So, nach langer Zeit melde ich mich hier mal wieder… Es ist kaum zu glauben, dass mein Interview schon so lange her ist. Die Zeit vergeht wie im Flug. Auch wenn in Sachen Aupair nicht so viel passiert ist, will ich euch mal kurz auf den neusten Stand bringen
Im Moment bin ich noch dabei, meine Bewerbungsunterlagen fertig zu stellen. Ich hoffe, dass ich sie noch diesen Monat abschicken kann und gebe mir Mühe, so viel wie möglich noch in den Herbstferien zu schaffen. Davor hatte ich leider fast gar keine Zeit dazu. Nach dem Interview begann in der Schule die Klausurphase, und direkt zwei Tage nach der letzten Klausur sind wir auf Studienfahrt gefahren. Wir waren eine Woche in der Toskana. Auch wenn wir ziemlich viel Programm und viel zu wenig Schlaf hatten, war es wirklich super. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schön werden würde und dass manche Leute, mit denen ich vorher überhaupt nichts zu tun hatte, wirklich so nett sind
Und genau das sind die Momente, in denen ich mein Vorhaben ein wenig in Frage stelle. Warum will ich eigentlich gehen? Will ich das hier wirklich alles aufgeben? In den USA kann ich immerhin nicht einfach mal mit meinen Freunden in eine Cocktailbar gehen…
Was soll’s, ich glaube, solche Zweifel sind normal. Immerhin ist es seit langer Zeit mein Traum, in die USA zu gehen und daher ist es wohl auch gut, dass ich die ganze Sache auch realistisch sehe und weiß, dass es nicht immer einfach sein wird. Ich will es unbedingt, aber auch gestern, als ich beim Babysitten mit A. und L. gepuzzelt habe, tat es mir leid, mein Leben in Deutschland zurücklassen zu wollen.
Trotzdem, im Grunde weiß ich ja, dass es sich eh verändern würde. Die Schulzeit ist bald vorbei, und dann wird nichts mehr so sein wie vorher.
Oh je, das hört sich jetzt ganz schön negativ an, nicht war?
Das soll es eigentlich gar nicht. Ich bin mir sicher, dass ich das machen will und freue mich auch schon sehr darauf. Wenn ich das jetzt nicht mache, werde ich vielleicht nie wieder die Chance dazu haben.
Und eigentlich habe ich schon immer gewusst, dass ich irgendwann gehen würde. Ich wollte schon als Kind immer weg, natürlich sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Ich bin schon immer viel gereist, war lieber woanders als zu Hause. Bis jetzt konnten sie immer verhindern, dass ich zu weit und zu lange weggehe. Ich wollte nach Chile. Nach Südafrika. Aber ich war nicht volljährig und ohne ihre Erlaubnis ging es nicht.
Gut, dass sie mich wenigstens jetzt nicht mehr stoppen können.