, uns untereinander super verstanden und riesig viel Spass gehabt. Ich kann nur sagen, dass ich es absolut nicht bereue und mich schon jetzt sehr auf die kommenden Trips freue.

July 22nd, 2009

Der erste Road Trip

Mo Sep 04, 2006 11:59 pm


[ Stimmung: Happy ]

Tag 1: Charlotte, NC – Charleston, WV (Freitag, 01.September 2006)

Heute stand nun also der erste richtige Schultag vor der Tuere. Ich war mindestens genauso aufgeregt wie die Kinder. Bis auf einen waren alle da. Begonnen haben wir damit, dass die Kinder ihren Platz suchen mussten. Die Namen hatten wir ja auf die Tische geschrieben. Dann bekamen sie jeweils ihre Morning Work – ein Blatt mit Schwunguebungen. Diejenigen, die schon fertig waren, durften ein weiteres Blatt anmalen. Weiter ging es damit, dass sich die Kinder ihren Tischfarben entsprechend auf den Teppich setzen sollten. Das hat noch gar nicht funktioniert, aber nachdem wir sie richtig hingesetzt hatten, konnte der Unterricht beginnen. Kerstin hatte sich fuer ein Kennenlernspiel entschieden. Und zwar sassen alle im Kreis und Kerstin hatte ein Wollknaeuel in der Hand. Nachdem sie sich vorgstellt hatte, warf sie einem anderen Kind die Wolle zu, dieses stellte sich vor und so ging es reihum, bis alle einmal dran waren und wir ein richtig schoenes Freundschaftsnetz auf dem Boden hatten. Den Kindern wurde es zwar mit der Zeit etwas lang, aber sie haben es durchgehalten. Anschliessend wurden die Kinder wieder auf ihre Plaetze zurueckgeschickt. Wir spielten nun ein Spiel, um die Regeln noch einmal abzufragen. SchuelerInnen gegen Kerstin und mich. Die Kids haben natuerlich gewonnen und sich dadurch einen Preis verdient. Der war in einer rosa Tasche versteckt, die Kerstin jedoch vorgab, verloren zu haben. Somit mussten die Kinder sich in der Reihe aufstellen und von einem Buero (Rektor, Konrektor, Schulpsychologe, Sicherheitsdienst, Office,…) zum anderen laufen. Dort wurde der Klasse erzaehlt, was die einzelnen Personen machen, wofuer sie zustaendig sind. Gleichzeitig wurde im Zuge dieser Schnitzeljagd das Gehen in einer Reihe und das Leisesein im Gang geuebt. Klar funktionierte es noch nicht so ganz perfekt, aber die Idee an sich fand ich toll. Sehr motivierend fuer die Kinder und auch fuer uns sehr spannend. Smile Natuerlich war die rosa Tasche in der Cafeteria versteckt, da nun ja auch schon wieder Lunchtime war. Das lief alles friedlich ab, so dass die Kids ihren Preis (einen leckeren Cookie) im Anschluss erhalten haben. Bevor es auf den Spielplatz ging, mussten natuerlich alle wieder auf die Toilette. Das dauert eben immer ewig. Ein Junge durfte nicht auf den Spielplatz, da er sich schon den ganzen Morgen ueber nicht benommen hatte. Ich musste also mit ihm im Klassenzimmer bleiben und dafuer sorgen, dass er ruhig an seinem Tisch sitzen bleibt. Sprechen durfte ich auch nicht mit ihm, also hab ich einfach ein wenig aufgeraeumt. Sobald die Klasse wieder da war und wir sie gemeinsam zum Sport gebracht haben, bin ich zu meiner Lunch Duty gegangen. Dort ist nichts spannendes vorgefallen, so dass ich gleich darauf wieder “meine” Kids ins Klassenzimmer fuehren durfte. Hier stand nun Quiet Time und Snack auf dem Programm. Waehrend die Kinder sich auf dem Boden liegend ausruhten, haben Kerstin und ich die Folder durchgeschaut und neue Mitteilungen an die Eltern hineingesteckt. Kurz darauf gab es Snack und schon war meine Zeit fuer heute rum. Alex kam mich abloesen und schon war ich auf dem Weg nach draussen, wo Sarah, Nico und Mr. Guzeh schon auf mich warteten. Hab meine neue Hall Duty Stelle gezeigt bekommen. Werde naechste Woche draussen auf dem Weg vom Bus zum Schulgebaeude stehen. Hoffentlich regnet es nicht. Daheim hab ich schnell meine Tasche gepackt und danach mit Sarah zusammen die Kuehlbox mit Getraenken und Nahrungsmitteln fuers Wochenende. Wollen schliesslich so sparsam wie moeglich verreisen. Die Zeit verging wie im Fluge und schon stand Vera wieder vor der Tuere. Sie hatte unsere ersten Schecks in der Hand, die wir vor der entgueltigen Abfahrt gen Norden auch noch enloesen gefahren sind. Fuehlt sich toll an, ein einigermassen gefuelltes Konto zu haben. Um kurz nach 5pm waren wir dann auf dem Weg nach Charleston. Sind quer durch die Appalachen gefahren, was wirklich toll war. So lange es noch hell war, hatte man eine wunderbare Sicht auf die gruene, huegelige Berglandschaft. Im Geiste habe ich mir schon augemalt, wie genial das alles im Herbst aussehen muss, wenn die Blaetter bunt sind. Haben dafuer ja auch einen Trip geplant und ich kann es jetzt schon kaum erwarten. Durch North Carolina hindurch kamen wir zuerst nach Virginia und dann nach West Virginia. Hier machten wir einen kurzen Stop und waeren dabei fast gestorben. Nein, nicht wirklich, aber es war so richtig heftig kalt. Unsere Glieder, die in den letzen drei Wochen nur Hitze und Feuchtigkeit kannten, waren daran einfach nicht mehr gewoehnt. Aber es war toll. So richtig klare Luft, kalt und einfach nur super. Smile Am Motel in Charleston kamen wir um halb elf an.
Waren von der langen Fahrt sehr muede und sind ziemlich schnell eingeschlafen.

Tag 2: Charleston, WV – Cincinnati, OH (Samstag, 02. September 2006)

Um 6.30am klingelte der Wecker. Bis wir alle fertig geduscht waren und unser mitgebrachtes Fruehstueck verspeist hatten, war es 8am. Puenktlich wie die Maurer verliessen wir Charleston in Richtung Cincinnati. Fuhren entlang des Ohio River durch weiterhin gruenes, huegeliges Gelaende. Dabei hoerten wir Country Songs und versuchten das nicht gerade einladende Wetter zu missachten. Leider klarte der Himmel auch nach Ankuft in Cincinnati um 12pm nicht auf. Das Motel war exakt gleich wie das letzte in Chaleston, aber wir dachten uns diesmal, dass wir ja nicht fuer vier Personen zahlen muessen, wenn es auch anders geht. Sind also nur zu zweit zur Anmeldung gegangen, waehrend die anderen beiden sich im Auto versteckten bzw. eine kleine Runde drehten. Bekamen dasselbe Zimmer wie letzte Nacht, bezahlten jedoch ein paar Dollar weniger. War sehr praktisch. Da unser Zimmer jedoch noch nicht bezogen werden konnte, haben wir einfach unsere Taschen untergestellt und sind rein nach Cincinnati. Hatten uns alle wohl etwas mehr von der Stadt erwartet. Vielleicht lag es am schlechten Wetter, vielleicht aber auch an den vielen Baustellen, aber der Charme der Stadt kam einfach nicht so ganz rueber. Klar, es gab auch hier sehr schoene Stellen, huebsche Gebaeude
und die Lage am Ohio River war richtig toll, aber naja. Wir schauten uns die Stadt jedenfalls sowohl von oben an, indem wir den Carew Tower hinauffuhren,
als auch zu Fuss. Einen Teil entlag des Skywalks. Das ist ein ueberdachtes Brueckensystem, das fast das gesamte Downtown miteinander verbindet. Liefen dann runter an den Fluss und zur John K. Roebling Bridge. Ich bin ganz rueber gelaufen. Auf der anderen Seite liegt naemlich die Stadt Covington, die schon zum US-Staat Kentucky gehoert. Man hatte von dort einen schoenen Blick auf die Skyline.
Nach einer kurzen Pause in einem Café liefen wir weiter durch die Stadt. Irgendwann hatten wir jedoch genug. Wollten zurueck zum Auto und hatten dabei so unsere Pobleme. Denn irgendwie brauchten wir einige Zeit, bis wir die gesuchte Garage auch wieder gefunden hatten. Smile Da wir noch ein wenig Zeit hatten, dachten wir uns, schauen wir mal die University of Cincinnati an. Tja, die fanden wir aufgrund merkwuerdiger Highway Exits jedoch auch nicht und landeten bei einer anderen University – der Xavier University. Da die jedoch auch sehr schoen war, war das nicht weiter tragisch. Dort war ausserdem ein kleines Fest, auf dem eine richtig tolle Band spielte (Red Wanting Blue). Nico hat sogar eine CD von denen bekommen. Die muss ich mir bei Gelegenheit mal brennen. Gegen 7pm waren wir so augehungert, dass wir schnellstens etwas zu essen brauchten. Beim Motel um die Ecke gab es Restaurants wie Sand am Meer, so dass wir uns da eines aussuchten. Unsere Wahl fiel auf das Buffalo Wild Wings, ein total typisches American Diner. Da drin waren wohl mehr TV’s und Leinwaende als Gaeste, aber die Burger und Pommes waren super lecker. Smile Draussen vor der Tuer stand sogar noch ne Harley und der Fahrer war so nett und hat uns alle mal posieren lassen.
Um 8pm waren wir zurueck am Motel, wo wir nicht mehr gross gemacht haben. Besprachen den folgenden Tag, schauten ein bisschen TV und schliefen bald alle selig ein. So ein Tag ist wirklich anstrengend.

Tag 3: Cincinnati, OH – Knoxville, TN (Sonntag, 03. September 2006)

Heute durften wir ein bisschen spaeter aufstehen als gestern. Erst um 8am riss mich das undurchdringliche Klingeln des Weckers aus dem Schlaf. Eine Stunde spaeter waren wie schon wieder unterwegs. Hatten eine weitere lange Fahrt vor uns. Und zwar ging es diesmal in Richtung Knoxville, Tennessee. Dazu mussten wir quer durch den Pferdestaat Kentucky. Begleitet von Country Music fuhren wir durch die einsame, aber aufs Neue richtig huebsche Landschaft.
Der Himmel war zwar weiterhin wolkenverhangen, aber dadurch brauchten wir keine Klimaanlage und sparten jede Menge Sprit. Hat doch alles sein Gutes. Nach etwa 3.5h Fahrt kamen wir bei unseren ersten Zwischenziel an – den Cumberland Falls. Dieser Wasserfall wird auch als “Niagara Falls of the South” bezeichnet, da es wohl keine anderen Wasserfaelle im Sueden der USA gibt, die aehnlich maechtig sind. Zumindest nicht oestlich des Mississippi. Smile Uns haben sie jedenfalls auch wahnsinnig gut gefallen Sie erinnerten mich in wenig an die Snoqualmie Falls in Washington. Aber nicht, weil sie denen aehnlich sehen, sondern weil man auch dort auf den Felsen herumkraxeln kann, weil es auch dort rumherum alles richtig schoen gruen ist,… Die Stimmung ist bei beiden Faellen einfach sehr aehnlich. Wir sind jedenfalls an die 2.5h dort gewesen, haben jede Menge Bilder gemacht, sind auf hohe Felsen gstiegen, auch wenn das mit einer Handtasche in der Hand ein bisschen beschwerlich ist,… haben einfach die Natur genossen und uns vom Autofahren erholt. Jedoch mussten wir bald wieder weiter, wenn wir das Festival in Knoxville nicht verpassen wollten. Tricksten das Motel in Knoxville mal wieder aus und machten uns dann auf den Weg nach Downtown, um nach den Festlichkeiten und etwas zu essen Aussschau zu halten. Liefen durch den World´s Fair Park hindurch (die Fair war wohl 1982), der sehr huebsch war, an einigen richtig klasse aussehenden Hochhaeusern vorbei, bis wir unten am Tennessee River die Menschenmassen entdeckten. Dort waren entlang des Ufer jede Menge Fressbuden, Huepfburgen, Karaokewagen,… aufgestellt. Wir liefen erstmal ne Runde, um uns ein wenig umzuschauen, kauften uns dann unser Abendessen und sicherten uns daraufhin unsere Plaetze an einem kleinen Hang. Hatten zum Glueck Decken dabei, so dass wir die dort lassen konnten, als wir nach dem Essen erneut rumgelaufen sind. Puenktlich zum Beginn des 25-minuetigen Feuerwerks waren wir jedoch wieder zurueck an unserem Platz. Das Feuerwerk war wirklich super. Tolle Musik, richtig geniale Raketen,… uns hat es wirklich riesig gefallen. Dieses Feuerwerk ist uebrigens das groesste Labor Day Firework in ganz Amerika.
Nachdem alles vorbei war, pilgerten wir inmitten von den anderen 100 000 Leuten in Richtung Old City, wo wir einige Bars vermuteten. Wollten den Abend ja noch nicht um 10pm ausklingen lassen. Fanden nach langem Suchen auch etwas – das Sapphire. Man wurde zwar ewig nicht bedient, dann jedoch mussten Nico und ich nichts fuer unseren Orangensaft bezahlen. Woran das lag wissen wir auch nicht, aber wir vermuten, dass man dort fuer alkoholfreie Getraenke wohl nichts bezahlt. Uns wars jedenfalls recht. Smile Auf dem Weg zurueck zum Auto stellten wir noch einmal fest, dass Knoxvile wirklich eine schoene Stadt mit viel Flair ist. Ganz anders als Cincinnati und wir waren alle vier froh, diesen Unterschied mal erlebt zu haben. Gegen 1am lagen wir im Bett und kurz darauf schliefen wir auch schon wieder.

Knoxville, TN – Charlotte, NC (Montag, 4. September 2006)

LABOR DAY (Tag der Arbeit)

Da es gestern Abend ja doch etwas spaeter geworden war, haben wir heute ein wenig laenger geschlafen. Hatten ja ausser der Heimfahrt nicht mehr so besonders viel geplant. Als wir zwischen halb neun und neun die Augen aufgeschlagen haben, wurden wir jedoch ziemlich enttaeuscht. Draussen regnete es in Stroemen, wo gestern noch strahender Sonnenschein geherrscht hatte. So schnell kann es gehen. Zum Glueck hatte ich in Sarahs Reisefuehrer von einem unterirdischen See ganz in der Naehe gelesen. Und weil es unter der Erde bekanntlich nicht regnet, sind wir dorthin gefahren. Der Lost Sea liegt etwa 46 Meilen suedoestlich von Knoxville, ungefaehr eine Fahrstunde entfernt.
Dort angekommen, wurden wir mit etwa 25 weiteren Personen eine Roehre entlang gefuehrt, die direkt in die Hoehle fuehrte. Uns wurden einge Dinge zur Entdeckung und Entsehung der Hoehle erzaehlt und erklaert. Zum Beispiel gibt es hier in dieser Hoehle eine Blumenart, die es nur noch in sechs weiteren Hoehlen auf der ganzen Erde gibt. 50% des kompletten Vorkommens befinden sich hier. Die Hoehle war wirklich toll. Es gab einige wenige Stalagmiten bzw. Stalagtiten, aber nicht zu vergleichen mit deutschen Tropfsteinhoehlen. Diese Hoehle hier erinnerte mich vielmehr an eine Mondlandschaft. Wer weiss, vielleicht wurde die Mondlandung auch hier gedreht. Smile
Am Ende der Hoehle angekommen, befand sich nun der See. Es ist der weltweit zweitgroesste unterirdische See, auch wenn er nicht wirklich riesig war. Hatten ihn uns ueberwaeltigender vorgestellt. Jedenfalls fuehren wir mit kleinen Holzboten eine Runde rum, immer begleitet von springenden Forellen, die eine beachtliche Groesse aufwiesen.
Die Fuehrung dauerte etwa eine Stunde, so dass wir um kurz nach 1pm die entgueltige Heimreise antreten konnten. Fuhren ein kurzes Stueck durch South Carolina, so dass wir mit ein paar kurzen Essensstopps, Pinkelpausen und jeder Menge Stau nach 6.5 Stunden Fahrt wieder wohlbehalten daheim ankamen.
Diese gesamte Tour war etwa 1150 Meilen (1850 km) lang und mir persoenlich hat es super viel Spass gemacht. Wir haben unterwegs einige wirklich tolle Dinge gesehen, uns untereinander super verstanden und riesig viel Spass gehabt. Ich kann nur sagen, dass ich es absolut nicht bereue und mich schon jetzt sehr auf die kommenden Trips freue.

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Orientation No.2, Bank,…

Fr Sep 01, 2006 5:32 am


[ Stimmung: Sleepy ]

… und jede Menge Planung

Unseren Termin beim Education Center hatten wir um 9am, deshalb konnten wir davor noch unsere Hall Duty verrichten.
Puenktlich kamen wir in Uptown an und nach einer 15-minuetigen Wartezeit wurden wir in ein Zimmer gebeten, wo wir mit schaetzungsweise 40 weiteren Personen sassen. Haben ein Formular nach dem naechsten bekommen, die wir ausfuellen und unterschreiben mussten. Fragt mich nicht, wozu ich mich nun alles bereit erklaert habe. Smile Wirklich viel Neues bzw. Interessantes haben wir auf jeden Fall nicht zu hoeren bekommen. An meinem Tisch sass aber eine richtig nette Frau, die wohl auch schon einge Zeit in Deutschland war und sich sehr fuer uns und unsere Arbeit interessierte. Durch das Gespraech mit ihr verflogen die zwei Stunden total schnell. Mussten noch ein Foto fuer den cms-Ausweis und 20 Fingerabdruecke ueber uns ergehen lassen, bevor wir dieses Gebaeude wieder verlassen konnten.
Sind anschliessend gleich weiter zum Drogentest machen lassen. Das war nur ums Eck, aber irgendwie hatten noch mehr die Idee, das heute zu machen, denn wir mussten ueber eine Stunde warten. Hab extra ganz viel getrunken und musste auch wirklich super dringend auf die Toilette, aber als ich dann dran war, konnte ich nimmer. Voll peinlich sowas. Zum Glueck gabs in dem Klo ein Waschbecken und somit konnte ich davon nochmal trinken. Smile
Kamen um 1:30pm wieder an der Schule an – etwa zwei Stunden spaeter als geplant. Kerstin hatte sich auch schon sehr gewundert und alle anderen Lehrer natuerlich auch. Vor allem, weil sie uns ja fest eingeplant hatten. Heute hatten wir im Kindergarten das letzte Mal keine Kinder und deshalb sollte da viel vorbereitet werden. Da ich aber sowieso schon Ueberstunden hatte (und wir die nur abfeiern koennen, jedoch nicht bezahlt bekommen), hab ich nur noch schnell ein paar Blaetter kopiert und dann sind wir alle wieder nach Hause gefahren.
Haben unsere SSN im Briefkasten entdeckt und sind, nachdem Sarah ihre kurzfristig verschollene Karte wieder gefunden hatte, zur Bank gefahren, um unser Konto zu eroeffnen. Hatten gedacht, das ginge ganz fix, aber nix wars. Das hat sich auch wieder gezogen wie Kaugummi, aber wir haben jetzt unsere Accounts, koennen auch Online-Banking machen und sind somit sehr zufrieden. Bin ja mal gespannt, ob wir morgen schon unseren ersten Gehaltsscheck bekommen, um den dann gleich einloesen zu koennen. Denn so langsam aber sicher wird mein Geld knapp. Das kommende Wochenende wird auch wieder jede Menge verschlingen. Haben das grad vorhin mal durchgerechnet. Da kommt schon einiges zusammem bei drei Uebernachtungen und ueberschlagenen 1100 Meilen (1800 km) Fahrt.
Gleich nach der Bank sind wir nochmal ins YMCA. Sind aber nicht so besonders lange geblieben. Bin also nur ne halbe Stunde gelaufen, 30 Bahnen geschwommen und dann noch 15 Minuten in die Sauna gegangen. Das hat aber auch gereicht.
Daheim haben Sarah und ich Spaghetti Bolognese gekocht und Salat zubereitet. War wirklich schoen, nach einigen Tagen wieder mal zusammn am Tisch zu sitzen und einfach zu quatschen.
Danach hab ich ewig im Internet die Fahrtrouten fuers Wochenende rausgesucht, nochmal bei den Motels angerufen, um eines der beiden Zimmer zu stornieren usw. War also ein sehr arbeitsreicher Abend. Jetzt bin ich doch relativ muede und werde deshalb auch ziemlich bald ins Bett gehen. Morgen kommen ja zum ersten Mal alle Kinder zusammen in die Schule – es geht also endlich richtig los!! *freu* Ausserdem fahren wir ja gleich nach der Schule los in Richtung Charleston, WV. Am Samstag geht es weiter nach Cincinnati, OH, am Sonntag dann ueber die Cumberland Falls, KY (Kentucky) nach Knoxville, TN. Kommen Montagabend wieder zurueck nach Hause. Bis dahin werde ich mich wohl nicht mehr melden. Aber ihr bekommt danach einen schoenen Reisebericht und natuerlich auch Bilder zu sehen. Drueckt uns die Daumen, dass das Wetter mitspielt, denn heute hat Ernesto uns den Tag verregnet. Sad
P.S.: Danke an Gerda, Anika und Sabine fur eure lieben Mails und Kommentare. Werde die beantworten, sobald ich wieder zurueck bin. Hab grad absolut keine Zeit dazu.

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Geplatzte Orientation

Do Aug 31, 2006 5:22 am


[ Stimmung: Cool ]

Wieder einiges passiert in der der Queen City!!!

So, auch wenn ich irgendwie nicht wirklich Lust habe, heute was zu schreiben, tu ich es trotzdem, da ich weiss, dass zumindest mein Papa schon ganz sehnsuechtig auf einen neuen Eintrag wartet. Dir zu Liebe mache ich das also.
Morgens lief eigentlich wieder alles ganz easy ab. Waehrend meiner Hall Duty kamen mir wieder einige Muetter entgegen, die total verheulte Augen hatten, weil sie gerade ihren Sproessling zum ersten Mal im Kindergarten abgeliefert haben. Da konnte man geradezu melancholisch werden. Smile
Kerstin hat heute die Namen auf die Tische der Kinder geschrieben, die Cubbies (Faecher) entsprechend beschriftet. Die Tische haben naemlich jeder eine Farbe. Sitzt ein Kind z.B. an Blau, kommt sein Rucksack in den Schrank mit dem blauen Buntstift und seine Lunchbox in das Fach darunter. Die Kinder am blauen Tisch sitzen uebrigens auch auf dem Teppich in einem blauen Quadrat. Finde ich eigentlich ne richtig nette Idee.
Nachdem wir wieder ueber die Regeln gegangen waren, durften die Kiddies spielen. Die Gruppe heute (uebrigens die letzte), hat allerdings lange nicht so schoen miteinander gespielt, als die gestern. Sie haben eher Abstand gehalten und jeder fuer sich sein Ding durchgezogen. Aber an und fuer sich waren sie wirklich sehr lieb.
Auch der Lunch verlief ohne Probleme, so dass wir dann schnell raus auf den Spielplatz gehen konnten. Heute war es zwar auch wieder sehr schwuel, aber der Regen in der Nacht hat ein wenig Linderung verschafft.
Nachdem ich von der Lunch Duty zurueck kam, durfte ich mit den Kindern wieder diese Eingangstests machen. Hat mir sehr viel Spass gemacht und den Kleinen glaub auch. Diese Gruppe brachte insgesamt relativ gute Leistungen.
Sarah und ich sind wie immer um halb eins heim gefahren und haben uns was zu essen gemacht. Ich hab mir ne Pizza in den Ofen geschoben und diese gemampft, waehrend ich mit meinen Eltern telefonierte, die ganz ueberraschend angerufen haben. Hab mich riesig gefreut und meiner Mama mal ihre Wahnvorstellungen wegen Ernesto aus dem Kopf gewischt. Hab sie auch darueber aufgeklaert, dass wir NICHT nach Florida und auch NICHT an die Kueste von NC fahren, sondern eher in den Nordwesten, also WEG vom Hurricane. Mittlerweile haben sich unsere beiden Jungs allerdings gegen den Trip ausgesprochen, so dass wir vier Maedels eben alleine gehen. So ein schoenes langes Wochenende kann man ja nicht einfach so verstreichen lassen. Wir nehmen alles mit, was geht. Und das wird sicher klasse, denn Cincinnati ist glaub ne richtig tolle Stadt und in Knoxville, wo wir am letzten Tag Station machen, laeuft an diesem Wochenende der Boomsday, ein Riesenspektakel mit total vielen Attraktionen, erwarteten 300.000 Gaesten und einem 45-minuetigen Feuerwerk am Sonntagabend, also gerade dann, wenn wir da sind. Das ist wohl das groesste Feuerwerk des Labor Day in den ganzen USA. Richtig cool also. Ich freu mich jedenfalls schon riesig.
Um 3pm hatten wir nun unsere Orientation bei der Schulbehoerde. Sind da angekommen und dann hiess es doch tatsaechlich, dass die unseren Termin auf den Morgen verlegt haben, wir da ja nicht aufgetaucht waeren und wir deshalb morgen frueh nochmal kommen muessen. Man hat uns das aufgeregt. Nicht nur, dass da morgen wieder Arbeitszeit verloren geht, nein, heute ging fuer die Spaetschicht ja auch schon Zeit drauf und ueberhaupt wuesste ich mal gern, wer das wieder verbockt hat. Sind also zurueck zur Schule gefahren und haben das dort erzaehlt. Ging dann klar, aber trotzdem ist es bloed.
Fuhren dann heim, wo wir ne kurze Pause machten, bevor wir alle ins YMCA gondelten. Dort mussten wir uns heute regulaer anmelden. Das war auch wieder so ne mittlere Katastrophe, da wir ja noch kein Bankkonto haben (und das haben wir noch nicht, weil wir noch keine SSN haben) und naja, jetzt mussten wir also erstmal fuer drei Monate bar zahlen und der letzte Monat wird anschliessend per Scheck von der Bank abgebucht. Total kompliziert, aber gut, was soll man machen. Sind jedenfalls gleich mal trainieren gegangen. Erst ein bisschen Laufen und dann dachten Sarah, Vera und ich, wir schauen und mal den Intermediate Step Course an. Mensch war das uebel. Die haben soooo schnell soooo viele Kombinationen gemacht, dass ich mich mit meiner nicht vorhandenen Koordinationsfaehigkeit und meinem mangelhaften Rhythmusgefuehl total fehl am Platz fuehlte. Mal ganz davon abgesehen, dass es moerderisch anstrengend war. Nach den 50 Minuten wollte ich nur noch ins Wasser und schwimmen gehen, aber das ging auch wieder nicht. Und den Grund erratet ihr nie. Will euch aber nicht ewig raetseln lassen, deshalb sag ich ihn euch: Das HALLENbad war gesperrt, weil es DRAUSSEN blitzte. Muss man das verstehen?? Vera und ich haben dann einfach beschlossen, 15 Minuten in die Sauna und weiter 15 Minuten ins Dampfbad zu gehen. War sehr entspannend und geschwitzt haben wir dort sicher mehr, als im Wasser. Smile
Daheim wurde noch schnell gevespert und dann kam auch schon Nico vorbei, die ein paar Bilder brennen wollte. Haben uns also mit ihr hingesetzt und das erledigt. Dauerte ne Weile, aber das ist ja kein Problem.
So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand. Viele Gruesse!!

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Ein wenig besser

Mi Aug 30, 2006 4:29 am


[ Stimmung: Hypnotized ]

Die Zeit vergeht,…!!!

Heute hatte ich bedeutend mehr Spass an der Schule, als gestern noch. Das lag daran, dass ich morgens ziemlich beschaeftigt war. Hab fast 45 Minuten lang kopiert und mich dabei mit allen moeglichen Lehrern unterhalten, die so rein- und rausgelaufen kamen. Hab dabei auch eine der sechs Blockpraktikantinnen von der PH getroffen. Als ich wieder zurueck ins Klassenzimmer kam, war Kerstin gerade dabei, den fuenf neuen Kiddies und Paul (unser Problemkind) die Regeln zu erklaeren. Wir gingen dann gemeinsam nochmal den Fire Drill (Verhalten waehrend eines Feueralarms) durch und dann war es auch schon wieder Zeit, zum Lunch in die Cafeteria zu gehen. Die Kids waren ziemlich friedlich, aber ich bin weitergespannt wie das wird, wenn wir alle 19 (ja, es ist schon wieder ein Kind weg, und zwar das, von dem ich euch erzaehlt hatte. Dessen Mutter spanisch spricht und das Kind eben auch keinen Bezug zur deutschen Sprache hat und ich mich schon darueber wunderte) auf einmal haben. Das mit dem In-einer-Reihe-Laufen haben die naemlich auch zu sechst nicht drin. Das braucht sicher noch einiges an Uebung.
Nach dem Lunch ging es raus auf den Spielplatz. Da es aber total heiss war, hatten sowohl die Kids als auch wir nicht wirklich viel Motivation was zu machen. Die Kinder haben sich ueberwiegend im Schatten aufgehalten, was so viel heisst wie das sie unter der Rutsche sassen und dort miteinander spielten. Bis auf Paul. Der wurde naemlich auf orange gesetzt (auf dieser Gesichterskala von gruen bis rot), weil er ohne zu fragen aus dem Klassenzimmer gelaufen ist und ein anderes Kind grundlos geschlagen hat. Er durfte zur Strafe nicht auf den Spielplatz, sondern musste am Rand ganz alleine sitzen. Das ist hart und es hat ihm ueberhaupt nicht gepasst, aber anders gehts halt nicht.
Ich bin dann wieder rueber zur Lunch Duty. Hab mit Daniel gequatscht und zwischendurch Servietten besorgt, Orangen geschaelt und sonst nicht viel gemacht. Einem Jungen ist ein Milchzahn rausgefallen und ich musste unweigerlich an Joey denken. Denn er kam auch einmal aus der Schule nach Hause und hat mir ganz stolz seinen beim Lunch rausgefallenen Zahn praesentiert.
Die restliche Dreiviertelstunde war ich nochmal im Klassenzimmer. Kerstin hatte den Kids ein Benjamin Bluemchen Video reingelegt und eigentlich sollten sie da still zuschauen. Haben sie natuerlich nicht gemacht, da sie groesstenteils nix verstanden haben. Kerstin hatte mal wieder zwei Besucherinnen und hat mit denen einen Kaffeklatsch abgehalten. Das erste, was sie zu mir meinte als ich rein kam war: “Du, geh mal schauen, dass die sich nicht kloppen.” Na danke, ich mein, sie macht sich nen faulen Lenz und ich muss die Kids zurechtweisen und unterhalten. Denn der Film war relativ schnell zu Ende und somit hatten die Kiddies wieder nix zu tun. Hab denen dann Computerspiele reingemacht und mit anderen ein bisschen Domino gespielt. Fanden sie ganz toll und ich hatte viel Spass mit ihnen. In der letzten Viertelstunde hab ich noch mit zwei Kindern diese Kindergartentests durchgefuehrt. Um halb eins hab ich diese Aufgabe dann an Alex uebergeben, der sie freudig angenommen hat.
Sarah, Nico und ich sind anschliessend schnell noch zum ALDI gefahren. Mussten mal wieder unsere Grundnahrungsmittel aufstocken. Daheim haben Sarah und ich uns Gemuese und Kartoffelpueree gekocht. Die folgenden drei Stunden lagen wir am Pool und haben die letzten Sonnenstrahlen genossen. Denn mittlerweile regnet es. Das sind wohl schon die ersten Auslaeufer vom Hurricane Ernesto. Bis Freitag soll das Wetter auch nicht besser werden. Aber ein wenig Abkuehlung tut uns allen gut.
Daheim war ich dann fuer ne ganze Weile allein, da Vera noch in der Bib und Sarah im YMCA waren. Hab in der Zeit zu Abend gegessen und dann mal bei den Hostels und Motels in Charleston, WV (West Virginia), Cincinnati, OH (Ohio) und Knoxville, TN (Tennessee) angerufen, um Zimmer zu reservieren. Denn mittlerweile haben wir uns gegen die Kueste und fuer den Trip im Landesinneren entschlossen. Ernesto scheint bisher seinen Kurs nicht zu aendern und ausserdem haben wir vom Hostel in Kitty Hawk ( auf den Outer Banks) ne Nachricht bekommen, dass das Hostel nicht mehr exisitiert, sondern nur noch ein Campground ist. Aber ich glaub der 4-Tages-Trip in den Norden wird auch richtig toll. An die Kueste kommen wir ja eh noch oft genug. Zumindest hoffe ich das mal, denn Myrtle Beach, Wilmington, Charleston, Savannah und Florida will ich schon noch sehen. Aber wie hat mein Papa gestern so schoen gesagt? “Ihr plant ja mehr Trips, als dass ihr in die Schule geht.” Tja Papa, da koenntest du sogar Recht haben. Smile
Haben nun den Rest des Abends damit verbracht “While you were sleeping” anzuschauen. Schoen romantisch und gerade die richtige Unterhaltung fuer einen entspannten Abend.

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Unverstaendnis

Di Aug 29, 2006 5:11 am


[ Stimmung: Fed Up WIth Life ]

Halloechen!!!

Neue Woche, neues Glueck. Sagt man doch so schoen. In meinem Fall trifft das allerdings nicht ganz zu, denn ich bin gerade nicht so besonders gut gelaunt. Das liegt vor allem daran, dass der Morgen in der Schule einfach nur langweilig war und ich einfach nicht verstehen kann, wie man “Unterricht” so gestaltet. Um mal ein paar Beispiele zu nennen. Letzten Freitag hat es mir ja total gut gefallen, weil Kerstin den Kids halt relativ viel erklaert hat,… Heute lief das aber irgendwie ganz anders. Die Kids haben erstmal eeeeewig lang gar nichts gemacht. Einfach nur miteinander gespielt. Ist ja auch toll, dass das so gut geklappt hat, dass sich die sechs heute so gut verstanden haben, aber irgendwann hab ich mir gedacht, koennte Kerstin auch mal anfangen, was Konstruktives zu machen. Nach etwa 1.5 Stunden hat sie die Kids dann endlich auf den Teppich gesetzt und ich dachte, sie wuerde nun mit den Regeln anfangen. Naja, Pustekuchen. Da kam ploetzlich die Afterschool-Care-Tante reingeschneit und meinte, sie muesste ewig da bleiben. Hat sich dann da hin gesetzt und mit Kerstin gelabert. Und zwar ueber Dinge, die absolut nichts im Unterricht verloren haben, die einfach nur privat waren. Fuer die Kids wie fuer mich total uninteressant. Die Kinder sassen eben weiter wartend auf dem Teppich, waehrend die beiden sich ueber ihre letzte Shoppingtour unterhielten. So nach dem Motto. Dass die Kinder dann darauf irgendwann keine Lust mehr hatten ist ja klar. Ich war echt kurz vorm Platzen. Finde das einfach unverantwortlich den Kindern gegenueber. Die kommen voller Vorfreude in die Schule, um dann an ihrem ersten Tag was zu machen? NIX!!! Ist der erste Tag nicht etwas besonderes, ein Tag, an dem man ganz stolz nach Hause kommt, um zu zeigen, was man schon Tolles gelernt hat? Nein, hier bei Kerstin wohl nicht. Denn ich weiss, dass es in anderen Klassen anders laeuft. Beim Lunch und auf dem Spielplatz war es ganz ok, aber danach ging es gerade so weiter. Kerstin hatte irgendwann keinen Bock mehr auf die Kinder und hat sie dann zur Quiet Time hingelegt. Sie durften keinen Mucks mehr sagen, aber was machte Kerstin? Sie hat sich lautstark mit mir unterhalten. Und als Alex kurz darauf auch noch dazu kam, war es ganz aus. Ich mein, was soll denn das? Den Kindern ein komplett falsches Bild vorzuleben. Was will sie damit unter Beweis stellen? Ich verstehe so ein Verhalten einfach nicht. Aber wer weiss, vielleicht geh ich da auch einfach zu streng ran, vielleicht hab ich da ein falsches Verstaendnis von Schule. Vielleicht seh ich das wirklich zu ernst, wie mir Alex in einem anderen Zusammenhang schon gesagt hat. Ich hoffe nur, dass sich das aendert, so bald die Kinder alle zusammen da sind, denn so macht es mir einfach keinen Spass.
War ziemlich froh, als wir dann heim gehen durften. Sarah und ich haben uns schnell eine Kleinigkeit zu essen gemacht und danach beide telefoniert. Hab Papa ein bisschen von meinem Leid geklagt, aber so ganz rueberbringen konnte ich es nicht in der Kuerze. Anschliessend ging es nochmal fuer ein paar Stuendchen an den Pool und um halb fuenf haben Sarah und ich uns auf den Weg ins YMCA gemacht. Hab das total gebraucht, meinen Frust abzutrainieren. Bin wieder auf diesem Laufgeraet gewesen, 50 Stockwerke Treppen hoch gelaufen, ein bisschen Rad gefahren und dann mal wieder 50 Bahnen geschwommen. War richtig toll und mir gings danach bedeutend besser. Hatte auch richtig viel Hunger, so dass wir, gleich nachdem wir daheim angekommen waren, was zu essen gekocht haben. Ich hatte leckere Fetucchini Alfredo mit Gemuese und Schweineschnitzel. War sehr lecker.
Danach haben Sarah und ich uns einen Ausweichplan fuer das Wochenende ueberlegt. Denn in den Nachrichten wird ja gerade staendig vom Hurricane Ernesto berichtet, der womoeglich hier an den Outer Banks vorbeikommen wird. Das waere natuerlich weniger vorteilhaft fuer uns. Haben uns nun fuer Cincinnati, Ohio als Option entschlossen. Die anderen kamen noch schnell rueber zur Gruppenbesprechung und jetzt muessen wir einfach mal abwarten, was Ernesto in den naechsten Tagen so treiben wird. Drueckt uns die Daumen, dass der sich abschwaecht, abdreht,…
Ich geh jetzt mal ins Bett, damit ich morgen wieder fit bin. Denn wer weiss, vielleicht machen wir doch was Produktives. Man soll die Hoffnung ja nicht ganz aufgeben. Smile I will keep on smiling!!

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Cars at the Movie Theatre

Mo Aug 28, 2006 3:48 am


[ Stimmung: Happy ]

Schon wieder Sonntag!

Tja, so schnell ist das Wochenende wieder vorbei.
Hab wieder richtig schoen ausgeschlafen, gefruehstueckt, und dann die Beate auf Cape Cod angerufen. Haben ueber ne Stunde geschnakt. War sehr schoen. Das hat das Alleinsein hier doch etwas leichter gemacht. Denn mir ist aufgefallen, dass es schon sehr oede ist, hier alleine rumzuhocken. Nicht, dass es nicht schoen waere, auch mal Ruhe im Haus zu haben, aber man gewoehnt sich doch schnell daran, dass immer jemand da ist, mit dem man quatschen und Spass machen kann.
Hab danach den Staubsauger in die Hand genommen und das Haus von oben bis unten gesaugt. Danach hab ich beschlossen, noch ein paar Stuendchen am Pool zu verbringen. Das Wetter war ja wieder bombastisch. Muss man einfach ausnutzen. Am Pool war richtig viel los. Bin deshalb nur kurz ins Wasser gegangen und hab die restliche Zeit gelesen.
Um 3pm bin ich wieder heim und hab schnell meine Ellis angerufen. War ein richtig nettes Gespraech, wenn auch sehr kurz, da ich noch mit meinem Bruder ueber mein Laptopproblem sprechen musste. Er hatte aber auch keine Ahnung, weshalb sich das Teil nicht mehr starten laesst. Naja, da hat also nix mehr geholfen, als die Recovery CD einzulegen und alles zu ueberspielen. Echt bloed, aber zum Glueck geht das Ding jetzt wieder. Zumindest fuer den Augenblick. Jetzt muss ich halt mal wieder in die Bib rueber und mir meine Programme runterladen. Und mein Papa muss mir die Office CD rueberschicken, damit ich meine Unterrichtsskizzen,… schreiben kann. Ich hoffe nur, das Teil verreckt nicht wieder. Die meisten meiner Bilder sind wohl gut erhalten bei Daniel auf dem Laptop. Muss mal schauen, dass ich die hierher auf den PC spiele und so bald wie moeglich auf CD brenne.
Um 4.15pm kam der Daniel rueber und gemeinsam gings zum $1.50-Kino nach Matthews. Das ist dort so billig, weil dort Filme kommen, die schon ein bisschen aelter sind. Ansonsten ist das Kino naemlich schon ziemlich modern. Haben uns “Cars” angeschaut, diesen Disneyfilm ueber so ein Rennauto. Richtig goldig gemacht und viele Lacher gehabt. War echt lustig.
Kamen um kurz vor halb acht wieder daheim an. Hab mir noch schnell ne Dose Ravioli und dazu Gemuese warm gemacht und mich ein bisschen vor den TV geschmissen. Jetzt kamen grad die anderen wieder aus Atlanta zurueck, wo es ihnen scheinbar richtig gut gefallen hat.
Ich werde mich jetzt auch wieder in mein Zimmer zurueckziehen, denn morgen frueh klingelt der Wecker doch ne ganze Ecke frueher. Euch allen einen guten Start in die neue Arbeitswoche!

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Uptown und HBO

So Aug 27, 2006 5:42 am


[ Stimmung: Happy ]

Mal wieder Samstag!

Das erste Mal aufgewacht bin ich heute um 7.03am, als Vera und Sarah das Haus verlassen haben. Hab dann aber nochmal bis 10am weitergeschlafen.
Die naechste Stunde habe ich mit Fruehstuecken, Chatten und Mails Checken verbracht. Danach gings rueber zum Daniel und gemeinsam zur Bushaltestelle. Unser Ziel: Uptown. Sind beim Transportation Center ausgestiegen und haben uns als erstes die gegenueberliegende Bobcats Arena angeschaut. Dort sind die Basketball- und Eishockeyteams von Charlotte beheimatet.
Kamen dann vorbei an allen moeglichen ziemlich grossen Gebaeuden, wie dem Hearst Tower, dem Bank of America Corporate Building, der City Hall (Rathaus), dem Settlers Cemetary und dem Independence Square vobei, wo ausserdem noch vier Statuen stehen, die folgende Dinge symbolisieren: Industry, Transportation, Commerce und Future. Waren auch noch beim Marshall Park, von wo aus man eine schoene Sicht auf die Skyline hat.
Charlotte ist, wie uns aufgefallen ist, eine relativ schnell zu durchlaufende Stadt. Es gibt hier viele interessante Gebaeude, es ist ziemlich sauber und man fuehlt sich sehr sicher. Ging mir zumindest so. Was mir aber auch aufgefallen ist: Es gibt in Uptown selbst kaum Einkaufscenter. Das ist ganz anderst als in Seattle, wo man Malls und Souvenierlaeden en masse findet.
Zu Mittag gegessen haben wir in einem ziemlich riesigen Restaurant namens “Rock Bottom Restaurant & Brewery”. Daniel hatte nen total grossen Salat, ich hatte wirklich gute Enchiladas. War wirklich super. Muessen da unbedingt mal wieder hin gehen.
Daniel hat heute uebrigens einen Witz nach dem anderen gebracht, aber von einem muss ich euch genauer erzaehlen. Und zwar liefen da in dem Marshall Park Gaense durch die Gegend. Hab also gemeint: “Da sind wieder Canadian geese (kanadische Gaense)”. Er hat dann irgendwas gemeint wie: “Oh, Gaense, die aus Kanadien kommen.” Ich habs erst gar nicht gerafft, aber ihm ist dann aufgefallen, dass da was nicht stimmt. Und ja, da ist ihm wirklich ein gravierender grammatikalischer Uebersetzungs-Fauxpas passiert. Aus dem englischen Adjektiv Canadian wurde einfach so ein voellig unbekanntes deutsches Hauptwort (Kanadien), besser bekannt als Kanada. Smile Haben uns darueber Schrott gelacht. Genauso wie ueber Gaense, die hier wohl hupen. Denn auf einem Schild im Park war eine Gans abgebildet und daneben stand ganz gross “honk”. Ok, das ist fuer euch jetzt vielleicht nicht so lustig wie fuer uns, aber ihr seid ja auch nicht drei Stunden in der prallen Sonne durch die Stadt gelaufen. Smile
Ich war gegen 4pm wieder daheim. Hab erstmal die Waesche abgehaengt, die Geschirrspuelmaschine ausgeraeumt und mich dann fuer mehrere Stunden an den PC gesetzt und meiner Internetsucht gefroent. Hatte mir ja ueberlegt, mal wieder an den Pool zu gehen, mich dann aber doch nicht losreissen koennen.
Um 8pm kam Daniel wieder rueber. Haben zusammen “In Her Shoes” (In den Schuhen meiner Schwester) angeschaut. Der kam ohne Werbung auf HBO. Ich kann nur sagen, dass ich diesen Sender total liebe!!! Der ist einfach nur klasse.
Jetzt schauen wir grad noch “Collateral” an und irgendwann in den kommenden Stunden werde ich wohl mal mein Bett aufsuchen. Mama, Papa, solltet ihr diesen Eintrag noch rechtzeitig lesen, ich wuerde mich freuen, wenn ihr mich morgen mal anruft. Muss auch mit dem Martin sprechen, da ich meinen Laptop irgendwie geschrottet hab. Will da jetzt nix falsch machen. Ruft am besten so ab 11am meiner Zeit an – sprich: ab 17 Uhr deutscher Zeit. Weiss ja nicht, ab wann mein Bruederchen wieder daheim ist. Smile Tschuessi!!

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Erster Schultag

Sa Aug 26, 2006 6:13 am


[ Stimmung: Amused ]

Was fuer ein Tag!!!

Heute morgen hiess es also richtig frueh aus den Federn zu steigen. Viel mir schon ein wenig schwer, aber auch Sarah und Nicoletta mussten da durch. Kamen dann um halb acht an der Schule an, wo ich erstmal ins Klassenzimmer gegangen bin, um der Kerstin hallo zu sagen und ein paar Dinge mit ihr abzusprechen.
Um 7.45am musste ich dann den Gang hoch, mich da an der Tuere postieren und meine Hall Duty verrichten. Die beinhaltete, Eltern und Schueler erst ab 7.55am in den Gang zu lassen, darauf zu achten, dass die Kinder nicht rennen oder kreischen oder sonstwas “Boeses” machen. Die waren aber alles sehr diszipliniert. Oft haben mich Eltern bzw. SchuelerInnen aber auch nach ihren Klasssenzimmern gefragt. Meistens konnte ich allerdings keine Auskunft geben, da ich keinen Plan von der Schule hatte und ja auch nicht alle Lehrer kenne. Hab die dann immer zum Office geschickt, wo sie nachfragen sollten. Ganz zum Schluss kam noch ein kleiner Junge zu mir, der die 2. Klasse der Japanese Immersion suchte. Ich kannte weder die Lehrerin, noch wusste ich, wo das Zimmer sein koennte. Bin also erst unseren Gang runter und hab da gefragt. Man schickte uns dann in den naechsten Gang. Dort wurde uns gesagt, geht wieder zurueck. Bin dann einfach mal zur 1. Klasse Japanese Immersion gegangen und dort wurde mir doch tatsaechlich geholfen. Mussten raus zu den Trailers (Mobile Classrooms), wo wir das richtige Klassenzimmer gefunden haben. Was fuer ein Akt. Dadurch kam ich dann natuerlich gleich mal zehn Minuten zu spaet ins Klassenzimmer. Aber das war kein Problem, die Kinder durften so lange spielen.
Dann ging es los. Hatten heute sechs Kinder, denen man die ganzen Regeln in der Schule erklaeren musste. Kerstin hat das uebernommen, ich habe darauf geachtet, dass die Kids nicht staendig aufgestanden sind, gequatscht haben,… Selbst bei diesen sechs war das ne ziemliche Arbeit, bin echt froh, dass wir das ganze Regelzeugs nicht mit 20 auf einmal machen muessen. Eine Mutter blieb anfangs noch mit im Klassenzimmer. Warum, das weiss ich nicht. Als sie dann ging, hat ihr Sohn jedenfalls total angefangen zu heulen, sich an sie geklammert,… War ja logo, waere sie gleich gegangen, waere es wohl kein Problem gewesen. Hab den dann auf meinen Schoss genommen, beruhigend auf ihn eingeredet und dann hat er sich auch schnell wieder beruhigt und war fuer den Rest des Tages happy. Alex meinte heute Abend, der Kleine sei waehrend der Storytime eingeschlafen. Suess, oder?
Vor dem Lunch hat Kerstin ihnen den Tagesablauf erklaert, wie man sich in der Schule verhaelt, wo die Kinder hin muessen, wenn der Feueralarm los geht, wo sie ihre Rucksaecke aufhaengen muessen,… lauter so Zeugs eben. Ich hatte ja den Eindruck, dass das viel zu viel auf einmal war, aber Kerstin meinte eben, man muesse das machen und sie wiederhole das eh noch zig Mal.
Kurz vor 10am haben sich die Kids dann im Gang aufgereiht, da wir uns auf den Weg zur Cafeteria machen mussten. Es hat ewig gedauert, bis sie in einer richtigen Reihe standen (und es waren nur 6!! Kinder) und das Signal machten (Finger auf den Mund). Erstmal mussten alle nochmal auf die Toilette und dann ging es los. Im Gaensemarsch zur Cafeteria. Andere Klassen machten genau dasselbe. Es sieht total witzig aus, wie da echt alle Klassenstufen von K bis 8. Klasse in Schlangenlinien durchs Schulgebaeude laufen.
In der Cafeteria angekommen lief eigentlich alles problemlos ab. Die Kinder, die eine Lunchbox dabei hatten, gingen mit mir zu unserem Tisch, die anderen haben zusammen mit Kerstin das Bestellprozedere durchlaufen. Sie waren in der Zeit relativ still.
Danach ging wieder super viel Zeit dafuer drauf, dass man sich in einer Reihe aufstellte, langsam durchs Schulgebaeude lief, wieder alle auf Toilette schickte, nochmal eine Schlange bildete und dann endlich zurueck zum Klassenzimmer ging. Ich wurde dann ins Office geschickt, um ein Walkie-Talkie und eine First-Aid-Tasche fuer den Spielplatz zu besorgen. Klar, man muss ja fuer den Notfall ausgeruestet sein. Waren dann draussen in der Hitze, aber den Kids hat es Spass gemacht, sich auszutoben. Sarahs Klasse kam auch kurz danach hinzu.
Um 11.20am hab ich mich mit Daniel zusammen zur Lunch Duty verabschiedet. Sind also in die Cafeteria gegangen, wo wir uns hinstellten und ueberwachten, dass die Kids nicht zu laut sind, dass man ihnen hilft, wenn sie etwas brauchen (Besteck, Oeffnen von Getraenken,…) Diese 25 Minuten gingen sehr schnell vorbei und schon waren wir wieder auf dem Weg zurueck zum Klassenzimmer.
Kerstin war gerade dabei, die Eingangstests fuer den Kindergarten zu machen. Da musste jedes Kind bis max. 15 zaehlen, Zahlen benennen, Muster legen, seinen Namen schreiben (und noch ein paar andere Woerter, sofern das Kind das schon kann), die Vorder- und Rueckseite eines Buches zeigen und einzelne Woerter identifizieren. War nur ein sehr kurzer Test, aber doch sehr auffaellig. Einige Kinder konnten das alles problemlos, andere konnten weder ihren Namen schreiben, noch weiter als bis drei zaehlen. Die Leistung der Kinder ist wirklich enorm heterogen. Ein Junge war auch nicht in der Lage Farben richtig zu benennen. Als ich ihm sagte, er solle mal den blauen Stift holen, brachte er mir alles von gelb, ueber lila, rot, gruen, braun und schwarz. Total heftig. War da sehr entsetzt, wenn ich ehrlich sein soll.
Hatte um 12.30pm aus und hab an Alex uebergeben. Der musste noch ziemliche Ueberstunden schieben, weil es mit den Bussen abends absolut nicht geklappt hat. War wohl das totale Durcheinander.
Sarah und ich haben daheim erstmal was zu Mittag gegessen. Ich hab mich ein bisschen an den PC gesetzt und mich dann zu Sarah und Nicoletta an den Pool gesellt. Hatten heute wieder strahlenden Sonnenschein. War ein richtig toller Mittag. Gegen 5pm bin ich mit Daniel noch ne Runde Tennis spielen gegangen. Er hat mir eine Trainingseinheit zur Rueckhand verpasst. Ihr glaubt nicht, wie tot ich danach war. Mein Gesicht sah aus wie ein Feuerloescher und meine Arme fuehlten sich an wie Pudding. Total heftig. Die kalte Dusche danach war der absolute Traum!
Hab dann zusammen mit Sarah das Abendessen fuer uns sechs gemacht. Es gab leckere Tortillas mit Hackfleisch, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Mais, Salat, Tomatensosse und Sour Cream. Zum Nachtisch Cantaloupe und Banane. War alles super lecker.
Die anderen haben dann noch schnell ihren Trip nach Atlanta dingfest gemacht und etwa um 8.30pm sind wir an die UNCC gefahren, wo heute eine Wilkommensparty vom International Club organisiert war. Dort angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass die Party nicht so wirklich der Brueller war. Dort waren ueberwiegend Asiaten und Leute aus dem Nahen Osten. Und irgendwie war die Musik absolut nicht mein Ding und viel zu laut. Gefallen hat es uns allen nicht. Haben mit ein paar Leute gesprochen, die uns Deutsche wohl sehr interessant fanden. Marian Beane war hocherfreut uns zu sehen, aber sonst lief da echt nix.
Sind also um halb elf schon wieder zurueck nach Hause gefahren. Ne halbe Stunde spaeter war das Auto wieder hier in “The Colony” geparkt. Vera und Sarah packen gerade fuer ihren Atlanta Trip. Daniel und ich haben auch schon geplant, wie wir unser sturmfreies Wochenende verbringen werden. Ich halte euch auf dem Laufenden. Tschuessi!!

P.S.: Julia – viiiiiiiiielen lieben Dank fuer deine super suesse Karte! Hab mich riesig gefreut, von dir gehoert zu haben. Richtig toll!!!! Die wird gleich mal aufgehaengt!

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Das SUBS-Schild sorgt fuer Lacher

Fr Aug 25, 2006 5:56 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Wieder ein Tag vorbei!!

*** HAPPY BIRTHDAY, SABINE ***

Diesmal wird der Eintrag nicht besonders lang, da ich total muede bin und morgen super frueh aufstehen muss. Werde mich also kurz fassen.
Sind wie immer um 8.30am an der Schule angekommen. Da Kerstin noch nicht da war, und Alex und ich nicht wussten, wie wir uns anders beschaeftigen sollten, haben wir einfach mal damit angefangen, ein paar Buecher zu uebersetzen.
Als Kerstin dann aber kam, hatte sie auch nicht wirklich ne Idee, was wir machen sollen. Haben also einfach ein bisschen gequatscht und dann meinte sie, wir wuerden jetzt mal nen Rundgang durch die Schule machen, damit sie uns alle moeglichen Leute vorstellen kann. Fand ich eigentlich ne recht nette Idee. So sind wir also losgestiefelt. Zuerst zum Spielplatz, wo sich jede Menge kanadische Gaense tummelten,anschliessend zu den Carpool Lanes, zum Busparkplatz und zur Cafeteria. Dort hat es mal gestunken. War echt ekelig. Die haben da halt gekocht und der Duft einer solchen Grosskueche ist wirklich nicht mein Fall. Was wir auch sehr interessant fanden war, dass ALLE Kuechenangestellten FETT waren. Nicht nur ein bisschen uebergewichtig, nein, wirklich fett. Aber wen wunderts. Die kochen da ja auch nur so ungesundes Zeugs wie Pizza, Burger usw.
Sind dann noch beim Cabinetmaker and Woodworker vorbei. Der ist wohl sowas wie ein Techniklehrer und wirklich nett. Er hat Kerstin so ein uraltes Schild vermacht, das wohl mal ueber einer Sandwichbar hing. Da stand eben “Subs” drauf. Alex und ich haben zwar versucht, ihr auszureden, das Teil mitzunehmen, da unser Klassenzimmer eh schon total voll ist, aber da Kerstin jeden Muell sammelt, hat sie das Ding an sich genommen.
So sind wir also durch das komplette Schulgebaeude gelaufen. Immer etwa 2 Meter Abstand zu Kerstin, da wir uns stark bedroht fuehlten, wenn sie sich mal wieder etwas ploetzlich mit dem ewig langen Teil umdrehte. Smile Haben uns echt Schrott gelacht auf dem Weg zurueck zum Klassenzimmer. Und jeder, den wir trafen, hat uns merkwuerdige Blicke zugeworfen. Im Klassenzimmer haben wir das Teil versucht zu reinigen und dann einen Platz dafuer gefunden.
Der Rest des Vormittags war nicht ganz so lustig. Haben eben weiter Buecher uebersetzt und Computerspiele gespielt, ein bisschen was kopiert und die Geburtstage aufgeschrieben. Ach ja, und ein Kind hat sich nun doch wieder abgemeldet. Ein Maedchen. Sind jetzt also bisher 11 Maedels und 10 Jungs. Sehr schoen ausgeglichen!
Nach einem letzten Meeting mit dem Assistant Principle of the Elementary School (Mr. Guzeh), der uns fuer morgen frueh zu unseren Duties eingeteilt hat, sind wir gegen 1.30pm nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp bei ALDI wieder nach Hause gefahren.
Haben schnell was gegessen und sind dann wieder los zum Social Security Office, um endlich unsere Nummer zu beantragen. Bei 5 von uns ging alles reibungslos. Daniel hatte allerdings ein etwas groesseres Problem. Und zwar hat der Immigration Officer am Flughafen den falschen Visastatus bei ihm eingetragen. Er muss das jetzt erstmal umschreiben lassen, bevor er die SSN beantragen kann. Echt nervig sowas!
Sind dann wieder sporteln gegangen im YMCA. Hab dasselbe Zeugs wie gestern durchgemacht: Laufgeraet, Indoor Track, Schwimmen. Hat wieder viel Spass gemacht und ich bin mehr als erstaunt, kaum Muskelkater zu haben.
Kamen um 7.30pm wieder daheim an, wo ich, waehrend die anderen geduscht haben, das Abendessen gekocht hab. Spaghetti mit Tomatensosse und Salat. Wollte ja eigentlich noch Hackfleisch dazu machen, aber wir haben ja dieses Monsterpacket gekauft gehabt und das war am Stueck gefroren. Nachdem ich nach zehn Minuten noch kein Stueck weiter war mit Abschneiden, hab ich den Klotz wieder zurueck ins Gefrierfach gelegt und das Hackfleisch auf wann anders vertagt. Smile
Haben den Rest des Abends mit Quatschen und TV schauen verbracht. Da kam grad die neue Version von “Charlie and the Chocolate Factory” und zwar OHNE Werbung. Das mussten wir uns dann natuerlich anschauen.
Jetzt gehe ich aber wie gesagt ganz schnell ins Bett, denn morgen um halb sieben ist die Nacht vorbei. Der erste richtige Schultag steht sozusagen vor der Tuer!

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Open House

Do Aug 24, 2006 5:02 am


[ Stimmung: Happy ]

Was fuer ein Tag!!

Hatte den Morgen richtig schoen durchgeplant: 7am aufstehen, Oma anrufen und zum Geburtstag gratulieren, fruehstuecken,… Naja, es kam mal wieder alles ein wenig anders als geplant. Hab naemlich dummerweise beide Wecker (ja, ich BRAUCHE zwei Wecker) gleichzeitig ausgemacht und bin danach wieder selig eingeschlafen. So ists richtig! Erst durch Sarahs stuermisches Klopfen um 7.40am wurde ich wieder wach. Wirklich wach!! Ihr kennt das ja sicher alle, wie es ist, wenn man verschlaeft. Hab mich also total beeilt und es dann zum Glueck doch noch geschafft, meine Oma anzurufen. Sie hat sich wieder riesig ueber meine Glueckwuensche gefreut. Trotzdem nochmal an dieser Stelle:
HAPPY BIRTHDAY, OMA!!!!
An der Schule angekommen, haben wir gleich erfahren, dass um 9am ein Meeting fuer alle angesetzt ist. Also mussten wir da auch dabei sein. Aber es war nicht wirklich interessant. Trotzdem ging die Stunde wie im Flug vorbei. Ich hab dann gleich im Anschluss die anderen drei zur Versicherung gefahren, damit die ihr Auto anmelden gehen konnten. Hab den Weg zum Glueck noch ohne Probleme gefunden. Die Versicherung wurde wieder sehr schnell abgeschlossen, so dass wir 1.5 Stunden spaeter wieder an der Schule waren. Hatten anfangs nicht wirklich viel zu tun. Dann jedoch kam die aktualisierte Klassenliste ins Zimmer geflattert und wir stellten fest, dass wir einen weiteren Jungen haben wuerden. Jetzt sind es also vorlaeufig 22 Kinder. 12 Maedels, 10 Jungen. Fuer dieses Extra-Kind mussten natuerlich auch noch Waescheklammern hergestellt, Popsicle Sticks beschriftet und ein Fach eingeraeumt werden. Alex musste schnell noch alle moeglichen Elternbriefe fuer ihn kopieren gehen und somit waren wir beschaeftigt, bis die ersten Kinder mit ihren Eltern um 1pm unser Klassenzimmer betraten. War wieder sehr interessant die verschiedensten Variationen meines Nachnamens zu hoeren. Ich mein, die meisten schaffen es nicht einmal den nachzusprechen, wenn man ihnen den vorsagt. Echt schlimm, dabei ist es doch wirklich nicht sooo schwer. Einige Kinder kannten wir ja schon vom Picknick letzten Samstag, andere Kinder waren uns noch komplett unbekannt. Aber alle von denen waren super goldig. Ich glaub es werden wirklich vier tolle und erfahrungsreiche Monate werden. Bin schon gespannt, wie lange ich von den Kids schwaermen werde, ob und wann sie sich zu kleinen wilden Tyrannen entpuppen,… Aber ich bin einfach mal sehr zuversichtlich. Was Alex und mir extrem aufgefallen ist war, dass sich die weissen Familien stark von den schwarzen oder lateinamerikanischen Familien unterscheiden. Die soziale Stellung in der Gesellschaft kommt da ganz stark durch. Wo die weissen Eltern super aufmerksam, extrem ehrgeizig, aber auch sehr grosszuegig, was die Bereitstellung von School Supplies angeht, rueberkam, waren die schwaren Eltern eher easy-going, weniger vorbereitet und interessiert am Unterrichtsgeschehen, einfach mittelloser, was die School Supplies angeht,… Das kann jetzt nur der erste Eindruck sein und pauschalisieren moechte ich das gewiss nicht, doch es kam uns eben beiden so vor. Und zwar unabhaengig voneinander. Was ich auch sehr interessant fand, war eine lateinamerikanische Familie. Die Mutter spricht so gut wie kein Englisch, nur Spanisch. Das Maedchen hat kaum gesprochen, und wenn, dann nur Spanisch. Da frag ich mich, weshalb solche Kinder an einem German Immersion Program teilnehmen. Ich bin ja schon gespannt, wie sich dieses Maedel machen wird. Generell war das Open House aber sehr interessant, die Zeit verging wie im Fluge. Schon war es 3pm, Zeit nach Hause zu fahren.
Haben schnell was gegessen (ich nen richtig geschmacklosen Griessbrei. Bevor ich den nochmal esse, muss ich Zimt kaufen gehen!) und sind dann wieder ins YMCA gefahren. Das Wetter war zwar einigermassen ok, aber wir hatten trotzdem Lust auf ein Workout. Sind anfangs wieder fuer ne halbe Stunde auf die Laufgeraete. Danach haben wir uns getrennt. Waehrend Sarah und Vera wieder an einer Aerobicstunde teilgenommen haben, bin ich erst 3 Meilen (~ 5km) auf der Indoor-Bahn gelaufen und anschliessend draussen nochmal eine Stunde lang 50 Bahnen geschwommen. Dabei hatte ich ein richtiges Aha-Erlebnis. Bin da so schoen geschwommen, da hab ich ploetzlich realisiert, wo ich eigentlich bin. Wirklich, das war ein total intensives Gefuehl. In etwa so zu beschreiben: Wow, ich bin tatsaechlich in Amerika, ich fuehle mich hier wohl, ich lebe hier und habe schon jede Menge erlebt, viel gemeistert und bin einfach ein Teil diesen ganzen Systems. Naja, dass muesst ihr jetzt nicht nachvollziehen koennen, jedenfalls war es fuer mich ein wirklich wichtiger Moment. Der ganze Sport tat super gut, aber ich glaube ich werde morgen keinen Fuss mehr aus dem Bett bekommen. Spuere schon jetzt richtig, wie sich ein total aetzender Muskelkater entwickelt. Smile
Kaum sind wir um Viertel nach Sieben wieder zurueck zu Hause gewesen, mussten wir auch schon wieder los. Die anderen haben naemlich mal wieder fuer uns gekocht. Es gab leckeren Fisch mit Reis, Spinat und einer Tatarsosse. War wirklich gut. Haben anschliessend zusammen unsere SSN-Antraege ausgefuellt, da wir morgen nach der Schule in dieses Office fahren werden. Ausserdem haben wir noch kurz unsere geplanten Trips abgesprochen. Haben wirklich einiges auf dem Programm. Gleich dieses Wochenende wollen Sarah, Vera, Alex und Nicoletta nach Atlanta fahren. Ich werde da nicht mitfahren, da mich Atlanta mal so gar nicht reizt. Daniel meinte auch, er bleibt lieber hier. Das Wochenende drauf wollen wir ja zu den Outer Banks. Zwei Wochen spaeter nochmal an die Kueste (Myrtle Beach und Wilmington). Dann steht noch Charleston, SC auf dem Plan. Im Oktober werden wir moeglicherweise mit der UNCC nach Washington DC fahren und den Indian Summer in den Blue Ridge Mountains nehmen wir ebenfalls mit! Ansonsten ist dann nur noch das lange Thanksgiving Weekend geplant. Einige von uns werden wohl nach NYC fahren. Mal schauen, ob mich irgend jemand nach Florida begleitet. Will doch nicht alleine da runter fahren. Conny, wie waers?? Smile
So, damit seid ihr jetzt mal wieder auf dem Laufenden.
Ach ja, haben seit heute auch nen Anrufbeantworter. Ihr duerft mich gerne anrufen und ne Nachricht hinterlassen. Freu mich da immer sehr drueber, auch wenn ich nicht zu Hause bin, was in letzter Zeit irgendwie staendig der Fall ist. Smile Beate, ich hoffe doch, dass ich morgen Abend mal erreichbar bin! Dir viel Spass in Boston!

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YMCA

Mi Aug 23, 2006 5:55 am


[ Stimmung: Sleepy ]

Ein sportiver Tag!!!

Wie immer begann mein Tag mit dem Klingeln des Weckers um 7.30am.
An der Schule angekommen, habe ich mich gleich um meine erste Aufgabe gekuemmert, die da lautete: Kopier mal etwa zehn Blaetter jeweils Vorder-und Rueckseite fuer 25 Kinder. Ihr koennt euch vorstellen, dass das einige Zeit in Anspruch genommen hat. Somit war ich also fuer die ersten 45 Minuten beschaeftigt. Nachdem ich wieder in unser Klassenzimmer kam, war Kerstin da, aber Alex war verschwunden und kam auch erst eine halbe Stunde vor Schluss wieder. Er war heute bei einem anderen Lehrer eingeteilt, so dass Kerstin und ich das Klassenzimmer zu zweit vollends eingerichtet haben. Es gab ja nun auch nicht mehr so viel zu tun. Ich habe einige Schraenke aus- und wieder ordentlich eingeraeumt, die Namensschilder fuer die Faecher der Kids festgeklebt, bin nochmal kopieren gegangen, da Kerstin den Willkommensbrief fuer die Eltern der Kinder mittlerweile fertig getippt hatte, hab meinen und Alex’ Schreibtisch aufgeraeumt und jede Menge Sticker sortiert. Kerstin war sogar so lieb und hat mir ne ganze Hand voll mitgegeben, da an dieser Schule Halloween verpoent ist. Ganz merkwuerdig, da die Begruendung etwas lasch ist. Es gibt wohl Eltern, die nicht wollen, dass man solche heidnischen Braeuche, die etwas mit Geistern zu tun haben, an der Schule verbreitet. Als wuerden die Kinder ausserhalb davon nichts mitbekommen. Irgendwie verging der Morgen jedenfalls wieder total schnell. Ich hab noch mitbekommen, dass ich, wenn ich mal nichts mit den Kindern zu tun habe, was helfen, etc. betrifft, jede Menge Buecher zum Uebersetzen zur Verfuegung stehen habe. Das sieht so aus, dass es im Klassenzimmer eben englischsprachige Buecher gibt. Ich muss die nun auf Deutsch uebersetzen, in den Computer eintippen, ausdrucken und ueber den englischen Text das Deutsche kleben. Ich finde diese Aufgabe ganz interessant, da man dadurch ja auch ein wenig an seinem Englisch arbeitet. Denn auch Kinderbuecher haben schon grammatikalisch anspruchsvolle Texte.
Kurz bevor wir wieder nach Hause gegangen sind, haben Alex und ich noch schnell die einlaminierten Namens- und Lunchschilder ausgeschnitten. Um Viertel vor 1pm waren wir fertig fuer heute. Ging super schnell vorbei. Sind dann alle sechs nochmal in dieses Einkaufszentrum gleich um die Ecke gefahren. Hab mir nen neuen Adapter gekauft, nur fuer den Fall, dass meiner hier wirklich noch den Geist aufgibt und ein Batterieladegeraet, damit Sarah und ich nicht staendig den Daniel belaestigen muessen. Obwohl er ja wirklich ein Schatz ist und das bisher immer ganz problemlos gemacht hat. Haben auch noch bei Ross und dem Schuhladen nebendran reingeschaut. Diesmal hab ich sogar was gefunden. Und zwar zwei T-Shirts (fuer den Sport) und eine Trainingshose fuer gerade mal $25 alles zusammen.
Wieder daheim haben wir erst mal unseren unbaendigen Hunger gestillt. Es gab leckere Nudeln, Kartoffeln und Gemuese mit Ei ueberbacken. Zum Nachtisch Joghurt. Nach einer kurzen Pause haben wir beschlossen, so lange das andere Haus sein Auto kaufen gefahren ist, nochmal unser Glueck beim YMCA zu versuchen. Und siehe da, diesmal hat alles geklappt. Mussten zwar wieder ziemlich viel Papierzeugs ausfuellen, aber wir bekommen jetzt wohl doch nen relativ grossen Discount. Muessen wohl so um die $20/Monat zahlen. Das geht ja wirklich. Durften heute auch gleich rein und haben das natuerlich voll ausgenutzt. Haben uns erstmal an solche Laufteile gestellt und haben eben dort schonmal ne halbe Stunde lang Kalorien verbrannt. Das ging eigentlich ziemlich gut. Danach sind wir durch das riesige Center gelaufen und haben uns das ein wenig angeschaut. Die haben da etliche Raeume, in denen man eben an die Geraete gehen kann (Laufbaender, Gewichte,…), dann gibt es nochmal einen extra Fahrradraum, einen Raum mit Basketballkoerben, ein 50m-Schwimmbecken draussen und wie gross das drinnen ist, weiss ich nicht, da ich das noch nicht gesehen habe. Es gibt dort aber auch noch eine Indoor-Laufbahn. Auch richtig cool. Natuerlich gibt es zusaetzlich auch Raeume, wo die ganzen Kurse (Yoga, Pilates, Kickboxen, Cycling, Sculpt,…) angeboten werden. Wir haben uns gleich mal einen rausgepickt, der sich gut angehoert hat. Der hiess “Sculpt” und war ziemlich interessant. War so aerobic-artig und hat eben den kompletten Koerper trainiert. Hatten da diese Stepper, ne Bodenmatte und zweierlei Hanteln. 50 Minuten wurde da voll durchgepowert. Teilweise bin ich ja fast gestorben. Ich hab mal wieder erkannt, dass ich null Muskeln habe. Und zwar egal wo. Die Arme waren wie Pudding, der Bauch besteht bei mir wohl auch zu 98% aus Fettmasse und die Beine, von denen ich dachte, dass die nicht ganz so kraftlos waeren, … naja, sagen wir mal lieber nix dazu. Es hat jedenfalls grossen Spass gemacht, vor allem, weil wir halt zu dritt waren. Wir haben uns jedenfalls fest vorgenommen mind. 3x die Woche ins Y zu gehen. Muessen ja dafuer sorgen, dass wir unsere Burger schoen abtrainieren. Smile
Zur Feier des Tages sind wir gleich danach naemlich mit den anderen zu Ruby Tuesday und haben wieder lecker gegessen. Ich hab heute aber nur die total leckere Salatbar ausprobiert. Hat sich gelohnt!
Hab nun grad noch meine Mails gecheckt und mich riesig ueber die Mail von meinem Bruder und der einen alten Klassenkameradin gefreut. Hab von ihr schon seit Jahren nichts mehr gehoert gehabt, nun mitbekommen, dass sie seit kurzem verheiratet ist und naja, da freut man sich doch schon! Jetzt muss ich aber dringend ins Bett, denn morgen steht wieder an anstrengender Tag auf dem Plan. Muss mit den anderen das Auto anmelden gehen und Open House ist auch noch an der Schule.
Ach uebrigens: Das schoene Wetter hat sich mal wieder verabschiedet. Heute hat es staendig geregnet und in einem Teil Charlottes mussten sogar Haeuser wegen Ueberschwemmung evakuiert werden. Aber so schlimm wie in Atlanta sieht es hier (noch) nicht aus. Mal gucken, ob das Wetter morgen wieder etwas besser wird.

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Chinese Buffet for free

Di Aug 22, 2006 4:54 am


[ Stimmung: Happy ]

Aus ist es mit der Faulenzia!!!

Tja, so schnell kann es gehen. Heute wurden Alex und ich endlich mal richtig schoen eingespannt. Wir haben unserem Glueck ja kaum getraut. Es hat aber echt total viel Spass gemacht, das Klassenzimmer ein wenig auf Vordermann zu bringen. Waren Stunden damit beschaeftigt, alles moegliche zu beschriften. Angefangen bei den Waenden vor dem Klassenzimmer, denen wir einen neuen netten Schriftzug verpasst haben, bis hin zu Mathebuechern, Faechern fuer die Kinder, Umschlaege, die die Kinder jede Woche mit nach Hause nehmen,… Ich hab ausserdem noch zwei Sets Eisstiele mit den 21 Namen der Kinder versehen, da wir die fuer die Einteilung zu den unterschiedlichen Diensten und Gruppen benoetigen. Mittlerweile kann ich die Klassenliste vorwaerts und rueckwaerts problemlos aufsagen. Jetzt muss ich dann nur noch die Namen den richtigen Gesichtern zuordnen. Bin ja mal gespannt, wie schnell ich das intus habe. Aber so wahnsinnig lange sollte es nicht dauern, da die Kinder jetzt ihn der ersten Woche erstmal nur in 5-er-Gruppen kommen. Also jeden Tag fuenf andere Kinder, bis sie dann nach dem Labor Day alle kommen werden.
Wir haben ebenfalls Kerstins enorme Sammlung an “Ramsch” im Klassenzimmer verteilt. Das sieht mittlerweile eher aus wie ein Spielzeugmuseum, als ein Klassenzimmer, aber gut, that’s how the Americans do it! Damit muss man wohl leben. Ich bin ja noch immer der festen Ueberzeugung, dass es sich dabei um die totale Reizueberflutung handelt, aber ich bin ja schliesslich niht hier, um das amerikansiche System zu kritisieren, sondern fuer meinen Unterricht spaeter zu lernen.
Gegen halb zwoelf sind Alex und ich mit 13 anderen LehrerInnen zum Lunch gegangen. Eine der franzoesischen Lehrerinnen hat in so einem chinesischen Restaurant naemlich ein Essen fuer 15 Personen gewonnen und einfach mal einige Kollegen mitgenommen. Kerstin war nun so lieb und hat uns zwei auch mitgenommen. War echt total klasse dort. Die Auswahl war gigantisch. Da gab es alles von Sushi ueber Chicken, bis hin zu Oktopus und Froschbeinen. Am leckersten waren allerdings die chinesischen Donuts, die ungemein viel mit unseren Krapfen daheim gemeinsam haben. Innerhalb kuerzester Zeit wusste der ganze Tisch darueber Bescheid, dass ich ja schon fuenf von den Teilen verdrueckt hatte. Dass ich sie allerdings nicht mit dem obligatorischen Eis gegessen habe, ist ein bisschen auf Unverstaendnis gestossen. Smile
Etwa um Viertel vor 2pm waren wir wieder zurueck an der Schule. Es mussten noch jede Menge Arbeitrsblaetter kopiert werden, weitere Kleinigkeiten erledigt und so haben wir die folgenden zwei Stunden auch rumgebracht. Kerstin und ihre Mutter haben Alex, Nicoletta und mich dann freundlicherweise wieder mit nach Hause genommen, da die anderen ja schon zwei Stunden vorher nach Hause gefahren waren.
Ich hab mich gleich an den Pool begeben. Dummerweise waren da heute total viele Kinder, da dort irgendwie ein Geburtstag gefeiert wurde. War also nix mit Schwimmen. Echt schade, da es heute wieder so uebelst warm war, dass eine Abkuehlung mir gerade recht gekommen waere.
Bin dann um 6pm mit der Vera zur Library gegangen, wo ich bloederweise meinen Adapter geschrottet hab. Musste mich also an den normalen PC setzen und konnte meine Bilder nicht hochladen. Daheim hab ich den aber gleich wieder repariert. Er funktioniert also wieder. Puh, nochmal Glueck gehabt.
Waehrend wir in der Bib waren, hat Sarah lecker Abendessen gekocht. Fleisch und Kartoffeln mit Kaese ueberbacken und dazu Salat. Die anderen haben wir zum Essen eingeladen und somit waren wir wieder ne richtig nette Runde. Natuerlich blieb das Laestern da nicht aus. Smile Nicoletta ist mittlerweile schon wieder daheim, Vera hat sich grade eben auch nach oben verabschiedet und die verbliebenen drei sitzen um mich rum und unterhalten sich grad ueber ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Ja, ich weiss, wir haben hier ganz tolle Themen. Lustig ist es allemal.

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Faulenzia

Mo Aug 21, 2006 4:27 am


[ Stimmung: Cool ]

Und schon ist das Wochenende wieder vorbei!!

So schnell kann’s gehen, sogar ohne dass man besonders viel gemacht haette. Deshalb wird dieser Eintrag auch (ausnahmsweise) kurz!! Also bitte nicht daran gewoehnen. Smile
Gegen halb zehn bin ich aufgestanden und hab mir gedacht, ich sollte mal daheim anrufen, da ich schon seit ueber einer Woche nix mehr gehoert hatte. Da macht man sich ja schon so seine Gedanken. Smile Hab dann auch geschlagene 1.5 Stunden mit Mama und Papa telefoniert, auch wenn nicht wirklich was Wichtiges auszutauschen war. Bisschen Small Talk eben, das muss auch ab und zu mal sein.
Anschliessend hab ich den leichten Drang danach verspuert mich aktiv in unserer Gemeinschaft hier zu beteiligen, sprich, ich hab den Staubsauger rausgeholt und mal das Haus von all den vielen kleinen Dreckpartikelchen befreit, die sich in den letzten 12 Tagen angesammelt haben. Waren nicht besonders viele, aber trotzdem. Meine Putzfreudigkeit hat auf Sarah und Vera abgefaerbt. Sarah hat die Kueche abgewischt und auf Hochglanz gebracht, Vera hat sich um eine weitere Maschine Waesche gekuemmert.
Danach hab ich mal wieder nach Hostels fuer unseren Outer Banks Trip in zwei Wochen geschaut, aber bin nur vage fuendig geworden. Vera hat in der Zwischenzeit unser Mittagessen zubereitet. Haben wieder diese leckere Fischsuppe gegessen. Diesmal mit Reis und Salat. Das war wieder soooo lecker, aber danach fuehlten wir uns beide wie Luftballons, die man ein bisschen zu stark aufgeblasen hat. Smile
Nichtsdestotrotz bin ich dann rueber zu Sarah an den Pool. Alex und Nicoletta kamen etwas spaeter auch dazu. Ich bin einige Bahnen geschwommen und ne Stunde spaeter sind wir wieder losgezogen. Wir drei Maedels wollten uns heute beim YMCA (Fitnessstudio) anmelden gehen. Dort angekommen wurden wir aber erstmal sehr enttaeuscht, da wir dachten, die Anmeldung wuerde problemlos von Statten gehen. Aber nein, die wussten dort nichts von unseren Vorgaengern und deren Discount und somit haben wir heute doch noch keine Mitgliedschaft abgeschlossen. Wollen dort morgen nochmal hingehen und dann direkt mit der Chefin sprechen. Eine normale Mitgliedschaft ist uns naemlich doch ein wenig zu teuer, vor allem da wir mit bedeutend weniger gerechnet hatten. Drueckt uns also die Daumen fuer morgen.
Wieder zurueck zu Hause sind Sarah und Vera ne Runde joggen gegangen. Ich bin mit der Intention zum anderen Haus gegangen, mit Daniel ne Runde Tennis zu spielen. Aber der war entweder im Internet, am Telefon oder sonstwo und hat die Tuerklingel nicht gehoert. Und anrufen konnte man auch nicht, da war staendig besetzt. Also hab ich mich einfach vor den Fernseher gepflanzt und “50 First Dates” angeschaut. Gegen 7pm haben wir drei gevespert, uns nett ueber Frauenthemen wie Rasieren, Epillieren, Wachsen, Lasern,… unterhalten. War sehr unterhaltsam, muss ich sagen. Smile Gegen 8pm haben wir es uns wieder vor dem TV gemuetlich gemacht, wo wir, jeder bewaffnet mit einer grossen Portion Eis, erst das Ende von “Along came Polly” und dann das Ende von “Schwer verliebt” angeschaut haben. Somit ging der Abend ganz relaxed zu Ende.
Jetzt mach ich Schluss, geh ins Bett, damit ich morgen wieder voll durchstarten kann. Freu mich schon total auf die neue Arbeitswoche. (Und das meine ich ernst!!!)

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Picnic und Lake Norman

So Aug 20, 2006 3:44 am


[ Stimmung: Happy ]

Guten Abend!!

First of all: *** HAPPY BIRTHDAY ANDREAS!!!!! ***

Was gibt es neues aus meiner kleinen Welt? Hab heute mal wieder schoen lange ausgeschlafen. Um halb zehn hab ich dann aber doch mal meine steifen Glieder aus dem Bett geschwungen. Um kurz nach 10am standen die anderen naemlich schon wieder auf der Matte, da wir Kindergarten-Leute zu einem Picknick eingeladen worden waren. Davor ging es noch zur Bank und irgendwie hab ich mich dann ein wenig verheddert. Naja, so kamen wir jedenfalls zu einer netten kleinen Neighborhood-Rundfahrt – und was fuer schoene Haeuser wir da gesehen haben. Total genial. Waeren da am liebsten gleich mal raus und irgendwo eingezogen. Ganz egal wo. Smile
Das Picknick war eigentlich ganz nett. Ich kannte das ja schon aus Seattle, die anderen waren aber ein wenig ueberrascht, wie das so ablaeuft. Dass dort eben wirklich sehr viele sehr ehrgeizige Eltern sind,… Naja, jedenfalls hab ich mittlerweile schon ein paar Kinder kennen gelernt, die dann bei uns in der Klasse sein werden. Die meisten kommen aus Familien, die auch zu Hause Deutsch sprechen. Die einen mehr, die anderen weniger. Kerstin meinte, es gaebe vielleicht nur zwei-drei Kinder, die komplett ohne vorherige Deutschkenntnisse kommen werden. Da bin ich ja mal gespannt. Ueberhaupt hat Kerstin sich heute richtig geaendert gegenueber den letzten Tagen. Sie war nicht so muerrisch, geradezu freundlich und hat sich sehr nett und auch ausfuehrlich mit mir unterhalten. Mittlerweile freue ich mich sogar schon wieder richtig auf Montag, denn sie meinte, da wuerden wir dann doch wieder ein bisschen mehr machen. Na, man darf gespannt sein.
Wir sechs sind dann so gegen 12.30pm zu unserem designierten Ziel losgefahren. Bei richtig bewoelktem Himmel dachten wir schon, uns wuerde der Badebesuch am Lake Norman etwas verregnen, aber als wir eine Stunde spaeter ankamen, hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne knallte nur so vom Himmel. Lake Norman ist der flaechenmaessig groesste vom Menschen angelegte See des Staates North Carolina. Er hat eine Kuestenlaenge von 520 miles (840 km). Und dort ist es wirklich richtig schoen gewesen. Wir waren im Lake Norman State Park, wo es einige Wanderwege gibt und eben auch einen Strandabschnitt. Dieser ist zwar sehr mickrig, aber uns hat es gereicht. Was ein wenig ekelig war, war der lehmige Boden und das daraus resultierende lehmige Wasser. Nachdem wir eine Weile drin waren, hatten unsere Bikinis bzw. Shorts richtig haessliche braune Lehmstreifen. Mal schauen, ob die wieder komplett rausgehen beim Waschen. Aber ausserhalb des Wassers hat man es anfangs auch kaum ausgehalten. Es war sowas von super schwuel und heiss. Hab mich das erste Mal seit Tagen wieder eingecremt, da ich mir sonst sicher nen ueblen Sonnenbrand geholt haette. Vera und Daniel hat es weder auf dem Handtuch gehalten, noch ins Wasser gezogen, so dass sie einen Spaziergang durch den Wald gemacht haben. Den Bildern nach zu urteilen, muss es sehr schoen gewesen sein.
Kamen gegen 6.30pm wieder daheim an. Sarah ist ne Runde joggen gegangen, waehrend Vera und ich nochmal schnell den Tennisschlaeger geschwungen haben. Hat wieder total viel Spass gemacht und so langsam haben wir den Dreh raus. Bekommen schon richtig schoene, laengere Ballwechsel zustande.
Anschliessend ging es wieder zu den anderen rueber, wo wir Pizza und den Rest Spaghetti vom letzten Mal assen. Das hatten wir uns nach dem Tag auch wirklich verdient.
Nun sind wir wieder daheim, ich hab grad mal nach der Faehre fuer naechstes Wochenende geschaut (da wollen wir naemlich auf die Outer Banks) und mich ein wenig schlau gemacht, wo man da guenstig uebernachten koennte.
Jetzt werde ich noch schnell meine faustgrossen Stiche (und das ist kein Witz!!) kuehlen, damit die sich eeeeeendlich wieder zu Normalgroesse zurueck entwickeln. Wir sehen hier echt alle aus wie Streuselkuchen. Weiss auch nicht, was die Dinger an uns so moegen. Und warum die Teile bei mir immer so unglaubliche Ausmasse annehmen, das waere noch so ein Punkt, der mal geklaert werden muesste. Wenn einer die Telefonnummer vom Moskito-Stechkommando-General kennt,… ich waere euch sehr verbunden. Smile

Ach, noch ein Nachtrag von gestern:
Hab ja meine Hostmum angerufen und ihr zum Geburtstag gratuliert. Sie hat sich super gefreut und ziemlich lange mit mir gesprochen. Wollte alles wissen, wie es mir hier geht, wie es mit dem Auto geklappt hat,… und dann hat sie mir erzaehlt, was Joey vor ein paar Tagen zu ihr gesagt hat. Er meinte so: “Mum, ich brauche ganz schnell neue Rollschuhe, damit ich ueben kann. Denn ich muss Claudia doch zeigen, wie toll ich das kann, wenn sie kommt.” Ist das nicht super suess??? Sie meinte noch, er wuerde seit meinem letzten Anruf von nichts anderem mehr sprechen, als meinem Besuch und auch Nicole wuerde sich schon riesig freuen. Ueberhaupt koennten sie es alle nicht mehr erwarten, bis ich wieder da bin. Ich bin echt soooo super happy gewesen nach dem Telefonat. Sie geben mir einfach immer wieder zu verstehen, wie sehr sie mich moegen und dass ich einfach ein wichtiger Teil ihrer Familie bin.

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Spielkinder

Sa Aug 19, 2006 3:50 am


[ Stimmung: Neutral ]

Tag 10 im wunderschoenen Charlotte!!

Und hier bin ich wieder, live aus der Queen City. Das fruehe Aufstehen heute Morgen fiel uns irgendwie allen recht schwer, obwohl wir ja, wenn die Schule richtig beginnt, noch ne Stunde frueher auf der Matte stehen muessen. Zumindest die drei von uns, die die Fruehschicht haben.
Kamen jedenfalls wieder um kurz vor 8.30am an der Schule an.
Alex und ich sind gleich mal zu unserem Klassezimmer gelaufen, aber da war noch niemand. Haben also die Chance ergriffen und sind nochmal in Windeseile nach Hause geduest, da Alex seinen Reisepass vergessen hatte, den wir spaeter fuer die Beantragung unserer vorlaeufigen Social Security Number brauchten. Jedenfalls war um 9am wieder mal ein Meeting. Diesmal eines nur fuer die Assistants. Da gibt es ja ausser uns Deutschen auch noch jede Menge andere. Uns wurde verklickert, wie das mit der Gehaltsabrechnung funktioniert, welche Tabellen wir dafuer fuehren muessen, was geschieht, wenn wir krank sind, Ueberstunden machen,… lauter so Zeugs eben. Anschliessend hat Monica (die Sekretaerin und gute Seele der Schule) unsere Paesse kopiert, uns den Jahreskalender ausgeteilt und einige Raeumlichkeiten gezeigt. Mittlerweile war es schon halb elf. Da die regulaeren Teacher noch in einer Besprechung waren, sind wir eben wieder zu uns ins Klassenzimmer gegangen. Tja, da war wieder ein wenig gearbeitet worden, doch da wir uns ja noch immer nicht mit Kerstin abgesprochen hatten, wussten wir nichts besseres mit unserer Zeit anzufangen, als Mikado zu spielen (hab uebrigens 2:1 gewonnen), die drei Computer fuer die Kiddies auszutesten (da sind sehr lustige Spielchen drauf), dumm rumzusitzen, Tennisbaelle hin und her zu werfen, die anderen besuchen zu gehen,…
Naja, wir waren auch kurzzeitig mal produktiv. Haben naemlich die Geburtstagskartchen vom Vorjahr entfernt. Eine Arbeit, die ganze 2 Minuten gedauert hat. Kerstin kam dann sogar nochmal fuer den Bruchteil einer Sekunde hereingeschneit, meinte, wo wir den Morgen ueber gewesen waeren, dass sie nun Lunch essen geht, ob wir mit moechten,… Haben wir verneint, da wir eh bald aus hatten. Auf die Nachfrage, ob wir nicht doch irgendwas tun sollen, hat sie uns die Kissenbezuege fuers Sofa gegeben. Aber auch diese Arbeit war innerhalb von fuenf Minuten erledigt. Alex meinte ja, ich solle diese viele Freizeit noch geniessen, aber irgendwie fand ich es total frustrierend, da so meine Zeit tot zu sitzen. Ich mein, dafuer bin ich doch nicht hergekommen. Ich kann es echt kaum noch erwarten, bis es es richtig los geht. So ein Lotterleben ist einfach nix fuer mich. Was echt toll war, war das Gespraech mit der Franzoesischlehrerin von nebenan. Die hat sich wenigstens mal mit uns unterhalten. Sie hat ein wenig vom letzten Jahr erzaehlt, was hier die ersten Wochen auf uns zukommen wird,… Doch, die ist echt total lieb.
Um 1.45pm sind wir endlich wieder nach Hause gefahren. Hatten total Hunger, so dass wir uns ein paar Nudeln mit einer leckeren Gemuesesosse gekocht haben. Ich war aber sowas von schlecht gelaunt, dass ich meinte, ich ginge nun einkaufen. Also Lebensmittel, damit ihr mich nicht falsch versteht. Hatte echt den unbaendigen Drang, was wirklich PRODUKTIVES zu machen. Hab ausserdem noch eine Strassenkarte von Charlotte gekauft. Im Auto brauchen wir die ja auf jeden Fall.
Hab auf dem Weg zum Harris Teeter uebrigens drei super suesse Eichhoernchen gesehen. Die gibt es hier auch wie Sand am Meer.
Wieder zurueck hab ich mich zu den anderen an den Pool gesellt. Nach einer kleinen Leseeinlage, bin ich etliche Bahnen geschwommen und hab danach noch ueber ne Stunde mit Alex Wasserfrisbee gespielt. War total lustig, da wir am Ende nur noch Bloedsinn im Kopf hatten. Haben “human darts” gespielt. Und zwar hat sich einer mit geschlossenen Augen hingestellt und der andere musste versuchen, die Frisbee auf den Kopf des anderen zu werfen. Nicoletta und Sarah haben uns ausgelacht, aber wir fanden es zum Schiessen komisch. Smile
Hab nun gerade noch zu Abend gegessen und werde nun mal nach Hostels auf den Outer Banks schauen. Ausserdem muss ich noch meine Hostmum anrufen, da sie heute Geburtstag hat. Die anderen beiden werden heute Abend noch ausgehen, ich hab aber irgendwie keine so rechte Lust mehr. War die Woche schon genug weg. Werde nen ganz gechillten Abend auf der Couch verbringen und die Stille geniessen. Wenn man immer jemanden um sich rum hat, braucht man auch mal etwas Abstand.

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Jetzt wirds ernst, oder auch nicht

Fr Aug 18, 2006 5:38 am


[ Stimmung: Distorted ]

Jubilaeum: 1 Woche!!

Eigentlich hatten wir ja schon gestern Jubilaeum, aber das ist ja nicht so wichtig. Smile
So, nun zu heute. Unser Haus konnte ja schoen ausschlafen, da wir erst um halb zehn von Sonia und ihrer Raeuberbande (vier Kiddies) abgeholt wurden. Die anderen mussten schon um Viertel nach sieben auf der Matte stehen.
Unser erstes Ziel war die Insurance Company. Bewaffnet mit unseren Ausweisen und dem Title (ich denk mal, dass ist bei uns der Fahrzeugschein) ging es zur netten Pat, die wohl schon seit Jahren fuer die Assistants zustaendig ist. Sie hat das alles ratzfatz erledigt, so dass wir frohen Mutes weiterfahren konnten. Es ging erstmal zurueck zur Schule, da wir den Title beglaubigen lassen mussten. Die Sekretaerin an der Smith Academy ist dazu befugt und somit haben wir eben schnell bei ihr vorbeigeschaut. Haben Nicoletta bei diesem kleinen Zwischenstop getroffen, die meinte, dass das Meeting, das heute Morgen stattgefunden hat, sehr langweilig sei und dass die anderen Lehrer wohl etwas angesaeuert seien, dass wir drei nicht da waren. Naja, kann man nix machen. Nachdem wir die Beglaubigung hatten, sind wir schnell noch zum DMV (Department of Motor Vehicles) gefahren, wo der Title umgeschrieben werden musste und wir unser neues Nummernschild ueberreicht bekamen. Das war ueberhaupt kein Problem, kann aber auch sein, dass es daran lag, dass wir das Auto eben nur auf mich angemeldet haben und ich ja noch den Washington State Fuehrerschein habe. Sonia war auch sehr froh, dass sie uns dann gegen 12pm daheim absetzen konnte, wo wir das Schild schnell montiert haben. Dann gabs allerdings noch ne Schrecksekunde, denn als Sarah das Auto starten wollte, hat es keinen Muckser von sich gegeben. Sie meinte dann, das Batterieschild haette aufgeleuchtet,… Naja, bevor wir Sonia anrufen wuerden, hab ich mir gedacht, versuch ich es auch nochmal. Und siehe da, den Schluessel richtig reingesteckt, funktionierte es auch. Komisches Auto! Aber es hat uns dann problemlos zur Schule gebracht und somit waren wir drei wieder sehr happy.
Wir kamen dann also wieder an der Schule an und diesmal hiess es, dass gerade alle beim Lunch seien und wir erst um 2pm wieder zurueck sein muessten. Ok, gingen wir eben wieder. In der Naehe hat es jede Menge Laeden, so dass wir uns erst bei Taco Bell was zu essen geholt haben und dann noch bei Ross vorbeischauten. Sarah und Vera haben sich auch gleich mal dick eingedeckt. Smile
Als wir dann wieder an der Schule waren, wurden wir darauf hingewiesen, dass wir uns morgen nicht mehr so schick anziehen muessten, da ja eh noch keine Schule sei. Der Dress Code gelte erst ab naechstem Freitag (25. August). Auch gut, denn uns taten schon nach dem einen Tag die Fuesse total weh. So, wir wurden dann den verschiedenen Klassen und Lehrern zugeteilt. Es sieht nun so aus, dass Daniel und Sarah die eine Kindergartengruppe betreuen (Sarah vormittags, Daniel nachmittags), Alex und ich sind in der zweiten Kindergartengruppe (ich vormittags, Alex nachmittags), Vera wird in der Spaetschicht in einer ersten Klasse sein, Nicoletta die Fruehschicht in der 2. Klasse uebernehmen. Ja, soviel erstmal dazu. Meine Lehrerin heisst uebrigens Kerstin M. und ist die Tochter der zustaendigen Lehrkraft fuer die deutschen Assistants. Sie ist ein wenig merkwuerdig, wenn ich das mal so ausdruecken darf. Irgendwie schien sie mir total verpeilt. Alex und ich standen eigentlich nur bloed rum und sie wuselte von einer Ecke des Klassenzimmers ins die naechste, ohne da irgendwie produktiv ihre Spuren hinterlassen zu haben. Und auch sonst musste ich der alles aus der Nase ziehen, wenn ich was wissen wollte. Also so ganz normale Dinge wie: Kinderanzahl, Tagesablauf, … Die hat von sich aus echt nix gesagt. Ich hoffe mal schwer, dass wir da morgen ein wenig mehr auf die Reihe bekommen als heute. Denn so macht das ja mal gar keinen Spass. Bin nur froh, dass es bei den anderen nicht gross anders gelaufen ist. In der Schule herrscht halt echt noch das totale Chaos. Die dekorieren ja ihre Klassenzimmer immer schon bevor die Schueler kommen und bei den Kleinen ist es eben extrem. Das muss man sich so vorstellen, dass es wie in einer deutschen Vorschule ist. Die lernen da schon etwas, haben aber auch noch viele Spielphasen. Und so ist eben auch das Klassenzimmer eingerichtet. Wahnsinnig viel Spielzeug (Baukloetze, Kinderkueche, Buchstabentafel und jeeeeede Menge Plakate an den Waenden (Monatsnamen, Farben, Geburtstage,…)) und dazu dann natuerlich noch die Tische fuer die Kids, ne Computerecke, ne Bastelecke, ne Hoerecke, … Und das Tollste: es gibt sogar classroom pets. Aber keine lebendigen, sondern so digitalisierte Fische. Also das ist so ein kuenstliches Aquarium. Ich muss das mal fotografieren, nur damit ihr mir das auch alles glaubt. Smile
Wie auch immer, ich war froh, als wie um 3.30pm die Schule verlassen haben und uns gleich danach auf den Weg zum Pool machten. Haben uns da ganz entspannt hingelegt, gebraeunt, gelesen, sind geschwommen und haben wieder Wasserbasketball gespielt. Immer darauf bedacht, uns die Zehen nicht wieder aufzureissen. Smile
Abendessen gab es diesmal wieder im anderen Haus. Es gab leckere Hotdogs und wir haben dazu noch nen Salat gestiftet. Man muss sich ja beteiligen. Smile Naechstes Mal muessen wir die anderen aber zu uns einladen. Haben natuerlich viel gelaestert, das koennt ihr euch vorstellen. Denn natuerlich erscheint uns auf den ersten Blick alles in der Schule ein wenig ueberdreht, merkwuerdig und eben sehr komisch. Es ist schon ein wenig anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Aber man wird sehen, das war ja jetzt gerade mal der erste Tag und wenn dann die Kiddies mal da sind, alles organisiert und vorbereitet ist, erscheint es womoeglich wieder in einem ganz anderen Licht.
Ach ja, und noch ne Randbemerkung: ich hab ja schon des Oeftern von Henry berichtet. Der wurde heute wohl mit einer Herzmuskelentzuendung in den Emergency Room eingeliefert. Heftig, oder? Haben bisher nichts weiter gehoert, hoffen aber schwer, dass er sich schnell wieder erholt.
So, das solls jetzt erst mal wieder von mir gewesen sein. Muss jetzt schnell ins Bett, damit ich den morgigen Schultag gut ueberstehe. Tschuessi.

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Pumuckl ist unser!!

Do Aug 17, 2006 3:06 am


[ Stimmung: Happy ]

Yabba-dabba-dooooo!!!

Heute morgen sind wir also super frueh aufgestanden. Hab schnell gefruehstueckt und kurz bevor wir rueber zum Harris Teeter laufen wollten, klingelte das Telefon. Es war der Autotyp, der meinte, er haette das Geld nun doch lieber Cash als in Traveller Cheques. Wir haben uns also erstmal tierisch aufgeregt, da wir extra wegen dem so frueh aufgestanden waren. Jezt mussten wir bis um 9am warten, bis die Bank aufgemacht hat, um die TC einzutauschen. Super bloed, echt. Bin dann nochmal fuer ne Stunde ins Bett, war danach aber noch mehr geraedert als vorher.
Bei der Bank lief aber alles gut, so dass wir den Typen gleich wieder angerufen haben. Der war allerdings in einem Meeting, so dass der uns erst etwas spaeter zurueckrufen konnte. Wir haben die Zeit bis halb eins irgendwie totgeschlagen und uns dann auf den Weg gemacht. Wurden dot von der kompletten Familie empfangen. Die Ehefrau von dem war auch super lieb. Meinten so, dass sie halt voll an dem Auto haengen wuerden, dass sie sich aber freuen, dass es in gute Haende kommt. Haben das Geld uebergeben, er hat seine Unterschrift unter die notwendigen Formulare gesetzt und schwups, war der rote Flitzer unser!! Haben uns gefreut wie Schneekoeniginnen!! Daheim sind Sarah und Vera erstmal jeweils noch ne Runde um den Block gefahren, um sich an die Groesse und so zu gewoehnen.
Mittlerweile hatten wir nen Baerenhunger. Haben uns also in die Kueche gestellt und in Windeseile waren die Bratkartoffeln, das Gemuese und der Salat fertig. Finde es echt total super, wie gut wir hier zusammenarbeiten. Koennte nicht besser laufen.
Haben dann noch ein bisschen zusammengesessen und gequatscht und uns gegen 3pm auf den Weg zur Library gemacht, wo wir super schnellen Internetzugang uebers W-LAN haben. Echt toll. Bis auf den Umstand, dass die Bib total ueberklimatisiert ist und man dort nach zwei Stunden ein einziger Eiszapfen ist. Waren wirklich froh, als wir wieder vor der Tuere standen und das Leben in unsere Gliedmassen zurueckstroemen spuerten.
Daheim haben wir beschlossen, noch schnell ne Runde Tennis spielen zu gehen. Hat wieder viel Spass gemacht, auch wenn es wieder wahnsinnig warm war. Gleich danach sind wir unter die Dusche gesprungen und kurz darauf waren Sarah, Alex, Daniel, Nicoletta und ich auf dem Weg zu Ruby Tuesday, einer American Diner Kette. Vera hat beschlossen, heute Abend lieber daheim zu bleiben. Das Essen dort war echt toll. Die hatten ihre Pommes selbst gemacht und die Hamburgerbroetchen waren aus Vollkorn. Da hatte man wenigstens das Gefuehl, sich einigermassen gesund ernaehrt zu haben. Smile Haben uns wieder richtig nett unterhalten und festgestellt, dass wir alle in etwas die selben Gefuehle haben, was den morgigen Tag angeht. Werden da ja zum ersten Mal an die Schule gehen, die Lehrer kennen lernen, erfahren, wie es nun weitergeht,… Wir drei hier gehen vorher zwar noch unser Auto anmelden, aber kommen dann nach. Bin wirklich gespannt, wie das alles so wird, ob die Lehrer nett sind, ob man sich mit denen verstehen kann,… man hat da doch schon Geruechte gehoert, die ein wenig zwiespaeltig sind. Mal gucken.
Ach ja, was ich bisher immer vergessen hab zu erwaehnen. Hier in Charlotte wird man permanent von einem ziemlich merkwuerdigen Geraeusch begleitet. Und zwar muessen hier in den Baeumen irgendwelche Viecher sitzen, die so grillenartige Geraeusche machen. Wenn man drauf achtet, kann das wirklich sehr nervig sein. Aber man gewoehnt sich mit der Zeit daran. Ich muss morgen unbedingt mal jemanden an der Schule fragen, um was es sich da handelt. Oder hat einer von euch vielleicht ne Idee?
Ach ja: Wir haben hier auch ein Telefon, guenstige Tarife in die USA findet ihr unter www.teltarif.de. Nur mal so als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl. Smile Wuerde mich echt freuen, wenn sich mal jemand melden wuerde.

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Die Wuerfel sind gefallen

Di Aug 15, 2006 7:18 am


[ Stimmung: Happy ]

Juhuu, keine Angst mehr vor dem Telefon!!

Heute durften wir wieder richtig schoen ausschlafen. Erst um 10am hat der Wecker geklingelt, da wir um 11am zur Bank gehen wollten. Dort angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die uns wieder keine Accounts haben oeffnen lassen, weil wir eben noch keine Social Security Number (SSN = Sozialversicherungsnummer) haben. Das ist echt laecherlich, da wir von einigen wissen, die die bekommen haben und auch damals waehrend meinem Au pair Jahr ging das ebenfalls problemlos. Naja, was soll’s, muessen wir das ganze Geld eben weiter hier daheim bunkern.
Haben uns dann dazu entschlossen, erstmal Tennis spielen zu gehen. Daniel ist ja unser Pro. Er hat sogar den Trainerschein und ich glaub ab und zu mal war er kurz der Verzweiflung nahe. Aber wir vier (Sarah, Vera, Daniel und ich) hatten unseren Spass.
Nach einer Stunde waren wir total durchnaesst. Heute Mittag war es wieder so richtig uebel schwuel, auch wenn es sehr bewoelkt war. Die einzige Loesung hiess da natuerlich: Pool! Und genau dort haben wir die naechsten zwei Stunden verbracht. War auch wieder total viel Spass. Anfangs haben Sarah, Daniel, Alex und ich Wasserbasketball gespielt. Das war vielleicht mal ein Fight. Maedels gegen Jungs und am Ende waren die beiden gar nimmer so viel besser als wir. Dafuer haben wir uns alle ziemlich zugerichtet. Daniel ist jetzt um zwei lange Kratzer reicher. Sarah konnte wohl ihre Finger nicht bei sich behalten. Smile Und ich hab nen komplett blauen Ellenbogen, nachdem ich mir den angeschlagen habe, als Daniel meinen Fuss schnappte und ich kurzfristig den Boden darunter verloren habe. Aber ich muss sagen, die ganzen blauen Flecken machen sich gut neben den riesigen roten Fladen von Stichen. Smile Ausserdem haben Sarah und ich uns durch das viele Laufen auf dem rauen Poolboden total die grossen Zehen aufgerissen. Hat geblutet wie die Sau und tut noch immer hoellisch weh.
Wieder daheim haben wir drei uns zusammengesetzt und beschlossen, dass wir nun Naegel mit Koepfen machen muessen, was das Auto betrifft. Waren einstimmig der Meinung, dass der Ford Windstar unser Auto werden solle. Haben uns noch auf einen Preis geeinigt, den wir bereit waeren zu bezahlen. Urspruenglich waren es ja $ 2900, Sarah haette nun $2400 gesagt, Vera und ich meinten allerdings, dass man es gut mit $ 2200 anfangen koennte. Unser Hoechstbetrag, den wir bereit gewesen waeren zu bezahlen, lag bei $ 2500. Tja, und nun musste ich ein letztes Mal ran. Hatte wieder wahnsinniges Herzklopfen, als ich die Nummer gewaehlt habe. Allerdings ging nur die Ehefrau ran, die aber total nett war. Ihr Mann wuerde sich spaeter wieder melden. Ihr koennte euch also vorstellen, dass wir die naechsten Stunden wie auf gluehenden Kohlen sassen. Da war es natuerlich wenig foerderlich, dass Alex und Daniel alle halbe Stunden angerufen haben, um uns irgendwas relativ Belangloses mitzuteilen. Haette sie in dem Moment wirklich auf den Mond schiessen koennen. Wink
Um 7pm waren wir bei den anderen zum Abendessenkochen eingeladen. Waehrend die Spaghetti auf dem Herd vor sich hinkoechelten, hat der Mann dann angerufen. Hab ihm den Preis genannt und war sehr erstaunt, als er nur meinte, er muesse sich mit seiner Frau beraten und rufe dann zurueck. So, wieder warten. Kurz darauf rief dann seine Frau an, die meinte, dass der Preis so in Ordnung waere, dass sie uns aber noch was sagen muesse. Sie hat dann von einem Vorfall erzaehlt, der schon einige Monate zurueckliegt. Da muss wohl einmalig sowohl Radio als auch die Klimaanlage ploetzlich ausgefallen sein. Aber seither lief der Wagen wieder wie geschmiert. Uns hat das jetzt eher weniger beunruhigt und somit haben wir der Familie zugesagt. Morgen um 7.45 Uhr werden wir also stolze Besitzer eines roten Ford Windstar Baujahr 1994 sein. Wir haben uns echt total gefreut und koennen es kaum erwarten, den dann auch mal fahren zu duerfen. Denn am Donnerstag gehen wir mit Sonia erstmal zur Insurance Company und anschliessend zum DMV, um das Auto anzumelden und License Plates zu bekommen.
Waehrend dem Essen hat Nicoletta dann eine Horrorstory von ihrer Freundin zum Besten gegeben. Die ist naemlich gestern hier in Charlotte angekommen und wird an der UNCC studieren. Ihr wurde gesagt, sie wuerde heute ihr Zimmer beziehen koennen. Als die beiden also heute Mittag an der Uni ankamen, mussten sie mit Schrecken feststellen, dass es kein Zimmer mehr fuer sie gibt. Ich mein, was ist denn das bitteschoen???? Sie haben sie jetzt in einer Abstellkammer untergebracht, wo sie weder eine Toilette, noch ein Waschbecken, Fenster oder Bettwaesche hat. Sie schlaeft dort wohl auf der blanken Matraze in einem total kalten Raum. Und ihr wurde gesagt, dass das wohl noch ein paar Wochen so bleiben koennte. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn ich ehrlich sein soll. Das Maedel ist glaub wirklich total fertig, aber wer kann es ihr verdenken. Ich kann da nur wieder sagen, wie verdammt froh ich bin, dass bei uns alles wie am Schnuerchen laeuft. Sowas muss man echt nicht miterlebt haben.
Den Rest des Abends haben wir mit Trivial Pursuit Spielen verbracht. War wieder sehr sehr lustig, vor allem weil Alex und Vera immer ganz besonders tolle Gespraechsthemen haben. Da fallen dann oefter mal Vokabeln wie Schwaenze, Eier & Co. Ich glaub, ihr koennt euch vorstellen, wie das in etwas aussieht. Smile
Draussen sieht es auch mal wieder aus, als haette sich der Atlantik um einige hundert Meilen nach Westen ausgebreitet. Was da heute wieder an Wassermassen den Himmel verlassen haben – heftig!! Aber dadurch kuehlt es sich vielleicht wieder ein wenig ab, so dass die Temperaturen wieder den angenehmen Stand der letzten Tage erreichen.
Jetzt muss ich allerdings ganz schnell ins Bett, denn in nicht einmal mehr 7 Stunden muessen wir unser Auto bei Harris Teeter abholen gehen. Gute Nacht!!

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Zweimal UNCC und wieder zurueck

Mo Aug 14, 2006 7:54 am


[ Stimmung: Angelic ]

Und wieder jede Menge erlebt!!

Wie ja schon gestern erwaehnt, mussten wir heute ein bisschen zeitiger aufstehen. Sind mit dem Bus um halb zehn in den Norden der Stadt gefahren, wo sich der riesige Campus der UNCC befindet. Der erste Eindruck war total toll. Zufaellig haben wir im Bus einen etwas verwirrt erscheinenden Philosophieprofessor getroffen, der uns bis vor die Tuere von Mrs. Beane, der zustaendigen Person fuer internationale Studenten, begleitet hat.
Mrs. Beane ist eigentlich eine ziemlich nette, schon etwas aeltere Person. Hat uns freundlich begruesst und uns dann nochmal darueber aufgeklaert, was es mit dem Visa-Status auf sich hat, und dass wir wohl doch nicht an der Uni eingeschrieben sind. Koennen dort also doch keine Facilities benutzen. Eigentlich recht schade, aber naja. Was wir allerdings trotzdem machen koennen, ist an den internationalen Feiern, der Conversation Class und an Ausfluegen des International Clubs teilzunehmen. Klingt ja alles sehr spannend und das ein oder andere werden wir auf alle Faelle in Anspruch nehmen. Die Ausfluege gehen im Oktober nach Washington DC und an Thanksgiving (Ende November) nach New York. Sind recht preiswert und kommen auf jeden Fall in Betracht.
Nachdem wir bei Mrs. Beane fertig waren, haben wir uns noch ein wenig auf dem Campus umgeschaut und einmal mehr festgestellt, dass die PH einfach nur ein winziges, haessliches Loch ist. Naja, aber das ist ja nichts Neues. Smile
Wir wurden um 12pm von Sonia an der UNCC abgeholt. Sie brachte uns direkt zum ALDI bei ihr um die Ecke. Wir hatten uns schon Wunder was fuer einen tollen Laden vorgestellt, vor allem, nachdem sie so davon geschwaermt hatte. Wir waren jedoch schon ein wenig enttaeuscht, da die Auswahl sehr minimiert war. Vielleicht sind wir auch schon zu sehr von unserem genial sortierten Harris Teeter hier verwoehnt. Haben aber unsere Ansprueche soweit heruntergeschraubt, dass wir doch ein paar Dinge erstanden haben, die wir moeglicherweise brauchen werden.
Nachdem wir noch schnell bei Sonia daheim vorbeigeschaut haben, waren wir gegen 2.30pm daheim. Hatten mittlerweile einen Baerenhunger. Sarah hat sich Nudeln mit Gemuese gekocht, waehrend Vera und ich uns fuer Fisch entschieden haben. Hatten ja bei Costco so ne riesige Packung Fisch gekauft, den wir dann eingefroren haben. Tja, dummerweise haben wir nicht bedacht, dass wir den im gefrorenen Zustand niemals unbeschadet auseinander bekommen wuerden. Und somit blieb uns nichts anderes uebrig, als den Fisch wie ein Brot gerade herunter abzusaebeln. Das war vielleicht mal ne Arbeit und da man anschliessend kaum noch erkennen konnte, dass es sich hierbei um Fischfilets handelte, hat Vera vorgeschlagen, daraus Fischsuppe zu machen. Wir waren vom Ergebnis beide begeistert. Haben die Kartoffeln und das Gemuese dazu kaum noch runterbekommen, da die Suppe allein schon so gefuellt hat.
Nach dem Essen wollten wir eigentlich wieder an den Pool, aber wie schon gestern war er geschlossen. Jedoch kam bei uns keine Langeweile auf. Im anderen Haus war die Situation naemlich mittlerweile soweit eskaliert, dass sie uns vorgeschlagen haben, die Hausbesetzung zu ueberdenken. Sarah, Vera und ich finden das allerdings ueberhaupt nicht toll, da wir hier so toll harmonieren. Deshalb wurde mal wieder ein Gruppengespraech anberaumt, in dem alle beteiligten Parteien zu Wort kommen sollten, um die Probleme zu loesen. Naja, sie sind jetzt so weit, dass sie sagen, sie wuerden es nochmal miteinander versuchen, aber wir sind alle noch ein wenig im Zweifel, ob das so wirklich fuer die naechsten vier Monate klappen wird. Drueckt uns die Daumen, ich hab naemlich echt keine Lust darauf, hier alles wieder umzumodeln!
Nachdem wir das hinter uns gebracht hatten, stand schon wieder ein Termin an. Und zwar das naechste Auto zu besichtigen. Da die Person, der das Auto gehoert, im Moment keinen Fuehrerschein besitzt, mussten wir zu ihm kommen. Er schickte zu diesem Zweck seine kleine Schwester, die uns abholte. Lustigerweise trafen wir den Typen an einem Einkaufscenter direkt neben der UNCC. Der Typ war total schraeg drauf. Hat seinen FS wohl durch Speeding und Alkohol am Steuer verloren. Und auch sonst erschien er uns sehr suspekt. Sein Auto allerdings hat uns schon gefallen. Es handelt sich hier um einen Lincoln Continental (Jahrgang 1994 – 120000 miles) in blau (auch innen! Das stoert mich persoenlich etwas) und in einwandfreiem Zustand. Ich bin damit auch ne kleine Runde gefahren, lief echt total smooth. Aber der Typ ist uns eben wirklich etwas, … naja, wir wissen nicht, in wie weit wir dem vertrauen koennen. Und ein klein wenig haengt unser Herz doch an dem Ford Windstar, auch wenn der bedeutend mehr Macken hat. Waren jedenfalls froh, als wir um 9pm wieder wohlbehalten zurueck zu Hause waren.
Sind schnell heim, wo ich bei meiner Gastfamilie angerufen habe. Nicole hat ja heute ihren 15. Geburtstag. Als sie mich hoerte, ist sie wieder suuuuper happy durchs Zimmer gehuepft. War einfach toll, nach so langer Zeit mal wieder mit ihr zu quatschen. Auch mit meiner Hostmum hab ich mich total nett unterhalten. Klein Joey war auch suuuper suess. Er hat mir doch tatsaechlich erzaehlt, dass er sich genau dasselbe Fort gebaut hat, wie damals mit mir und das er das Spiel “The Crazy Town” gerade draussen hat. Das haben wir letzten Sommer selbst gebastelt. Er meinte auch so: “Claudia, du bist zu meinen Geburstag im Januar hier, richtig? Ich freu mich schon sooo sehr da drauf.” Ich haette davonschmelzen koennen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich auf meine Family schon wieder freue. Die sind einfach alle klasse und ach, die Kids sind genial,… Ok, ich hoere jetzt auf zu schwaermen, sonst werden meine Ellis daheim noch ganz eifersuechtig. Muesst ihr aber nicht sein, ihr wisst doch, dass ihr trotzdem noch my Family No. 1 seid!!
Nach dem Anruf kamen auch schon Alex und Daniel vorbei. Zusammen ging es wieder in dieses Chinesische Bistro am Phillips Place. Hatten leckere Cocktails und Fruehlingsrollen. Haben uns wirklich sehr nett unterhalten. Nachdem der Laden um 11pm zu gemacht hat, sind wir noch rumgelaufen, haben uns vors Kino gesetzt und ein bisschen geredet. War wirklich ein toller Abend.
Ach, was ich total vergessen hab:
Als wir vom Autoanschauen zurueck kamen, sind wir auf unsere erste Kakerlake innerhalb des Hauses gestossen. Und zwar muss die mit uns reingeflogen sind. Die sass dann so im Flur und Vera holt aus, ich schreie noch wie wild: “Nicht zertreten, nicht zertreten! ” Vera dann: “Doch, doch, ich will das Ding nicht hier haben.” Und ehe ich mich versah, hat sie das Teil platt gemacht. Ich war erstmal etwas geschockt und nachdem ich den beiden erklaert habe, dass wir nun ein kleines Problem mit den Eiern dieser Kaki bekommen koennten, sind sie gesprungen. Sarah hat den Boden aufgewischt und Vera hat ihren Schuh erstmal abgewaschen und dann draussen vor der Tuere geparkt. Smile Hoffe doch mal, dass wir alle Eier erwischt haben. Noch einmal wird hier sicher keine Kaki zertreten.

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Ein relaxter Sonntag

Mo Aug 14, 2006 5:57 am


[ Stimmung: Happy ]

Die erste halbe Woche ist vorbei!!

Sonntagabend und ich bin mal wieder dabei, euch von meinem schoenen Sonntag zu berichten. Mussten ja heut um halb zehn schon eine Autofrau anrufen, sprich, der Wecker hat doch sehr zeitig geschellt. Naja, das haette ich mir auch sparen koennen, da die irgendwie im Halbschlaf irgendwas gemurmelt hat von wegen, sie ruft in ner Stunde wieder an. Die war wohl noch so verschlafen, dass sie das gar nicht realisiert hat, denn bis jetzt haben wir noch nichts von der gehoert. Auch wurscht, der Volvo war sowieso nicht unser Favorit.
Hab dann ganz gemuetlich gefruehstueckt und danach nochmal ein paar Anrufe getaetigt. Im anderen Haus hab ich ebenfalls nochmal geschwind vorbeigeschaut. Dort laeuft es wohl nicht ganz so reibungslos wie bei uns. Sie haben sich naemlich heute erstmal zusammengesetzt und Regeln fuer das Zusammenleben aufgestellt. Bei uns laeuft das bisher echt total klasse. Wir verstehen uns super, sprechen uns immer ueber alles richtig gut ab und haben auch sonst keine Meinungsverschiedenheiten. Darueber bin ich doch sehr froh und ich hoffe auch, dass das so bleiben wird.
Haben dann das Mittagessen zusammen gekocht (das geht immer sehr sehr fix, da wir auch da Hand in Hand zusammenarbeiten. Die eine macht den Salat, die zweite kocht und die dritte deckt den Tisch,…) Haben uns heute die restlichen Nudeln mit dem Gemuese angebraten, Eier druebergekippt und dazu den restlichen Salat mit Tomaten gegessen. Wir ihr seht, wir verhungern hier weder, noch ernaehren wir uns irgendwie total ungesund. Nein nein, wir achten hier schon darauf, dass wir genuegend Vitamine & Co zu uns nehmen. Auch wenn wir drei der Meinung sind, dass es hier weitaus mehr schlanke Leute gibt, als in Deutschland bekannt. Smile
Keine Minute nachdem wir den letzten Bissen im Mund haben verschwinden lassen, klingelte mal wieder das Telefon. Ich hab ja mittlerweile schon richtig Angst davor. Jedes Mal, wenn es klingelt, fahre ich total zusammen und bekomme Beklemmungen. Nein, Spass, aber ich bin schon froh, wenn dieses Autokaufgeschaeft bald abgewickelt ist. Jedenfalls war da einer dran, der meinte, er waere in den naechsten paar Minuten beim Harris Teeter Parkplatz. Wir gleich losgestuermt und schon voller Vorfreude, da es sich dabei um einen etwas groesseren Van handelte, den wir schon im Vornherein zu einem unserer Favoriten erkoren hatten. Haben den netten Herrn auch gleich gefunden. Er hat uns alles gezeigt und eine Probefahrt durften wir auch wieder machen. Diesmal bin ich gefahren, da Vera und Sarah nicht gleich mit dem grossen Automatikauto fahren wollten. Ich bin das ja schon oefter gefahren und somit war das kein Problem. Ich moechte euch nun mal ein paar Details zu dem Auto sagen. Und es waere nett, wenn ihr mir Rueckmeldung geben wuerdet, ob das preislich eingermassen im Rahmen liegt. Also: Es handelt sich hier um einen roten Ford Windstar LX, Baujahr 1995. 153 000 Meilen. Das ist ein Siebensitzer mit beigen Ledersitzen, Klimaanlage, Radio, elektrischen Fensterhebern,… Der Motor, die Transmission, und noch ein paar andere Dinge wurden erst dieses Jahr erneuert. Auch zwei neue Reifen kamen hinzu. Das Auto muss erst naechstes Jahr im Juni wieder zur Inspektion. Wir sind ja der Meinung, dass das Auto echt in relativ gutem Zustand ist. Die einzigen Macken, die es hat sind, dass der Kofferraum nicht mehr mit dem elektrischen Schloss geoeffnet werden kann und dass da ein Zeichen aufleuchtet, dass die Tuere nicht richtig geschlossen ist, obwohl dem nicht so ist. Aussen sind natuerlich einige Kratzer drin, aber die stoeren auch nicht weiter. Das Auto ist halt ein SUV und dementsprechend viel Sprit wird er verbrauchen. Dessen sind wir uns auch bewusst, aber wir denken uns einfach, dass wir ja auch mal laengere Ausfluege (Florida, Washington DC, …) machen wollen und dafuer waere so ein Auto einfach total geschickt. Auch wenn wir mal zu sechst weg moechten, braeuchten wir nur ein Auto mitzunehmen. Wie ihr sicher hier rauslesen koennt, haben wir uns eigentlich schon fuer den Windstar etschieden. Wir werden dem Mann wohl morgen Abend anrufen und ihm unseren Preis nennen. Er moechte $2.900 haben, wir werden ihm $2.500 bieten. Mal schauen, ob er darauf eingeht. Er meinte, wir sollen ihm einfach ein Angebot machen.
Sind somit relativ zufrieden wieder zurueck nach Hause gekommen. Da wur nun dachten, dass sicher noch einige anrufen wuerden, wegen einem Treffen, sind wir den ganzen Nachmittag ueber daheim geblieben. Bzw. wollten Sarah und ich an den Pool, der war aber bloederweise geschlossen. Haben es uns also draussen auf der Terrasse mit unseren Buechern gemuetlich gemacht, waehrend Vera am Computer sass. Irgendwie hat sich aber keiner mehr gemeldet, was wir ziemlich bloed finden, da wir ja so nicht wirklich ne Vergleichsmoeglichkeit haben. Hab nochmal bei einigen angerufen, aber entweder gingen sie nicht hin, oder aber sie meinten, dass das Auto nun doch schon verkauft sei. Na toll!!
Gegen 7pm sind wir drei dann aber doch nochmal aus dem Haus gegangen. Und zwar bewaffnet mit Tennisschlaegern und Baellen. Haben hier in der Anlage ja auch zwei Tennisplaetze (mind!!) und die muss man ja mal austesten. Auch wenn Vera und ich davon sowas von keine Ahnung hatten, hat es total viel Spass gemacht. Sarah ist halt ein kleines bisschen besser, aber ich glaub sie hatte auch ihre Freude daran. Ne ganze Stunden sind wir auf dem Platz den Baellen hinterher gehetzt. Mittlerweile kennt uns wohl die halbe Nachbarschaft. Smile
Nachdem wir wieder daheim waren, haben wir erstmal was getrunken und dann gleich das Abendessen vorbereitet. Haben mal wieder “nur” gevespert, aber gut war’s! Den Rest des Abend haben wir mit Quatschen und TV-Schauen verbracht. Die beiden anderen sind nun grad vorhin ins Bett gegangen und ich werde ihnen gleich folgen. Denn morgen muessen wir mal etwas frueher raus. Uns steht ja der Besuch an der UNCC bevor. Bin ja mal gespannt! Sonia treffen wir dann im Anschluss, da sie uns zu ALDI mitnimmt! Dann machts mal alle gut und kommt frisch und froehlich in die neue Woche!!

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Telefonieren bis zum Abwinken und live bei den Panthers

Sa Aug 12, 2006 8:57 am


[ Stimmung: Happy ]

Was fuer ein Tag!!

Mittlerweile ist es wieder super spaet in der Nacht bzw. sehr frueh am Morgen, aber ich hab mich trotzdem dazu entschlossen, diesen Eintrag noch heute zu machen, da ich morgen sicher erstmal nicht dazu kommen werde.
Hab heute mal so richtig lange geschlafen. Erst um kurz vor 11am hab ich mir gedacht, ich koennte ja mal schauen, ob die anderen beiden auch schon auf den Beinen sind. In Vera hab ich allerdings noch eine andere Langschlaeferin gefunden. Das ist schoen!
Hab mich erstmal wieder an den Fruehstueckstisch gesetzt und anschliessend kam Sarah mit der Zeitung in der Hand zu mir und meinte, wir wuerden jetzt mal wegen der Autos rumtelefonieren. Da ich bei uns im Haus doch am besten Englisch spreche, war das mein Job. Sarah hatte alle interessanten Autos angestrichen und ich musste da wie gesagt anrufen. Anfangs hatte ich echt total den Bammel, weil ich sowas ja noch nie gemacht hab, auch sonst keine Telefonierperson bin und dann auch noch auf Englisch! Aber wie sagt man so schoen: An jeder herausforderung waechst man. Und ja, da ist was dran, denn nachdem ich dann beim sechsten und zehnten und was weiss ich beim wievielten angerufen hatte, war die Aufregung weg und ich hab das glaub ganz gut hin bekommen. Zumindest hatten wir gleich um halb zwei nen Termin mit einem Autohaendler. Sind also zu dritt zum Parkplatz vor dem Harris Teeter losgetigert und haben auf den Herrn gewartet. Mit etwas Verspaetung hat er es geschafft und uns seinen 1995-er Mitsubishi Galant ES praesentiert. Haben erstmal alles angeschaut, auf Funktionstuechtigkeit in gechecked und sind dann auch noch eine kleine Runde damit gefahren. Der Haendler moechte dafuer $2300, eigentlich ganz ok, allerdings handelt es sich hier um einen Schaltwagen, und ob wir den am Ende des Aufenthalts wieder verkauft bekommen wuerden, ist ne andere Frage. Sollten wir also bis Anfang naechster Woche noch einen besseren Wagen finden, dann wird der Mitsubishi wohl nicht in unser Eigentum uebergehen.
Wieder zurueck haben wir eigentlich noch einen weiteren Herren erwartet, der dann aber irgendwie doch nicht mehr zurueckgerufen hat, obwohl er sein Auto ziemlich dringend verkaufen wollte. Naja, dann halt nicht. Hab dann nochmal so um die zwoelf Leute angerufen, teilweise gleich Absagen bekommen, weil die Autos schon verkauft waren, oder eben Termine fuer morgen und die naechsten Tage ausgemacht. Allein fuer morgen haben wir vier Besichtigungstermine anstehen. Bin ja mal gespannt, was da so alles auf uns zu kommt. Wenn einer von euch noch nen wichtigen Tipp oder Hinweis hat, bitte schnellstmoeglich bei mir melden!! Sind fuer alles dankbar, da wir uns alle nicht so besonders damit auskennen.
Etwa gegen fuenf hatten wir dann aber doch die Nase voll vom Telefonieren, anschauen von Annoncen,… und beschlossen, mit den Leuten aus dem anderen Haus Uptown zu fahren und uns das mal anzuschauen. Nun ja, was soll man sagen? Daniels Finger tat wohl immer noch total weh (ihr erinnert euch, der Football!) und Nicoletta hatte auch keine so rechte Lust, aber wir anderen vier sind trotzdem gefahren. Und zwar gibt es da nen Bus, der direkt von uns Uptown faehrt. Das dauert etwa ne halbe Stunde. Ist ganz praktisch.
War richtig super, als die Skyscrapers zum ersten Mal in Sicht kamen.
Ziemlich in der Naehe des Footballstadions der Carolina Panthers sind wir ausgestiegen. Und da Alex ja so ein riesiger Panthers Fan ist, sind wir mit ihm runter ans Stadion, wo heute ein Pre-Season-Game gegen die Buffalo Bills anstand. Haben uns kurzerhand entschlossen, nach preiswerten Karten Aussschau zu halten. Haette ja nicht gedacht, dass das klappt, aber wir wurden tatsaechlich fuendig. Fuer nur $30 pro Karte (normalerweise haetten die $36 bzw. $49) haben wir jeweils zwei nebeneinanderliegende Karten bekommen. Waren total happy und sind noch kurz was essen gegangen. Auf dem Weg zurueck zum Stadion hat Sarah so nen Stand entdeckt, wo man als Harris Teeter Kunde am Rad drehen konnte, um was zu gewinnen. Wir duerfen uns nun beim naechsten Einkauf eine Gallone Eis umsonst mitnehmen. Das ist doch was! Ausserdem gabs da noch so nen lustigen Contest. Das Maskottchen der Panthers hat Freikarten fuer denjenigen verlost, der am besten den Pantherbrueller nachmachen kann. Alex hat sich getraut und ist hoch auf die Buehne gestiegen, doch all unser Applaus hat nichts geholfen. Er kam mit leeren Haenden wieder runter.
Haben uns nun wieder zurueck zum Stadion begeben und sind dabei den Cheerleadern (TopCats) begegnet. Haben uns nun getrennt. Alex und ich gingen zum North Gate, waehrend Vera und Sarah zum South Entrance rein gegangen sind. Unsere Plaetze waren fast ganz oben im fuenften Rang. Die Sicht war total toll, das Stadion ist echt super schoen.
Ansonsten war das Spiel jetzt nicht besonders aufregend. Mal abgesehen von Alex, der die “Magie des Stadions” foermlich zu spueren schien. Smile Die Panthers haben aber glorreich mit 14:13 ueber die Bills triumphiert, was uns natuerlich sehr gefreut hat. Nach der Halbzeit sind Alex und ich uebrigens rueber zu Vera und Sarah, die noch bessere Plaetze hatten als wir. Nen richtig super Blick auf die Skyline!
Etwa um 11pm waren wir wieder aus dem Stadion draussen. Noch wollten wir nicht nach Hause, also beschlossen wir, mal nen kurzen Spaziergang durch Uptown zu machen. Haben erstmal unseren Bus Stop gesucht und dann eine Kneipe / Bar, wo wir die verbleibenden eineinhalb Stunden verbringen konnten. Sind auch relativ schnell fuendig geworden. Und zwar hiess der Schuppen “Duckhead Saloon” und war gar nicht mal so schlecht. Die Musik war zwar nicht ganz mein Geschmack, aber es liess sich gut aushalten. War einfach toll, mal unter Leute zu kommen, draussen zu sein und Spass zu haben!
Um kurz vor 1am haben wir den Bus in Richtung Heimat genommen und kamen etwa um halb zwei hier an. Ich hab jetzt noch schnell die Bilder ueberspielt und werde in den naechsten zehn Minuten gluecklich und zufrieden ins Bettchen fallen. Drueckt uns fuer morgen die Daumen!

July 22nd, 2009

Telefonieren bis zum Abwinken und live bei den Panthers

Sa Aug 12, 2006 8:57 am


[ Stimmung: Happy ]

Was fuer ein Tag!!

Mittlerweile ist es wieder super spaet in der Nacht bzw. sehr frueh am Morgen, aber ich hab mich trotzdem dazu entschlossen, diesen Eintrag noch heute zu machen, da ich morgen sicher erstmal nicht dazu kommen werde.
Hab heute mal so richtig lange geschlafen. Erst um kurz vor 11am hab ich mir gedacht, ich koennte ja mal schauen, ob die anderen beiden auch schon auf den Beinen sind. In Vera hab ich allerdings noch eine andere Langschlaeferin gefunden. Das ist schoen!
Hab mich erstmal wieder an den Fruehstueckstisch gesetzt und anschliessend kam Sarah mit der Zeitung in der Hand zu mir und meinte, wir wuerden jetzt mal wegen der Autos rumtelefonieren. Da ich bei uns im Haus doch am besten Englisch spreche, war das mein Job. Sarah hatte alle interessanten Autos angestrichen und ich musste da wie gesagt anrufen. Anfangs hatte ich echt total den Bammel, weil ich sowas ja noch nie gemacht hab, auch sonst keine Telefonierperson bin und dann auch noch auf Englisch! Aber wie sagt man so schoen: An jeder herausforderung waechst man. Und ja, da ist was dran, denn nachdem ich dann beim sechsten und zehnten und was weiss ich beim wievielten angerufen hatte, war die Aufregung weg und ich hab das glaub ganz gut hin bekommen. Zumindest hatten wir gleich um halb zwei nen Termin mit einem Autohaendler. Sind also zu dritt zum Parkplatz vor dem Harris Teeter losgetigert und haben auf den Herrn gewartet. Mit etwas Verspaetung hat er es geschafft und uns seinen 1995-er Mitsubishi Galant ES praesentiert. Haben erstmal alles angeschaut, auf Funktionstuechtigkeit in gechecked und sind dann auch noch eine kleine Runde damit gefahren. Der Haendler moechte dafuer $2300, eigentlich ganz ok, allerdings handelt es sich hier um einen Schaltwagen, und ob wir den am Ende des Aufenthalts wieder verkauft bekommen wuerden, ist ne andere Frage. Sollten wir also bis Anfang naechster Woche noch einen besseren Wagen finden, dann wird der Mitsubishi wohl nicht in unser Eigentum uebergehen.
Wieder zurueck haben wir eigentlich noch einen weiteren Herren erwartet, der dann aber irgendwie doch nicht mehr zurueckgerufen hat, obwohl er sein Auto ziemlich dringend verkaufen wollte. Naja, dann halt nicht. Hab dann nochmal so um die zwoelf Leute angerufen, teilweise gleich Absagen bekommen, weil die Autos schon verkauft waren, oder eben Termine fuer morgen und die naechsten Tage ausgemacht. Allein fuer morgen haben wir vier Besichtigungstermine anstehen. Bin ja mal gespannt, was da so alles auf uns zu kommt. Wenn einer von euch noch nen wichtigen Tipp oder Hinweis hat, bitte schnellstmoeglich bei mir melden!! Sind fuer alles dankbar, da wir uns alle nicht so besonders damit auskennen.
Etwa gegen fuenf hatten wir dann aber doch die Nase voll vom Telefonieren, anschauen von Annoncen,… und beschlossen, mit den Leuten aus dem anderen Haus Uptown zu fahren und uns das mal anzuschauen. Nun ja, was soll man sagen? Daniels Finger tat wohl immer noch total weh (ihr erinnert euch, der Football!) und Nicoletta hatte auch keine so rechte Lust, aber wir anderen vier sind trotzdem gefahren. Und zwar gibt es da nen Bus, der direkt von uns Uptown faehrt. Das dauert etwa ne halbe Stunde. Ist ganz praktisch.
War richtig super, als die Skyscrapers zum ersten Mal in Sicht kamen.
Ziemlich in der Naehe des Footballstadions der Carolina Panthers sind wir ausgestiegen. Und da Alex ja so ein riesiger Panthers Fan ist, sind wir mit ihm runter ans Stadion, wo heute ein Pre-Season-Game gegen die Buffalo Bills anstand. Haben uns kurzerhand entschlossen, nach preiswerten Karten Aussschau zu halten. Haette ja nicht gedacht, dass das klappt, aber wir wurden tatsaechlich fuendig. Fuer nur $30 pro Karte (normalerweise haetten die $36 bzw. $49) haben wir jeweils zwei nebeneinanderliegende Karten bekommen. Waren total happy und sind noch kurz was essen gegangen. Auf dem Weg zurueck zum Stadion hat Sarah so nen Stand entdeckt, wo man als Harris Teeter Kunde am Rad drehen konnte, um was zu gewinnen. Wir duerfen uns nun beim naechsten Einkauf eine Gallone Eis umsonst mitnehmen. Das ist doch was! Ausserdem gabs da noch so nen lustigen Contest. Das Maskottchen der Panthers hat Freikarten fuer denjenigen verlost, der am besten den Pantherbrueller nachmachen kann. Alex hat sich getraut und ist hoch auf die Buehne gestiegen, doch all unser Applaus hat nichts geholfen. Er kam mit leeren Haenden wieder runter.
Haben uns nun wieder zurueck zum Stadion begeben und sind dabei den Cheerleadern (TopCats) begegnet. Haben uns nun getrennt. Alex und ich gingen zum North Gate, waehrend Vera und Sarah zum South Entrance rein gegangen sind. Unsere Plaetze waren fast ganz oben im fuenften Rang. Die Sicht war total toll, das Stadion ist echt super schoen.
Ansonsten war das Spiel jetzt nicht besonders aufregend. Mal abgesehen von Alex, der die “Magie des Stadions” foermlich zu spueren schien. Smile Die Panthers haben aber glorreich mit 14:13 ueber die Bills triumphiert, was uns natuerlich sehr gefreut hat. Nach der Halbzeit sind Alex und ich uebrigens rueber zu Vera und Sarah, die noch bessere Plaetze hatten als wir. Nen richtig super Blick auf die Skyline!
Etwa um 11pm waren wir wieder aus dem Stadion draussen. Noch wollten wir nicht nach Hause, also beschlossen wir, mal nen kurzen Spaziergang durch Uptown zu machen. Haben erstmal unseren Bus Stop gesucht und dann eine Kneipe / Bar, wo wir die verbleibenden eineinhalb Stunden verbringen konnten. Sind auch relativ schnell fuendig geworden. Und zwar hiess der Schuppen “Duckhead Saloon” und war gar nicht mal so schlecht. Die Musik war zwar nicht ganz mein Geschmack, aber es liess sich gut aushalten. War einfach toll, mal unter Leute zu kommen, draussen zu sein und Spass zu haben!
Um kurz vor 1am haben wir den Bus in Richtung Heimat genommen und kamen etwa um halb zwei hier an. Ich hab jetzt noch schnell die Bilder ueberspielt und werde in den naechsten zehn Minuten gluecklich und zufrieden ins Bettchen fallen. Drueckt uns fuer morgen die Daumen!

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Erkundung des Nachtlebens auf eigene Faust

Sa Aug 12, 2006 6:36 am


[ Stimmung: Amused ]

Ein spassiger Tag!!

So, da bin ich wieder.
Hab heute Nacht wieder sehr gut geschlafen und war relativ fit, als der Schluesseldienst um halb zehn an der Tuer geklingelt hat. Da wurden naemlich heute die Schloesser ausgewechselt, nachdem wohl in der Zeit zwischen uns und unseren Vorgaengern unbekannte Leute Nahrungsmittel aus der Kueche entwendet bzw. geduscht haben. Tja, gut, dass wir davon vorher nichts wussten. Smile Aber ansonsten leben wir laut Sonia in einer sehr sicheren Gegend. Das ist doch beruhigend. Ohne Abzuschliessen verlassen wir das Haus trotzdem nicht!!
Nach dem Fruehstueck gingen wir rueber ins andere Haus, wo Sonia und Rebecca (eine andere Mutter der Smith Academy) die wichtigsten Dinge mit uns besprochen haben. Dazu gehoerten die Verhaltensregeln in der Schule und als Assistants generell. In den vergangenen Jahren ist es wohl vorgekommen, dass die Assistants mit voellig falschen Vorstellungen nach Amerika kamen. Da wurden politische Sichtweisen lautstark im Office bekundet und das kann ja nicht sein. Wir haben ausserdem abgeklaert, wie das nun mit den Autos laufen wird, wo wir anrufen koennen, um welche zu bekommen,… Sonia hat nun auch die Miete fuer die Haeuser eingesammelt. Das war mal wieder etwas stressig, bis die 54 Traveller Cheques vollstaendig ausgefuellt waren. Aber ueber meine eigene Dummheit sollte ich mich nicht beschweren, da ich ja selbst diese kleinen Einheiten gewaehlt habe.
Rebecca hat uns pro Haus eine Tasche mitgebracht, in der jede Menge Infomaterial ueber den Wohncomplex und die City zu finden ist. Strassenkarten, Veranstaltungskalender,… Haben jetzt mal beschlossen, dieses Wochenende Uptown zu fahren. Uptown ist hier uebrigens mit dem Downtown in anderen Staedten zu vergleichen. Charlotte muss sich eben ein wenig abheben von anderen Staedten. Smile
Waehrend Sonia, Rebecca und Sarah die Bankgeschaefte erledigt haben, bin ich mit Alex und Daniel vor die Tuere gegangen, wo wir in bisschen den Football umhergeworfen haben. Daniel hat sich allerdings ziemlich schnell die Finger verletzt und musste daraufhin aufhoeren. Hat aber echt total Spass gemacht und mich sehr an meine Zeit in Seattle erinnert. Football war ja letzten Sommer Joeys absolute Lieblingsbeschaeftigung. Bin ja mal gespannt, ob er diesen Winter wieder Lust hat, mit mir zu spielen.
Haben anschliessend noch einen Termin bei Marian gemacht. Sie ist der Coordinator aller Exchange Students der University of North Carolina at Charlotte (UNCC). Wir muessen nun am Montag um 11 Uhr zu ihr, damit sie uns kennen lernt und wir von ihr die Infos ueber Veranstaltungen fuer International Students bekommen. Bin ja schon gespannt, was die da so anbieten.
Nachdem das alles geklaert war, sind wir wieder fuer ein Weilchen rueber zu uns. Waren ein bisschen im Internet (durfte Sarah’s benutzen, die das mit dem W-LAN ja ohne Probleme schafft. Ist echt super nett von ihr!), ich hab das erste Mal daheim angerufen und kurz mit Mama und Martin telefoniert und sind etwa ne Stunde spaeter wieder rueber, die anderen abzuholen. Uns hat es mal wieder auf die andere Seite der Sharon Road gezogen, wo sich ja Harris Teeter, Borders,… und eben auch die Library befinden. Das ist dort total schoen. Gegenueber der Library ist ein wunderschoener Brunnen und die Gebaeude sind da auch total toll. Alles in backsteinbraun-weiss und mit Saeulen,… Doch, gefaellt mir total. Sobald das Wetter mal nicht mehr so bewoelkt ist, mach ich davon Bilder, damit ihr euch das auch ansehen koennt.
Sind nun also da rein und haben uns erkundigt, wie das mit dem Buechereiausweis laeuft. War gar kein Problem, mussten da nur so ne Anmeldung ausfuellen und in wenigen Tagen bekommen wir unsere Ausweise zugeschickt. Konnten uns sogar das Design selbst aussuchen. Wir bekamen dort noch ne halbe Stunde Internetzeit zugeteilt und somit wisst ihr ja, was ich in der Zeit gemacht habe. Smile
Danach gings rueber zu Borders. Das ist ein Buchladen, aehnlich wie Barnes & Noble. Irgenwie hab ich die anderen da drin aber aus den Augen verloren. Die waren urploetzlich wie vom Erdboden verschluckt. Hab mich umgeschaut, aber keiner mehr da. Da ich wusste, dass sie ja nochmal schnell zum Harris Teeter rueber wollten, bin ich da also mal hingestiefelt, aber der Laden ist ja auch viel zu gross, um dort jemanden zu finden. Da ich aber dummerweise die Einzige unseres Hauses war, die einen Schluessel dabei hatte, bin ich einfach heim gelaufen und hab da auf die anderen gewartet. Vera und Sarah haben auch gar nicht lange auf sich warten lassen und meinten, sie haetten den Rest der Truppe ebenfalls verloren. Smile
Mittlerweile war es fast 7pm, uns hing der Magen schon an den Kniekehlen, also musste was zu essen her. Haben uns fuer Spaghetti, Tomatensosse und eine Packung Tiefkuehlgemuesemischung entschieden. Eine halbe Stunde spaeter sassen wir vor unserem Festmahl und haben es und schmecken lassen. Haben uns auch danach noch richtig super unterhalten. Da wir den Abend aber nicht ganz so schnell ausklingen lassen wollten (immerhin ist heute FREITAG!!), hatten wir mit den anderen eigentlich ausgemacht, noch zu so nem Platz zu gehen, wo es wohl schoene Kneipen und Restaurants gibt. Sollte gar nicht weit entfernt sein. Ihr merkt schon, irgendwas lief nicht ganz nach Plan. Tja, die anderen haben wir uebers Telefon mal wieder nicht erreicht (bisher dachten wir immer, es laege daran, dass die im Internet sind), also haben wir beschlossen, uns einfach fertig zu machen und schnell rueber zu laufen. Dort angekommen hiess es allerdings, dass die Jungs lieber Football schauen moechten und Nicoletta schon auf dem Weg ins Bett sei. Na dann. Haben noch schnell herausgefunden, dass wir wohl seit drei Tagen die falsche Nummer gewaehlt haben und dann beschlossen, uns den Abend nicht verderben zu lassen. Wir drei versuchten also, den Weg zum Phillips Place zu finden. Immer entlang der Hauptstrasse, einmal links, dann wieder rechts. Hoert sich ja eigentlich nicht so schwer an, aber wir haben es natuerlich fertig gebracht, irgendwo im Niemandsland zu enden. Aber wir waeren ja nicht wir, wenn wir da keine Loesung parat gehabt haetten. Vera hat einfach mal so ein paar Jugendliche angesprochen, ob sie nicht wuessten, wo denn der besagte Platz sei. Die waren sogar so hilfsbereit, dass sich einer (wir nennen ihn Jeff Smile ) bereit erklaert hat, uns schnell dorthin zu fahren. Uns war zwar etwas komisch zumute, einfach in ein fremdes Auto zu steigen, da wir aber drei Maedels waren und er ja nur so ein kleiner Mops, haben wir das Risiko auf uns genommen. War dann wirklich nur ein Katzensprung entfernt.
Dort angekommen, haben wir uns erstmal etwas umgeschaut. Wirklich wieder ein richtig huebsches kleines “Village”. Dort gibt es ein Kino, viele kleine Laeden und eben jede Menge Bars, Kneipen und Restaurants. Wir haben uns fuer ein Chinesisches entschieden. Wurden von einem totaaaaal gutaussehenden Kellner bedient. Haben Cocktails bestellt und natuerlich wollte der unsere ID’s sehen. Er meinte so: “You look so very young.” Danke, das schmeichelt uns natuerlich sehr! Als ich ihm meine Washington State Driver’s Licence in die Hand gedrueckt habe, meinte er so: “Hey, du hast ja am selben Tag Geburtstag wie ich.” Tja, was fuer ein Zufall!! Doch doch, der Typ war schon schnuckelig. Haben also so unsere Cocktails geschluerft, gelabert und ziemlich viel gelacht. War auf jeden Fall ein sehr sehr netter Abend.
Gegen 11pm haben wir den Heimweg angetreten und sehr tolle Gespraechsthemen gehabt. Zum Beispiel ueber Kakerlaken, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich wahrgenommen hatte. Aber nun bei Nacht kamen die wohl alle aus ihren Loechern und bevoelkerten die Gehwege. Schon sehr eklig, aber so lange die da draussen rumlaufen stoeren sie mich weniger. Naja, wir kamen jedenfalls von den Kakis zu Giftschlangen und ploetzlich ruft Vera so: “Ahhh, da ist was.” Sarah und ich machten nur noch einen riesigen Satz nach vorne und rannten um unser Leben. Naja, ganz so extrem war es nicht, aber ihr muesst ja ein Bild davon bekommen, wie sehr wir uns erschrocken hatten. Es war wohl nur so, dass Vera in ein Spinnennetz gelaufen ist. Smile
Den Rest des Weges haben wir versucht uns durch andere lustige Themen wie paedophile Dagobert Ducks zu unterhalten. Hat gewirkt. Bis wir gerade eben daheim ankamen, waren die Kakis und Schlangen erstmal wieder vergessen. Smile
Joa, das war so in etwa mein heutiger Tag. Wieder sehr ereignisreich. Morgen Mittag fahren wir wohl mal mit dem Bus Uptown und erkunden unsere City!

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Shopping, shopping, shopping!!

Fr Aug 11, 2006 6:47 am

Was fuer ein Tag!

Nachdem ich ja gestern erst relativ spaet ins Bett gegangen bin, war mir schon klar, dass ich relativ schnell einschlafen wuerde. Dass es allerdings so schnell gehen wuerde, haette ich nicht gedacht. Kaum hatte mein Kopf das Kopfkissen beruehrt, war ich auch schon ins Land der Traeume versunken. Als dann heute morgen um 9 Uhr das Telefon klingelte, hab ich zum ersten Mal wieder die Augen aufgemacht. War eigentlich ueberhaupt nicht muede und beschloss deshalb, aufzustehen. Unten traf ich auf Sarah, die wohl schon seit drei Stunden hellwach war. Andere haben hier also doch ein wenig mehr mit dem Jet Lag zu kaempfen als ich. Hab mich ein bisschen zu ihr gesetzt, Vera kam auch relativ schnell dazu und wir beschlossen, mit den anderen erst mal was einkaufen zu gehen. Hab also noch schnell ein paar Cornflakes gegessen und schon waren wir auf dem Weg. Nur fuenf Gehminuten entfernt gibt es ein kleines Shoppingcenter. Der Laden heisst “Harris Teeter” und ist ein wenig teurer. Da wir ja nun aber doch Dinge brauchten, war uns das egal. Als wir so durch den Laden schlenderten, haben die anderen vor Staunen kaum noch den Mund zu bekommen. Das war vielleicht lustig. An jeder zweiten Ecke wurde die Camera gezueckt, um Paletten von Erdnussbutter, Conflakespackungen, der Obstabteilung,… zu schiessen. Ich glaub mir ging es damals auch nicht arg viel anders. Man kann sich diese Dimensionen einfach kaum vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat.
Voll beladen schleppten wir unsere Errungenschaften zurueck nach Hause. Und wieder einmal war uns klar, dass wir so schnell wie moeglich die Autos kaufen muessen. Denn 12 Kilo Wasserfalschen werden auf Dauer doch schwer. Kurz darauf ging es wieder los. Diesmal zur etwas weiter die Strasse runter gelegenen South Park Mall. Wollten uns das Schmuckstueck einfach anschauen, denn die meisten Laeden entsprechen einfach nicht unserer Preisklasse. Oder doch? Oh ja, jetzt erinnere ich mich. Klar, ich gehe ja auch zu Hause immer bei Louis Vuitton und Swarovski einkaufen. Mensch, warum hab ich da nicht dran gedacht? Beim naechsten Mal kann ich ja vielleicht doch reingehen. Smile So haben wir uns nur damit begnuegt mal durch American Eagle, Footlocker & Co zu schlendern. Wo wir allerdings Geld ausgegeben haben, war der Food Court. Klar doch, der Mensch hat ja manchmal auch Gelueste. Und so kam es, dass wir auf einmal mit jeder Menge leckerem Zeug vor uns auf der Terasse sassen und unsere Maegen fuellten. War lecker, aber an die Riesenportionen hier muss man sich auch erst wieder gewoehnen. Naja, oder lieber nicht!
Kurz vor 3pm waren wir wieder zurueck. Wir vier Maedels haben beschlossen, dem Pool mal unsere Aufwartung zu machen, waehrend die Jungs es sich wohl mit Bier und anderem ungesunden Zeugs vor dem TV bequem gemacht haben. Der Sprung ins “kuehle” Nass war wirklich erfrischend. Das Wasser war nicht wirklich kuehl, aber auch nicht zu warm. Man konnte kurze Bahnen schwimmen, da absolut nichts los war. Auch Wasserbasketball haben wir kurz gespielt. Danach noch ein wenig sonnen und das schoene Wetter geniessen.
Gegen 5pm war ich wieder zurueck im Haus, hab mich ein bisschen an den PC gesetzt, meine wenigen Mails gelesen, Bilder gemacht und dann Vera und Sarah beim Abendessenmachen geholfen. Um 6pm sassen wir gemuetlich am Tisch und haben wie daheim lecker gevespert. Hatten Brot, dass nicht ganz so laetschig war, leckere Wurst und Kaese und dazu noch einen leckeren gruenen Salat. Haben uns sehr nett unterhalten und staendig auf Henry gewartet, der um halb sieben kommen wollte, um uns zu Costco mitzunehmen. Das ist dieser Metro-aehnliche Grossmarkt, in den man auch hier nur als Mitglied reinkommt. Da er auch um 7pm noch nicht hier eingetroffen war, haben wir schon damit gerechnet, dass er nicht kommen wuerde, doch damit lagen wir falsch. Eine Viertelstunde spaeter stand die ganze Familie vor der Tuer und hat uns eingesammelt. Auf gings zum Grossmarkt, wo die anderen noch groessere Augen ob der sandsaeckeartigen Reisbeutel, der ueberdimensionierten Fleischpakete usw. bekamen. Amerika – das Land des Ueberflusses!! Aber wir haben natuerlich trotzdem zugeschlagen. Das ist ja klar. Wobei wir drei uns noch zusammengerissen haben. Das andere Haus hat etwas doppelt so viel ausgegeben.
Als wir uns um halb neun auf den Heimweg begeben wollten, erlebten wir eine Ueberraschung. Draussen schuettete es in Stroemen. Und wenn ich sage Stroeme, dann meine ich auch Stroeme. Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich noch nie in meinem Leben einen solchen sintflutartigen Regenguss gesehen habe, wie heute. Das Wasser stand innerhalb von Minuten zentimeterhoch. Es blitzte und donnerte ohne Unterlass. Henry meinte, solche Gewitter haetten sie hier oefter, aber dieses sei doch in die Kategorie “heftig” einzustufen. Ich stand wirklich nur noch staunend da. Solch ein Naturspektakel – toll! Weniger toll waren dann jedoch die Strassenverhaeltnisse. An einer Stelle hat sich die Strasse in einen reissenden Fluss verwandelt, durch die kein normal denkender Mensch durchfahren wuerde. Aber klar, solche Idioten gibt es halt immer. Die fahrenden dann schon mal mit ihren normalen Kleinwagen durch Wasser, dass bis etwa zur Mitte der Fahrzeugtueren reicht. Naja, ich sag nur: wer sein Auto liebt, der schiebt! Denn genau das kann man tun, wenn der Motor dadurch verreckt. Smile
Um halb zehn waren wir wieder zurueck zu Hause. Fand es ja super lieb, dass die Familie uns heute mitgenommen hat. Die machen sich total viel Muehe und bekommen da ja gar nichts fuer. Haben ihnen jetzt mal ne Dankeskarte gekauft.
Wir drei haben zum Ausklang des Tages noch ne Runde Trivial Pursuit gespielt und uns dann auf unsere Zimmer verteilt. Vera und Sarah haben herausgefunden, dass sie in ihren Zimmern mit dem Laptop ins Internet kommen. Ueber ungesicherte Verbindungen anderer Leute in der Nachbarschaft. Ich hab das nun auch probiert, aber nein, ich bekomme zwar die Verbindung hin, aber das Internet tut nicht. Das macht mich echt verrueckt, da ich ja so gern meine Bilder hier reinladen wuerde und eben alles auf dem Laptop schreiben moechte. Und jetzt geht das dumme Ding nicht. Versteh ich echt ueberhaupt net. Ich muss das morgen nochmal probieren, aber wenn von euch vielleicht einer ne Idee hat, warum ich trotz vorhandener Verbindung nicht ins Internet komme – bitte melden!! Ich bin am Ende meines kleinen Latinums. Sad
Da es jetzt schon wieder halb eins ist, werde ich so schnell wie moeglich ins Bett kriechen. Morgen kommt ja Sonia vorbei und bespricht mit uns das weitere Vorgehen. Da muss ich fit sein! Tschuessi!!!

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Das Abenteuer beginnt

Mi Aug 09, 2006 11:50 pm


[ Stimmung: Sleepy ]

Ich bin sooo muede!!

Ja, und trotzdem hab ich mir gedacht, nutze ich die Zeit, in der die anderen beiden Maedels schon im Bett liegen und friedlich schlafen, um euch auf dem Laufenden zu halten.

Aaaalso: Nach nur 1.5 Stunden Schlaf wurde ich heute morgen sehr unsanft von meinem Wecker aus den Federn gerissen. Aber was soll’s, mir blieb ja nichts anderes uebrig. Hab mich schnell noch von meiner Mama verabschiedet, meinen Teller Cornflakes gegessen und schon sassen Papa, mein Bruederchen und ich im Auto. Am Bahnhof hab ich eingechecked (allerdings konnten die das Gepaeck nicht bis nach Charlotte durchchecken, aber dazu komme ich spaeter nochmal), mich dann schweren Herzens von meinem Bruder verabschiedet und bin dann zusammen mit Papa zum Bahnsteig, wo wir auf den ICE gewartet haben. Nur kurze Zeit spaeter traf er ein, ich habe meinen Platz aufgesucht und mich dann auch noch von Papa verabschiedet. Nun hatte ich dann doch Traenen in den Augen. Ist ja doch wieder ein grosser Schritt in eine ungewisse Zukunft. Naja, das ist jetzt etwas dramatisch ausgedrueckt, aber so fuehlte es sich zu dem Zeitpunkt an.
Die Fahrt zum Flughafen Frankfurt verlief ereignislos. Wenn man mal von den tollen Gespraechen der mich umgebenden Leute absieht. Smile In Frankfurt angekommen habe ich mich nun also auf den Weg gemacht, mein Gepaeck zu finden. Tja, und ich suchte und suchte und wurde einfach nicht fuendig. Da lief mir doch tatsaechlich ploetzlich ein Typ entgegen, der einen wagen vor sich herschob auf dem doch tatsaechlich zwei mir bekannte Koffer standen und mir regelrecht entgegen strahlten. Hab den Mann also angehalten, meine Koffer in Empfang genommen (ich glaub der war genauso froh, die beiden loszuwerden, wie ich sie gefunden zu haben) und hab mich nun auf die Suche nach dem US Airways Check-in Schalter gemacht. Tja, und was war? Klaro, Claudia hat sie mal wieder nicht gefunden. Nachdem ich weder im Bereich A noch im Bereich B fuendig wurde, hab ich gluecklicherweise Daniel getroffen, der mich in den letzten Winkel des Bereichs C schickte. Dieses Problem geloest, habe ich mich in die Schlange gestellt. Und was nun ablief, war echt koestlich. Bevor ich meine Koffer aufgeben durfte, wurde ich von so nem Typen mehr als ausgequetscht. Da kamen Fragen wie: Gehoeren diese Koffer Ihnen? Wer hat sie gepackt? Was werden Sie in den USA machen? Und zu guter Letzt meinte der Kerl, er muesse meinen Pass schnappen und da noch ne Unterschrift fuer holen. Hat mich ja sehr gewundert. Er ist also verschwunden und kam erst geschlagene fuenf Minuten spaeter zurueck, mit den Worten: “Oh, ich hab mich vertan!” Ja sag bloss. Haette mich auch schwer gewundert. Nach dieser Prozedur hab ich mein Gepaeck aufgegeben und bin zu einem anderen Schalter verwiesen worden, wo ich meine Rueckflugtickets umschreiben lassen musste. Auch wieder ein Akt fuer sich. Der Computer hat gesponnen und somit hat das alles ewig und drei Tage gebraucht. Bis ich durch den Sicherheitsbereich durch und die tausend Meilen bis zum Gate hinter mich gebracht hatte, war es schon kurz nach 10 Uhr. Und sogar am Gate gab es wieder so ne tolle Schlange. Da wurde man nochmal kontrolliert, ob man auch wirklich am richtigen Gate sitzt und der hansel dort hat gefragt, ob man was im Duty Free Shop erstanden haette. Bis ich das aber verstanden hab, hat es ne Weile gedauert. Denn weder auf Englisch, noch auf Deutsch waren die Worte dieses Officers zu verstehen. Als ich ihn jedes Mal fragend anblickte meinte er schon: “Sie verstehen weder Deutsch noch Englisch?” Tja, da hab ich einfach mal nur genickt und er hat mich guetigerweise durchgelassen. Weiss echt net, was fuer nen Akzent der hatte, aber wie gesagt, ich hab nix verstanden. Smile
Etwa 20 Minuten spaeter kam dann Daniel auch an Gate und bis zum Boarding waren Nicoletta und Sarah ebenfalls eingetroffen.
Mit etwa 45 Minuten Verspaetung (wegen Gepaeckverladeschwierigkeiten) sind wir abgeflogen. Das Essen war ok, die Filme und Musik waren gut, es gab viele Kinder, von denen man aber NICHTS mitbekommen hat, die Steward/essen waren sehr freundlich, wir hatten tolles Wetter mit einer Bombensicht auf Cape Cod (Beate, hab dir zugewunken) und New York. Aber trotzdem waren wir heilfroh, als wir nach 9.5 Stunden um 15.45 Uhr Ortszeit endlich in Charlotte gelandet waren. Der Einreiseofficer war mal wieder zum Bruellen komisch. Meinte der doch so, als er mein Bild vom Visum angeschaut hat: “Have you had a bad hair day then?” Sehr komisch. Kann ich was dafuer, dass man auf den Bildern net lachen darf? Smile Aber der war echt lustig. Meinte auch noch so: “Hast du nicht zufaellig doch noch frisches Obst oder ein Sandwich dabei? Ich hab schon lange nichts mehr gegessen und koennte was vertragen.” Ausserdem hat er mir versprochen, das Bild, das er wieder von mir gemacht hat, an Brad Pitt weiter zu schicken. Na dann kann ja nix mehr schief gehen. Smile
Die Koffer haben wir ohne ersichtliche Schaeden erhalten und wurden im Main Terminal von Sonia (sie ist fuer uns Asisstants zustaendig) und Henry (ein deutscher Vater der Schule) abgeholt und zu unseren Haeusern gebracht. Als ich den ersten Schritt aus dem Flughafengebaeude getan habe, dachte ich wirklich, ich laufe gegen eine Wand. Das ist sowas von unglaublich schwuel hier, man macht sich kein Bild. Bin ja mal gepannt, bis wann ich mich daran gewoehnt habe.
Wurden “daheim” abgesetzt, uns wurde alles schnell gezeigt und Sonia meinte, sie kaeme am Freitagmorgen wieder vorbei, um alles Wichtige zu besprechen. Bis dahin sollen wir uns einrichten, ausschlafen und uns die Umgebung ansehen. Henry war so lieb und hat uns alle fuer den Abend zum Essen eingeladen.
So, jetzt mal schnell zum Haus: Der Komplex liegt in einer eher reicheren Gegend. Die Haeuser drumrum sind ganz offensichtlich von besser betuchten bewohnt. Mal schauen, vielleicht laeuft mir ja doch noch mein Millionaer ueber den Weg. Wink Die Haeuser selbst sind aus Backsteinen, aber trotzdem genauso instabil wie die Holzhaeuschen in Seattle. Smile Aber sie sind ganz nett eingerichtet. Vera, Sarah und ich haben die Zimmeraufteilung durch Roehrchenziehen beschlossen. Vera wohnt nun im groessten Zimmer, ich im mittleren und Sarah im kleinsten. Ist wirklich ein ganz niedliches Zimmer. Hab mich sofort eingerichtet und es gefaellt mir schon ganz gut. Sobald ich Bilder gemacht und ueberspielt habe, werde ich sie hier reinstellen. Nach dem Kofferauspacken blieb gar nicht mehr viel Zeit. Hab nur noch schnell geduscht und dann mal geschaut, ob der PC funktioniert. Sonia meinte naemlich, der ginge nicht. Naja, wie man unschwer erkennen kann, geht er wohl doch. Smile
Um halb acht wurden wir von Henry abgeholt. Der ist vielleicht mal ein Dummschwaetzer. Echt, der hat mich anfangs tierisch aufgeregt mit seiner Art. Voll der Prolet und ach, ganz schlimm. Aber seine Frau ist total nett. Sie ist Tuerkin, in berlin geboren und sie haben drei Kinder. Die waren auch beim Essen im “The Wing’s Cafe” (oder so aehnlich, kann mich jetzt nimmer so genau erinnern) dabei. Ausserdem noch eine Freundin von ihnen, die total nett war. Haben also Chicken Wings in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen probiert. Die anderen tranken dazu alle Bier oder Margeritas, ich habe es beim Eistee belassen. War eigentlich doch noch ein recht schoener Abend, wir hatten viel Spass. Nicoletta ist zwar fast beim Essen eingepennt, aber wer kann es ihr verdenken.
Waren wieder so gegen 22 Uhr zurueck. Ich bin mit Alex noch schnell ne Runde um den neighborhood gelaufen. Musste ja den Pool begutachten. Die anderen haben schon geschlafen, als ich zurueck kam. Hab jetzt gerade noch das Internet zum Laufen gebracht. Bin mal gespannt, wie das mit den Kosten ist. Das wird im Moment noch von meiner Kreditkarte abgebucht. Muessen wir drei morgen mal besprechen. Hier geht es nun auch schon auf Mitternacht zu. Wirklich hoechste Zeit, fuer mich ins Bett zu gehen. Bin ja mal gespannt, ob das Bett so bequem ist, wie es aussieht. Smile Aber ich glaub, ich koennte heute Nacht auf allem schlafen.

So, das war mein erster Eintrag aus den USA. Bin irgendwie noch nicht so richtig angekommen. Innerlich meine ich. Es ist alles noch sehr verwirrend fuer mich, da stroemt so viel Neues auf mich ein. Hab das nur so ueber mich ergehen lassen und als Henry anfing mit “hier findet ihr das, und wenn ihr die Strasse noch ein Stueckchen weiter runter fahrt, das,…” hat es bei mir nen Schalter umgelegt und meine Ohren auf Durchzug umgestellt. Unglaublich, was denkt der denn, das wir alles in den ersten zwei Stunden in Charlotte aufnehmen koennen? Naja, mal schauen, was der morgige Tag so bringen wird. Den gehen wir auf jeden Fall ein wenig ruhiger an.

Tschuessi, und bis bald!!

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Dear Germany, I’m just about to leave you

Di Aug 08, 2006 11:33 pm


[ Stimmung: Very Sad ]

Es ist soweit!!

Monatelang herbeigesehnt, nie konnte es schnell genug gehen. Immer wieder die Kalenderblätter umgedreht, nur um die Tage zu zählen. Tja, und dann ist es soweit und man würde diese ganzen Schritte am liebsten rückwärts gehen. Der 9.8. steht unmittelbar bevor, ich bin äußerlich bereits abfahrtsbereit. Die Koffer sind so gut wie fertig gepackt, sogar einen Tennisschläger hab ich noch ganz oben drauf gepackt, falls der Daniel mich doch mal in die Kunst des gelben Balles einführen möchte. Das Gewicht stimmt sogar. Und zwar nicht nur das der beiden Koffer, sondern auch meines. Hab mein selbst gestecktes Limit sogar noch etwas unterboten, und somit hoffe ich mal, dass ich drüben nicht wieder gegen die dunklen Mächte der versteckten Fette ankämpfen muss. Und trotz all dieser ganzen positiven Zustände, wächst in mir mal wieder eine Art Angst. Angst vor all dem Neuen, das mir begegnen wird, Angst davor, dem allen nicht gewachsen zu sein. Wer mich gut kennt weiß, dass ich das alles perfekt überspielen kann, doch innerlich zieht sich alles zusammen. Ich WILL zwar all das Neue erleben, ich WILL wieder ein halbes Jahr weg sein, unabhängig sein, aber ich WERDE auch meine vertraute Umgebung vermissen, den “Luxus”, den ich hier habe. Meine Familie, meine Freunde, das Geborgensein.
Doch ich kenne mich auch so gut, dass ich weiß, sobald der Flieger gen Westen abhebt, werde ich mutiger, wird die Vorfreude steigen, werde ich ein “anderer” Mensch sein. Ein abenteuerlustiger Mensch, der sich hoffentlich voll neuem Tatendrang in das Unternehmen “Teachin Assistant” stürzen wird. Und in sechs Monaten komme ich zurück mit einem Koffer voller Erinnerungen, voll wunderbarer Erlebnisse, die mir dann keiner mehr nehmen kann. Ich werde hoffentlich viel lernen, sowohl in unterrichtstechnischer Hinsicht, als auch über mich selbst.
Ich habe natürlich Erwartungen an diese Zeit. Ich erhoffe mir, Ideen zur Unterrichtsgestaltung daraus mitzunehmen, zu lernen, wie man eine fremde Sprache an kleine Kinder heranträgt, wie man diese kleinen Menschen individuell begleiten, fördern und fordern kann, wie man den Schulalltag zu etwas machen kann, das sie mögen, einen Platz bieten, wo sie jeden Tag gerne hinkommen. Ich erhoffe mir natürlich auch, neue Freundschaften zu knüpfen. Sowohl zu den anderen Studenten, als auch vielleicht zu Kollegen und mir bisher fremden Personen. Ich möchte weiter dahingehend arbeiten, selbstständiger und noch unabhängiger zu werden. Ich erwarte ein wunderschönes Weihnachtsfest in Seattle. Allein der Umstand, Nicole, Joey und meine Hostparents wieder zu sehen, wird wundervoll sein. Doch ich freue mich auch jetzt schon wieder auf den Moment, in dem ich meine Eltern, meinen Bruder und alle anderen, die ich so sehr liebe, wieder in die Arme nehmen kann.
Zu guter Letzt bleibt mir jetzt nichts weiter zu sagen als:
DANKE an alle, die mich immer wieder ermutigt haben, diesen Schritt zu gehen, die mir all ihre guten Wünsche mit auf den Weg gaben. Leute, die mich teilweise gar nicht persönlich kennen, denen aber trotzdem irgendwie ein bisschen an mir liegt. Ich möchte, dass ihr alle wisst, wie wichtig ihr mir seid. Jeder, der Zugang zu diesem Blog hier hat, ist ein Teil meines Lebens, der eine ein bisschen mehr, der andere ein bisschen weniger. Ich möchte euch nun an diesem neuen Lebensabschnitt teilhaben lassen und würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr mich auch weiterhin über euer Leben am Laufenden haltet. Ob per e-mail, einen kurzen Anruf (sobald ich die Nummer weiß, schicke ich sie euch zu) oder einfach als kurzen Kommentar zu meinen hoffentlich zahlreichen (spannenden) Geschichten hier. Und ansonsten: See you all in six months time!!! Hab euch gaaaanz doll lieb!!

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“Deblockade”

Mo Aug 07, 2006 9:51 pm


[ Stimmung: Happy ]

Oh wie lieb ich meinen Petziball!

Man soll es nicht glauben, aber es geschehen noch Zeichen und Wunder. Nachdem der gestrige Tag zwar ein wenig schmerzfreier verlief als die Tage vorher, ich aber trotzdem bei jedem Schritt am liebsten hingesessen wäre, hatte ich mir schon einige Pläne zurecht gelegt. Als erstes würde ich mir in Amerika einen Petziball kaufen, dann gaaaaanz viel Gymnastik machen und wenn es net irgendwann besser würde, hätte ich sogar nen Besuch beim Chiropraktiker in Erwägung gezogen. Heute Nacht konnte ich dann sogar schon auf der Seite schlafen, womit ich ja kaum noch gerechnet hätte. Also wieder einen Schritt weiter auf der Fortschrittskala. Hab dann meine Mama unter Schmerzen in die Arbeit gefahren (wusstet ihr, dass es beim Autofahren sooo viele Erschütterungen gibt?). Musste dann weiter an die PH, meine Hausarbeit abgeben, wieder zurück bin ich schnell noch bei Douglas vorbei, meinen Gutschein von vor 2 Jahren einlösen und Bertelsmann hab ich ebenfalls beglückt, in dem ich den zweiten Teil von “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod” in meine Büchersammlung aufgenommen habe.
So, nach all den Strapazen habe ich mir gedacht, bevor ich meine Mama wieder von der Arbeit abhole, schwinge ich mich nochmal schnell auf den Petziball und dehne meine Gliedmaßen. Gesagt getan! Hab etwa zehn Minuten auf dem Ball umhergeturnt, mein Papa stand daneben und hat sich mal wieder fast nicht mehr einbekommen. Muss wohl sehr elegant ausgesehen haben. Smile Jedenfalls ging ich dann sehr beschwingt meinen Weg zum Auto und hab mir schon gedacht: Ui, das tut ja gar nimmer weh! Aber da mein Zustand nach den Gymnastikeinlagen immer etwas besser war, hab ich mich noch nicht zu sehr gefreut. Während der Fahrt hab ich mich dann weiter gewundert, dass ich beim Gähnen plötzlich wieder richtig tief einatmen konnte. Hat zwar etwas gezwickt, aber nicht schlimm.
Als meine Mama dann ins Auto gestiegen kam, hab ich ihr erstmal jubelnd entgegen gerufen, dass meine Wirbel sich wohl deblockiert haben. Aber noch wollte ich mich nicht zu sehr freuen. Bin dann den Rest des Mittag sehr vorsichtig gelaufen, da ich immer Angst hatte, der Wirbel würde es sich vielleicht doch nochmal anders überlegen. Smile Tat er aber nicht und somit konnte ich nach dem Mittagessen meinen Papa auf Arbeit anrufen und ihm stolz von meiner “Deblockade” erzählen. Sorry, ich weiß grad kein besseres Wort für die Lösung meines Wirbelproblems. Smile Zu guter Letzt habe ich den Grund für meine ungetrübte Freunde noch umarmt und ihm einen dicken Knutscher auf die blaue, glatte Gummihaut gedrueckt. Wink
Ab dem Zeitpunkt, an dem ich realisiert habe, dass ich jetzt wohl wirklich schmerzfrei in die USA reisen könne, hat die Vorfreude wieder eingesetzt. Hab mich dann gleich daran gemacht, meine ganzen Klamotten zusammen zu suchen und auf meinem Bett zu plazieren. Das sieht mittlerweile aus, davon macht ihr euch kein Bild. Mir schwant schon wieder Schlimmes, wenn ich daran denke, dass das heute Abend alles noch in die beiden Koffer verschwinden muss.
Meine beiden Großelternpaare waren heute Nachmittag übrigens auch nochmal zum Kaffee da. Wat total schön, dass das geklappt hat. Man weiß einfach nie, wie oft man sie noch sehen wird und ein wenig mumlig ist mir schon bei dem Gedanken, wieder ein halbes Jahr so weit weg zu sein. Aber ich bin einfach nur froh, dass ich sie noch habe und hoffe einfach, dass ich sie unverändert bei meiner Rückkehr antreffen werde. Solltet ihr diese Zeilen hier jemals zu lesen bekommen: HAB EUCH ALLE VIER SUPER DUPER DOLLE LIEB!!! Und Oma: Nein, ich werde mir da drüben auch diesmal keinen Ehemann anlachen. Und wenn, dann bring ich ihn mit zurück nach Deutschland!! Keine Sorge!!

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Blockade

So Aug 06, 2006 2:47 pm


[ Stimmung: Sick ]

Alles tut weh!!

Donnerstagmorgen bin ich aufgewacht und hatte ein sehr komisches Gefühl im Brustbereich. Dachte mir da aber noch nicht so viel dabei. Ging zur Beerdigung meiner Großtante, zum Zahnarzt und hoffte ständig, dass dieser stechende Schmerz von alleine wieder verschwindet.
Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war so richtig übel. Ob ich auf dem Bauch, auf dem Rücken oder auf der Seite lag, es tat höllisch weh. Beim Aufstoßen (und ich wusste bisher nicht, dass man das im Laufe eines Tages so oft tut!), hätte ich regelrecht schreien können vor Schmerzen. Naja, ich bin ja nicht der Typ, der ständig wegen jedem Zipperlein zum Arzt rennt und Freitag hatte ich auch noch einiges zu tun (Hausarbeit fertig machen, ausdrucken, abends dann zum Geburtstag eines Freundes,…) und hab mir gedacht, ich warte noch ab und wenn es nicht besser wird, gehe ich am Montag zu meinem Hausarzt. Die Schmerzen wurden jedoch immer schlimmer. Konnte kaum noch einen Schritt machen, ohne dass es übelst weh getan hat. Hab auch in der Nacht von Freitag auf Samstag nur sehr wenig geschlafen und langsam wirklich Panik geschoben, weil ich meinen Flug am Mittwoch schon abgesagt gesehen habe. Habe mir ausgemalt, was ich nicht alles Schreckliches haben könnte und naja, bin dann am Samstag nach der Nachhilfe ins Auto gestiegen und ins Krankenhaus gefahren. Kam dann auch erstaunlich schnell dran, nachdem die aufnehmende Schwester nicht wirklich ne Ahnung hatte, in welche Kategorie sie mich stecken soll. Smile Die Ärtin war dann aber wirklich nett. Hat mich halt nach meinen Beschwerden gefragt, ein bisschen auf meinem Brudtkorb rumgedrückt und dann gemeint, ich hätte wohl einen blockierten Brustwirbel. Na toll. Machen kann man dagegen wohl nicht besonders viel. Sie hat mir Rheumatabletten mitgegeben, die ich aber nur nehmen soll, wenn ich die Schmerzen gar nicht aushalte. Außerdem meinte sie, ich solle den Bereich mit Voltaren einreiben, mich auf dem Petziball kugeln und Rotlichttherapie machen. Hab sie auch gefragt, ob es ratsam sei, den Flug anzutreten. Sie meinte, es sei gar kein Problem, es könne eben sehr unangenehm werden, da ich ja lange sitzen würde. Allerdings sagte sie auch, dass es bis Mittwoch wohl besser ginge. Da bin ich ja mal gespannt.
Ich war nach der Diagnose aber immerhin etwas beruhigter und hab mich daheim gleich dran gemacht, all das umzusetzen, was sie mir geraten hat. Somit konnte ich dann abends mit zum Stocherkahnfahren auf dem Neckar in Tübingen. Bis auf den kurzen Regenguss, der unsere Abfahrt etwas verzögert hat, war es wirklich ein tolles Erlebnis. Hat sehr viel Spaß gemacht und kurzfristig habe ich auch meine Schmerzen vergessen.
Die letzte Nacht war nun viel viel besser. Konnte sogar wieder auf dem Rücken liegen, was die letzten beiden Nächte absolut nicht ging. Beim Laufen und tief Einatmen tut es zwar noch immer sehr weh, aber ich hoffe wirklich, dass es sich bis Mittwoch soweit wieder eingerenkt hat, dass ich mir drüben keine Sorgen mehr machen muss. Ist nämlich alles sehr sehr unangenehm, das dürft ihr mir glauben. Dummerweise werde ich ja drüben auch keinen Petziball und keine Rotlichlampe mehr haben, so dass das hier wirklich besser werden MUSS!!! Drückt mir also bitte alle ganz ganz fest die Daumen!

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Letzte Vorbereitungen

Do Aug 03, 2006 7:21 pm


[ Stimmung: Happy ]

In sechs Tagen gehts los!!

Ja, es ist wirklich wahr. Jetzt ist es nicht mehr lange und Klein-Claudia begibt sich mal wieder auf die Reise in unbekannte Gefilde. Als ich gestern rein interessehalber mal den Wetterbericht für Charlotte gecheckt habe, ist mir mit Schrecken aufgefallen, dass es nun wirklich langsam ernst wird. Die Vorhersage für Mittwoch stand nämlich schon drin.

Tja, und da mir so nach und nach immer mehr Dinge einfallen, die noch gemacht werden müssen, will ich euch mal daran teilhaben lassen. Heute stand erst mal der Zahnarztbesuch an. Oh Graus, werden viele denken. Ich hab damit selbst nicht so wirklich ein Problem, denn dort wird mir sowieso seit Jahren immer nur gesagt: “Schön Claudia, das sieht wirklich perfekt aus. Machen wir aber doch noch ein paar Aufnahmen der Bissflügel.” Hab ich also über mich ergehen lassen und wurde zwei Minuten später mit jeder Menge Glückwünsche nach Hause entlassen. Meine Zahnärtzin ist echt ein Engel. Total lieb die Frau und immer super interessiert an einem. War richtig neidisch, als ich ihr von Charlotte erzählt habe. Smile

Danach gings dann noch zur Bank. War schon leicht aufgeregt. Ihr wisst schon, der nette Banker vom letzten Mal. Bin also da rein, schau mich um,…… und was glaubt ihr? Genau, ich hab ihn auch dann nicht entdecken können, als ich einmal ne Runde gedreht hatte. Er hatte sich auch nicht versteckt, war auch nicht kurzfristig auf Toilette. Nein, er war schlicht und ergreifend nicht da. Hatte mir schon überlegt, ob ich wieder gehen und mein Glück morgen früh nochmal versuchen sollte, da hat sich allerdings mein praktisch veranlagter Verstand eingeschalten und mir gesagt, dass ich jetzt eh schon mal da bin, dann kann ich die Schecks auch abholen. Bin dort schon so bekannt, dass ich die Schecks, ohne ein Wort gesprochen zu haben, in die Hand gedrückt bekam. Musste mich dann an einen Seitentisch begeben, wo ich erstmal ne ganze Weile damit beschäftigt war, meine Unterschrift auf etwa, lasst mich nachrechnen – ja, jetzt hab ichs, 111 Schecks zu setzen. Da war ich meinen Eltern mal wieder dankbar, dass wir keinen elendslangen Nachnamen haben. Smile

Ansonsten war ich heute außerdem noch kurz beim ADAC, wo mein Papa mir Straßenkarten der Ostküste besorgt hat. Dieser ganze Stoß alleine wird eine komplette Seite meines Koffers in Anspruch nehmen. Muss die mal aussortieren, denn ich glaube kaum, dass es mich in der kurzen Zeit (4.5 Monate sind ja wirklich KEINE Zeit) mal nach Maine oder Vermont verschlagen wird. Smile Aber ich hab die relevanten natürlich gleich mal durchgeschaut und mittlerweile s viele Ziele im Auge, dass ich mich glatt für drei Monate beurlauben lassen könnte. Smile Da ich allerdings nicht glaube, dass die Rektorin damit einverstanden wäre, muss ich mich wohl ein kleines bisschen einschränken. Was ich aber auf jeden Fall sehen will sind: Florida (die Keyes und vielleicht auch noch den Everglades NP), die Great Smokey Mountains und den Blue Ridge Parkway hoch bis zum Shenandoah NP, Charleston und Savannah und vielleicht auch noch die Outer Banks North Carolinas. Mal schauen, was sich da alles machen lässt und wozu ich meine Mitreisenden begeistern kann. Denn alleine ist das ja auch kein Spaß.

Die letzten Tage habe ich damit verbracht, meine Hausarbeit über Lernzirkel fertig zu stellen. Und siehe da, Anika (eine gute Freundin, die mit mir an der PH studiert) und ich haben das sehr schnell hinbekommen und müssen morgen nur noch das Deckblatt erstellen. Hab mittlerweile auch die Software meiner Webcam, die der DigiCam und noch einiges andere auf den Laptop gespielt, so dass der jetzt reisefertig und einsatzbereit ist.
Da ich außerdem eine Listenperson bin, hab ich natürlich auch wieder eine Kofferpackliste erstellt. Je länger ich überlegte, desto mehr fiel mir ein und mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich das Ganze nicht mehr wirklich überblicke. Irgendwie ist mir da einiges entglitten, denn das, was da alles draufsteht, bekäme ich ich auch dann nicht in zwei Koffer und ein Handgepäck, wenn die einzelnen Koffer jeweils die größe handelsüblicher Badewannen besäßen. Wink

Ich glaub damit schließe ich fürs Erste wieder. So ganz bewusst ist es mir noch immer nicht, dass ich mich in einer Woche schon auf der anderen Seite der Erdkugel befinden werde. Das setzt wohl erst dann ein, wenn ich all meine lieben Freunde und meine Familie verabschiedet habe und mich auf dem Weg zum Bahnhof befinde. Also dann, macht’s alle gut! Bis zum nächsten Eintrag!

P.S.: Es freut mich übrigens total, dass ich so viel Resonanz zu diesem Blog bekommen habe. Wäre toll, wenn ihr auch dann noch am Ball bleibt, wenn das Abenteuer wirklich begonnen hat!!!

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“Gefundenes Geld”

Sa Jul 29, 2006 12:33 am


[ Stimmung: Angelic ]

Juhuu, alles erledigt!!!

Erstmal noch ne kleine Vorgeschichte. Und zwar kam mir vorgestern Nacht sozusagen eine Erleuchtung. Ich hatte gerade meinen Kopf schön auf mein Kopfkissen sinken lassen, als ich wie der Blitz nach oben fuhr und an meine Aktien denken musste. Ja, ihr schüttelt jetzt wahrscheinlich alle komplett ahnungslos den Kopf über so viel Unsinn. Aber doch, so war es. Hab mir nämlich überlegt, dass es dafür ja Dividenden gibt und die müssen ja irgendwo landen. Tja, und da ich (wie man nun sehen kann) keine Ahnung von meinen eigenen Bankgeschäften hab, bin ich schnurstracks zu meinem Papa gelaufen (der auch schon im Begriff war, ins Land der Träume zu entgleiten) und hab ihn gefragt, wo das Geld denn landet. Er hat nur irgendwas davon gemurmelt, dass ich das Sparbuch haben müsse. Na gut, hab ich einfach mal geglaubt und hab meine ganzen Hängeordner im Schreibtisch durchsucht – und bin fündig geworden. Als ich das Büchlein aufgeschlagen habe, ist mir erstmal kurzzeitig die Luft weggeblieben, denn mit so einem Betrag hatte ich nie gerechnet. Das war einfach nur genial. Als es dann auch in die letzten Winkel meines schlaftrunkenen Gehirns gesickert ist, dass ich nun meinen Laptop abbezahlen kann und auch sonst meine Eltern nicht anpumpen muss, hab ich erstmal nen kleinen Freudentanz aufgeführt. Richtig genial. Tja, und vor lauter Aufregung konnte ich die halbe Nacht dann nicht schlafen, sondern hab immer wieder ausgerechnet, wie viel Geld ich denn jetzt noch habe, wieviel ich mindestens umtauschen muss, wenn der und der Wechselkurs gilt, … Ein bisschen verrückt, ich weiß. Aber wenn man eben nicht viel Geld hat, dann kann einen der Fund unerwarteter Summen doch ein wenig aus der Bahn werfen. Smile

So, und heute bin ich dann also zur Bank gefahren und hab genau dieses Geld abgehoben. Bin damit zur anderen Bank gefahren und hab meine Reiseschecks bestellt. Hab dann im Nachhinein beschlossen, jetzt wieder auf den direkten Kontakt mit der Bank Wert zu legen und nicht mehr so viel übers Internet zu machen. Und wisst ihr auch warum? Weil dort ein total gut aussehender und sehr netter Typ am Schalter arbeitet. Smile Jawohl , und ich freu mich schon jetzt auf nächste Woche, wenn ich die Schecks abholen darf. Smile Ansonsten hatte ich, bei dem Gedanken daran, dass ich mit über 5000 $ im Handgepäck reisen werde, kurz mal ein wenig ein flaues Gefühl im Magen. Klar, der Großteil davon besteht aus den Schecks, aber trotzdem. Das ist ja schon ein kleines Vermögen.

So, noch was? Öhm, achso, ja, war vorhin im Kino und habe mal wieder einen Blick auf Johnny und Orlando werfen dürfen. Der Film war jetzt nicht schlecht, aber an den ersten Teil kommt er einfach nicht ran. Da fehlte irgendwie das gewisse Etwas, der beißende Humor, die Spannung,… weiß auch nicht. Und dann hatte er kein richtiges Ende und auf den dritten Teil dürfen wir sicher wieder ein Jahr warten, auch wenn der schon längst im Kasten ist. Sad

Ok, das war’s auch schon wieder. Mehr von meiner Front, wenn es mal wieder was USA-technisches zu berichten gibt. Bye bye!

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Das Semester ist rum – und ich bin immer noch die Alte

Do Jul 27, 2006 12:44 pm


[ Stimmung: Sleepy ]

Ja, ich habe es geschafft!!!

Auch das fünfte Semester habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Heute morgen hatte ich eine letzte Präsentation zu halten und danach bin ich relativ happy nach Hause gefahren. Der großen Hitze dabei gerade noch so entkommen. Smile

Hatte dann ja heute Mittag den Termin bei meinem Hausarzt. Bei dem war ich das letzte Mal, als ich meinen Medical Report fürs Au pair Jahr ausfüllen lassen musste. Also vor etwa vier Jahren. Der muss sich auch denken, ich raube ihm seine Zeit immer nur für Papierkram. Vielleicht berechnet er mir deshalb immer so horrende Preise für so ne popelige Mini-Untersuchung. Der hat mir ernsthaft 15 € dafür abgeknöpft, dass er vier Kreuze und eine Unterschrift aufs Blatt gesetzt hat. Und ok, er hat mich noch etwa zehn Mal tief ein- und lang ausatmen lassen, aber damit hatte es sich schon. Rechnet man da jetzt noch die blöde Praxisgebühr mit ein, die ich natürlich auch noch zahlen musste, dann kommt mich dieser Wisch auf 25 €. Und ich war ja wirklich net mehr als fünf Minuten bei dem drin. Das ist ein Stundenlohn, das will man sich gar nicht vorstellen. Die Hälfte hätte es doch da auch getan, oder?

So, und was gibt es noch Aufregendes zu erzählen? Eigentlich nicht wirklich viel. Heute Abend stieg jedenfalls die Sommerparty an der PH (meine Uni). Und naja, ich war da bisher nie. Die Beate meinte aber nun, dass das immer ganz toll sei, sie auch hingehe und ich es mir doch auch überlegen soll. Gut, hab ich gemacht, hab auch noch mit ein paar anderen Leuten ausgemacht, dass wir uns dort treffen. Kam da also um 21 Uhr an. Da war schon ziemlich viel los, das Programm wurde aber erst um 22 Uhr eröffnet. Naja, was soll ich sagen? Ich bin halt einfach nicht der Typ für solche Massenveranstaltungen. Da ist es laut, da ist es eng, da ist es,… naja, weiß auch net. Ich mein, so lange Beate da war, war es wirklich nett. Sie ist dann aber schon relativ zeitig gegangen, weil sie ja morgen auch wieder an die Schule muss und somit bin ich dann rumgelaufen und hab versucht meine Leuts zu finden. Ist in dem Trubel so gut wie unmöglich und ans Handy ist auch keine von ihnen gegangen. Hab dann zwar noch kurz mit ein paar Leuten gequatscht, aber da ich mit denen allen nicht so wirklich dicke bin, wollte ich auch nicht bei ihnen bleiben. Und somit bin ich schon um kurz vor halb zwölf nach Hause gefahren. Ja, sehr toller Abend. Mir ist halt aufgefallen, dass ich einfach keine wirkliche Bindung zur PH habe. Gehe da zwar seit zwei Jahren fast tagtäglich hin, aber sobald ich frei habe, halte ich mich dort eben nimmer auf. Kenne auch nicht so wahnsinnsviele Leute. Vom Sehen eben, aber das war’s auch. Sind jetzt überwiegend keine, mit denen ich meine Freizeit verbringen würde. Und die große Party, die da jetzt wohl noch am Steigen ist, hat mich auch nicht angemacht. Bin eben eher der Typ für kleinere und etwas weniger abgedrehte Parties. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Muss es ja auch nicht, ich stehe zu mir!!!

Genug der großen Worte, ich bin hundemüde und verzieh mich jetzt ins Bettchen!

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Die Eröffnung

Mi Jul 26, 2006 11:26 pm


[ Stimmung: Happy ]

Hallihallo und herzlich willkommen zu meinem Diary.

Ich dachte mir, ich lasse euch mal wieder an meinem Abenteuer Amerika teilnehmen. Jetzt sind es noch genau zwei Wochen bis zum Abflug. Bevor ich hier in Stress gerate, erkläre ich euch am besten mal, wie und warum ich mich entschieden habe, als Teaching Assistant in die USA zu gehen.

Das alles begann schon während meiner Au pair Zeit. Damals lernte ich die Beate kennen, die schon an der PH in Ludwigsburg studierte und an genau diesem Teaching Assistant Program teilgenommen hatte. Ich war natürlich sofort Feuer und Flamme, da ich ja damals auch schon wusste, dass ich mal an der PH landen würde. Dieses Ziel habe ich während der letzten zwei Jahre des Studiums nie aus den Augen verloren. Letzten Sommer habe ich ganz eifrig meine Bewerbung im Auslandsamt abgegeben, der Leiter war sehr erstaunt und begeistert über mein Engagement, da der Bewerbungsschluss erst ein halbes Jahr später war. Er versicherte mir, dass das ein großer Bonus sei. Tja, und dann kam endlich der große Tag Mitte März. Die Zusage flatterte ins Haus und ich habe mich natürlich wahnsinnig gefreut. Nun ging es los. Die anderen fünf Teilnehmer und ich wurden zum Leiter des Auslandsamtes bestellt, wo uns die Unterlagen für die Beantragung des Visums ausgehändigt wurden, Fragen wurden beantwortet,…

Ich möchte euch mal kurz die anderen Mitstreiter vorstellen, denn sie werden euch im Laufe des halben Jahres sicher noch öfter über den Weg laufen. Da wäre einmal die Nicoletta. Sie ist die älteste unter uns und auch schon am weitesten im Studium. Die anderen vier sind alle unter mir im Semester. Das wären der Daniel, der Alex, die Sarah und die Vera.

Nun gut, ich will mal weiter erzählen. Wir setzten uns also zusammen und haben erst einmal überlegt, wann wir denn fliegen wollen. Geeinigt haben wir uns darauf, dass es am 9. August losgeht. Nicoletta, Daniel, Sarah und ich werden gemeinsam von Frankfurt aus fliegen. Vera fliegt am selben Tag und zur selben Zeit von München los. Alex hat seinen Flug separat gebucht und fliegt einen Tag vorher. Er hat uns aber schon versprochen, dass wir dann mit einem leckeren Abendessen begrüßt werden. Smile

Dann ging es an die nächste Hürde: das Visum. Ich habe das alles relativ schnell erledigt. Hatte am zweiten Juni meinen Termin im amerkanischen Generalkonsulat in Frankfurt und schon einen Tag später den Reisepass inklusive Visum im Briefkasten.

In den letzten Wochen kamen dann noch Dinge dazu wie: Auslandskrankenversicherung abschließen (beim ADAC), nen Laptop kaufen (man will ja in touch bleiben und auch seine Arbeiten erledigt bekommen), einen neuen internationalen Führerschein besorgen, ein Führungszeugnis einholen, usw. Man ist also ständig am Überlegen, ob man sich um alles gekümmert hat, ob man an alles gedacht hat oder ob da nicht doch noch ne Kleinigkeit übersehen wurde. Jetzt habe ich noch zwei Arzttermine vor mir. Zum Hausarzt gehe ich morgen, der muss mir noch so ein Gesundheitszeugnis unterschreiben, der Zahnarzt wartet nächste Woche für meinen jährlichen Check-up auf mich. Da kommt doch Freude auf. Smile Und zu guter Letzt: der ganze Spaß ist ja auch nicht ganz billig. Zumindest fallen da horrende Vorläuferkosten an. Wir müssen nämlich die komplette Miete für die Häuser, in denen wir wohnen werden, vorstrecken. Auch müssen wir uns gleich in der ersten Woche Autos kaufen (zwar immer zu dritt, aber immerhin) und somit müssen wir für den Anfang etwa $4000 in Form von Traveller Cheques mitnehmen. Das Geld umtauschen muss ich also in den nächsten Tagen auch noch erledigen. Aber dann hab ich alles gemacht und muss nur noch packen.

So, hab ja gerade schon die Häuser erwähnt. Es sieht so aus, dass es zwei Häuser in Charlotte gibt, in denen die Teaching Assistants seit jeher gewohnt haben. Immer zu dritt in einem Haus. Diese Häuser befinden sich in einem Wohnkomplex, zu dem auch eine Tennisanlage und ein Pool gehören. Unweit davon befindet sich eine große Mall, eine Bücherei und jede Menge andere Geschäfte. Wir sind also ziemlich zentral gelegen. Jedoch ist es zur Schule ein ganzes Stück Weg, weshalb wir auch auf die Autos angewiesen sind. Werden uns wohl pro Haus ein Auto kaufen. Die Häuseraufteilung haben wir vor zwei Wochen vorgenommen. Nicoletta, Daniel und Alex werden in dem einen Haus wohnen. Sarah, Vera und ich teilen uns das andere. Hoffe mal, wir kommen alle miteinander aus. Aber ich hatte damit bisher eigentlich noch nie Probleme.

Damit wäre jetzt eigentlich so gut wie alles gesagt, was es als Einleitung für euch zu wissen gibt. Ich werde in letzter Zeit häufig gefragt, ob ich mich schon freue. Naja, ich war bisher sehr mit Prüfungen und anderem Kram beschäftigt, so dass ich gar nicht groß zum Nachdenken kam. Ih freue mich eigentlich schon, bin aber noch überhaupt nicht aufgeregt. Für mich wird es sowieso keine so große Umstellung werden, wir für die anderen fünf. Denn ich habe ja schon einmal ein Jahr in den Staaten gelebt, weiß in etwa, was auf mich zukommen wird. Was mir allerdings erst letzten Sonntag passiert ist: Bin von meiner Freundin abends heimgefahren und hatte irgendwie so ein Gefühl wie: Warum gehst du eigentlich schon wieder weg? Warum tust du dir das immer wieder an? Im Moment läuft doch alles super. Du hast das Studium gut um Griff, hast Spaß daran, du hast jede Menge Freunde, die dir sagen, wie sehr sie dich vermissen werden, du hat tolle Nebenjobs. Jede einzelne Familie bei der du babysittest oder Nachhilfe gibst sagt dir, wie toll du bist und dass es schade ist, dass du gehst. (Aber immerhin sagen sie auch, dass ich wieder kommen soll, wenn ich zurück bin). Auch meine Mama sagt dauernd, dass sie mich wieder so sehr vermissen wird. Ja und, warum tue ich das? Weshalb zieht es mich immer wieder weg? Und dann die andere Seite: Werde ich so jemals einen Mann finden? Denn allen, denen ich begegne muss ich ja doch wieder sagen: Hey du, sorry, aber ich bin mal wieder auf dem Sprung.
Tja, aber ich glaube, ich muss das einfach machen. Das liegt in meiner Persönlichkeit. Es war schon so lange mein Traum, dieses Praktikum zu machen. Es wird mich weiter reifen lassen, ich werde wieder ein Stück erwachsener und unabhängiger werden, ein Stück mehr über mich selbst in Erfahrung bringen. Es wird sicher eine ganz tolle Zeit, eine wunderbare Erfahrung und zum Schluss werde ich ja noch einmal einen Monat bei meiner allerliebsten Amerika-Familie zu Besuch sein. Darauf freue ich mich insgeheim am allermeisten.

So, damit schließe ich diesen ersten Eintrag ab. Er ist mal wieder viel zu lang geworden, aber das seid ihr ja alle schon gewohnt, nicht wahr? Smile Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ab und zu mal einen Kommentar da lassen würdet, ein kleines Hallo – wie gehts?, damit ich weiß, dass es euch allen daheim, oder wo auch immer ihr seid, gut geht.